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Ausschreibung Jura Golf Park Marathon 02.06.2012Das hat man nun davon, wenn man sich für ein Golf-Turnier anmelden will und dann zu einem Golf-Marathon überredet wird … So erging es mir vor zwei Wochen! Nun gut, ich gebe zu, dass Marathon schon immer eine gewisse Anziehungskraft auf mich hat, denn sonst wäre ich vor Jahren keinen gelaufen.

Doch einen Golf-Marathon? Einen Tag vor dem Jura Golf Park Marathon (45 Löcher) habe ich erst einmal die Ausschreibung gelesen und war ganz überrascht, dass das Turnier mit Partner und als Chapman-Vierer gespielt wird. Man sollte sich also rechtzeitig informieren, wenn man neue Dinge tut … :-)

Um 5:15 Uhr klingelte mein Wecker und ich kroch aus den warmen Federn. Das Wetter sollte gut werden, daher entschied ich mich für eine etwas kürzere Hose. Doch auf der Fahrt zum Akademie-Platz (9 Löcher) nach Hilzhofen beunruhigte mich dann das Thermometer schon etwas, denn 8.5 Grad waren ein bisschen frisch.

Dort angekommen sah man, dank des Nebels, erst mal nur wenig. Ich schlug mich ein und war eigentlich viel zu früh dran, denn unsere Startzeit war 7:30 Uhr, der letzte Flight des Turnieres. Und dann ging´s los mit einem absolut netten Flight, der mich durch den ganzen Golf-Marathon begleitete.

Auf der ersten Par 3 Bahn der Akademie sah man wegen dem Nebels gar nichts. Es war sozusagen ein Stochern im Nebel, besonders wenn man die Golf-Bälle nicht fliegen sieht. Wirklich eine Herausforderung und nicht die letzte an diesem Tag …

Ebenso die Wettspielform Chapman-Vierer, d.h. in einem Flight spielen zwei Golfer im Team zusammen. Alle schlagen ab und der zweite Schlag wird jeweils über Kreuz weiter gespielt, danach entscheidet man im 2er-Team mit welchem Ball zu Ende gespielt wird.

Bei den Abschlägen kann man immer noch auf den Teampartner hoffen, doch wenn nur noch ein Ball weitergespielt wird, sind die Schläge entscheidend. Der Akademieplatz ist daher spannend zu spielen, denn die meisten Bahnen sind relativ kurz und es wird von Matten abgeschlagen.

Wir haben trotz Nebel und nach anfänglichen Schwierigkeiten den Platz gut gemeistert und sind dann sofort auf den nächsten Platz nach Hilzhofen gefahren, um dort um 9:10 Uhr die nächsten 18 Löcher zu spielen. Da zeigte es sich wieder, wer gut golfen und vor allem konstant spielen kann.

Mir fehlt leider noch die Konstanz in den Schlägen und ich hatte vor allem erhebliche Probleme mit meinen Annäherungsschlägen. Aber sich darüber dauernd zu ärgern? Dies wäre wohl bei 45 Löchern die denkbar schlechteste Variante! Also jeden Schlag für sich sehen und schlechte Schläge einfach abhaken. Auch wenn es schwerfällt, weil am Ende das Team-Ergebnis zählt.

Wir schlugen uns in Hilzhofen von Bahn zu Bahn, hofften auf besseres Wetter und wurden dann um ca. 14:00 Uhr mit einem leckeren Essen im Clubhaus Hilzhofen auf der sonnigen Terrasse belohnt. 27 Löcher waren also geschafft. Doch nach kurzer Verschnaufpause und einigen km in den Beinen, ging es zum Golfplatz nach Habsberg weiter.

Bei schönem Wetter und gut gestärkt, standen wir pünktlich um 15:10 Uhr wieder am Abschlag für die nächsten 18 Löcher. Bunker, Brücken, Doglegs … Habsberg ist spannend und anspruchsvoll. Hinzukommt, dass man langsam müde wird und die Konzentration nachlässt.

Dank unserer guten Stimmung im Flight und immer wieder persönlichen Erfolgserlebnissen, spielten wir Bahn um Bahn und kamen fix und fertig, aber glücklich um 20:00 Uhr im Clubhaus Habsberg an. Unser Flight war weniger erfolgreich, aber war das wirklich wichtig?

Für mich nicht, wobei ich mir sicherlich ein besseres Spiel bzw. Ergebnis für meine Golf-Partnerin gewünscht hätte. Wir haben alle unser Bestes gegeben, hatten viel Spaß und einfach einen tollen Tag. Außerdem, gibt es nicht viele Möglichkeiten, wo man drei tolle Golfplätze an einem Tag spielen kann.

