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Komm lass uns spielen!

Gerade in Teamsportarten wird immer wieder auf die Wichtigkeit der Kommunikation hingewiesen. Jedoch ist eine gute Umsetzung mit Aufwand und Hindernissen verbunden. Oft scheitern die guten Vorsätze jedoch bereits am Beginn! Wieso eigentlich?

„Kommunikation ist nicht alles, aber dadurch wird vieles einfacher…“

Wie bei allen Dingen im Leben, liegt es im Auge des Betrachters. Kommunikation hat daher viel mit Verhalten zu tun. Denn selbst, wenn ich mich in einem Trainingslager über Verhalten inklusive Kommunikation austausche und „Regeln“ festsetze, heißt es noch noch lange nicht, dass diese auch im Sportler-Alltag umgesetzt werden.

Es bleibt ein Prozess

Jeder Sportler und Trainer bringt im Team sein Verhalten, seine Erfahrung mit. Je nachdem ob die eigene Erwartung in das Gesamtkonzept des Teams passt und die Erfolge stimmen, können Prozesse eingeleitet und fortgeführt werden. Egal ob Kreisliga oder Bundesliga: Es bleibt immer ein Prozess, der dementsprechend korrigiert und angepasst werden muss.

Verhaltensweisen, die jahrelang praktiziert wurden, lassen sich nun mal nicht von jetzt auf gleich verändern, geschweige abschalten. Das benötigt seine Zeit und muss in kleinen Schritten immer wieder belohnt werden. Hierzu braucht man Geduld! Geduld als Spieler und Geduld als Trainer…

Wer diese Herausforderung annimmt und die Entwicklung auch wirklich als „lebenslanges lernen“ interpretiert, wird auf Dauer Erfolg haben. Denn nur wenn beide Seiten – Spieler wie Trainer – sich der Kommunikation als Prozess annähern, wird man langfristig sich auf der sachlich sportlichen Ebene begegnen und Probleme auch kontruktiv lösen ohne jeweils die „Dinge kaputt zu reden“.

Wie alles im Leben braucht dies eine Balance zwischen Theorie und Praxis. Auch die Erkenntnis, dass gemeinsam getroffene Vereinbarungen manchmal nicht in die Praxis umzusetzen sind. Daher ist es wiederum wichtig dies zu kommunizieren! Und in einem weiteren Mannschschaftsgespräch nochmals anzusprechen, um daraufhin Vereinbarungen ggf. korrigieren zu können.

Das bedeutet sicherlich Aufwand und vor allem Anstrengung sich immer wieder mit dem Thema auseinanderzusetzen. Jedoch diese Auseinandersetzung ist auf Dauer gewinnbringend, denn gerade in problematischen Situationen muss die Kommunikation untereinander stimmen.

Auftrag vergessen

Wer in solchen Momenten sich darauf konzentriert, was der andere wie, in welchem Ton, oder die Art und Weise sagt, vergisst seinen Auftrag im Training oder Spiel, sprich er ist mit allem anderen beschäftigt, jedoch nicht mit seiner Aufgabe.

Wenn wir einmal überlegen, wie lange wir an Technik / Kondition arbeiten und wie viel Zeit wir für mentales Training oder für die Verbesserung der Kommunikation untereinander verwenden, so werden wir ein erhebliches Defizit feststellen. Oder?

Es lohnt sich also! Und positive Kommunikation macht sicherlich mehr Spaß, als „Rumgemaule“ und „Besserwisserei“!

KOMM(unikation) lass uns spielen…!

PS: Ich überarbeitete immer wieder einmal ältere Texte. Dieser ist von 07.07.2010 und immer noch aktuell.