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Aufmerksam durch einen Artikel in der brand eins bin ich auf die Firma “Das Geld hängt an den Bäumen GmbH” geworden. Was für ein witziger und vor allem sinniger Name! Lesen und begeistert sein ist eine Sache, jedoch darüber nachdenken eine andere …
Durch ein persönliches Telefonat habe ich nochmals eine andere Sicht über diese Firma erhalten und gebe zu, ich kam danach auch ziemlich ins Grübeln. Vor allem hat sich mein Blick auf Obstbäume verändert, denn diese stehen auch im Nürnberger Land voll mit Früchten herum und werden teilweise nicht geerntet.
Doch vor allem beeindruckte mich der Umgang mit Sinnhaftig- und Nachhaltigkeit. Wie viele Dinge tun wir am Tag, die einem sinnlos erscheinen und man das Gefühl hat, seine “Lebenszeit” zu vergeuden. Was muss es daher für ein Gefühl sein, etwas zu tun, das positive Auswirkungen auf das direkte Umfeld hat?
Sicherlich war auch dieser Weg zum Erfolg, gepflastert mit Niederlagen und Unverständnis anderer. Und doch ist dies wieder einmal der Beweis, dass man an seiner Idee, an seiner Vision festhalten soll, denn “die Zeit wird es bringen”! Denn manchmal ist man eben dieser Zeit voraus und die passenden Köpfe gerade anderweitig beschäftigt.
Ein schöner Satz, der mich seit diesem Telefonat begleitet ist … “Man sieht so viele Dinge auf sich zukommen, dass man vergisst den ersten Schritt zu tun”, d.h. den Weg in kleine Schritte zu zerlegen und jeden Tag einen Schritt davon gehen. Damit verliert man nie das Ziel aus den Augen, ist aber auch weniger mit der Komplexität der Aufgabe überfordert.
Die Firma ist außerdem der Beweis, dass es NICHT schon alles gibt und dass es immer noch Mittel und Wege gibt, vielen Menschen etwas Gutes zu tun, damit einen sinnvollen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten und dabei auch noch nachhaltig zu sein. Insbesondere, wenn man als sogenannter “normaler” Mensch von sogenannten “gehandicapten” Menschen eine neue Sicht der Umwelt kennenlernt …
Durch eine Email-Anfrage und ein Telefonat habe ich wieder einmal eine neue Sicht auf meine persönliche Welt erhalten. Hierfür ein herzliches Dankeschön und schade, das es den Saft nur in Hamburg gibt. Bis jetzt auf jeden Fall …
Video von youtube
TEDxHamburg – Jan Schierhorn – Projekt Lebensbaum/ Das Geld hängt an den Bäumen
GO – step by step!
Als begeisterter Sportler hat man seine “persönlichen Helden”, die einen mehr oder weniger sein ganzes Leben lang begleiten. Sportler und Mannschaften, mit denen man “Siege gefeiert” oder bei “Niederlagen auch mitgelitten” hat.
Mich haben Steffi Graf, Boris Becker, Thomas Wessinghage, Michael Groß und viele, viele andere Sportler, ein Stück meines Sportlerlebens begleitet. Weniger als Vorbild, mehr als Ansporn immer mein bestes zu geben.
In dem Artikel aus dem Magazin brandeins der Ausgabe “Lebensplanung”, April 2010
beschreibt der Autor Gerhard Waldherr das “Danach” von dem herausragenden Schwimmer “Michael Groß“. Ein Satz ist hier – in meinen Augen – besonders bemerkenswert:
” … Gerade jetzt in Vancouver erlebt man wieder, warum Sportlern der Übergang schwerfällt: Mit 25 oder 30 haben viele so viele extreme Erlebnisse gehabt – mehr als 99 Prozent der Menschen im ganzen Leben.”
Diese 99 Prozent ist die ewig währende Motivation sich über Jahre zu quälen und Entbehrungen auf sich zu nehmen, selbst im Amateursport, denn es sind die eigenen oder die Mannschaftsleistungen und die damit verbundenen “Glücksgefühle”, die das Leben auf Dauer bereichern. Ich habe oft erlebt, das meine Mitmenschen mit Unverständnis reagiert haben, wenn ich krank Tischtennis oder Handball gespielt habe, wenn ich meine Urlaube immer so gelegt habe, das ich zu den Spielen anwesend war. Für einen Außenstehenden “Nicht-Sportler”, der nie Mannschaftssport bzw. Leistungssport betrieben hat, mag dieser “sportlichen Verpflichtung” eher skeptisch gegenüber stehen. Er hat möglicherweise jedoch auch nie diese 99 Prozent erlebt.
Leider ist diese “Skepsis der Verpflichtung” auch allgemein ein Trend geworden. Untersuchungen haben ergeben, dass sich Menschen immer mehr an den Volkshochschulen zum Sport einschreiben, als dem Sportverein beizutreten. Die Begründung ist häufig, die zeitliche Verpflichtung und möglicherweise das erwartete Engagement in einem Verein.
Das hat zur Folge, dass wir in den Vereinen umdenken müssen. Einem Spiel zuzuschauen reicht heutzutage nicht mehr aus, d.h. um die Menschen zum Kommen zu bewegen, braucht man schon Spieltage mit Event-Charakter. Dazu benötigt man jedoch wieder viele helfende kompetente Hände. Eine Aufgabe, diese Menschen hierfür zu finden, bedarf es wiederum Menschen mit Überzeugungskraft und Engagement.
Dazu gehören jedoch auch die Sportler! Ich kann als Sportler nicht erwarten vor einem begeisterten Publikum zu spielen, wenn ich selber unmotiviert auf dem Spielfeld umherlaufe und jeden Zuschauer nach dem Spiel aus dem Weg gehe. Die Menschen wollen unterhalten werden, siehe in den Fußball-Stadien. Heute ausgepfiffen und morgen gefeiert. Das ist in den großen, wie in den kleinen Vereinen so!
Was willst Du für “99 Prozent mehr erleben” TUN?!
