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La Le Lu nur der Mann im Mond schaut zu

La Le Lu nur der Mann im Mond schaut zu! „Zuschauen“ ist das richtige Wort für die mentale Einstellung vieler Sportler. Solange der Erfolg da ist und sich der Leidensdruck in Grenzen hält, ist doch alles wunderbar…

  • Doch was passiert, wenn man seine Trainingsleistung nicht mehr im Wettkampf umsetzen kann?
  • Wenn jedes Spiel, jedes Match ein Kampf ums Überleben und die Freude für den Sport verloren gegangen ist?
  • Wenn das vereinbarte Ziel plötzlich statt näher zu rücken sich immer weiter entfernt?
  • Wenn selbst Durchhalteparolen nicht mehr fruchten?
  • Wenn die „wenns“ in der Summe einfach zu viel geworden sind?
  • Und, und, und…

Sozusagen, wenn das Selbstvertrauen mit der Motivation stiften gegangen ist und sich eine Ruhepause gönnt, dann ist man als Sportler sich gnadenlos selbst ausgeliefert. Und mal ehrlich, der Blick in das eigene Spiegelbild ist dann selten mit „Friede, Freude, Eierkuchen“ verbunden.

Was tun? Noch mehr trainieren, Pause machen, Abstand gewinnen, Aussitzen? Dies sind alles mögliche Alternativen, aber auf Dauer wirklich hilfreich? Letztendlich entscheidet jeder für sich selbst wie wichtig ihm sein Ziel ist! Denn umso wichtiger einem das Ziel ist, umso mehr ist man dafür bereit zu kämpfen bzw. aktiv für ein besseres Ergebnis zu werden.

Aktivität statt blinden Aktionismus ist das Zauberwort für eine Veränderung von festgefahrenen Denkmustern. Denn gerade in Krisen- bzw. Krampfsituationen benötigt man einen Plan B, denn man bei Bedarf aus der imaginären Schublade ziehen und sich daran festhalten kann.

Doch oh Wunder… Auch dieser Plan B muss einem klar bewusst sein! Folglich brauche ich eine gedankliche Verknüpfung, die mit einer positiven Emotion verbunden ist. Und genau das ist der Schlüssel zur Veränderung: „Was genau würde mir jetzt in DIESEM MOMENT helfen!“

Häufig höre ich dann den Satz: „Keine Ahnung, weiß ich nicht!“ Wer hier bereit ist, sich in das sogenannte „tiefe Tal der Tränen“ zu begeben, der wird über das Ergebnis überrascht sein. Und hier geht es weniger sich seinen Tränen hinzugeben, dass kann manchmal sicherlich auch einfach tröstend sein, sondern sich ganz bewusst mit seinem Thema und dessen Lösungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen.

Wir alle kennen unsere mentalen Wehwehchen, nur der Umgang und die Bereitschaft sich damit Auseinanderzusetzen, unterscheidet zwischen Kampf, Krampf und Leichtigkeit. Wer den Mut alleine nicht aufbringt, genauer hinzuschauen, der sollte sich einen Coach gönnen.

Allen anderen sei empfohlen, sich dem Thema humorvoll und wertschätzend sich selbst gegenüber zu nähern. Was kann passieren? Nix, denn wir alle können uns definitiv nicht selbst davon laufen…

Und wenn doch? Der Mann im Mond schaut immer zu… 😉