Artikel-Schlagworte: „Grübelspirale“
Hast du eine Berufung? Ich finde es bemerkenswert, wenn Menschen in einer Sache voll und ganz aufgehen und ihre Erfüllung finden. Für so manchen Mitmenschen ist dies nicht nachvollziehbar, denn eine Berufung hat häufig auch oft mit “Verzicht” zu tun.
Doch was heißt schon verzichten, wenn man auf der anderen Seite die Erfüllung findet? Die Suche nach der Glückseligkeit im Tun ist hier die Motivation. Im Sport nennt man das den “Flow”. Alles fließt, die ganze Konzentration ist genau auf diese Tätigkeit ausgerichtet. Die Welt “da draußen” ist mit dieser Tätigkeit ausgeblendet.
Das bedeutet Entspannung pur für die Seele, egal ob man Sport treibt, musiziert oder ein Bild malt. Und das Schöne daran ist, dass man den angenehmen Zustand jederzeit durch dieses Tun wieder herstellen kann. Man tritt sozusagen in eine andere Welt ein, deren Ursprung man eigentlich selbst ist.
Kurios, oder?! Doch viele Sportler vergessen diesen Zustand im Laufe der Jahre, gefüllt mit möglichen negativen Erfahrungen oder Misserfolge. Einzig und allein die Struktur und Disziplin lässt einen das Tun, was man eben tun muss, nämlich trainieren. Wer stellt sich hier schon die Frage …
- Macht mir das Training Spaß?
- Trainiere ist so, dass ich mich stetig verbessere?
- Ist das Training effektiv?
- Gehe ich mit einem guten Gefühl aus dem Training?
- Macht mir überhaupt der Sport noch Spaß?
- Gebe ich immer 100% Einsatz in jedem Training, in jedem Wettkampf?
- Und, und, und …
Uns ist allen klar, wer Erfolg haben möchte, muss immer 100% Einsatz bringen, auch wenn es manchmal einfach nicht geht. Solche Tage gibt es auch und hier zählt allein schon die Erkenntnis, “Ich habe alles gegeben, mehr ging heute nicht!” Daher ist der Umgang mit sich selbst auf Dauer entscheidend.
Wer – als Sportler – seinen Erfolg / Misserfolg von äußerlichen Faktoren abhängig macht, der wird langfristig keinen Erfolg haben. Wer dagegen selbstkritisch und doch fehlerverzeihend sein eigenes Tun im Training und Wettkampf analysiert, wird sich dauerhaft verbessern und somit erfolgreicher sein.
Jeder Sportler weiß, dass die Leistung im Wettkampf der Gradmesser ist und über Erfolg und Misserfolg entscheidet. Beim Einzelsportler ist der Name in der Ergebnisliste Ausdruck über den Stand der momentanen Leistung. Als Mannschaftssportler dagegen sehe ich immer einen Team-Namen in der Tabelle.
Viele Sportler geben damit ihre eigene Verantwortung an das Team ab, d.h. das Team muss 100% geben, doch nicht ich …! Und genau dieses Denken unterscheidet erfolgreiche Mannschaften von weniger erfolgreichen Teams. Vor Ruhm und Ehre eines Teams stehen am Anfang immer die einzelnen Team-Mitglieder …
Einer für Alle – Alle für Einen!
Bist du Mitläufer oder Team-Mitglied?
Mentales Coaching im Sport wie soll das gehen? Geht! Und doch stellt sich natürlich hier die Frage, WIE? Vergesst die Couch (passt nicht in mein Auto) … Sondern seht mentales Coaching eher als Begleitung eines Weges und diesen Weg bestimmt einzig und allein DU!
Wie kann so ein mentales Coaching aussehen?
- Bestandsaufnahme => Wo brennt´s?
- Ziel => Wie hättest Du es gerne?
- Weg => Wie kommst Du zum Ziel?
- Ziel-Check => Ziel erreicht oder fehlt noch was?
Eigentlich ganz einfach, oder? Anstatt ein “Haupt-Thema” zu definieren und das konsequent zu “bearbeiten”, verzetteln sich viele Sportler in der Masse der Probleme. Doch damit dies nicht passiert, gibt es z.B. den Mental Coach. Bei einer guten und erfolgreichen Zusammenarbeit sorgt er dafür, dass Du am “Ball bleibst”.
