Artikel-Schlagworte: „Golfplatz“
Wiiiie du spielst Golf? Das ist doch was für alte Leute… Wir oft musste ich mir diesen Satz anhören?! Am Anfang habe ich versucht mich irgendwie zu rechtfertigen und schwärmte von der ewigen Aufgabe und dem Erlebnis in der Natur. Doch mittlerweile lächle ich “milde” und meine: “Jedem das Seine!”
Anscheinend vermittelt Golfen bei vielen Leuten immer noch den Anschein, dass man dafür reich und elitär sein muss. Und was immer so war, muss folglich auch immer so bleiben! Sicherlich mag es Golfclubs geben, die diesem Klischee gerecht werden, doch ebenso gibt es auch andere Möglichkeiten entspannt Golf zu spielen.
Sei es in einem sportlich ambitioniertem Golfclub (z.B. Jura Golf Golf e.V. Hilzhofen) oder man tritt dem VcG (Vereinigung clubfreier Golfspieler im DGV e. V.) bei. Wer Golf spielen möchte hat viele Möglichkeiten dies auch in seinem Budgetrahmen zu tun. Abgesehen vom Klischee ist jedoch die Frage: “Wieso überhaupt Golf?”
Ich habe einige Golfer (natürlich auch Golferinnen) kennenlernen dürfen, die in ihrem Sportler-Leben schon einiges erlebt und gemacht haben. Handballer, Fußballer, Tennisspieler, Skifahrer, Volleyballer usw. Für all diese Sportler ist es viel wichtiger, wie treffe ich den Ball am besten und wie verbessere ich mein Handicap, als welches teure Auto vor dem Clubhaus steht. Es ist die Aufgabe, was reizt!
Wer seinen Sport aus der Sicht von Klischees ausübt, der wird auf Dauer wenig glücklich damit werden. Denn selbst mit teuren Schläger kann man schlecht Golf spielen, und teure Laufschuhe laufen einen Marathon auch nicht von alleine. Einzig und allein Talent und die eigene Motivation ist ein Ausschlusskriterium für einen Sport.
Und das ist ganz einfach! Gefällt mir oder gefällt mir eben nicht. Wer seine Vorurteile mit Klischees begründet ohne es selbst jemals ausprobiert hat, bleibt letztendlich am eigenen Horizont hängen und vermeidet dadurch neue interessante Erfahrungen und Erlebnisse. Egal ob man schwimmt, golft, Fahrrad fährt, man tut etwas und muss sich immer wieder neuen Situationen stellen.
Diese Herausforderungen und die damit nötige geistige Flexibilität sorgen dafür, dass wir “jung” im Kopf bleiben. Und brauchen wir diese Frische nicht tagtäglich um im Alltagskampf überleben zu können? Was gibt es daher schöneres als ein Hobby zu haben, das einem Spaß und Freude bereitet, egal was es ist?
Golfen verbindet daher viele positive Eigenschaften, so z.B. soziales Miteinander, immer wieder veränderte Situationen und die Möglichkeit bis ins “hohe Alter” spielen zu können. Übrigens ich kenne Golfer und Golferinnen über 70 Jahre, da kann so manch “Junger” einpacken. Wer also Klischees bedient, sollte vielleicht erst einmal über sich selbst nachdenken, bevor er andere für ihren Sport “verurteilt”.
Und welche Klischee bedienst DU?
Schwuppdiwupp und schon ist fast Weihnachten… Doch vorher kommt die Reise nach Belek/Türkei. Ist das wirklich schon so lange her, als wir die Turnierserie “Race to Belek” in Hilzhofen spielten? Und morgen geht’s los und somit schon auch die nächsten Herausforderungen…
Wie ist das Wetter in der Türkei, was nehme ich mit, wie verstaue ich sicher mein Bag und vor allem wie komme ich bei diesem Schneechaos heil und rechtzeitig zum Flughafen? Manchmal hat man im Leben das Gefühl, dass man sich die schönen Dinge im wahrsten Sinne des Wortes hart “erkämpfen und erarbeiten” muss.