Und Handicap hin oder her … Wer Golf “nur” wegen eines guten Handicaps spielt, der wird wohl den Sport nie begreifen, geschweige genießen können. Daher macht es auch einfach Spaß einmal eine andere “Wettkampfform” zu spielen. Mir hat der Tag sehr viel Spaß gemacht und ich habe wieder viel gelernt!

Ich bin nächstes Jahr wieder mit dabei!
Let´s play golf!

PS: Und wer mehr über diesen tollen Golf-Marathon im “Jura Golf Park” wissen möchte, der klickt hier … Ausschreibung Jura Golf Park Marathon 02.06.2012 …”

Bild commov.de * Artikel Golf-Tagebuch: Start in die Saison 2012Jetzt geht’s endlich los! Tolles Wetter, Lust am Spiel und der Start in eine neue Golf-Saison … Was soll in dieser Saison anders werden? Soll überhaupt etwas anders werden? Und wenn ja, was? Die Zielsetzungen sind so unterschiedlich wie die Golfer mit ihrem Handicap, daher freue ich mich sehr, wieder bekannte und interessante Menschen zu treffen.

Dennoch bin ich ein bisschen mit gemischten Gefühlen in die Saison gestartet. Immer noch gehandicapt durch meinen rechten “Maus-Arm” (es lebe die EDV) und der damit verbundenen Unsicherheit, ob ich überhaupt schmerzfrei golfen kann, habe ich mir zum Start eine Golfstunde gegönnt.

Mein Anspruch ist immer noch, technisch gutes Golf zu spielen und nachdem ich kein Naturtalent bin, muss und darf ich mir die Golftechnik “erarbeiten”. Das mag anstrengend klingen, ist aber auf Dauer für mich stressfreier. Denn was ist besser? Technik immer wieder laufend zu korrigieren oder schlechte Technik im nach hinein zu verbessern?!

Ich bin leider kein Autodidakt, der sich aus Büchern und Videos sportliche Professionalität aneignen kann, das mag bei anderen funktionieren, bei mir nicht. Ich bin eher der Typ, erst mal alles falsch zu machen, um mich dann der guten Technik anzunähern. “Erschwerend” kommt noch hinzu, dass ich den guten Golfschwung “körperlich erspüren” muss.

Auch wenn es für mich so manches Mal frustrierend ist und war, Golfen ist ein stetiger Lernprozess. Umso besser man einen guten technischen Golfschwung für sich selbst beschreiben und fühlen kann, umso konstanter wird die Leistung und variabler das Spiel. Dies ist mir nach meiner ersten Golfstunde wieder einmal deutlich bewusst geworden …

Rein theoretisch ist der technisch gute Golfschwung einem einleuchtend, doch sobald der Ball ins Spiel kommt, werden Denkmechanismen in Gang gesetzt, die eben diesen guten Schwung “aus der Bahn” bringen können, wie Abschlag, Hindernis, Bunker, Wasser, usw. Und genau diese Denkmechanismen machen das Golfen unter anderem so schwierig und anspruchsvoll!

Mal ehrlich, wenn man beim Einschlagen die Bälle gut trifft und dann beim Abschlag dreimal den Ball kreuz und quer trifft, der fällt doch kurzzeitig vom “Golf-Glauben” ab, oder? Übrigens das ist mir am Sonntag passiert, mein Golflehrer und ich haben uns danach köstlich darüber amüsiert, aber so manch anderer hätte hier schon seinen Schläger geschmissen.

Sprich hier hat eindeutig mein Kopf gestreikt! Und man möge mir verzeihen, auch ein Mental Trainer hat mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen und diese können zuweilen auch sehr hartnäckig sein. Viel wichtiger ist jedoch die Frage, wieso kann man seine gute Leistung z.B. auf Driving Range weniger gut im Spiel umsetzen?

Welche Denkmechanismen, häufig verbunden mit Stress, “greifen” – bildlich gesehen – den Golfschwung an? Wo und wann verliert man seinen guten Schwung? Und selbst wenn ich die Antworten auf diese Fragen weiß, wie löse ich eben diese negativen Denkmechanismen auf?

Spannende Fragen mit sicherlich unterschiedlichen Ursachen und Lösungsansätze! Denn wie bei allem im Leben gibt es hierauf kein allgemein gültiges Patentrezept, sondern individuelle situationsbedingte Lösungen … Wer daher sein Spiel verbessern will, sollte auch sein Denken verändern!

