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Bild commov.de * Artikel Wie nett bist Du?“Ich habe nie behauptet, dass ich nett bin…”
Dieser Spruch ist mittlerweile ein Motto von mir geworden! Wer viel im Sport unterwegs ist, stößt immer wieder an eigene und auch an Grenzen anderer Mitmenschen. Im Laufe meines Engagement habe ich sooft gehört: “Das geht nicht! Das haben wir noch nie gemacht! Das können wir so nicht machen! Und auch ein schöner Satz… Wenn wir was ändern, wissen wir ja nicht, was danach kommt, es könnte doch auch schlechter werden!”

Nichts ist auf Dauer frustrierender als Menschen, die in ihrem jahrelangen Denken verharren und dadurch Veränderung und Fortschritt verhindern. Wer demnach erfolgreich sein möchte, egal ob im Verein oder Beruf, um andere für seine Belange zu gewinnen, benötigt eine Vielzahl von Eigenschaften.

Allen voran strategisches Denken, Diplomatie, Kompromissbereitschaft, Durchhaltevermögen und lösungsorientiertes Handeln. Eigentlich ganz normale Eigenschaften, die in jedem “erfolgreichen Team” erlebt und gelebt werden. Doch ERFOLG definiert bekanntlich jeder anders…

Während einige Erfolg mit dem Gewinn einer Meisterschaft in Verbindung bringen, ist für andere schon Erfolg, wenn der Zustand so bleibt wie er ist und nicht schlechter wird. Wie alles im Leben… Ist es eine Frage der Betrachtung! So wird in vielen Vereinen, Verbänden, Firmen lieber auf “Nummer sicher” gegangen und das “Leiden” als selbstverständlich angesehen, als das man sich wirklich um eine Lösung bemüht.

Veränderung ist anstrengend, insbesondere wenn man mit seiner Meinung und Lösung alleine “dasteht” und für seine Belange im Fokus der Kritiker und Lösungsverhinderer steht und dafür zuweilen auch persönlich angegriffen wird. Will und kann man dies für sein Ziel “ertragen und auch aushalten”?

Wer – im übertragenen Sinn – die Welt erobern möchte, muss Gegenwind in Kauf nehmen! Denn wer nur “mitsegelt” kann nie die Richtung bestimmen und muss immer nur das machen, was der da “Vorne” vorgibt! Demnach entscheidet jeder für sich selbst, jeden Tag aufs Neue, ob man seine Meinung vertritt und für sich SELBST und sein Ziel kämpft oder ob man kapituliert und sich anderen unterordnet.

Ein Beispiel von vielen sind Meetings und Sitzungen… Schon allein das Wort “Sitzung” könnte die Situation treffend beschreiben. Es werden Probleme “ausgesessen”! Wir alle haben schon solche Momente erlebt, wo über Themen heiß diskutiert wird, doch wenn es dann öffentlich zur Sprache kommt, haben plötzlich viele wieder ihre Meinung vergessen…

Wer seine Meinung vertritt und Haltung annimmt, ist immer angreifbar und letztendlich entscheidet jeder für sich selbst, wie er sein Leben gestalten möchte. Doch bis jetzt habe ich “noch” keinen Menschen kennengelernt, der mit “destruktiven Handeln” sich und sein Umfeld VERÄNDERT hat?!

Und wie nett bist DU?!

Bild commov.de * Artikel sauber und intaktMal angenommen, ihr kommt in eine Halle oder auf einen Fußballplatz, wo es dreckig ist, der Müll überall rumliegt und die Sportanlage teilweise demoliert ist… Wie würdet ihr euch fühlen? Würde das “abgewrackte” Umfeld eure Leistung beeinflussen? Viele Sportler würden sicherlich behaupten “nö”, denn es geht ja ausschließlich um den Wettkampf.

Doch mal ehrlich! Wohl würde man sich nicht fühlen, oder? Anfänglich würde man sich sicherlich über den Zustand der Sportanlage aufregen und sich wundern, wie man so etwas zulassen kann. “Ist denn keiner da, der aufräumt und die kaputten Sachen repariert?” In vielen Vereinen ja, doch wieso muss erst immer etwas kaputt gehen?

Schon einmal von der Broken-Windows-Theorie (http://de.wikipedia.org/wiki/Broken-Windows-Theorie) gehört? Dieses Konzept wurde in Amerika entwickelt und handelt z.B. von einem zerbrochenen Fenster in einem leerstehenden Haus, das später zu völliger Verwahrlosung führen kann… (siehe Wikipedia).