Die Basis hierfür ist vorab immer eine neutrale Bestandsaufnahme, um die wirklich wichtigen Themen herauszufiltern. Es hilft wenig fünf Dinge auf einmal verändern zu wollen, d.h. das “Brenn-Thema” herausfinden und konsequent mit kleinen Schritten zum Positiven verändern.
Wie Veränderungsschritte aussehen? Die sind so vielfältig wie die Sportler und die Möglichkeiten im Coaching. Wichtig ist, es muss für den Sportler passen und sofort umsetzbar sein. Interessant dabei ist, dass kleine Veränderungen häufig auch andere Änderungen nach sich ziehen. Der Stein kommt sozusagen ins Rollen …
Wer für sich selbst schon einmal anfangen möchte, der macht hierzu eine Wahrnehmungsübung, d.h. sich selbst bewusst im Training beobachten:
- Wann werde ich nervös?
- Wann genau bin ich frustriert?
- Was klappt bereits automatisch gut im Training?
- Wie gehe ich mit Frustration um?
- Wann genau mache ich Fehler?
- Und, und, und …
Hier geht es weniger um eine Bewertung, sondern ausschließlich darum, zu erkennen, wann und wo es anfängt “schwierig” für einen selber zu werden. Wichtig dabei ist, “wahrzunehmen ohne selbst zu kommentieren”. Vielen Sportler wird nach so einer Übung erst einmal bewusst mit welchen mentalen Themen sie sich im Unterbewusstsein “rum ärgern”.
Dieses neue Bewusstsein kann der Start in eine erfolgreiche Veränderung des eigenen Denkens werden. Denn nur wer sich selbst über sein eigenes TUN bewusst ist, kann anfangen ungeliebte Verhaltensweisen zu verändern.
Daher immer locker am Ball bleiben …
Noch nie war es mir bewusst, so wie heute … Es gibt sie, die “gemeine Kettenreaktion”!
Ich habe es ja gewusst, doch leider bin ich wieder gnadenlos daran erinnert worden, dass ich ein “Ketten-Defizit” habe. Was ist passiert?
Ich bekam heute früh eine schlechte Nachricht und fuhr mit diesem negativen Gefühl auf dem Golfplatz. Das Wetter war gut, meinem Ischias-Nerv ging es auch wieder besser und es waren eigentlich hervorragende Bedingungen zum Golf spielen. Eigentlich! Ich hatte Zeit und wollte mich in Ruhe meinem Schlag mit dem 3er Holz widmen.
Immer noch unter dem negativen Einfluss meiner Gedanken, traf ich zwar meine Bälle mit dem Eisen doch nicht mit dem Holz. Genervt von mir selbst, da ich gestern in der Golfstunde getroffen habe, musste ich mich erst einmal selbst wieder “positiveren” und beruhigen.
Also tief durchatmen und eine Struktur in den Schlag bekommen. Und siehe da, mein strukturierter Plan funktionierte …
- Aufteen
- Sauber anlegen
- Schläger richtig in die Hand nehmen
- Stand korrigieren
- Probeschwung
- Abschlag
Das habe ich mindestens 40 Mal immer mit dem gleichem Ablauf getan. Sicherlich habe ich nicht alle Bälle getroffen, aber es ist eine Struktur an die ich mich halten kann und wo ich Ruhe reinbringe. Apropos Ruhe?! Sobald ich Ruhe in Schlag und Schwung bekam, traf ich auch die Bälle, insbesondere beim 3er Holz.
Diese Erkenntnis ist sicherlich wenig neu, doch für mich macht dies einen erheblichen Unterschied, denn gewusst hatte ich das, aber bewusst konnte ich dies bis jetzt noch nicht steuern. Denn zwischen Wissen und Umsetzung können “tausend Mauern” stehen.
Voller begeisterter Erkenntnisse ging ich gehetzt zum Abschlag auf die 9-Loch-Akademie, weil ich unbedingt vor den vielen Kindern abschlagen wollte, um auf den Platz zu kommen. So und jetzt ist mir das passiert, was ich Kettenreaktion nenne:
- Gehetzt
- Viele Kinder
- Schneller Abschlag
- 2 Bälle ins Wasser
- und danach durchatmen Konzentration und Ball auf das Green geschlagen
Ich habe mich erst einmal tierisch über mich selbst geärgert und dann ging es weiter … Selbsterfüllende negative Gedanken, Bestätigung der Gedanken, Rückfall ins alte Fahrwasser, und, und, und … Und ein schlechter Gedanke kommt selten allein! Situationen, die ich dachte, schon längst hinter mir gelassen zu haben, sind gnadenlos als Kettenreaktion wieder aufgetaucht.
