Artikel-Schlagworte: „Golfschlag“
Schwuppdiwupp und schon ist fast Weihnachten… Doch vorher kommt die Reise nach Belek/Türkei. Ist das wirklich schon so lange her, als wir die Turnierserie “Race to Belek” in Hilzhofen spielten? Und morgen geht’s los und somit schon auch die nächsten Herausforderungen…
Wie ist das Wetter in der Türkei, was nehme ich mit, wie verstaue ich sicher mein Bag und vor allem wie komme ich bei diesem Schneechaos heil und rechtzeitig zum Flughafen? Manchmal hat man im Leben das Gefühl, dass man sich die schönen Dinge im wahrsten Sinne des Wortes hart “erkämpfen und erarbeiten” muss.
Jetzt gerade fühle ich mich wie vor dem letzten Turnier! Angespannt, voller Vorfreude auf das Turnier, hadern mit den Gewitterwolken, usw. Und jetzt ist es ähnlich! Schneemassen auf den Straßen und einige deutsche Flughäfen wurden bereits geschlossen. Hinzukommt, dass kein Taxi-Unternehmen bei mir auf dem Land am Sonntag zu erreichen ist, so dass ich mir die eigene Autofahrt ersparen könnte.
Also wieder Anspannung pur und immer die Planung im Kopf, wann muss ich aufstehen, Schnee schippen und hoffen, dass ich rechtzeitig zum Flughafen komme. Der Beginn eines entspannten Urlaubs sieht wahrlich anders aus. Und doch hilft hier nur eines: “Tief durchatmen, alle Möglichkeiten ausschöpfen, sein Bestes geben” und dann dem Schicksal freien Lauf lassen!”
Doch gerade die Balance zwischen Anspannung und Entspannung geht uns so manches Mal im Leben “flöten”, insbesondere wenn uns eine Sache sehr wichtig ist! Vor lauter “wollen” verlieren wir den Überblick und hadern mit dem Schicksal. Egal ob wir ein Golf-Turnier spielen oder zum Flughafen wollen!
Die Situation ist jeweils unterschiedlich, doch das eigene Verhalten wiederholt sich oftmals. Manchmal kann daher eine Distanz zu sich selbst hilfreich und vor allem entspannend sein. Ich übe daher jetzt das distanzierte Betrachten der Schnee-Situation, dem bewussten entspannen auf der Coach und eine klare Fokussierung auf mein Ziel … Golf spielen in Belek bei Sonnenschein!
Let´s relax and swing!
PS: Ich werde aus Belek berichten!
Tage wie diese … Was für ein passender Songtext von den “Toten Hosen” für mich und das Turnier-Finale von “Race to Belek” im Jura Golf Park. Race to Belek bedeutet vier Golf-Turniere und die Sieger (zwei Frauen und sechs Männer) reisen im Dezember 2012 zu einer siebentägigen Golfreise nach Belek in die Türkei, gesponsert von “Beer Golfreisen”.
Anfänglich spielte ich die Turniere um endlich Erfahrung auf dem großen Platz zu bekommen und um mein Handicap zu bestätigen bzw. zu verbessern. Doch nach dem dritten Turnier war ich plötzlich – völlig unerwartet für mich – auf Platz zwei und stand vor der schwierigen Frage: Spiele ich das Turnier oder sage ich einen wichtigen privaten Termin ab.
Die Entscheidung war für mich sehr schwierig und doch entschied ich mich, das Turnier zu spielen. Denn Golfen ist für mich “Urlaub und Entspannung” und eine solche tolle Golfreise kann ich leider nicht aus meiner Portokasse zahlen. Dementsprechend “angespannt” ging ich in dieses entscheidende Turnier.
Meine persönliche Vorgabe war, Spaß haben und gutes Golf spielen! Als letzter Flight mit zwei tollen Flight-Partnern ging´s los und die ersten beiden Bahnen waren für mich in Ordnung. Doch danach erlebte ich ein Wechselbad der Gefühle, zwischen super und vermeintlich schlecht.