Was hat das nun mit unseren Sportstätten zu tun, das sind doch keine Fabrikhallen! Viel, denn wir ALLE sind in einem Sportverein für unsere Anlagen verantwortlich. Nicht nur der zuständige Hausmeister! Wer seine Fußballschuhe in der Kabine ausklopft und Dreck hinterlässt, setzt ein Zeichen für andere, die gedankenlos mitmachen.

Wer Dinge kaputt macht (kann immer mal vorkommen), aber nicht dafür sorgt, dass diese repariert werden, öffnet Tür und Tor für andere Beschädigungen. Viele machen dies sicherlich nicht mit Absicht, doch häufig aus Gedankenlosigkeit und vor allem durch schlechte Vorbilder. Und das beginnt bereits im Kinder- und Jugendtraining.

Wenn Eltern, Betreuer, Trainer immer den Kindern “hinterher räumen”, wo sollen die Kids die Verantwortung für Sauberkeit und Wertschätzung von Sportanlagen kennenlernen? Wenn Erwachsene ihre Tape-Reste, Taschentücher, Trinkflaschen einfach liegen lassen, wieso sollen die nächsten Mannschaften aufräumen?

Egal wo, im Geräteraum, in den Kabinen, auf dem Sportplatz, in der Halle, usw. wenn einer anfängt seinen Unrat – in welcher Form auf immer – zu hinterlassen, machen alle anderen mit. Daher ist jeder Verantwortliche in einem Verein dafür zuständig, dass seine Sportler die Sportanlagen so hinterlässt, wie er sie selbst gerne vorfinden möchte. Nämlich sauber und intakt!

Ist doch logisch, werden viele sagen. Nein, das ist leider nicht logisch! Im Gegenteil, man hat das Gefühl, das die “Moral” hinsichtlich dessen immer schlechter wird. Und was noch schlimmer ist… Gespräche, Mahnungen, Verbote sind sprichwörtlich für die Katz! Daher ist es enorm wichtig als gutes Beispiel voran zu gehen und dies immer wieder anzusprechen.

Und wie hegst und pflegst du deine Sportanlagen?

PS: Das gilt im Alltag, im Büro, zu Hause, sprich überall…

commov-allgemein-geburtstagHippieee! Drei Jahre commov-Blog mit mittlerweile über 250 Artikeln…

Und die Erkenntnis, dass man mit seinen Aufgaben wächst! Gottseidank, weiß man nie vorher genau welche Arbeit hinter so einem Projekt “BLOG” steckt. Und wenn ich auf die letzten drei Jahre zurückblicke, bin ich froh, dass ich es einfach “gemacht” habe und dadurch sehr viel lernen durfte…

Die tägliche Auseinandersetzung mit einem möglichen neuen Blog-Thema, hat meine sportliche Wahrnehmung verändert und vor allem geschärft. Denn “sportliche Probleme” ändern sich wenig, doch allein durch Ursache, Betrachtungsweise, Perspektive und Ziel ergeben sich, je nach Sportler, unterschiedliche Lösungswege.

Jedoch genau diese unterschiedlichen Schritte machen das Thema und somit den Blog – für mich – so spannend. Auch die Erkenntnis: “Man kann niemanden zu seinem “Mentalen Sport-Glück” zwingen! Allein die Eigenmotivation zählt. Sport-Coaches können nur Impulse geben und “bewegende Fragen” stellen…

Für die Überwindung des inneren Schweinehundes und den Blick in sein Spiegelbild ist jeder selbst verantwortlich! Ob man diese Verantwortung für sich selbst übernehmen möchte…?! Letztendlich muss das jeder Sportler selbst entscheiden, wie viel Erfolg er “ertragen” kann! Und nicht umsonst heißt commov = communication & movement…
DANKE, an die Menschen und Sportler, die …

  • den Blog immer wieder lesen
  • mir Feedback geben
  • ich neu kennenlernen durfte
  • mich auch in frustrierten Zeiten unterstützen, denn auch diese Phasen gibt es :-)
  • mich geistig auf Trapp halten und mich dadurch immer wieder vor neuen Herausforderungen stellen

Ich habe noch viele Ideen, die ich in diesen Blog umsetzen möchte, doch das braucht Zeit und die Gelassenheit “es wird scho wern!”

Let´s BLOG und auf ein weiteres interessantes und spannendes commov-Jahr!

