Bild commov.de | Artikel Lernen gegen Krise

Lernen gegen die Krise

Es gibt Tage im Leben, da fühlt man sich wie in einem Hamsterrad oder noch besser – wie aus dem Hamsterrad hinauskatapultiert. „Man tut und werkelt, es kommt aber nix dabei raus!“, wie der Franke so schön sagt. Noch schlimmer wird es, wenn dann das vermeidlich gutgemeinte Engagement von anderen plötzlich negativ in Frage gestellt wird.

In diesen Momenten versteht man häufig die (Sport-)Welt nicht mehr und ist impulsiv geneigt, alles hinzuschmeißen und sich vom Acker zu machen. Das Hamsterrad ist wieder da, nur diesmal mit einem negativen Lauf. In solchen Momenten hadere auch ich – zugegebenermaßen – mit meinem Schicksal und das eine oder andere Mal verstehe auch ich die Welt nicht mehr.

Und die Mär mit dem „positiven Denken“ ist hier leichter gesagt als getan! Denn wenn eine Situation völlig neu für einen ist und hierzu eine positive Erfahrung fehlt, fällt es häufig schwer in einem positiven State zu bleiben und weniger über negative Konsequenzen nachzudenken.

Doch gerade das ist wohl die Kunst einer erfüllten Lebensbalance: Nämlich das Abwägen und Handeln zwischen dem „Hier und Jetzt“ und den daraus möglichen Konsequenzen. Die Folge davon wird jedoch immer eine Entscheidung sein. Selbst wenn es die Entscheidung ist, nichts zu tun und der Sache seinen Lauf zu lassen.

Egal wie man seine persönliche Situation sieht, diese Sicht der Dinge wird immer differenziert von der jeweiligen Umgebung mitbewertet. Demnach kann nur jeder für sich selbst entscheiden, wie gut oder schlecht die Lage ist. Positive Aufmunterungen sind gut gemeint, helfen sicherlich auch einen Augenblick, doch treffen sie selten den Kern der nötigen Veränderung.

Doch genau das ist der Knackpunkt! Lebenskrisen, kritische Situationen, maßlose Enttäuschungen u. ä. sind eine Aufforderung über sich selbst und dem jeweiligen Lebensplan (sofern überhaupt vorhanden) nachzudenken. Wir tendieren gerne mit Ausreden, dass es hätte noch schlimmer kommen können und/oder dass es anderen viel schlechter geht.

Das ist dennoch kein Maßstab, denn die kritische Situation hat eine Aussage! Und das gilt es herauszufinden und dementsprechend korrigierend zu handeln. Auch wenn die Konsequenz augenscheinlich im Moment fast nicht zu ertragen ist. Das Handeln entscheidet über einen Menschen!

Doch häufig erleben wir einen Schockzustand, der uns im Handeln lähmt und an unseren Fähigkeiten zweifeln lässt. Diesen negativen State gilt es jedoch schnell zu überwinden und in einen positiven Handlungsmodus zu gelangen. Nur wer handlungsfähig bleibt, kann sein Leben auch selbstbestimmt und souverän meistern.

Mit Handlungskompetenz kommt man (leider) nicht auf die Welt, sondern dies ist ein immerwährender Lernprozess, der uns ein ganzes Leben lang begleitet. Nicht der Weg ist das Ziel, sondern das Lernen auf dem Weg zum Ziel. Wenn daher der Fokus auf das Lernen gerichtet ist, lässt sich möglicherweise so manche „Krise“ leichter bewältigen…

Let´s learn and do!

PS: Passend zu persönliche und weltlichen Krisen ein Artikel vom 15.07.2011