Erschwerend kam noch das wechselnde Wetter mit leichtem Gewitterschauer und heißem Sonnenwetter dazu. Also was tun, um wieder in die “Golfspur” zu kommen und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren? Ich wollte doch nur zweite im Turnier werden und Spaß beim Golfen haben?!
Doch mein Unterbewusstsein entschied sich mir diesen Tag einen Strich durch die Rechnung zu machen, sprich “Druck und Angst vor dem Scheitern” schlichen sich in meine Gedanken und machten mir das Golfer-Leben schwer. Die Folge waren schlechte Schläge, vergebene Putts und sinnlose negative Selbstgespräche.
Was tun, bevor die “mentale Panik” ausbricht? Ich “zockte” mental, d.h. ich zog alle meine persönlichen mentalen Register, wie z.B. wingwave®, Entspannungsübungen, Ablenkungsmanöver, Atemtechniken, usw. und vor allem der Fokus auf die Konzentration auf den nächsten Schlag.
Dieser Fokus war anfänglich enorm anstrengend für mich, doch nach kurzer Zeit extrem entspannend, weil mein Golfschwung wieder gelang und damit mein Spiel besser wurde. Ich spielte nicht mein bestes Golf, dafür fehlt mir momentan einfach noch die Erfahrung, aber ich spielte die zweiten 9 Löcher mit mehr Gelassenheit und Ruhe.
Selbst eine 15 minutige Regenpause konnte ich entspannt überstehen und spielte danach ein Par auf meiner Lieblingsbahn 13. Es waren immer noch Schläge dabei auf die ich gerne verzichtet hätte, doch die machte ich anderweitig wett. Und manchmal relativiert sich auch das eigene Denken, wenn man sieht, dass die Mitspieler ebenso “kämpfen” wie man selbst.
Auf der Bahn 17 gab es dann noch die Entscheidung “Longest Drive”, die ich für mich schon abgeschlossen hatte, als ich die Tafel in weiter Ferne sah. Ich wollte “nur” gerade schlagen und das habe ich dann auch getan … ca. 8 Meter weiter als die Spielerin vor mir, sprich völlig überraschend, hatte ich den “Longest Drive” geschlagen.
Und wie das so bei Überraschungen ist … Danach habe ich dann gleich den nächsten Schlag übermotiviert “versemmelt” … Egal, dachte ich mir, diese Sonderwertung kann mir keiner mehr nehmen und spielte die letzten Bahn dann einfach “runter”.
Nach ca. sechs Stunden waren wir dann endlich wieder am Clubhaus. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich nicht sagen, wie ich gespielt habe und ob ich eine Chance auf den zweiten Platz hatte. Es war mir zu diesem Zeitpunkt auch einfach egal. Ich hatte mein Bestes gegeben, mehr war für mich an diesem Golf Tag einfach nicht drin!
Das allein war für mich wichtig, umso überraschender war es für mich, das ich dann bei den Damen Turniersiegerin geworden bin und mit sieben anderen Golfern die Reise mit “Beer Golfreisen” nach Belek antreten darf. Hinzu kam, dass ich auch noch mein Handicap verbessert hatte, welch ein Golf Tag für mich …
Im Nachhinein ist der Sieg weniger das Entscheidende für mich, sondern die Art und Weise wie ich mit meinen “Golf-Dämonen” im Turnier umgegangen bin. Nein, ich habe diese Dämonen (noch) nicht besiegt, ich habe nur eine positive Form gefunden mich damit zu arrangieren anstatt mich geschlagen zu geben.
Für dieses Turnier mit meinen persönlichen mentalen Voraussetzungen war das das Optimum. Darauf kann ich jetzt aufbauen, so dass ich mich bei den nächsten Turnieren immer öfter auf das Wesentliche konzentrieren kann, nämlich den Golfschwung und den Ball mit wenigen Schlägen ins Loch zu schlagen.
Let´s swing and relax!
PS: Danke Alfred und Robert für den motivierenden Flight! Und man wächst mit den Herausforderungen auf der Bahn 16.