Bild commov.de * Terminator = SPORmentorWas benötigt ein erfolgreicher Sportler oder Mensch? Talent, Kritikfähigkeit, Selbstreflexion, Disziplin und ein motivationsförderndes Umfeld mit Familie und Freunde. Aber vor allem einen bzw. mehrere Ansprechpartner mit denen man im Dialog über seine Sorgen und Nöte offen sprechen, aber auch Erfolge, teilen kann.

Heutzutage wird einem vermittelt, dass  man mehr oder weniger auf sich allein gestellt ist oder sich ein gutes Netzwerk aufbauen muss. Netzwerke gibt es mittlerweile viele im Internet, doch helfen diese selten bei persönlichen Problemen und Krisen. Wohl dem der gute Beziehungen und Freunde hat.

Früher gab es den sogenannten “Mentor”, doch irgendwie ist dieses Wort ausgestorben und somit auch die Rolle eines Ratgebers (www.de.wikipedia.org/wiki/Mentoring). In Schulen gibt es mittlerweile sogenannte “Patenschaften”, d.h. ältere Schüler kümmern sich um jüngere, dies ist eine tolle Idee. Ein Mentor ist jedoch weitaus mehr, denn er kümmert sich um Chancen und Möglichkeiten “zu lernen” und Erfahrungen machen zu können.

Was würde das nun für einen Sportler bedeuten? Ein “SPORMentor” ist ein Mensch, der einen mit Rat und Tat zur Seite steht, der sozusagen einem objektiv in seinem “sportlichen Leben” begleitet.

Beispiele hierfür wären …

  • Unterstützung bei wichtigen Wettkämpfen
  • Motivation in Trainingsphasen
  • Vermittler zwischen anderen Sportlern, Trainern, Vereinen
  • Neutraler Beobachter und dadurch Vermittlung einer objektiven Sichtweise
  • Förderer und Freund
  • Unterstützung bei der Berufsauswahl/Studium/Ausbildung
  • und und und…

Dieser Mentor hat die “Aufgabe” den Sportler zu fordern und fördern, so dass eine Basis für den sportlichen Erfolg geschaffen wird. Mittlerweile ist diese Art eines Mentors mehr oder weniger ausgestorben und wenn, wurde dies in kurzfristige Patenschaften umgewandelt.

Schade eigentlich, denn egal ob nun im Sport oder im Beruf (kommt übrigens von Berufung), häufig fehlt ein Mensch, der objektiv und neutral seine Meinung über einen längeren Zeitraum äußert. Die Familie und Freunde wollen sicherlich nur das Beste, aber ob deren Meinung auch wirklich das Beste für den Sportler ist, sei dahin gestellt…

Egal wie man nun seinen sportlichen Begleiter nennen mag, wichtig ist, dass es ihn gibt! Wer keinen hat und einen möchte, muss Eigeninitiative entwickeln. Folgende Fragen könnten hierzu hilfreich sein:

  • Was erwarte ich von meinem persönlichen Mentor?
  • Welches Ziel verfolge ich mit diesem Mentor?
  • Ist dieser Mensch neutral genug meinen Weg zu begleiten?
  • Wer hat schon sportlichen Erfolg gehabt?
  • Wen finde ich toll?
  • Wo könnte die Chemie stimmen?
  • und, und, und…

Wenn man diese Fragen für sich beantwortet hat, dann hat man große Chancen, dass einem ein “Mentor vor die Füße fällt”… Frag ihn, er wird sicherlich anfänglich irritiert sein, aber sich auch über dein Vertrauen freuen. Und wie heißt es so schön?!

“Nur wer fragt gewinnt!”

Bild commov.de * Artikel Es gibt viel zu tun in 2013Wie beginnt man nun ein neues Jahr, dass auch noch die 13 in der Zahl hat? Letztendlich auch nicht anders, als das vergangene und doch kommen mir hierzu andere Gedanken. Sicherlich liegt es daran, welche Artikel ich gerade lese oder mit welchen Themen ich mich gerade beschäftige.

Bei 2013 liegt es nahe sich mit der 13 näher zu beschäftigen… Was ist eigentlich vordergründig? 20 oder 13? In vielen Kulturen ist die Zahl 13 eine Unglückszahl und wird weitgehend ignoriert. Bei uns in Deutschland wird die 13 zwar wahrgenommen, aber die Bedeutung dieser Zahl liegt ausschließlich im Auge des Betrachters.

Aber allemal interessant ist lt. Wikipedia, das z.B. die Zahl 13 die erste gezogene Zahl in der deutschen Lotto-Ziehung “6 aus 49″ war, seitdem ist sie jedoch die seltenste gezogene Zahl. Es gibt Hochhäuser, da wird das 13te Stockwerk schlichtweg ausgelassen oder es gibt keine 13te Sitzplatzreihe in Flugzeugen.