Wäre ich allein am Abschlag gestanden, hätte ich locker getroffen, doch so war die “Summe der Situationen” einfach zu viel für mich in diesem Augenblick! Im nach hinein, habe ich trotzdem eine vernünftige konstante Runde gespielt, doch die Schläge einzeln gesehen, war dies ein Tag, wo ich einfach besser hätte spielen können.
Es ist doch nur Golf und nur ein Spiel?! Ja ist es … Dennoch wurde mir nochmals klar, um besser zu werden, muss man sich solchen Situationen auch bewusst stellen und lernen oder üben damit souverän umzugehen. Ich kann auf der Driving Range die schönsten und weitesten Bälle abschlagen. Es hilft mir wenig, wenn ich das auf dem Golfplatz nicht umsetzen kann!
Doch dafür brauche ich eine klare Struktur, Plan, Ritual, o.ä. den ich – egal was kommt – vor meinem Golfschlag durchführe. Sobald der Ball fliegt, kann ich nichts mehr ändern, d.h. wieder der gleiche strukturierte Ablauf. Diesen Ablauf muss man für sich passend machen und üben, üben, üben.
Möglicherweise hat dies auch etwas meditatives, aber egal wie es jeder für sich benennt … Ein strukturierter Ablauf hilft sicherlich in diesem Moment vor dem Golfschlag immer sein Bestes zu geben und externe Kettenreaktionen zu vermeiden bzw. zu stoppen.
Let´s swing!
Jedes Spiel auf dem Golfplatz ist für mich zur spannenden Herausforderung geworden, denn jedes Mal werde ich mit anderen Themen konfrontiert. Meistens sind es die Themen, mit denen ich mich aktuell im Sport Mental Coaching beschäftige. Bedingt durch meine Tätigkeit als Torwart-Trainerin beschäftige ich mich zurzeit wieder einmal mit dem dauernden “Gedanken-Gequatsche” im Gehirn.
Beim Torwarttraining ist einer meiner wichtigen Aussagen: “Immer der nächste Ball ist der wichtigste Ball!” Damit ist der Fokus klar auf die nächste Aktion gerichtet und soll vermeiden, dass man sich mit negativen Aktionen weiter beschäftigt. Doch genau dieses “Dauer-Gequatsche oder die Grübelspiralen” im Gehirn sind schwierig auszuschalten.
Vieler Golfer gehen mit bewussten und unbewussten Erwartungen auf den Golfplatz und wollen diese natürlich erfüllen, um z.B. …
- Das Handicap zu verbessern …
- Spaß am Golf zu haben …
- Andere mit seinem Golfspiel zu beeindrucken …
- Die Landschaft zu genießen …
- Turniere zu gewinnen …
- Und, und, und …
Dadurch steht man häufig im gedanklichen Dialog mit seinen Vorstellungen und Erwartungen, d.h. man kommentiert und bewertet jeden Schlag für sich und meistens auch öffentlich für andere.
- Heute ist nicht mein Tag, das habe ich schon am Abschlag gemerkt …
- Ich weiß auch nicht was heute mit mir los ist, letzte Woche habe ich hier viel besser gespielt …
- Ich konnte mich nicht einspielen und bin völlig gehetzt hier her gekommen, deswegen brauche ich noch ein bisschen Zeit …
- Ich sollte mal wieder eine Trainerstunde nehmen, vielleicht verbessert sich dann auch mein Spiel …
- Ich habe den Schwung umgestellt, deswegen treffe ich nicht mehr so gut …
- Also der Schlag war jetzt mal gut, da habe ich einfach Glück gehabt …
- Wenn ich so weiterspiele, verschlechtere ich mein Handicap …
- Und, und, und …
Vielleicht kommt mancher Satz bekannt vor und man erkennt so manche Aussage wieder. Dessen bewusst, bin ich gestern auf den Golfplatz gegangen und habe meine Aussagen zu meinen Schlägen “wahrgenommen”. Wenn ich ehrlich bin, hätte ich mir 99 % davon sparen können!
Helfen mir meine Aussagen wirklich weiter? Denn es sind immer Bewertungen über Schläge, die in der Vergangenheit liegen und nicht mehr zu ändern sind! Häufig sind die eigenen Bemerkungen eher emotional negativ und demotivieren einen mehr, als dass diese Aussagen einen beim nächsten Schlag weiterhelfen.