Und wer neue tolle Golfplätze in der Welt testen möchte, ist hier richtig:
www.beer-golfreisen.de
Schon einmal beim Sport mit der Partner/in gestritten? Sport kann ab und zu auch eine Belastungsprobe für eine Beziehung sein. Übt man jeweils seinen Sport in einer Mannschaft aus, so ist jeder für sich verantwortlich und es gibt nur wenig gemeinsames Konfliktpotenzial.
Schwieriger dagegen wird es, wenn man einen Sport gemeinsam ausübt, so z.B. Tennis, Golf, usw. Noch spannender wird es, wenn der Mann seine Partnerin für den Sport begeistern will und allerlei “gutgemeinte Ratschläge in petto hat. Driving Ranges und Golfplätze sind hierfür interessante “Austragungsorte” …
Während für einen Mann z.B. vor einem Turnier jeder schlechte Golfschlag eine regelrechte Katastrophe ist, sind Frauen damit beschäftigt ihre Nerven in den Griff zu bekommen und werden für gewöhnlich immer ruhiger. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.
In einem Turnier ist – Gottseidank – dann jeder für sich selbst verantwortlich, doch auf einer Privatrunde kann “Frau” regelrecht mit Kommentaren und Verbesserungsvorschlägen überschüttet werden. “Macht das so …! Wieso hast du den Arm wieder so hoch genommen! Konzentrier dich mal, dann wird das schon!” usw.
Dies sind gut gemeinte Sätze, doch sie helfen einen nicht wirklich weiter, eher im Gegenteil! Viele Ratschläge setzen einen unter Druck und verschlimmern eher die eigene Lage, als das man hier entspannt und erfolgreich Golf spielen kann. Viele Menschen trauen sich dann nicht zu sagen: “Hey ich spiele jetzt mein Golf und gebe mein Bestes!”
Egal ob Mann oder Frau, als Anfänger können wir kein gutes Golf unter Druck und Angst spielen! Hinzukommt, jeder hat seinen persönlichen Golfschwung, sprich es macht wenig Sinn, wenn ein Mann seiner Frau (natürlich auch umgekehrt) den Golfschwung erklärt, ohne selber Golflehrer zu sein.
Doch in Beziehungen hört man häufig einen Redeschwall, womit die andere Person völlig überfordert wird. Und man will es ja gutmachen! Was ist die Folge davon? Zuviel Veränderung auf einmal und schon geht gar nix mehr … Golf ist kompliziert, letztendlich auch wie eine Beziehung.
Man muss daran immer wieder arbeiten und so manches Mal Kompromisse schließen. Wer effektiv und dauerhaft sein Schwungproblem lösen möchte, muss dies Schritt für Schritt tun. Sammellösungen sind selten effektiv und von Dauer! Auch in einer Beziehung gibt es “große und kleine” Probleme.
Für gewöhnlich widmet man sich dem größten Problem zuerst und manchmal werden dadurch die kleineren gleich mitgelöst. Selbst in einer Beziehung ist jeder für seinen Golfschwung selbst verantwortlich und jeder hat seine eigene persönliche Art und Weise zu lernen. Hier zeigt sich die gute oder weniger gute Kommunikation untereinander.
Wer also das nächste Mal auf dem Golfplatz geht und Paare beobachtet, kann so manchen Kommunikationstipp für sich gewinnen und sich fragen: “Wie hätte ich selbst mit meinem Partner/in kommuniziert …”
Let´s swing and have fun!
Das hat man nun davon, wenn man sich für ein Golf-Turnier anmelden will und dann zu einem Golf-Marathon überredet wird … So erging es mir vor zwei Wochen! Nun gut, ich gebe zu, dass Marathon schon immer eine gewisse Anziehungskraft auf mich hat, denn sonst wäre ich vor Jahren keinen gelaufen.