Wie dem auch sei, letztendlich gibt jeder individuell den Dingen seine Bedeutung! Egal ob Zahlen, Situationen (Freitag, der 13te), Sportstrümpfe u. ä. Die Fokussierung darauf und der Glaube daran, sorgt häufig für das “wahr werden” eines positiven oder negativen Ereignisses.

Übrigens, für viele Menschen ist die 13 einfach eine Glückszahl! Es liegt an uns, was wir aus dem Jahr 2013 machen… Welche Entscheidungen wir treffen, ob wir überhaupt Entscheidungen treffen, welche Ziele wir haben und was sind wir bereit dafür zu tun?!

ZIELEN – handeln – ändern – handeln – ändern – handeln – ändern… “try – error – try”!
Wer keinen MUT hat Dinge und Situationen zu verändern, der bleibt in seiner persönlichen Entwicklungsschleife “hängen”. Egal ob im Beruf, in Beziehungen oder im Sport. Rückschläge und Niederlagen gehören dazu und begleiten und als “Erfahrungen” ein Leben lang.

Die Entscheidung, wie wir unser Leben gestalten wollen, liegt ausschließlich bei uns selbst! Daher wünsche ich jeden viel MUT im Jahr 2013, um Dinge zu verändern und das Leben nach seinem eigenen Wunsch zu gestalten…

JETZT geht’s los!

Bild commov.de * Artikel Komm nach HauseHallo ist da wer? Können Sie mir helfen? Hallo …
Diese Sätze hörte ich letzte Woche im Dunkeln als ich abends mit meinem Hund unterwegs war. Ich war bereits auf dem Heimweg und hatte nicht wirklich Lust auf diese mir bekannte Stimme zu antworten. Was tun?!

Ich haderte kurz mit meinem vermeintlichen Schicksal und lief wieder zurück und fragte pflichtbewusst nach “Wie kann ich Ihnen helfen?” Dieser Dialog gestaltete sich etwas schwierig, denn die Dame ist bereits über 90 Jahre, sehbehindert und schwerhörig. Was blieb mir also anderes übrig, als mit meinem Hund das Grundstück zu betreten und nachzufragen…

Wer sind sie?
Ich bin die Sabine!
Wer?
Die Sabine …

Nachdem ich näher trat, mich die Dame wohl erkannte und mich familiär zuordnen konnte, bat sie mich ins Haus. Ich stand nun in einem Haus, dass ich seit 32 Jahren kenne, nie betreten habe und mich die Hilflosigkeit der Dame irgendwie “beschämt”. Und dies alles nur, weil der Fernseher nicht ging.

Sie erklärte mir lautstark, dass sie nur die Nachrichten und das Gesundheitsmagazin sich im dritten Programm ansieht, aber jetzt nix mehr geht. Zwischendurch will sie dann immer noch meinen “Hunderl” in die Wohnung holen, der draußen am Gartentor saß. Völlig “überrannt” mit dieser Situation widmete ich mich der Fernbedienung und siehe da, durch ihre Sehbehinderung war einfach nur das Programm verstellt und das dritte Programm erschien lautstark auf der Bildfläche.

Aus lauter Dankbarkeit umarmte mich die Frau (sie ging mir nur bis zum Bauch und ich bin nur 167cm groß) und bedankte sich tausend Mal bei mir. Mit einem komischen Gefühl und meinem Hund ging ich in der Dunkelheit nach Hause. Dieses komische Gefühl setzte sich zusammen aus Betroffenheit, Beschämtheit und auch eine Angst – genauso wie die Dame – einsam im Alter in einem Haus zu enden.

Wir alle in der Nachbarschaft kennen diese Dame und ja, es ist und war nicht leicht mit ihr umzugehen, insbesondere wenn Altersstarrsinn hinzukommt. Vom Autofahren in dem Alter ganz zu schweigen … Und doch hat diese Situation, in der Dunkelheit einfach mal so um Hilfe zu rufen, etwas Groteskes.

Man kann nun den Menschen und seine Lebensgeschichte bewerten wie mal will, wichtiger ist die Frage … “Will man selber in so eine Situation kommen?!” Ist es daher wirklich so wichtig materielle Reichtümer anzuhäufen, um dann einsam und verlassen in einem schönen Haus zu sitzen?