Wir beschäftigen uns also permanent über 18 Löcher mit negativen Grübeleien und wundern uns dann über unser schlechtes Golfspiel. Sicherlich ist es ärgerlich, wenn man einen schlechten Schlag hat, doch was kann man daran ändern?! Nix, aber auch gar nix! Viel wichtiger wäre hier eine sachliche Ursachenforschung …
- Hat meine Ausholbewegung gestimmt?
- War ich zu hektisch?
- Hat die Ausrichtung zum Loch gepasst?
- War der Griff richtig?
- Habe ich mich ausreichend für den Schlag konzentriert?
- Und, und, und …
Nur mit einer sachlichen und vor allem freundlichen Analyse kann ich im Spiel bleiben und mich immer wieder für den nächsten Schlag positiv motivieren. Wie kann ich jedoch negative Denkstrukturen minimieren und lernen damit umzugehen?
1. Schritt Die eigenen Gedanken sich BEWUSST machen
2. Schritt (Schlag-)ROUTINE schaffen
3. Schritt KONZENTRATION und ENTSPANNUNG ausgleichen
4. Schritt sachliche ANALYSE ohne Selbstvorwürfe nutzen
5. Schritt LERNEN steht im Vordergrund (und nicht versagen)
Wer seinen Golfschlag als Gegner oder das Ergebnis für die eigene Glückseligkeit benötigt, wird auf Dauer eher daran scheitern als sich weiterzuentwickeln. Ein Golfschlag ist auch nur ein Golfschlag und ist jetzt schon wieder Schnee von gestern. Wichtig ist die Konzentration und sein bestes Können immer auf den nächsten Golfschwung zu richten …
Wem dies nicht gelingt, sollte sich professionelle Unterstützung holen, um nicht auf Dauer den Spaß am Golfspiel zu verlieren. Denn manchmal können schon kleine Hinweise eine große Wirkung erzielen!
Let´s swing and have fun!
PS: Dies gilt natürlich auch für alle anderen Sportarten …
Wieso muss ich mir das eigentlich an einem Samstag früh um 9:00 Uhr antun?! Also raus aus den Federn und ab nach Hilzhofen. Ich bin ja selber schuld, wenn ich mich zu einem Golfturnier anmelde! Abgesehen von meiner Müdigkeit, kämpfte ich während der Autofahrt wieder mit meinen gewohnten “Grübelspiralen” …
Kurz nach 8:00 Uhr war ich dann auf der Akademie und war etwas irritiert, weil noch kein Golfer weit und breit zu sehen war. Egal, Golfturnier ist bei mir Standardprogramm, d.h. “PAP” = pitchen – abschlagen – putten. Doch diesmal mit einer kleinen Änderung, nur ein Korb statt zwei Körbe.
Wieso nur ein Korb? Mir tut der Arm etwas weh und ich wollte mich einfach konzentrierter einschlagen, denn mittlerweile glaube ich, dass mich mehr Schläge auch mehr irritieren können, d.h. lieber konzentrierter und kompakter “aufwärmen”, als sinnlos die Bälle mit dem Wissen – ich habe ja noch genügend – verschlagen.
Tsja und dann kommt wieder der berühmt, berüchtigte erste Abschlag! Ich durfte als Zweite abschlagen, also durchlockern und sich an die guten Bälle erinnern. Was macht man aber, wenn der erste Spieler schon gleich einmal seinen ersten Ball im Teich versenkt?
Durchatmen und nur nicht beeinflussen lassen … Ja, ja, wenn dem so einfach wäre! Durch die Nervosität und vor allem Unsicherheit meines “Vordermannes” fühlte ich mich plötzlich ebenfalls irritiert und unsicher. Doch es hilft nix, da muss ich jetzt durch, d.h. abgrenzen und mich komplett auf meinen Schlag konzentrieren.
Ich habe den Ball nicht sauber getroffen, jedoch kam er am Rande des Grüns zum Liegen. Pffft, nochmals Glück gehabt? Ist das wirklich Glück und wenn ja, will man wirklich jeden ersten Abschlag dem Glück überlassen? Vor allem, wie weit beeinflussen mich gute und schlechte Schläge meiner Flight-Partner?