Jetzt gerade fühle ich mich wie vor dem letzten Turnier! Angespannt, voller Vorfreude auf das Turnier, hadern mit den Gewitterwolken, usw. Und jetzt ist es ähnlich! Schneemassen auf den Straßen und einige deutsche Flughäfen wurden bereits geschlossen. Hinzukommt, dass kein Taxi-Unternehmen bei mir auf dem Land am Sonntag zu erreichen ist, so dass ich mir die eigene Autofahrt ersparen könnte.
Also wieder Anspannung pur und immer die Planung im Kopf, wann muss ich aufstehen, Schnee schippen und hoffen, dass ich rechtzeitig zum Flughafen komme. Der Beginn eines entspannten Urlaubs sieht wahrlich anders aus. Und doch hilft hier nur eines: “Tief durchatmen, alle Möglichkeiten ausschöpfen, sein Bestes geben” und dann dem Schicksal freien Lauf lassen!”
Doch gerade die Balance zwischen Anspannung und Entspannung geht uns so manches Mal im Leben “flöten”, insbesondere wenn uns eine Sache sehr wichtig ist! Vor lauter “wollen” verlieren wir den Überblick und hadern mit dem Schicksal. Egal ob wir ein Golf-Turnier spielen oder zum Flughafen wollen!
Die Situation ist jeweils unterschiedlich, doch das eigene Verhalten wiederholt sich oftmals. Manchmal kann daher eine Distanz zu sich selbst hilfreich und vor allem entspannend sein. Ich übe daher jetzt das distanzierte Betrachten der Schnee-Situation, dem bewussten entspannen auf der Coach und eine klare Fokussierung auf mein Ziel … Golf spielen in Belek bei Sonnenschein!
Let´s relax and swing!
PS: Ich werde aus Belek berichten!
Golfen in der Herbstzeit hat seinen Reiz, insbesondere im Nebel … Abgesehen von guter Kleidung braucht man ein gutes Auge und vor allem das Selbstvertrauen seinen Ball dort hinzuschlagen, wo er auch hin soll, ansonsten ist “Stochern im Nebeln” angesagt.
Doch gerade dies hat seinen Reiz! Man muss sich noch ein bisschen mehr konzentrieren und – wenn man nicht dauernd seinen Ball suchen will – möglicherweise etwas defensiver spielen als sonst. Hinzukommt, eine nochmals erhöhte Aufmerksamkeit, so dass man keinen Golfer mit dem Golfball trifft bzw. selbst getroffen wird.
Golfen im Nebel kann daher zuweilen für interessante Situationen und Dialoge “sorgen”, so z.B. “Ist da jetzt jemand am Grün, siehst du was? Ich nicht, doch da bewegt sich was!” Oder man hört eine Hupe, wenn man auf einem Paar 3 am Grün steht und plötzlich schlägt ein Golfball hinter einem ein.
Unangenehm, aber an sich weniger tragisch. Spannend werden dann eher die Dialoge danach, wie …
- Ich habe sie nicht gesehen (war ja auch schwierig bei dem Nebel)
- Wieso spielen sie überhaupt vor uns? (wir durften lt. Club-Sekretariat am 10-Loch einsteigen)
- Wir haben doch gehupt, da hätten sie was sagen können! (sorry, die Hupe konnten wir nicht zuordnen)
Nun, nach dem vermeintlich freundlichen Geplänkel und nachdem ja nix passiert ist, war die Angelegenheit eigentlich geklärt. Doch dann kam ein netter Nachsatz …
“Und überhaut, wir sind extra so früh auf den Platz, um schnell durchzuspielen, nicht das sie uns aufhalten!”
Abgesehen davon, dass es ca. 11.00 Uhr war, hat uns diese Aussage “fast” das Golfspiel vermiest. Denn früh ist 8:00 Uhr und wer mal schnell eine Runde Golfspielen möchte und damit anderen auf dem Golfplatz permanent in die Hacken läuft oder mit dem E-Cart fährt, hat den Sinn des Spiels nicht verstanden.