Letztendlich sind es die Erinnerungen und Erlebnisse, die wir im Kopf haben und weniger unsere Besitztümer. Was hilft uns ein schönes Haus, wenn wir es nicht mehr sehen können und wenig im Leben “erlebt” haben? Sicherlich, ein Haus vermittelt materielle Sicherheit, doch sollte man rechtzeitig erkennen können, wann so ein Haus eine “Belastung” darstellt und einen hilflos macht.

Wir reden immer wieder gerne von Heimat und einem zuhause … Doch das tragen wir alle in uns drin! Unser daheim ist folglich unser Körper und Geist, sprich unser ICH. Das kann man sich nicht kaufen, sondern muss man immer wieder selbst erleben …

Komm nach Hause!

Bild commov.de * Artikel einarmiger BanditManche Tage gibt’s nicht, oder vielleicht doch? Vielleicht sind es gerade diese Tage, die einen aus seiner eigenen Bequemlichkeit herausholen und wo man lernt über seinen eigenen Horizont hinauszudenken …

Völlig unbedarft und entspannt saß ich in meinem Lieblings-Café, wollte meinen Cappuccino schlürfen und dachte ausnahmsweise einmal an nichts. Plötzlich sprach mich die Bedienung von links an und fragte mich aus heiterem Himmel. “Duuuu Sabine (schon allein die Ansprache versprach nix gutes …), du bist doch erfahren und kennst dich im Leben aus!”

Etwas irritiert und doch neugierig wartete ich nun welche Frage kommen würde?
“Könntest du dir vorstellen mit einem Einarmigen eine Beziehung zu führen?”
Nun, wenn ich ehrlich bin, diese Frage habe ich nun wirklich nicht erwartet, zumindest weniger in diesem Umfeld. Und dennoch musste ich schmunzeln und beantwortete die Frage mit einem einfachen “JA”.

Dies wiederum war die Grundlage für eine spannende Diskussion, wieso, weshalb, warum wir uns so schwer tun mit “sogenannten Behinderungen” offen umzugehen. Sicherlich fällt einem die Entscheidung im reiferen Alter möglicherweise einfacher, da man sich (hoffentlich) eher auf die inneren Werte eines Menschen konzentrieren sollte.

Und doch beschäftigte mich diese Frage … Gerade weil ich einen einarmigen Sportler in meinem direkten Umfeld kenne und deshalb logischerweise keinerlei Probleme habe, entspannt damit umzugehen. Im Gegenteil das Handicap hat zuweilen für so manche Erheiterung im Verein gesorgt und man kann auch einarmig hervorragend Siebenmeter im Tor versenken.

Dieser einarmige Sportler gehört zum Verein und das seit der Jugend, keiner macht sich “offensichtlich” darüber irgendwelche Gedanken. Soweit so gut in der Freizeit und im Sport, doch wie ist es in einer Beziehung? Inwieweit sind wir bereit über das Fehlen eines Gliedmaßen hinwegzusehen, um den Menschen – ohne Wenn und Aber – so zu nehmen wie er ist?

Unsere VOR-BILDER sind häufig gleich, genormt und vorgegeben, und spiegeln eine Perfektion vor, die es im Alltag selten gibt. Alles was wir NICHT gesehen, erlernt haben oder das wir positiv einordnen können, macht uns Angst oder fällt uns schwer damit umzugehen. Auch wenn diese Menschen uns nichts tun!

Noch schwieriger wird es in einer Beziehung, wenn man sein eigenes normales Vor-Bild überwinden und sich dafür noch gegenüber anderen rechtfertigen muss. Wenn man selber zwei Arme und Füße hat, mag das leichter sein, aber als Betroffener braucht man schon ein verdammt dickes Fell, um so manchen blöden Spruch zu verdauen.

Nicht selten werden deshalb sogenannte Mängel durch übertriebene “Schauspielerei und Aktionismus” kaschiert. Das wiederum hat so manches Mal einen hohen Unterhaltungswert, doch ist meistens wenig beziehungsförderlich. Wer will schon auf Dauer einen “Kasper” neben sich?!

Blöder Teufelskreis! Und alles nur, weil wir Menschen es uns gemütlich in unserer Denk-Bequemlichkeit machen. Wie viele Missverständnisse, Konfrontationen und möglicherweise ja sogar Kriege könnten wir uns ersparen, wenn wir unser Denk-Bild täglich reseten und uns einfach einmal von etwas neuem, anderen überraschen lassen?!

Wir werden sicherlich auch dabei schlechte Erfahrungen machen, aber das ist immer noch besser, als andere Menschen für unseren eigenen begrenzten Horizont verantwortlich zu machen!

Open your mind!

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