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Golf-Tagebuch: Break 80 – Teil 1

Bild Markus Venzl | Artikel Golf-Tagebuch: Break 80 - Teil 1Projekt „Break 80“, klingt irgendwie schon gut! Folglich sind das „nur“ 80 Schläge für 18 Bahnen. Mmmmhhh, mein Ehrgeiz war geweckt, so dass ich mich im GOLFTIME Magazin für dieses Projekt Break 80 beworben habe. Und…? Gesagt, getan und mit dabei, YEAH!

Echt jetzt?! Wow, ich darf bei einem innovativen Konzept zur Durchführung eines Jahrestrainings mit Golf-Amateuren teilnehmen und bekomme ein individuelles Coaching von Marco Zaus und André Zill.

Da stand ich nun mit meinem Golfspiel und hatte keine Ahnung was mich am letzten Wochenende erwartete. So reiste ich erwartungsfroh zu unserem ersten Gruppentreffen nach Fürth und ließ mich einfach überraschen. Und diese Überraschung ist wahrlich gelungen!

Tolle, spannende, interessante Mitstreiter/innen und innovative Trainer, die mein Denken über mein Golfspiel und der Trainingslehre an sich komplett auf den Kopf stellten. Ich bekam in zwei Tagen so viel über mich selbst und mein Golfspiel reflektiert, dass ich bis heute noch damit zu „kämpfen“ habe.

Wer Golf spielt, der outet seine Persönlichkeit auf dem Golfplatz, d.h. die Persönlichkeit inklusive der eigenen Lernerfahrung. Rückblickend wurde mir klar, dass meine Lernerfahrung klassisch durch Fehlervermeidung geprägt war. Und dies hat mich an meinen ersten Tischtennis-Trainer erinnert… Disziplin, Fleiß und keine Fehler machen!

Doch genau diese Lernerfahrung und die damit verbundene Art zu spielen ist kontraproduktiv für mein Golf-Spiel. Es verhindert meine Kreativität und raubt mir den Spaß am Spiel. Dauerhafte Fehler machen mich wütend und ich bin mehr mit mir selbst beschäftigt anstatt mich auf meine Aufgabe zu konzentrieren. Nämlich den Ball mit meinem vorhandenen Können und Selbstvertrauen weiterzuspielen.

Lernen… Doch wie lerne ich überhaupt am liebsten? Mit viel Spaß, Humor und Kreativität. Ich muss mich ausprobieren, ab und zu benötige ich Tipps, doch ein Golflehrer wird definitiv nicht reich mit mir.

Um daher mein Spiel dauerhaft zu verbessern, benötige ich einen Coach/Mentor, der mich auf meine Defizite und Möglichkeiten hinweist. Wie ich jedoch mein Ziel erreiche, muss ich selbst erfahren bzw. lernen.

Ich brauche ein Bild, eine wiederholbare Bewegungserfahrung und ein Gefühl für den Schwung. Es muss sich für mich „gut“ anfühlen. Denn ausprobieren, neues entdecken, neugierig sein, das ist seit Jahren meine Art zu lernen, egal in welchem Bereich.

Klare Vorgaben langweilen mich, da gibt es nix zu entdecken und das macht mir auch keinen Spaß. Golfen ist so komplex, dass ich für mich daher die Entscheidung treffen muss, welchen „Lern-Weg“ ich gehen möchte, damit ich einfach besser spiele und dabei Spaß habe, ohne den Fokus auf das Handicap zu richten.

Nach diesen zwei Tagen mit André und Marco ist mir vieles bewusster geworden. Wie ich lerne ist eine Seite der Medaille, doch was ist noch wichtig für mich und mein Spiel?

Zum Beispiel meine Art Probleme auf dem Platz zu lösen. Und wenn ich mich so erinnere… Am besten spiele ich quietschfidel ohne groß nachzudenken und vor allem gnadenlos meiner Intuition und mir selbst zu vertrauen.

Mein Unterbewusstsein kennt mein golferisches Können, es weiß ganz genau was zu tun ist, doch ich überdecke es mit Erfahrungen, Ängsten und Ignoranz. Ich habe in einem meiner Blogeinträge geschrieben: „Sei dein bester Freund!“ Und das vergesse ich leider manchmal selbst im Spiel.

Folglich, wenn ich wirklich die 80 schaffen will, dann muss ich auch meine Persönlichkeit und Herangehensweise auf dem Platz „ent-wickeln“. Eine spannende Herausforderung!

Ich bin mir jedoch sicher, dass dies mit der Unterstützung von André, Marco und der tollen Truppe gelingen wird. Der Weg wird kein leichter sein, doch er lohnt sich für mich! Bleibt dran, ich werde berichten… 🙂

Let´s break and swing…

PS: Mehr Informationen zu dem Projekt Break 80 in der GOLFTIME hier…
Danke an Markus Venzl für die tollen Golf-Bilder!