Man möge mich richtig verstehen, es gibt schnelle und langsamere Spieler, doch die Frage ist, wie geht man damit um? Wer freundlich fragt, ob er, aus welchen Gründen auch immer, durchspielen darf, dem sei dies gegönnt und gewährt. Doch die Spielweise anderer in Frage zu stellen, ist mit Verlaub, unangemessen.
Noch schlimmer ist die Tatsache, dass wir uns über diese Aussage DANACH ziemlich aufgeregt haben, anstatt uns abzugrenzen und zu sagen: “Wenn Sie schneller spielen als wir, lassen wir sie gerne bei nächster Gelegenheit durchspielen!”
Was haben wir getan? Immer geschaut – sofern wir im Nebel etwas erkennen konnten – ob diese Golfer uns im Nacken sitzen. Was war die Folge? Ein schlechtes Gefühl und ein mehr oder weniger gestresstes Laufen über den Platz. Das Gute jedoch an dieser Situation war, dass uns das sofort bewusst wurde und wir diese “Stresssituation” auf so manche andere Situation im Golfen übertragen konnten.
Die Aussage war sicherlich unpassend, doch was wir daraus gemacht haben, steht einzig und allein in unserer Verantwortung! Wir entscheiden einzig und allein, ob wir diese Aussage bewerten und uns davon beeinflussen lassen. Ja, auch wenn es schwerfällt!
Denn mal sachlich betrachtet … Wer hat nun das Problem? Wir nicht, denn wir wollen nicht frühmorgens um 11 Uhr mal schnell über den Platz! Wer diesen Anspruch hat, sollte sich seinen eigenen Golfplatz bauen. Ergo das Problem lag weniger bei uns, oder?
Viel wichtiger ist es, auf solche Äußerungen und Situationen angemessen zu handeln. Jegliche Widerrede und Konfrontation – auch wenn es schwer fällt – raubt einem die eigene Energie und Konzentration für sein eigenes Golfspiel. Wir können den anderen NICHT ändern, wir können ihm nur unsere Meinung sagen.
Ob dies jedoch immer erforderlich und vor allem der Sache dienlich ist, sei dahin gestellt. Denn letztendlich ging es “nur” darum, dass ein Wunsch unangemessen geäußert wurde und wir uns dadurch persönlich irritieren haben lassen. Nicht mehr und nicht weniger!
Auch wenn diese Aussage im Moment ärgerlich gewesen ist, so hat diese Situation auch etwas Gutes … Die Diskussion darüber und vor allem die Gewissheit, dass man trotzdem oder möglicherweise gerade deshalb weiter gut Golf spielen kann.
Daher … Bleib bei dir!
PS: Übrigens, wir saßen bereits im Clubhaus und schlürften unseren Cappuccino bis unsere Verfolger kamen …
Was für die Fußballer der Gewinn der Weltmeisterschaft ist, ist für den Golfer der Gewinn des Ryder Cups. Hier spielen die jeweils besten Golfer aus Europa gegen die besten Golfer aus Amerika. Der Ryder Cup wird alle zwei Jahre abwechselnd in Europa und Amerika ausgetragen.
Dieses Jahr fand der Ryder Cup in Medinah/Amerika statt und wer denkt, dass Zuschauer beim Golf zurückhaltend sind und nur zuschauen, der sei eines besseren belehrt … Insbesondere wenn es um den Sieg dieses Prestigeduells geht und die Emotionen “hochkochen”.
Die Europäer gingen hochmotiviert in das Turnier lagen aber vor dem letzten Wettkampftag mit 6:10 mehr oder weniger aussichtlos zurück. Eigentlich konnte man davon ausgehen, dass die Amerikaner der Ryder Cup 2012 locker und lässig nach Hause spielen. Eigentlich …
Die Europäer holten Spiel für Spiel auf und plötzlich hatte der Deutsche “Martin Kaymer” die Möglichkeit durch sein gewonnenes Spiel den Ryder Cup nach Europa zu holen. Das europäische Team hat – wie man so schön sagt – den “Wettkampf gedreht” und ist nun auf der Zielgerade.