Doch einen Golf-Marathon? Einen Tag vor dem Jura Golf Park Marathon (45 Löcher) habe ich erst einmal die Ausschreibung gelesen und war ganz überrascht, dass das Turnier mit Partner und als Chapman-Vierer gespielt wird. Man sollte sich also rechtzeitig informieren, wenn man neue Dinge tut …
Um 5:15 Uhr klingelte mein Wecker und ich kroch aus den warmen Federn. Das Wetter sollte gut werden, daher entschied ich mich für eine etwas kürzere Hose. Doch auf der Fahrt zum Akademie-Platz (9 Löcher) nach Hilzhofen beunruhigte mich dann das Thermometer schon etwas, denn 8.5 Grad waren ein bisschen frisch.
Dort angekommen sah man, dank des Nebels, erst mal nur wenig. Ich schlug mich ein und war eigentlich viel zu früh dran, denn unsere Startzeit war 7:30 Uhr, der letzte Flight des Turnieres. Und dann ging´s los mit einem absolut netten Flight, der mich durch den ganzen Golf-Marathon begleitete.
Auf der ersten Par 3 Bahn der Akademie sah man wegen dem Nebels gar nichts. Es war sozusagen ein Stochern im Nebel, besonders wenn man die Golf-Bälle nicht fliegen sieht. Wirklich eine Herausforderung und nicht die letzte an diesem Tag …
Ebenso die Wettspielform Chapman-Vierer, d.h. in einem Flight spielen zwei Golfer im Team zusammen. Alle schlagen ab und der zweite Schlag wird jeweils über Kreuz weiter gespielt, danach entscheidet man im 2er-Team mit welchem Ball zu Ende gespielt wird.
Bei den Abschlägen kann man immer noch auf den Teampartner hoffen, doch wenn nur noch ein Ball weitergespielt wird, sind die Schläge entscheidend. Der Akademieplatz ist daher spannend zu spielen, denn die meisten Bahnen sind relativ kurz und es wird von Matten abgeschlagen.
Wir haben trotz Nebel und nach anfänglichen Schwierigkeiten den Platz gut gemeistert und sind dann sofort auf den nächsten Platz nach Hilzhofen gefahren, um dort um 9:10 Uhr die nächsten 18 Löcher zu spielen. Da zeigte es sich wieder, wer gut golfen und vor allem konstant spielen kann.
Mir fehlt leider noch die Konstanz in den Schlägen und ich hatte vor allem erhebliche Probleme mit meinen Annäherungsschlägen. Aber sich darüber dauernd zu ärgern? Dies wäre wohl bei 45 Löchern die denkbar schlechteste Variante! Also jeden Schlag für sich sehen und schlechte Schläge einfach abhaken. Auch wenn es schwerfällt, weil am Ende das Team-Ergebnis zählt.
Wir schlugen uns in Hilzhofen von Bahn zu Bahn, hofften auf besseres Wetter und wurden dann um ca. 14:00 Uhr mit einem leckeren Essen im Clubhaus Hilzhofen auf der sonnigen Terrasse belohnt. 27 Löcher waren also geschafft. Doch nach kurzer Verschnaufpause und einigen km in den Beinen, ging es zum Golfplatz nach Habsberg weiter.
Bei schönem Wetter und gut gestärkt, standen wir pünktlich um 15:10 Uhr wieder am Abschlag für die nächsten 18 Löcher. Bunker, Brücken, Doglegs … Habsberg ist spannend und anspruchsvoll. Hinzukommt, dass man langsam müde wird und die Konzentration nachlässt.
Dank unserer guten Stimmung im Flight und immer wieder persönlichen Erfolgserlebnissen, spielten wir Bahn um Bahn und kamen fix und fertig, aber glücklich um 20:00 Uhr im Clubhaus Habsberg an. Unser Flight war weniger erfolgreich, aber war das wirklich wichtig?
Für mich nicht, wobei ich mir sicherlich ein besseres Spiel bzw. Ergebnis für meine Golf-Partnerin gewünscht hätte. Wir haben alle unser Bestes gegeben, hatten viel Spaß und einfach einen tollen Tag. Außerdem, gibt es nicht viele Möglichkeiten, wo man drei tolle Golfplätze an einem Tag spielen kann.