Let´s swing und einen guten Start in die Golf-Saison 2012!

Manchmal gibt es Tage, wo einen die Überraschungen regelrecht überraschen und man dann erst einmal sein Glück sortieren muss. :-)   So erging es mir mit einer Einladung am Wochenende auf den Golfplatz “Golfclub am Habsberg e.V.” nähe Neumarkt. Dieser Golfplatz gilt als einer der schönsten Golfplätze in Deutschland (und das zurecht!!!) und wurde von mir immer etwas mit “Ehrfurcht” betrachtet.

Ich überlegte daher ca. 5 Sekunden, ob ich mich auf diesen Golfplatz überhaupt traue und wenn ja, ob ich den Mut und die Nerven habe, die langen Bahnen entspannt spielen zu können. Doch gemäß meinem Motto: “no risk – no fun” sagte ich zu, um mich danach zu fragen, was mache ich jetzt schon wieder, denn bis dato war ich immer nur am Kurzplatz golfen …

Aber man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben und mentalen Herausforderungen! Also überlegen was ich alles mitnehmen muss, rausfahren und erst einmal auf der Driving Range Bälle zur Beruhigung abschlagen. Nachdem die ersten Schläge OK waren, ging ich mit einem guten Gefühl an Start.

Ebenso wichtig für einen guten Start sind auf jeden Fall die anderen Flight-Partner, denn es gibt nix schlimmeres als auf den Platz zu gehen und mit Golfern zusammenspielen zu müssen, die unterschiedliche Auffassungen vom Sport haben. Angefangen vom übertriebenem Ehrgeiz, Ungeduld, und/oder Geltungsdrang.

Dies macht jedoch das Golfen auch so spannend und interessant, denn ich weiß nie mit wem ich in einem “fremden Flight” auf dem Platz stehe. Und?! Ich persönlich habe nur gute Erfahrungen gemacht, so auch am Sonntag in Habsberg. Ich durfte also mir drei netten Herren an den Start gehen, die alle ein wesentlich niedrigeres Handicap hatten als ich.

Aber egal, da musste ich jetzt 18 Löcher lang durch! Wir alle wissen, dass der Beginn für das Spiel entscheidend sein kann, zumindest bilden sich das viele Golfer ein. Ich habe mich mit dieser Thematik die letzten Wochen intensiv und mit Erfolg auseinandergesetzt, so dass ich mittlerweile “entspannt” und mit nur ein bisschen “Anfangsnervosität” abschlagen kann.

Was mir jedoch echte Sorgenfalten auf die Stirn trieb, waren die “Hölzer” der Herren, denn mit diesem Schläger stehe ich noch auf Kriegsfuß, d.h. ich schlage sicherheitshalber mit einem “5er Eisen” ab. Doch Gottseidank hatte ich Andreas dabei, der mich beruhigte und mir mit vielen guten Tipps beiseite stand.

Anfänglich habe ich mich daher erst mal selber sortiert und mich mit den langen Bahnen angefreundet, so dass ich das Spiel nicht unnötig verzögert habe. Eine Aufgabe, die man unbedingt positiv kombinieren sollte, sonst gerät man schnell in eine “Grübelspirale” und dann wird es möglicherweise schwierig wieder herauszukommen.

Hierfür sollte man immer einen persönlichen Notfallplan parat haben. Mein Plan ist das “persönliche Vertrauen”, d.h. ich weiß, dass ich jederzeit nach einem schlechten Schlag auch wieder einen guten Schlag “schlagen” kann. Denn auch gute Golfer – wie in meinem Flight – haben schlechte Schläge, es ist nur eine Frage wie man damit umgeht!

Und man sollte sein Können immer in der richtigen Relation sehen! Ich kann und darf nicht mein jetziges Handicap mit anderen Golfern, wie z.B. mit meinen Flight-Partnern, vergleichen. Das hätte mich bereits am Abschlag demotiviert! Das macht aber auch den Reiz aus, denn man spielt nicht gegen den anderen, sondern immer für sich und sein eigenes Handicap.

Auch wenn ich an diesem Sonntag nicht meinen besten Golftag hatte, so habe ich in Habsberg meine Angst vor große “Golfplätze” verloren. Denn es ist die Vorstellung in unserem Kopf und der Fokus darauf, die uns an so mancher “selbstgemachten Hürde” scheitern lässt.