Denn im Laufe des Turniers ist mir diese Abhängigkeit nochmals bewusst geworden, bzw. ich habe des Öfteren erlebt, dass bei einem schlechten Abschlag, die anderen Flight-Partner sich “angepasst” haben, dies gilt natürlich auch im positiven Sinn. Da macht es Sinn sich von negativen Schlägen abgrenzen zu können und sich von positiven Schlägen motivieren zu lassen, oder?
Des Weiteren wurde mir mal wieder mein eigenes Denkmuster gnadenlos “gespiegelt”. Bei langen Bahnen habe ich immer einen schlechten Schlag dabei. Das sagt mir zumindest mein Unterbewusstsein! Doch so spiele ich auch, denn wenn ich – trotz diesen schlechten Schlages – mit drei Schlägen am Grün bin und dann noch vier Putts brauche, weiß ich … Meine Gedanken waren definitiv mit diesem einem schlechten Schlag beschäftigt und nicht mit dem Putten!
Trotz der guten Schläge und dem guten Beginn mit einem Paar auf der ersten Bahn, war ich auf der Bahn drei schon mental am “absaufen”. Und so war auch mein Abschlag! Und jetzt kommt mentales Training ins Spiel … Jeder hat oder sollte hier seinen eigenen mentalen Notfallkoffer dabei haben, denn jeder neue Schlag bedeutet auch eine neue Chance!
Ich setze bei mir in solchen Fällen wingwave® ein und ziehe meine positiven Schubladen auf. Das hat zur Folge, ich konzentriere mich wieder auf das Wesentliche. Und siehe da – trotz einer 5 auf Bahn 3 – ging es von da ab aufwärts. Meine Schläge waren teilweise immer noch verbesserungswürdig, doch pitchen und putten wurde immer besser.
So pendelte ich mich bei den kurzen Bahnen bei drei und vier Schlägen ein und ging hoffnungsvoll auf die Bahn 8. Spannend, denn jetzt startete wieder mein altes Denkmuster “Lange Bahn” …
- 1 Schlag super
- 2 Schlag schlecht
- 3 Schlag hoffentlich komme ich da raus
- 4 Schlag geht doch
- 5 Schlag unkonzentriert
- 6 Schlag den muss ich unbedingt einputten
- 7 Schlag Sch …
Bei dieser Bahn waren es dann doch nur sechs Schläge, aber wieder einer völlig unnötig verschlagen. Doch wie heißt es? Gefahr erkannt – Gefahr gebannt, denn heute wurde mir nochmals klar, an welchen mentalen Themen ich im Golf noch “arbeiten” muss …
Übrigens mentale Schwächen können bei einem Menschen völlig unterschiedlich sein, d.h. jemand der Prüfungsangst hat, kann z.B. locker und relativ entspannt den ersten Abschlag spielen. Es kommt immer darauf an, welche emotionalen Gefühle man mit der jeweiligen Situation verbindet.
Diese emotionalen Gefühle sich bewusst zu werden bzw. auch durch mentales Coaching zu verändern, kann der Anfang für mehr Spaß beim Golfen sein …
Let´s swing and have fun!
PS: Ich habe heute zwar mein Handicap verbessert, doch wichtiger war für mich, dass sich mein Spiel verbessert hat, sprich meine Technik und dass mein persönlicher “mentaler Notfallkoffer” auch wirklich funktioniert.
Und DANKE an meine tollen Flight-Partner!!!
Manchmal gibt es Tage, wo einen die Überraschungen regelrecht überraschen und man dann erst einmal sein Glück sortieren muss.
So erging es mir mit einer Einladung am Wochenende auf den Golfplatz “Golfclub am Habsberg e.V.” nähe Neumarkt. Dieser Golfplatz gilt als einer der schönsten Golfplätze in Deutschland (und das zurecht!!!) und wurde von mir immer etwas mit “Ehrfurcht” betrachtet.
Ich überlegte daher ca. 5 Sekunden, ob ich mich auf diesen Golfplatz überhaupt traue und wenn ja, ob ich den Mut und die Nerven habe, die langen Bahnen entspannt spielen zu können. Doch gemäß meinem Motto: “no risk – no fun” sagte ich zu, um mich danach zu fragen, was mache ich jetzt schon wieder, denn bis dato war ich immer nur am Kurzplatz golfen …
Aber man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben und mentalen Herausforderungen! Also überlegen was ich alles mitnehmen muss, rausfahren und erst einmal auf der Driving Range Bälle zur Beruhigung abschlagen. Nachdem die ersten Schläge OK waren, ging ich mit einem guten Gefühl an Start.