Und Handicap hin oder her … Wer Golf “nur” wegen eines guten Handicaps spielt, der wird wohl den Sport nie begreifen, geschweige genießen können. Daher macht es auch einfach Spaß einmal eine andere “Wettkampfform” zu spielen. Mir hat der Tag sehr viel Spaß gemacht und ich habe wieder viel gelernt!
Ich bin nächstes Jahr wieder mit dabei!
Let´s play golf!
PS: Und wer mehr über diesen tollen Golf-Marathon im “Jura Golf Park” wissen möchte, der klickt hier … “Ausschreibung Jura Golf Park Marathon 02.06.2012 …”
Es gibt Tage beim Golf, da spielt man zwischen Genie und Wahnsinn! Geniale Schläge wechseln sich mit gefühlten Katastrophen ab. Schläge, die gestern noch einigermaßen dem Loch entgegenrollten, landen nun in der Prärie oder Putts gehen knapp vorbei oder bleiben kurz vor dem Loch liegen.
Wenn doch nur einmal alle Schläge auf einer Platzrunde gelingen mögen, noch besser in einem Turnier. So erging es mir letzten Samstag auf dem großen Platz in Hilzhofen. Das lange Spiel war durch meinen neuen Driver OK, meine Putts beängstigend gut, doch die Annäherungsschläge eine Katastrophe.
Und dann nach einer kurzen Pause nach dem 9 Loch, änderte sich das Bild. Meine Annäherungsschläge verbesserten sich, dafür übte ich dann fleißig das Putten. Kurios und doch verständlich! Golfen ist so komplex, dass ein konstantes Spiel bei diesem Sport die größte Herausforderung darstellt.
Die kleinste Veränderung im Schwung kann weitreichende Folgen haben, positiv wie negativ. Deshalb ist es so wichtig, zu wissen was man tut, um Fehler sofort korrigieren zu können. Wenn ich kein Bild, kein Gefühl für den jeweiligen Golfschwung habe, dann ist einzig und allein das Ergebnis die Bewertungsgrundlage.
Was hilft es mir aber, wenn der Schlag statt 100m nur 60m weit ist und ich ansonsten keinen Bezug zu meinem Golfschwung habe? Ich habe in meinem commov-Blog mehrmals beschrieben, dass ich mittlerweile zwar ein Bild von einem guten Golfschlag habe, jedoch an der Umsetzung eines konstanten Schwunges “noch” scheitere.
Mittlerweile wird das Bild immer kleinteiliger, d.h. ein Bild ist da und kann daher in Teilen umgesetzt werden, doch dafür tauchen andere Probleme auf. Gerade im Golf verändern sich die Gegebenheiten immer wieder auf das Neue. Man trifft den Ball gut, doch auf einmal ändert sich unbewusst der Golfschwung oder die Schlägerhaltung.
Folglich ist die Weite akzeptabel, dafür hat man dann durch eine Fehlhaltung Schmerzen im Handgelenk. Körper und Geist wollen den Ball treffen, dafür tut man alles Mögliche und das auch noch “unbewusst”. Denn Ziel ist es: “Den Ball zu treffen!” Für diesen Balltreffpunkt korrigieren wir z.B. das Handgelenk und schauen dann begeistert den fliegenden Ball hinterher. Doch durch das schnelle hinterher schauen, verreißen wir dann wieder unseren Golfschwung.
Eigentlich ist der Golfschwung eine natürliche Drehung des Körpers und dabei trifft man den Ball mit einem Schläger. “Eigentlich!” Dazwischen liegen gefühlte tausend Gedanken und diese Gedanken haben großen Einfluss auf unsere Muskeln. Und unsere Muskeln haben bekanntlich Auswirkungen auf unseren Golfschlag.
Golf ohne “Kopf” ist fast nicht möglich, weil immer eine bewusste Handlung den Golfschlag mit sich zieht, nämlich den Schwung. Daher ist es so immens wichtig einen klaren und entspannten Kopf vor dem Schwung zu haben. Weniger der Schlag ist ausschlaggebend für ein gutes Ergebnis, sondern die emotionale Verfassung VOR dem Schlag.
