Artikel-Schlagworte: „Berufung“

Hast du eine Berufung? Ich finde es bemerkenswert, wenn Menschen in einer Sache voll und ganz aufgehen und ihre Erfüllung finden. Für so manchen Mitmenschen ist dies nicht nachvollziehbar, denn eine Berufung hat häufig auch oft mit “Verzicht” zu tun.

Doch was heißt schon verzichten, wenn man auf der anderen Seite die Erfüllung findet? Die Suche nach der Glückseligkeit im Tun ist hier die Motivation. Im Sport nennt man das den “Flow”. Alles fließt, die ganze Konzentration ist genau auf diese Tätigkeit ausgerichtet. Die Welt “da draußen” ist mit dieser Tätigkeit ausgeblendet.

Das bedeutet Entspannung pur für die Seele, egal ob man Sport treibt, musiziert oder ein Bild malt. Und das Schöne daran ist, dass man den angenehmen Zustand jederzeit durch dieses Tun wieder herstellen kann. Man tritt sozusagen in eine andere Welt ein, deren Ursprung man eigentlich selbst ist.

Kurios, oder?! Doch viele Sportler vergessen diesen Zustand im Laufe der Jahre, gefüllt mit möglichen negativen Erfahrungen oder Misserfolge. Einzig und allein die Struktur und Disziplin lässt einen das Tun, was man eben tun muss, nämlich trainieren. Wer stellt sich hier schon die Frage …

  • Macht mir das Training Spaß?
  • Trainiere ist so, dass ich mich stetig verbessere?
  • Ist das Training effektiv?
  • Gehe ich mit einem guten Gefühl aus dem Training?
  • Macht mir überhaupt der Sport noch Spaß?
  • Gebe ich immer 100% Einsatz in jedem Training, in jedem Wettkampf?
  • Und, und, und …

Uns ist allen klar, wer Erfolg haben möchte, muss immer 100% Einsatz bringen, auch wenn es manchmal einfach nicht geht. Solche Tage gibt es auch und hier zählt allein schon die Erkenntnis, “Ich habe alles gegeben, mehr ging heute nicht!” Daher ist der Umgang mit sich selbst auf Dauer entscheidend.

Wer – als Sportler – seinen Erfolg / Misserfolg von äußerlichen Faktoren abhängig macht, der wird langfristig keinen Erfolg haben. Wer dagegen selbstkritisch und doch fehlerverzeihend sein eigenes Tun im Training und Wettkampf analysiert, wird sich dauerhaft verbessern und somit erfolgreicher sein.

Jeder Sportler weiß, dass die Leistung im Wettkampf der Gradmesser ist und über Erfolg und Misserfolg entscheidet. Beim Einzelsportler ist der Name in der Ergebnisliste Ausdruck über den Stand der momentanen Leistung. Als Mannschaftssportler dagegen sehe ich immer einen Team-Namen in der Tabelle.

Viele Sportler geben damit ihre eigene Verantwortung an das Team ab, d.h. das Team muss 100% geben, doch nicht ich …! Und genau dieses Denken unterscheidet erfolgreiche Mannschaften von weniger erfolgreichen Teams. Vor Ruhm und Ehre eines Teams stehen am Anfang immer die einzelnen Team-Mitglieder …

Einer für Alle – Alle für Einen!
Bist du Mitläufer oder Team-Mitglied?

Besser werden * Bild commov.deMöglicherweise hat sich der eine oder andere Leser von commov.de schon gewundert, dass der neue Artikel so lange auf sich warten lässt … Doch genau heute seit zwei Wochen bin ich ehrlicherweise am Rotieren! Denn eine teure Abmahnung hat mich gezwungen meine kompletten Artikel zu überarbeiten.

Ich war am “mental” am Boden zerstört, denn ich habe im guten Glauben gehandelt und nicht einmal die Chance einer Korrektur erhalten. Es fühlt sich ungefähr so an, als ob man zur Weltmeisterschaft nominiert wurde und sich dann kurz vorher eine schwere Verletzung zuzog und nicht mitfahren darf.

All das gute Zureden und positive Denken hat nur noch mehr Spuren der Frustration hinterlassen und mir wurde nochmals bewusst: Ich kann zwar negative Stimmungen schnell positiv verändern, doch Situationen, die einem im tiefsten Kern treffen, kann man definitiv nicht “schön reden”!

Was das heißt? Einfach gesagt! Ein lang gehegter Urlaubswunsch ist vorerst vom Tisch und muss auf nächstes Jahr verschoben werden. Meine positive Erwartung wurde durch einen dummen Fehler meinerseits von Fremden zerstört. Klingt dramatisch? Ist es auch! Denn es war der Auftakt eine Serie …

Angefangen von Wasser in meinem Auto, einem ausgebrochenen Zahn bis zur Milchüberschwemmung in meiner Küche, etc. alles Kleinigkeiten, die mittlerweile wieder geregelt sind, doch als Paket wahnsinnig viel Kraft gekostet haben. Sicherlich hätte ich nun den Fokus nur auf das Negative richten können, doch mein Galgenhumor, die Konfrontation mit dieser Situation und insbesondere meine Freunde haben dem Schatten wieder Licht gegeben.