Wir sollten daher immer einen Blick auf unser eigenes Bild und den Fokus “werfen”, um uns Hürden und Hindernisse zu ersparen oder lernen damit souveräner umzugehen. Meine Hürde war die Angst vor langen Bahnen! Ich habe immer noch Respekt davor, doch weiß ich jetzt, was ich dafür tun muss und wie ich damit umgehen kann. JEP!

Wer also immer wieder mit dem gleichen Schicksal hadert, wie z.B. Probleme beim Abschlag, den zweiten Schlag “immer” verschlägt :-) , Unkonzentriertheit ab einer bestimmten Bahn, sofort mit Gott und der Welt bei einem (!) schlechten Schlag hadert, und, und, und …  Derjenige sollte sich NICHT damit abfinden, dass das so ist, sondern sich aktiv mit dem Thema auseinandersetzen. “Gefahr erkannt – Gefahr gebannt!”

Denn wir alle wollen Golf spielen und Spaß dabei haben, oder?
Let´s swing!

PS: Ein herzliches Dankeschön an Andreas, das ich mitspielen durfte und für die super Tipps inkl. Beruhigung auf den langen Bahnen …  Dankeschön auch an Franz und Robert für den entspannten Flight!

Golf Club Am Habsberg
Zum Golfplatz 1
92355 Velburg-Unterwiesenacker
Tel. 09182 / 931 91-0
www.gc-amhabsberg.de

Golf-Tagebuch: Jetzt langt´s mit den langen BahnenBilder vom Golfen von www.barbara-kraske.de

Golf-Tagebuch: Immer Ärger mit dem kurzen SpielGolf ist ein schwieriger Sport! Da hast du endlich mal den Golfschwung raus, dann muss man sich auch noch mit Annäherungsschlägen und dem “gemeinen” Putten rumärgern. Für viele Golfer ist aber das Wichtigste, soweit wie möglich den Ball zu schlagen, vergessen jedoch dabei, dass 70 % aller Schläge auf einer Runde eben diese kurzen Schläge sind, also Putts, Chips, Pitches oder Bunkerschläge, siehe www.golf-platz.de.

Nachdem mein langes Spiel mittlerweile ganz passabel ist, ich jedoch regelmäßig am Green die kurzen Putts “versemmel” … Habe ich beschlossen, wieder schlauer zu werden und mir eine Golfstunde bei Steve Anders auf der Jura Golfakademie zu gönnen. Und siehe da, ich hätte noch die nächsten Jahre putten können, es wäre sicherlich nicht besser geworden …

Umso wichtiger ist es – gerade in einer sehr technischen Sportart wie Golf – sich immer wieder einen professionellen Golflehrer zu nehmen. Damit spart man sich Zeit und Frust! Und manchmal sind es nur kleine Änderungen, die erheblich zur Verbesserung des Golfspiels beitragen. Bei mir waren es der Griff, der Stand und vor allem die Ausholbewegung, die mich jetzt sicherer putten lässt.

Sicherlich gelingen mir jetzt nicht gleich alle Putts, dennoch habe ich bereits beim Üben mehr Stabilität gespürt, die ich durch Trainieren weiterhin stabilisieren werde. Doch das Gefühl und vor allem das Wissen um die Gründe, sind für mich bereits “Goldwert”. Golf ist mit so viel Technik verbunden, dass hier nur Naturtalente auf Dauer erfolgreich sein können. Ich bin leider kein Naturtalent, aber durch regelmäßiges Trainieren besteht Hoffnung :-)

Übrigens, wer das mit dem “kurzen Spiel” nun weiß, sollte seine Trainingseinheiten dementsprechend anpassen, d.h. 2/3 Kurzspiel und 1/3 lange Schläge üben. Wie soll das gehen? Putten kann man auf dem Teppich üben, sowie das Pitchen vom Teppich auf das Sofa und natürlich auf der Driving Range.

Wer besser werden will, sollte sich mit dieser Thematik auseinandersetzen und sich einen Trainings- bzw. Aufwärmplan erstellen. Dies klingt jetzt alles sehr statisch und ohne Spaß … Falsch!

Denn trainieren macht Spaß und ist die Grundlage für den Erfolg. Und was hindert uns daran vor dem Spiel auf dem Platz ein bisschen das Pitchen und das Putten zu üben?

Let´s train, swing and win!