Ebenso wichtig für einen guten Start sind auf jeden Fall die anderen Flight-Partner, denn es gibt nix schlimmeres als auf den Platz zu gehen und mit Golfern zusammenspielen zu müssen, die unterschiedliche Auffassungen vom Sport haben. Angefangen vom übertriebenem Ehrgeiz, Ungeduld, und/oder Geltungsdrang.
Dies macht jedoch das Golfen auch so spannend und interessant, denn ich weiß nie mit wem ich in einem “fremden Flight” auf dem Platz stehe. Und?! Ich persönlich habe nur gute Erfahrungen gemacht, so auch am Sonntag in Habsberg. Ich durfte also mir drei netten Herren an den Start gehen, die alle ein wesentlich niedrigeres Handicap hatten als ich.
Aber egal, da musste ich jetzt 18 Löcher lang durch! Wir alle wissen, dass der Beginn für das Spiel entscheidend sein kann, zumindest bilden sich das viele Golfer ein. Ich habe mich mit dieser Thematik die letzten Wochen intensiv und mit Erfolg auseinandergesetzt, so dass ich mittlerweile “entspannt” und mit nur ein bisschen “Anfangsnervosität” abschlagen kann.
Was mir jedoch echte Sorgenfalten auf die Stirn trieb, waren die “Hölzer” der Herren, denn mit diesem Schläger stehe ich noch auf Kriegsfuß, d.h. ich schlage sicherheitshalber mit einem “5er Eisen” ab. Doch Gottseidank hatte ich Andreas dabei, der mich beruhigte und mir mit vielen guten Tipps beiseite stand.
Anfänglich habe ich mich daher erst mal selber sortiert und mich mit den langen Bahnen angefreundet, so dass ich das Spiel nicht unnötig verzögert habe. Eine Aufgabe, die man unbedingt positiv kombinieren sollte, sonst gerät man schnell in eine “Grübelspirale” und dann wird es möglicherweise schwierig wieder herauszukommen.
Hierfür sollte man immer einen persönlichen Notfallplan parat haben. Mein Plan ist das “persönliche Vertrauen”, d.h. ich weiß, dass ich jederzeit nach einem schlechten Schlag auch wieder einen guten Schlag “schlagen” kann. Denn auch gute Golfer – wie in meinem Flight – haben schlechte Schläge, es ist nur eine Frage wie man damit umgeht!
Und man sollte sein Können immer in der richtigen Relation sehen! Ich kann und darf nicht mein jetziges Handicap mit anderen Golfern, wie z.B. mit meinen Flight-Partnern, vergleichen. Das hätte mich bereits am Abschlag demotiviert! Das macht aber auch den Reiz aus, denn man spielt nicht gegen den anderen, sondern immer für sich und sein eigenes Handicap.
Auch wenn ich an diesem Sonntag nicht meinen besten Golftag hatte, so habe ich in Habsberg meine Angst vor große “Golfplätze” verloren. Denn es ist die Vorstellung in unserem Kopf und der Fokus darauf, die uns an so mancher “selbstgemachten Hürde” scheitern lässt.
Wir sollten daher immer einen Blick auf unser eigenes Bild und den Fokus “werfen”, um uns Hürden und Hindernisse zu ersparen oder lernen damit souveräner umzugehen. Meine Hürde war die Angst vor langen Bahnen! Ich habe immer noch Respekt davor, doch weiß ich jetzt, was ich dafür tun muss und wie ich damit umgehen kann. JEP!
Wer also immer wieder mit dem gleichen Schicksal hadert, wie z.B. Probleme beim Abschlag, den zweiten Schlag “immer” verschlägt
, Unkonzentriertheit ab einer bestimmten Bahn, sofort mit Gott und der Welt bei einem (!) schlechten Schlag hadert, und, und, und … Derjenige sollte sich NICHT damit abfinden, dass das so ist, sondern sich aktiv mit dem Thema auseinandersetzen. “Gefahr erkannt – Gefahr gebannt!”
Denn wir alle wollen Golf spielen und Spaß dabei haben, oder?
Let´s swing!
PS: Ein herzliches Dankeschön an Andreas, das ich mitspielen durfte und für die super Tipps inkl. Beruhigung auf den langen Bahnen … Dankeschön auch an Franz und Robert für den entspannten Flight!