Martin Kaymer gegen Steve Stricker am 18 Loch, Abschlag in den Bunker auf einer Bahn Par 4, mit dem zweiten Schlag auf dem Grün, es reichen zwei Putts zum Sieg. Erster Putt am Loch vorbei und ca. 2m vor dem Loch liegengeblieben. Tausende Menschen stehen um dieses Grün herum und feuern die Spieler an.
Egal ob du vorher schlecht oder gut gespielt hast, der nächste Putt entscheidet über Sieg oder Niederlage deines Teams und dabei schauen Millionen von Zuschauern zu! Jeder Gedanke, jedes Zögern, jede Unsicherheit kann diesen Putt entscheidend verändern. Gefühlt ist dies ein Putt über “Leben und Tod”!
Bei dieser Aussicht bekommt der eine oder andere bereits das Zittern in den Händen und Schweißausbrüche. Sicherlich die Welt geht deswegen auch nicht unter und Bastian Schweinsteiger spielt auch wieder Fußball, obwohl er den entscheidenden Elfmeter beim Endspiel in der “champions league” verschossen hat.
Doch will man diese Bürde ein Leben lang mit sich herumtragen und daran gemessen werden? OK, das sind Profis, die sehr viel Geld verdienen, jedoch nicht beim Ryder Cup. Hier geht es um Ruhm, um Ehre und sehr viel Emotionen. Martin Kaymer ging nun zum Ball, richtete sich aus, holte aus und versenkte den Ball ins Loch.
YEAH, die Europäer gewannen den Ryder Cup 2012 mit 14,5: 13,5! Die Europäer feierten ihren grandiosen Sieg und die Amerikaner konnten es nicht fassen, so einen Vorsprung “verspielt” zu haben. Wie kann so etwas passieren? Sicherlich kamen hier – wie immer – viele Faktoren zusammen, doch ein GEMEINSAMER GLAUBE an den Sieg kann Berge versetzen!
Let´s think!
PS: Bei youtube.com gibt es zum Ryder Cup 2012 einige packende Videos …
Tage wie diese … Was für ein passender Songtext von den “Toten Hosen” für mich und das Turnier-Finale von “Race to Belek” im Jura Golf Park. Race to Belek bedeutet vier Golf-Turniere und die Sieger (zwei Frauen und sechs Männer) reisen im Dezember 2012 zu einer siebentägigen Golfreise nach Belek in die Türkei, gesponsert von “Beer Golfreisen”.
Anfänglich spielte ich die Turniere um endlich Erfahrung auf dem großen Platz zu bekommen und um mein Handicap zu bestätigen bzw. zu verbessern. Doch nach dem dritten Turnier war ich plötzlich – völlig unerwartet für mich – auf Platz zwei und stand vor der schwierigen Frage: Spiele ich das Turnier oder sage ich einen wichtigen privaten Termin ab.
Die Entscheidung war für mich sehr schwierig und doch entschied ich mich, das Turnier zu spielen. Denn Golfen ist für mich “Urlaub und Entspannung” und eine solche tolle Golfreise kann ich leider nicht aus meiner Portokasse zahlen. Dementsprechend “angespannt” ging ich in dieses entscheidende Turnier.
Meine persönliche Vorgabe war, Spaß haben und gutes Golf spielen! Als letzter Flight mit zwei tollen Flight-Partnern ging´s los und die ersten beiden Bahnen waren für mich in Ordnung. Doch danach erlebte ich ein Wechselbad der Gefühle, zwischen super und vermeintlich schlecht.
Erschwerend kam noch das wechselnde Wetter mit leichtem Gewitterschauer und heißem Sonnenwetter dazu. Also was tun, um wieder in die “Golfspur” zu kommen und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren? Ich wollte doch nur zweite im Turnier werden und Spaß beim Golfen haben?!
Doch mein Unterbewusstsein entschied sich mir diesen Tag einen Strich durch die Rechnung zu machen, sprich “Druck und Angst vor dem Scheitern” schlichen sich in meine Gedanken und machten mir das Golfer-Leben schwer. Die Folge waren schlechte Schläge, vergebene Putts und sinnlose negative Selbstgespräche.