- Nervosität
- Leistungsdruck
- Entspannung
- Freude
- Angst
- Disharmonie im Flight
- Und, und, und …
Diese Faktoren können unbewusst und ungewollt Einfluss auf unseren Golfschwung nehmen. Wer sein Golfspiel verbessern möchte, der sollte nicht nur an der Technik feilen, sondern auch an seiner mentalen Stärke …
Relax and swing!
10:30 Uhr am Karfreitag, ca. 5 Grad in Hilzhofen, kein Sonnenschein und negative Erinnerungen ans letzte Golfspiel … Eigentlich Grund genug im Bett zu bleiben! Eigentlich … Doch Gottseidank gibt es Verabredungen, die man gerne einhält und sich frohen Mutes auf den Weg macht.
Frohen Mutes und mit bangen Herzen, stand ich also auf der Driving Range und ließ mich von den ersten Schlägen – wie üblich – überraschen. Überrascht war ich dann, nämlich von den neuen Abschlagmatten auf der Golf Akademie in Hilzhofen und meinem guten Golfschwung.
Langsam aber sicher ergeben meine Bewegungspuzzles einen Golfschwung, d.h. ich konnte bisher nur Teile des Schwunges gut ausführen. War z.B. der Ausholschwung gut, dann war mein Griff schlecht oder die Ausholbewegung super, aber mein Schlag zum Ball eher ein Prügelschlag, usw.
Mittlerweile kann ich für mich meinen Golfschwung gedanklich in Einzelteile zerlegen und dadurch besser korrigieren. Hinzukommt, dass ich immer mehr die Langsamkeit der Bewegung “erkenne” und dadurch mehr Ruhe und Treffsicherheit ins Spiel bekomme.
Aber die Technik des Golfschwungs ist eine Seite und der Kopf eine andere, insbesondere der erste Abschlag. Nix neues und doch so spannend! Letztes Jahr konnte ich mich auf meinen ersten Abschlag verlassen. Heuer war dieser bis heute ein Fiasko!
Wer die Akademie in Hilzhofen kennt, der weiß um dessen “Besonderheit” mit Wasser und gefühlten tausend Leute im Nacken beim ersten Abschlag. Dieses Jahr liegt bereits ein Ball von mir im Wasser und die anderen konnte ich gerade so retten. Der gleiche Abschlag, die gleiche Situation, aber es kam eine mir – bis heute – unbekannte “mentale Einstellung” hinzu.
Das meine Technik Anfang der Golf-Saison nicht wirklich gut ist, kann ich noch verschmerzen, doch als “Mental Trainerin” dreimal eine so schlechte Abschlags-Performance hinzulegen, verärgerte mich – gelinde gesagt – doch sehr. Dennoch bin ich weit davon entfernt Schläger zu schmeißen und mich stundenlang darüber aufzuregen. Es hilft ja nix!
Auch heute war der Start holprig und meinem Golfpartner erging es ähnlich, somit war geteiltes Leid halbes Leid. Dennoch war es heute anders … Mit jedem Schlag bekam ich wieder mehr Selbstvertrauen in meine Golf-Technik und bei der zweiten Runde traf ich beim Abschlag mit dem ersten Schlag aufs Grün.
Was war also anders oder besser gesagt, was hat sich mental bei mir verändert? In der Analyse im nach hinein sicherlich ein klareres Bild von meiner Golf-Technik und vor allem das Selbstvertrauen, dies auch umsetzen zu können. Und die Erkenntnis, dass ich Ruhe und Gelassenheit am Anfang brauche, um gut ins Spiel zu kommen …
Die Golf-Saison hat erst begonnen und es ist einfacher bei 15 Grad als bei 7 Grad eine Runde Golf zu spielen. Für meine Technik und meine mentale Einstellung bin einzig und allein ICH zuständig, für das Wetter der “liebe Gott”! Seit heute bin ich wieder um Erfahrungen reicher, die mich motivieren an mir zu “arbeiten” anstatt zu verzweifeln.
