Was ist das denn für ein Quatsch?! Vielleicht denkt der eine oder andere so über Kopftraining. Schade … Denn genau dieses Kopftraining kann ausschlaggebend für den Erfolg sein! Was genau ist daher Kopftraining bzw. mentales Training im Kopf und was bewirkt es?
Mit der Auseinandersetzung einer möglichen Spielsituation trainiere ich meine gedankliche Flexibilität. Denn wenn man eine Vielzahl von Situationen und die damit verbundenen Lösungsmöglichkeit immer wieder im Kopf durchspielt, so ist man auf viele Spielsituationen vorbereitet und kann dementsprechend professionell agieren.
Ebenso unterstützt das “Gedankenkino” bei der Verbesserung und Stabilisation von Bewegungsabläufen. Durch die gedankliche Wiederholung des Bewegungsablaufes werden die Synapsen aktiviert und verbunden, so dass auf Dauer uns sozusagen die Bewegung in “Fleisch und Blut” übergeht und somit automatisiert wird.
Wie bereits mehrfach im commov-Blog angesprochen, sieht man dies z.B. bei den Skiläufern, die ihre Strecke gedanklich immer wieder “abfahren”. Nur so können sie sich auf das Wesentliche, nämlich die schnelle Abfahrt, konzentrieren. Dieses mentale Training gibt ihnen Sicherheit für das eigene Handeln, den Bewegungsablauf, den Wettkampf.
Das Gute daran ist, dass bereits ca. 5-10 min am Tag / 30 Tage lang, für dieses mentale Gedankenkino ausreichend sind!
Wo kann man nun das mentale Gedankenkino – ohne großen Aufwand – schnell und effektiv umsetzen?
- beim Zähneputzen verbinden
- beim Joggen
- vor dem Training
- vor dem Wettkampf sowieso, z.B. beim Aufwärmen
- beim Spazieren gehen mit dem Hund
- vor dem Schlafen gehen
- beim Warten auf Bus, Bahn, usw.
- überall da, wo ich für mich “gedankliche Zeit” habe
- …
Dieses Visualisieren der eigenen Gedanken und Bewegungen ist ähnlich effektiv, wie körperliches Training. Es gibt Statistiken, die dies beweisen … So z.B. eine schlechte Technik eines Golfschlages muss über 1000 Mal wiederholt werden, um die neue bessere Technik zu stabilisieren. Ein zusätzliches Visualisieren dieses Bewegungsablaufes im Kopf, kann diesen Aufwand erheblich verkürzen.
Jedoch wichtig dabei ist …
Den richtigen Bewegungsablauf visualisieren und immer positiv mit seinen Gedanken umzugehen. Beim mentalen Gedankentraining haben negative Gedanken nichts zu suchen und müssen sofort “gestoppt” und positiv umgewandelt werden. Und schon ein STOPP gegen negative Gedanken, kann mentales Training bedeuten!
Und welchen Sportfilm mit Erfolg möchtest du in deinem Kopfkino sehen?
