Golf-Tagebuch: Du machst das schon…

„Sabine, du machst das schon, bei dir ist alles nur eine Frage der Zeit!“ Diesen Satz hörte ich von Bernd am letzten Freitag in unserem Clubhaus und seitdem beschäftigt mich dieser Satz! Somit kann mein Golf-Tagebuch 2017 beginnen…

Denn ich hatte diese Aussage bereits letztes Jahr nach meiner besten Runde von ihm gehört, nur hatte ich ihn schlichtweg wieder vergessen. Mein erstes Turnier dieses Jahr war – für mich – eine Katastrophe. Mein Schwung passte nicht, mein Kopf war leer und sämtliche mentalen Tricks waren an diesem Tag vergessen. Es war ein gebrauchter Turniertag!

Ja, das kann vorkommen, doch ich musste etwas dagegen tun. Folglich nahm ich als erstes eine Golfstunde bei Colin Hodgson um meinen Schwung wieder zu finden und dann machte ich meine Hausaufgaben.

Demnach sahen dann meine letzte Woche so aus:
schlechtes Turnier – Golfstunde – Training – gutes Turnier

Das spannende an der Geschichte ist, dass durch die Sicherheit des Trainings und die motivierende Aussage von Bernd ich meine mentale Stärke wiedergefunden hatte. So ging ich mit einem positiven Gefühl zum Abschlag Nr. 1 und wusste wie mein Schlag auszusehen hat.

Doch… Fairwaybunker, oh super ist wieder rausgerollt und dann zweiter Schlag mit Chance zum Birdie auf einem Paar 4. Leider vergeben, doch die ersten neun Bahnen waren für mich das beste Golf, was ich je in meinem Leben gespielt habe. Unaufgeregt, konstant und mit gesunden Selbstvertrauen zu einem guten Score. WOW!

Sicherheit war weg

Dann kam Halfway und auf einmal war diese Sicherheit weg… Ich war immer noch im Rahmen meines Handicaps, doch verschoss ich Bälle ins Nirvana und musste jetzt um jeden Ball kämpfen. Verdammt nochmal, in welchem Loch ist meine Leichtigkeit verschwunden?! Ich grübelte und haderte mit mir, anstatt mich der Worte zu erinnern… „Sabine, dass machst du schon!“

Gottseidank, haben mich letztendlich meine mentalen Tricks über die zweiten Neun gerettet und ich konnte zumindest mein Handicap bestätigen, dass ist ja auch schon etwas. Dennoch war ich stinksauer auf mich und ziemlich frustriert!

Nachdem ich nun eine Nacht darüber geschlafen habe, überwiegt nun der positive Teil des Turniers. Was bleibt ist das Gefühl, dass ich meinen Golfschlag so einsetzen kann, wie es die Situation erfordert. Mir geht es hier weniger um das Handicap, sondern um das situative Spiel auf dem Platz.

Nur wenn ich weiß, was ich kann, habe ich die Möglichkeit dies gewinnbringend für mich zu nutzen. Die Basis hierfür ist eine individuelle gute Golf-Technik verbunden mit der mentalen Sicherheit es auch umsetzen zu können.

Stand jetzt: Das gute Gefühl kann mir keiner mehr nehmen, auch wenn ich dies momentan noch keine 18 Löcher durchhalten kann. Aber bekanntlich ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen…

Danke Bernd, ich mach das schon! 😊