Was tun, bevor die “mentale Panik” ausbricht? Ich “zockte” mental, d.h. ich zog alle meine persönlichen mentalen Register, wie z.B. wingwave®, Entspannungsübungen, Ablenkungsmanöver, Atemtechniken, usw. und vor allem der Fokus auf die Konzentration auf den nächsten Schlag.
Dieser Fokus war anfänglich enorm anstrengend für mich, doch nach kurzer Zeit extrem entspannend, weil mein Golfschwung wieder gelang und damit mein Spiel besser wurde. Ich spielte nicht mein bestes Golf, dafür fehlt mir momentan einfach noch die Erfahrung, aber ich spielte die zweiten 9 Löcher mit mehr Gelassenheit und Ruhe.
Selbst eine 15 minutige Regenpause konnte ich entspannt überstehen und spielte danach ein Par auf meiner Lieblingsbahn 13. Es waren immer noch Schläge dabei auf die ich gerne verzichtet hätte, doch die machte ich anderweitig wett. Und manchmal relativiert sich auch das eigene Denken, wenn man sieht, dass die Mitspieler ebenso “kämpfen” wie man selbst.
Auf der Bahn 17 gab es dann noch die Entscheidung “Longest Drive”, die ich für mich schon abgeschlossen hatte, als ich die Tafel in weiter Ferne sah. Ich wollte “nur” gerade schlagen und das habe ich dann auch getan … ca. 8 Meter weiter als die Spielerin vor mir, sprich völlig überraschend, hatte ich den “Longest Drive” geschlagen.
Und wie das so bei Überraschungen ist … Danach habe ich dann gleich den nächsten Schlag übermotiviert “versemmelt” … Egal, dachte ich mir, diese Sonderwertung kann mir keiner mehr nehmen und spielte die letzten Bahn dann einfach “runter”.
Nach ca. sechs Stunden waren wir dann endlich wieder am Clubhaus. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich nicht sagen, wie ich gespielt habe und ob ich eine Chance auf den zweiten Platz hatte. Es war mir zu diesem Zeitpunkt auch einfach egal. Ich hatte mein Bestes gegeben, mehr war für mich an diesem Golf Tag einfach nicht drin!
Das allein war für mich wichtig, umso überraschender war es für mich, das ich dann bei den Damen Turniersiegerin geworden bin und mit sieben anderen Golfern die Reise mit “Beer Golfreisen” nach Belek antreten darf. Hinzu kam, dass ich auch noch mein Handicap verbessert hatte, welch ein Golf Tag für mich …
Im Nachhinein ist der Sieg weniger das Entscheidende für mich, sondern die Art und Weise wie ich mit meinen “Golf-Dämonen” im Turnier umgegangen bin. Nein, ich habe diese Dämonen (noch) nicht besiegt, ich habe nur eine positive Form gefunden mich damit zu arrangieren anstatt mich geschlagen zu geben.
Für dieses Turnier mit meinen persönlichen mentalen Voraussetzungen war das das Optimum. Darauf kann ich jetzt aufbauen, so dass ich mich bei den nächsten Turnieren immer öfter auf das Wesentliche konzentrieren kann, nämlich den Golfschwung und den Ball mit wenigen Schlägen ins Loch zu schlagen.
Let´s swing and relax!
PS: Danke Alfred und Robert für den motivierenden Flight! Und man wächst mit den Herausforderungen auf der Bahn 16.

Und wer neue tolle Golfplätze in der Welt testen möchte, ist hier richtig:
www.beer-golfreisen.de
Schon einmal beim Sport mit der Partner/in gestritten? Sport kann ab und zu auch eine Belastungsprobe für eine Beziehung sein. Übt man jeweils seinen Sport in einer Mannschaft aus, so ist jeder für sich verantwortlich und es gibt nur wenig gemeinsames Konfliktpotenzial.