Wer seinen eigenen Golf-Dämonen aus dem Weg geht, der überlässt seinen negativen Gedanken das Feld und somit verliert man die Freude an einem wunderbaren Sport. In diesem Sinn …”Auf in den Kampf!”
Let´s train and swing!
PS: Danke an Wolfgang für die spannenden und motivierenden Runden …
Jetzt geht’s endlich los! Tolles Wetter, Lust am Spiel und der Start in eine neue Golf-Saison … Was soll in dieser Saison anders werden? Soll überhaupt etwas anders werden? Und wenn ja, was? Die Zielsetzungen sind so unterschiedlich wie die Golfer mit ihrem Handicap, daher freue ich mich sehr, wieder bekannte und interessante Menschen zu treffen.
Dennoch bin ich ein bisschen mit gemischten Gefühlen in die Saison gestartet. Immer noch gehandicapt durch meinen rechten “Maus-Arm” (es lebe die EDV) und der damit verbundenen Unsicherheit, ob ich überhaupt schmerzfrei golfen kann, habe ich mir zum Start eine Golfstunde gegönnt.
Mein Anspruch ist immer noch, technisch gutes Golf zu spielen und nachdem ich kein Naturtalent bin, muss und darf ich mir die Golftechnik “erarbeiten”. Das mag anstrengend klingen, ist aber auf Dauer für mich stressfreier. Denn was ist besser? Technik immer wieder laufend zu korrigieren oder schlechte Technik im nach hinein zu verbessern?!
Ich bin leider kein Autodidakt, der sich aus Büchern und Videos sportliche Professionalität aneignen kann, das mag bei anderen funktionieren, bei mir nicht. Ich bin eher der Typ, erst mal alles falsch zu machen, um mich dann der guten Technik anzunähern. “Erschwerend” kommt noch hinzu, dass ich den guten Golfschwung “körperlich erspüren” muss.
Auch wenn es für mich so manches Mal frustrierend ist und war, Golfen ist ein stetiger Lernprozess. Umso besser man einen guten technischen Golfschwung für sich selbst beschreiben und fühlen kann, umso konstanter wird die Leistung und variabler das Spiel. Dies ist mir nach meiner ersten Golfstunde wieder einmal deutlich bewusst geworden …
Rein theoretisch ist der technisch gute Golfschwung einem einleuchtend, doch sobald der Ball ins Spiel kommt, werden Denkmechanismen in Gang gesetzt, die eben diesen guten Schwung “aus der Bahn” bringen können, wie Abschlag, Hindernis, Bunker, Wasser, usw. Und genau diese Denkmechanismen machen das Golfen unter anderem so schwierig und anspruchsvoll!
Mal ehrlich, wenn man beim Einschlagen die Bälle gut trifft und dann beim Abschlag dreimal den Ball kreuz und quer trifft, der fällt doch kurzzeitig vom “Golf-Glauben” ab, oder? Übrigens das ist mir am Sonntag passiert, mein Golflehrer und ich haben uns danach köstlich darüber amüsiert, aber so manch anderer hätte hier schon seinen Schläger geschmissen.
Sprich hier hat eindeutig mein Kopf gestreikt! Und man möge mir verzeihen, auch ein Mental Trainer hat mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen und diese können zuweilen auch sehr hartnäckig sein. Viel wichtiger ist jedoch die Frage, wieso kann man seine gute Leistung z.B. auf Driving Range weniger gut im Spiel umsetzen?
Welche Denkmechanismen, häufig verbunden mit Stress, “greifen” – bildlich gesehen – den Golfschwung an? Wo und wann verliert man seinen guten Schwung? Und selbst wenn ich die Antworten auf diese Fragen weiß, wie löse ich eben diese negativen Denkmechanismen auf?
Spannende Fragen mit sicherlich unterschiedlichen Ursachen und Lösungsansätze! Denn wie bei allem im Leben gibt es hierauf kein allgemein gültiges Patentrezept, sondern individuelle situationsbedingte Lösungen … Wer daher sein Spiel verbessern will, sollte auch sein Denken verändern!
Let´s swing und einen guten Start in die Golf-Saison 2012!