Auch wenn ich meinen eigenen Spruch gerade ziemlich nervig finde: “Wer weiß, für was das gut war!” So gab es die letzten Wochen auch viele positive Dinge, insbesondere die vielen freundlichen Kontakte und Emails, die durch das Einholen von Genehmigungen entstanden sind.

Trotz eines kurzen Momentes, wo ich alles hinschmeißen wollte, bin ich immer noch überzeugt, dass man seiner Leidenschaft und Berufung nachgehen sollte. Rückschläge gehören zum Leben und im Sport dazu, um immer wieder sich bewusst zu machen, wie kann ich besser werden!

Dieses “besser werden” und die Auseinandersetzung mit dieser unangenehmen Situation zwingt mich über neue Wege nachzudenken und nach anderen Möglichkeiten zu suchen. Wer besser werden will, muss sich auf den Weg machen …Egal bei was, ob im Beruf, Beziehung, Sport!

Let´s GO!

PS: Und man kann das ruhig glauben! Ich verdiene mit commov.de momentan absolut kein Geld, eher muss ich noch eines mitbringen! :-)

Spiegelein an der WandDu hast ein gutes Spiel gemacht und denkst … “Super! Jetzt habe ich es endlich begriffen! Endlich die Dinge umgesetzt, die tausend Mal trainiert und angesprochen wurden …!” Doch im nächsten Match ist alles wieder wie vorher!

Du grübelst und zweifelst, stellst dich in Frage, um danach das Gefühl zu haben, immer wieder von vorne beginnen zu müssen! Begnadet sind daher die Menschen, die unbeirrbar ihre persönliche Berufung gefunden haben, darin “aufgehen” und diesen Weg zum Ziel konsequent gehen.

Was bleibt uns letztendlich übrig? Es ist die immerwährende Auseinandersetzung mit der Umsetzung von Technik, Taktik und mentaler Stärke, die uns vor den eigenen Spiegel treibt und wo wir jedes Mal die Wahl haben hinein zu blicken oder bewusst wegzusehen.

Dieser Spiegel ist ein Potpourri von Zweifeln, Ängsten, unterschiedlichen Motiven geprägt von der eigenen Motivation und vielem mehr … Wer besser werden will, muss sich diesem Spiegel immer wieder stellen und wird viele Mal Dinge entdecken, die weniger prickelnd für einen selber sind.

Dazu gehört eine gehörige Portion Mut, sich selber eingestehen zu müssen, dass man seine individuellen Schwächen zwar erkennt, jedoch selten weiß, wie man damit umgehen soll. Man steht vor dem Tor der Veränderung, hat den vermeintlichen Schlüssel in der Hand, traut sich aber nicht aufzuschließen.

Denn jede neue Tür ist wieder ein Neubeginn der Veränderung beinhaltet und Veränderung bedeutet Anstrengung und möglicherweise die Überwindung der eigenen “Glaubenssätze”. Beispiele hierfür gibt es viele …

  • Ein Torwart, der trotz guten und ständigen Trainings immer wieder Bälle von außen bekommt
  • Ein Golfer, der trotz guter Technik am Druck im Turnier scheitert
  • Ein Fußballer, der alleine vor dem Tor daneben schießt
  • Ein Volleyballer, der den entscheidenden Ball ins Aus schmettert
  • Und, und, und …

Im Sport gehört das Scheitern zum Programm! Nur wer scheitert, lernt mit wechselnden Situationen umzugehen, um irgendwann auf “alles souverän” reagieren zu können. Einzig und allein der Umgang mit dem Scheitern gibt die Richtung vor.

Trauen wir uns in den Spiegel zu sehen und konsequent nach Lösungen zu suchen oder verharren wir in der Problemsituation und LEIDEN darunter. Sicherlich kann man aus jeder Mücke einen Elefanten machen und in bestimmten Situationen ist es auch einfach mal gut es laufen zu lassen …  Doch um dies bewusst entscheiden zu können, sollte ich verschiedene Handlungsweise ausprobiert haben, um bewusst mein Verhalten daran anzupassen.

Ein wichtiger Punkt ist häufig das Umfeld. Du fängst an Dinge in Frage zu stellen, die dir persönlich wichtig sind und schon “eckst” du an, weil Veränderungen nicht in das Bild von anderen passen. Jetzt bist du schon mit deinen eigenen Zweifeln beschäftigt, nun darfst dich auch noch mit den “Zweifeln der Anderen” auseinandersetzen.