Schwieriger dagegen wird es, wenn man einen Sport gemeinsam ausübt, so z.B. Tennis, Golf, usw. Noch spannender wird es, wenn der Mann seine Partnerin für den Sport begeistern will und allerlei “gutgemeinte Ratschläge in petto hat. Driving Ranges und Golfplätze sind hierfür interessante “Austragungsorte” …
Während für einen Mann z.B. vor einem Turnier jeder schlechte Golfschlag eine regelrechte Katastrophe ist, sind Frauen damit beschäftigt ihre Nerven in den Griff zu bekommen und werden für gewöhnlich immer ruhiger. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.
In einem Turnier ist – Gottseidank – dann jeder für sich selbst verantwortlich, doch auf einer Privatrunde kann “Frau” regelrecht mit Kommentaren und Verbesserungsvorschlägen überschüttet werden. “Macht das so …! Wieso hast du den Arm wieder so hoch genommen! Konzentrier dich mal, dann wird das schon!” usw.
Dies sind gut gemeinte Sätze, doch sie helfen einen nicht wirklich weiter, eher im Gegenteil! Viele Ratschläge setzen einen unter Druck und verschlimmern eher die eigene Lage, als das man hier entspannt und erfolgreich Golf spielen kann. Viele Menschen trauen sich dann nicht zu sagen: “Hey ich spiele jetzt mein Golf und gebe mein Bestes!”
Egal ob Mann oder Frau, als Anfänger können wir kein gutes Golf unter Druck und Angst spielen! Hinzukommt, jeder hat seinen persönlichen Golfschwung, sprich es macht wenig Sinn, wenn ein Mann seiner Frau (natürlich auch umgekehrt) den Golfschwung erklärt, ohne selber Golflehrer zu sein.
Doch in Beziehungen hört man häufig einen Redeschwall, womit die andere Person völlig überfordert wird. Und man will es ja gutmachen! Was ist die Folge davon? Zuviel Veränderung auf einmal und schon geht gar nix mehr … Golf ist kompliziert, letztendlich auch wie eine Beziehung.
Man muss daran immer wieder arbeiten und so manches Mal Kompromisse schließen. Wer effektiv und dauerhaft sein Schwungproblem lösen möchte, muss dies Schritt für Schritt tun. Sammellösungen sind selten effektiv und von Dauer! Auch in einer Beziehung gibt es “große und kleine” Probleme.
Für gewöhnlich widmet man sich dem größten Problem zuerst und manchmal werden dadurch die kleineren gleich mitgelöst. Selbst in einer Beziehung ist jeder für seinen Golfschwung selbst verantwortlich und jeder hat seine eigene persönliche Art und Weise zu lernen. Hier zeigt sich die gute oder weniger gute Kommunikation untereinander.
Wer also das nächste Mal auf dem Golfplatz geht und Paare beobachtet, kann so manchen Kommunikationstipp für sich gewinnen und sich fragen: “Wie hätte ich selbst mit meinem Partner/in kommuniziert …”
Let´s swing and have fun!
Das hat man nun davon, wenn man sich für ein Golf-Turnier anmelden will und dann zu einem Golf-Marathon überredet wird … So erging es mir vor zwei Wochen! Nun gut, ich gebe zu, dass Marathon schon immer eine gewisse Anziehungskraft auf mich hat, denn sonst wäre ich vor Jahren keinen gelaufen.
Doch einen Golf-Marathon? Einen Tag vor dem Jura Golf Park Marathon (45 Löcher) habe ich erst einmal die Ausschreibung gelesen und war ganz überrascht, dass das Turnier mit Partner und als Chapman-Vierer gespielt wird. Man sollte sich also rechtzeitig informieren, wenn man neue Dinge tut …
Um 5:15 Uhr klingelte mein Wecker und ich kroch aus den warmen Federn. Das Wetter sollte gut werden, daher entschied ich mich für eine etwas kürzere Hose. Doch auf der Fahrt zum Akademie-Platz (9 Löcher) nach Hilzhofen beunruhigte mich dann das Thermometer schon etwas, denn 8.5 Grad waren ein bisschen frisch.