Golf Club Am Habsberg
Zum Golfplatz 1
92355 Velburg-Unterwiesenacker
Tel. 09182 / 931 91-0
www.gc-amhabsberg.de
Bilder vom Golfen von www.barbara-kraske.de
Früh aufgestanden, gut gefrühstückt und dann mal los zu meinem ersten Golf-Turnier dieses Jahr. Meinen Golfschwung habe ich wieder gefunden, mein Ziel für dieses Turnier ist mit Handicap 36 auch festgelegt und eigentlich bin ich guten Mutes … Aber mit dem Mut ist das so eine Sache!
Da fährt man quietschfidel von zuhause weg und kommt voller Zweifel am Golfplatz an, weil einem auf dem Weg sämtliche geschlagenen schlechten Bälle plötzlich in den Sinn kommen. Von wegen Positives Denken! Ich finde es immer wieder ernüchternd, wie man sich selbst in eine negative Grübelspirale manövrieren kann …
Doch genau diese Grübelei hindert uns daran, gute Leistungen zu bringen. Man kommt also “irritiert” nach der Autofahrt am Golfplatz an und mit dieser Unsicherheit schlägt man seine Übungsbälle ab. Schlägt man die ersten Bälle gut, so ist der Anfang des Golfturniers mehr oder weniger gerettet.
Doch startet man gleich mit schlechten Bällen, so bestätigt man sein eigenes negatives Denken. Und dann geht man mit dieser Unsicherheit ins Turnier! Herzlichen Glückwunsch! Denn hier entscheidet der Kopf und nicht das Können über die eigene Leistung …
Und was noch erschreckender ist: Wie will ich meinen bestmöglichen Golfschlag abrufen, wenn mein Kopf sagt, “Das wird doch heute sowieso nix?!” Also weg von der Grübelei hin zur eigenen positiven Motivation. Doch wie genau vertreibe ich den “Drachen der Grübelei”?
Hier ist der Weg das Ziel und dieser Weg ist bei jedem Sportler anders. Sofern sich der Sportler nicht coachen lässt, hilft nur “TRY & ERROR”, d.h. man bringt sich selber bei, sich positiv zu beeinflussen. Wichtig dabei ist es, den Fokus auf positive Erlebnisse zu richten, sei es z.B. auf gelungene Abschläge, Putts, o.ä. in Verbindung mit einem “realistischen Blick” auf das eigene Können.
Dieser vermeintlich “realistische Blick” darf jedoch nicht mit einem Wunschgedanken verwechselt werden. Es hilft wenig, z.B. die Bälle gut abschlagen zu können, aber schlecht beim Putten zu sein. Da ist ein Handicap unter 20 eventuell schwierig zu erreichen.
Übrigens … es ist für einen selber wesentlich entspannter seine eigene Leistung richtig einschätzen zu können. Denn mit dieser Sicherheit, kann man sein Können jederzeit abrufen. Falls dies nicht gelingt, ist es dann einfacher Ursachenforschung zu betreiben, denn der Fokus richtet sich auf die Golftechnik und weniger auf die eigene Emotionalität (=persönliches Gedankengut).
Mit dieser Erkenntnis bin ich voller Erwartung am Golfplatz angekommen und habe mich in keinster Weise irritieren lassen, dass mein “Aufwärmprogramm” – bedingt durch die vielen Golfer – anders war als sonst. Ich gebe jedoch offen zu, dass ich nervös war, insbesondere als auch noch mein Golflehrer am Abschlag stand.
Doch was ändert das an der Situation, dass ich mit meinem Können abschlagen muss? Nichts! Mir war dies noch nie so bewusst wie bei diesem Turnier. Also ran, abschlagen und gut ist es … Es lief an der ersten Bahn hervorragend, dagegen an der zweiten Bahn schlecht.
Die Ursache war schnell erkannt, denn meine Euphorie ließ mich hektisch werden und das ist beim Golf ganz schlecht. Also tief Luft holen und runter kommen, danach fand ich schnell wieder zu meinem Schwung. Hinzukommt, dass ich aufgehört habe jeden schlechten Golfschlag negativ zu bewerten und dies als persönliche Niederlage zu empfinden.