Wem wundert es daher, das viele Sportler lieber in der “Problemsituation” bleiben, als das sie sich auf den Weg der “Erneuerung” begeben. Es wäre nun einfach zu schreiben: “Mensch, dann nimm dir doch einen Coach!” Stimmt, das wäre eine gute Möglichkeit “positiv begleitet” in den persönlichen Spiegel zu sehen.

Doch möchte ich überhaupt einen “Fremden” mir in den Spiegel gucken lassen? Vielleicht sieht der sogar mehr, als ich jemals sehen möchte? Letztendlich ist alles Betrachtungsweise … Man kann auch positive Dinge im eigenen Spiegel entdecken, die ich vorher nicht gesehen habe und vielleicht findet ich weitere Schlüssel für tolle Türen mit neuen AusBlicken.

Was wir letztendlich sehen und entdecken hängt immer von unserer eigenen Wahrnehmung ab. Das Leben ist nun mal Veränderung, egal ob im Job, in Beziehungen oder im Sport. Einzig und allein der Umgang mit unserem Spiegelbild entscheidet, ob wir auf Dauer unsere Wünsche und Ziele erreichen … Und dies ist ein lebenslanger Prozess!

Und das tolle an diesem Prozess ist?! Das wir tagtäglich entscheiden können, was und wie wir etwas tun können. Mut ist hier “nur” die bewusste Entscheidung den Schlüssel ins Schloss zu stecken und auch wirklich umzudrehen und die Tür aufzumachen …

Ich wünsche Dir einen tollen und entspannten 1. Advent!

Let´s MUT!

EM oder WM-Splitter ...Die deutsche Fußball-National-Mannschaft ist weiter beeindruckend auf Erfolgskurs. Heute ein tolles 3:0 gegen das vermeintlich starke Team aus der Türkei. Was macht dieses Team aus und wieso gibt es so unterschiedliche Leistungen bei Klose und Podolski?

Sicherlich kann man eine National-Mannschaft nicht mit einer Bundesliga-Mannschaft vergleichen, denn die Voraussetzungen sind zwar ähnlich aber doch anders.

  • Es ist eine Ehre im National-Trikot spielen zu dürfen
  • Man wird berufen anhand seiner Leistung
  • Als Europameister oder sogar Weltmeister wird man hier in Deutschland fast schon geadelt
  • Es sind nur “wenige” Spiele auf die man sich Fokussieren muss
  • Die Arbeitsweise des Trainerteams ist möglicherweise eine andere als im Bundesliga Alltag
  • Und und und …

Gerade bei Miroslav Klose oder Lukas Podolski verwundern die unterschiedlichen Leistungen, obwohl …

  • Bayern und Köln spielen möglicherweise ein anderes Spielsystem als in der National-Mannschaft
  • Die National-Mannschaft wird seit Jahren kontinuierlich aufgebaut, d.h. die Spieler und die dementsprechende Spielweise ist seit Jahren bekannt
  • Das Vertrauen bleibt auch in weniger erfolgreichen Zeiten bestehen, d.h. die Spieler spielen trotz “schlechter Leistung”

Der Bundesliga-Alltag wird bei den sogenannten TOP-Vereinen ausschließlich vom Erfolg geprägt, d.h. man kann sich eine längere Niederlagen-Serie nicht leisten, siehe Bayern, Schalke, Stuttgart. Was auf Dauer Erfolg bedeuten kann, wie Bundesliga-Meister, Pokalsieger, Champions League Teilnahme und viele Nationalspieler, kann auf der anderen Seite eine Belastung darstellen, denn diese Spieler sind dauerhaft gefordert. Körperlich, sowie mental! Ich habe mir sagen lassen, dass gerade der Bundesliga-Alltag für viele Spieler ein mentales Problem ist.

Du spielst heute National-Mannschaft, dann Champions League und dann spielst du am Wochenende gegen den letzten der Bundesliga … Hier wird es so schon schwieriger sich auf diese “banale” Aufgabe zu konzentrieren. Auf der anderen Seite reifen mittlerweile eine Reihe von jungen Spielern heran, die genau mit dieser Situation bestens zurecht kommen.

Denn diese Spieler sehen das Fußballspiel als Spiel an und haben ihre “wahre Freude” daran, siehe z.B. ein Thomas Müller oder Bastion Schweinsteiger. Man ist körperlich fit, mental gut vorbereitet und kann gewinnbringend mit den Medien kommunizieren. Das Bild des Fußball-Profis hat sich durch die unterschiedlichen Anforderungen erheblich verändert, insbesondere auch durch die veränderte schnelle Spielweise …

Leben ist Veränderung, auch im Sport! Oder gerade dort!
Wo bist du TOP und wo FLOP?

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