Dort angekommen sah man, dank des Nebels, erst mal nur wenig. Ich schlug mich ein und war eigentlich viel zu früh dran, denn unsere Startzeit war 7:30 Uhr, der letzte Flight des Turnieres. Und dann ging´s los mit einem absolut netten Flight, der mich durch den ganzen Golf-Marathon begleitete.
Auf der ersten Par 3 Bahn der Akademie sah man wegen dem Nebels gar nichts. Es war sozusagen ein Stochern im Nebel, besonders wenn man die Golf-Bälle nicht fliegen sieht. Wirklich eine Herausforderung und nicht die letzte an diesem Tag …
Ebenso die Wettspielform Chapman-Vierer, d.h. in einem Flight spielen zwei Golfer im Team zusammen. Alle schlagen ab und der zweite Schlag wird jeweils über Kreuz weiter gespielt, danach entscheidet man im 2er-Team mit welchem Ball zu Ende gespielt wird.
Bei den Abschlägen kann man immer noch auf den Teampartner hoffen, doch wenn nur noch ein Ball weitergespielt wird, sind die Schläge entscheidend. Der Akademieplatz ist daher spannend zu spielen, denn die meisten Bahnen sind relativ kurz und es wird von Matten abgeschlagen.
Wir haben trotz Nebel und nach anfänglichen Schwierigkeiten den Platz gut gemeistert und sind dann sofort auf den nächsten Platz nach Hilzhofen gefahren, um dort um 9:10 Uhr die nächsten 18 Löcher zu spielen. Da zeigte es sich wieder, wer gut golfen und vor allem konstant spielen kann.
Mir fehlt leider noch die Konstanz in den Schlägen und ich hatte vor allem erhebliche Probleme mit meinen Annäherungsschlägen. Aber sich darüber dauernd zu ärgern? Dies wäre wohl bei 45 Löchern die denkbar schlechteste Variante! Also jeden Schlag für sich sehen und schlechte Schläge einfach abhaken. Auch wenn es schwerfällt, weil am Ende das Team-Ergebnis zählt.
Wir schlugen uns in Hilzhofen von Bahn zu Bahn, hofften auf besseres Wetter und wurden dann um ca. 14:00 Uhr mit einem leckeren Essen im Clubhaus Hilzhofen auf der sonnigen Terrasse belohnt. 27 Löcher waren also geschafft. Doch nach kurzer Verschnaufpause und einigen km in den Beinen, ging es zum Golfplatz nach Habsberg weiter.
Bei schönem Wetter und gut gestärkt, standen wir pünktlich um 15:10 Uhr wieder am Abschlag für die nächsten 18 Löcher. Bunker, Brücken, Doglegs … Habsberg ist spannend und anspruchsvoll. Hinzukommt, dass man langsam müde wird und die Konzentration nachlässt.
Dank unserer guten Stimmung im Flight und immer wieder persönlichen Erfolgserlebnissen, spielten wir Bahn um Bahn und kamen fix und fertig, aber glücklich um 20:00 Uhr im Clubhaus Habsberg an. Unser Flight war weniger erfolgreich, aber war das wirklich wichtig?
Für mich nicht, wobei ich mir sicherlich ein besseres Spiel bzw. Ergebnis für meine Golf-Partnerin gewünscht hätte. Wir haben alle unser Bestes gegeben, hatten viel Spaß und einfach einen tollen Tag. Außerdem, gibt es nicht viele Möglichkeiten, wo man drei tolle Golfplätze an einem Tag spielen kann.
Und Handicap hin oder her … Wer Golf “nur” wegen eines guten Handicaps spielt, der wird wohl den Sport nie begreifen, geschweige genießen können. Daher macht es auch einfach Spaß einmal eine andere “Wettkampfform” zu spielen. Mir hat der Tag sehr viel Spaß gemacht und ich habe wieder viel gelernt!
Ich bin nächstes Jahr wieder mit dabei!
Let´s play golf!
PS: Und wer mehr über diesen tollen Golf-Marathon im “Jura Golf Park” wissen möchte, der klickt hier … “Ausschreibung Jura Golf Park Marathon 02.06.2012 …”