PS: Und wer dann nach dem Trainieren und Spielen immer noch mit Wasser, Gegner, Ball, Schläger etc. kämpft?! Kommt zu mir zum wingwave Golf-Coaching

Mein geliebter FeindBuh, was mache ich nur für Sachen … Für gewöhnlich wächst man ja mit seinen Aufgaben, aber – ich gebe zu – manchmal hadere auch ich mit meinen positiven Aufgaben …

Wie dem auch sei, ich hatte gestern das Vergnügen mit zwei Profis auf den Golfplatz zu gehen. Natürlich war ich mental gut vorbereitet, dennoch habe auch ich meine “mentalen Löcher”, die noch “gestopft” werden müssen! Eines dieser mentalen Löcher ist derzeit mein erster Abschlag …

Bereits beim Einschlagen hatte ich ein gewisses Magengrimmen, das mir nicht gefiel. Ich hatte zwar einige Bälle super gut getroffen, jedoch auch einige eher weniger gut. Also ging ich mit meinem Motto an den Start: “Ich habe bereits mehrmals gut den weißen Ball getroffen, dann kann ich jederzeit wieder den Ball super gut abschlagen!”

Gedacht – getan, leider nicht am ersten Abschlag! Meine Begleiter natürlich gleich mal das 1er-Holz ausgepackt und solide die Bälle weggeschlagen. Wegen meiner Unsicherheit mit dem Holz, greife ich noch zum 5er Eisen, in der Hoffnung mehr Sicherheit zu haben. Doch auch hier bewies ich mir und meinem Unterbewusstsein mein “mentales Loch” und “versemmelte” die komplette erste Bahn. Zumal ich den geschenkten Ball auch noch ins Nirwana schlug, peinlich, peinlich … Also sammelte ich mich und beschloss – ganz klar – die Bahn abzuhaken.

Doch genau darum ging es! Abhaken! Für mich war mein “schwarzes Loch” mit der ersten Bahn vorbei und jetzt begann mein Spiel … 5er Eisen und weg mit dem Ball. Ich bin a bisserl erschrocken, weil der Ball fast genauso weit flog, wie bei den Herren mit dem Holz (Abschlag der Herren weiter als der Damenabschlag), sprich es war ein (für mich) perfekter Schlag.

Sicherlich habe ich auf der 9ner Runde nicht alle Bälle immer gut getroffen, aber die Anzahl der getroffenen Bälle haben sich durch die Verbesserung meiner Technik um 50 % gesteigert. Übrigens keine oder schlechte Technik kann man auch nicht “mental” verbessern! Man kann jedoch Bewegungsabläufe visualisieren und dadurch verändern. Grundlage hierzu ist jedoch immer eine solide Technikausbildung.

Mit dem getroffenen Ball hatte ich mich ein zweites Mal bestätigt und diesmal positiv! Das bedeutete, ich hatte jetzt zwei Möglichkeiten: Mich immer noch über die erste Bahn zu ärgern oder mich über den Abschlag der zweiten Bahn zu freuen und mich selbst zu bestätigen: “Ich kann immer wieder mit guter Technik den Ball gut schlagen!”

Selbstverständlich entschied ich mich als Mental Coach für die zweite Variante … smile
Wie oft sieht man Spieler, die noch Bahnen später sich über irgendeinen Ball oder eine Situation ärgern und dadurch komplett aus der “mentalen Bahn” geworfen werden ohne es zu merken. Insbesondere in Turnieren, wo die Nervosität und der Ergeiz so manchen Spieler das Leben schwer machen.

Wieso eigentlich? Den Schlag oder die Situation kann keiner von uns mehr ändern, dass ist vorbei. Wichtig ist daher immer der nächste Schlag! Darauf sollte die Konzentration gerichtet sein. Hierzu ist es hilfreich sich Rituale oder Bewegungsabläufe vor dem Schlag anzueignen. Das kann eine bewusste Schlagausrichtung sein, tiefes Durchatmen, sich am Ohrläppchen ziehen, ein Schluck trinken, und und und … Wichtig jedoch ist, dass man das immer wieder trainiert und somit auch automatisiert. Oder denkst du beim Autofahren noch nach, wann du die Gangschaltung betätigst oder die Kupplung trittst?

Diese Automatisierung bringt auf Dauer Sicherheit und mit Sicherheit kann ich mich auf das Wesentliche konzentrieren. Wenn man gute Golfspieler beobachtet, dann haben diese Rituale. Ob ihnen das jedoch bewußt ist? Vielleicht sollte man einmal nachfragen. Was machst du eigentlich vor dem Abschlag? Oder natürlich noch besser … Was machst du vor deinem Golfschlag? Worauf ist deine Konzentration gerichtet?

In diesem Sinne … Abhaken und nächster Schlag!
Und viel Spaß beim Golfen …

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