Dieser Umgang mit mir selbst hat mir eine emotionale Erleichterung verschafft und definitiv mehr Spaß am Golf. Sicherlich sind schlechte Bälle ärgerlich, doch sie gehören zu der eigenen Golf-Entwicklung einfach dazu. Und Können kann sich am besten in einem positiven Umfeld entwickeln.
Realistisch gesehen, war mein erstes Turnier super gespielt, auch wenn ich mein Ziel nur knapp mit Handicap 37 verfehlt habe. Doch wenn ich ehrlich bin, habe ich mir die 36 “eingebildet”, weil auf Sylt (mein nächster Urlaub) angeblich alle Plätze erst ab Handicap 36 zu spielen sind. Wunschgedanke – Realismus – Motivation – Umsetzung – Ziel …
Let´s swing and have fun!
Egal ob Training oder Wettkampf, wer sich nicht selbst motivieren kann, hat auf Dauer schlechte Karten erfolgreich zu sein. Daher ist es immer wieder verwunderlich, wenn Sportler folgende Aussagen treffen …
- Die anderen in der Mannschaft waren auch nicht motiviert!
- Es war keiner da, der mich motiviert hat!
- Die Diskussion der anderen Spieler hat mich runtergezogen!
- …
Was hat das Umfeld und die Mitspieler mit der eigenen Motivation zu tun? Eigentlich gar nichts! Doch viele Sportler nehmen die fehlende Motivation als “kollektive Ausrede” für ihre eigene unbefriedigende Leistung. Doch dieser Vergleich ist schlichtweg falsch …
Wenn du als Sportler abhängig von der Motivation deines Umfeldes und deiner Mitspieler bist, dann bist du der Spielball der anderen ohne Einflussmöglichkeiten. Willst du das wirklich? Motivation ist immer auch der “innerer Antrieb” deinen Sport für DICH zu tun und weniger für andere …
Sicherlich gibt es Tage und Momente, wo diese Motivation fehlt. Doch genau dann braucht man Mechanismen, Rituale, mentale Werkzeuge, um bewusst dagegen steuern zu können.
Möglichkeiten wären hierfür zum Beispiel …
- Sich selbst seine Stärken bewusst zu machen
- Die Erinnerung an vergangene Erfolge und das damit verbundene Gefühl
- Die bewusste Veränderung der eigenen Körpersprache
- Die Erinnerung an positive Erlebnisse des Tages
- Klar definierte Sätze, wie
- Ich gebe mein Bestes
- Ich verfolge zielstrebig mein Ziel
- Egal was kommt, ich erfülle meine Aufgaben
- Ich weiß, dass ich das kann
- Veränderung deiner Denk- und Sichtweise
- Große Aufgaben klein und schwierige Aufgaben leicht denken
- Probleme und Aufgaben in kleine Schritte aufteilen
- Probleme und schwierige Aufgaben als Herausforderung oder Chance sehen
Und ein ganz wichtiger Punkt ist, dass mein auch die “kleinen Erfolge” für sich persönlich anerkennt und würdigt! Eigenlob im Kopf für sich selbst gedacht, minimiert den negativen Gedankenmüll. Denn häufig zieht uns das eigene negative Denken in die Grübelspirale …
Genau diese bewusste Auseinandersetzung und der damit verbundenen positiven Motivationsstrategie macht einen handlungsfähig und unabhängig gegenüber “Negativ-Attacken” des Umfeldes. Und wenn jeder aktiv für seine eigene positive Motivation sorgt, braucht man nur den “berühmten Funken” für den Erfolg …
Und wie motivierst du dich selbst?
Let´s funky!
Unsere Verknüpfungsstrukturen im Gehirn entstehen durch unsere Erfahrungen und durch unsere individuelle Art und Weise, wie wir diese Erfahrungen verarbeiten. Anhand dieser “angelegten” Erfahrungslandkarten bewerten wir bekannte und unbekannte Situationen und handeln danach.
Wie wir reagieren oder etwas tun, hat sich in der Vergangenheit irgendwie bewährt, so dass wir immer wieder darauf zurückgreifen. Ob dieses Verhalten nun richtig oder falsch ist, erkennen wir häufig erst im nach hinein. In einigen Situationen kann es sein, dass das gezeigte Verhalten jedoch überhaupt nicht zur Situation passt und man sich dann über sich selber ärgert.
Wie geht man nun mit sich “selbst” um, so dass man eine Chance der Veränderung hat?
Es heißt ja so schön “Gefahr erkannt – Gefahr gebannt!” Meistens basieren Probleme auf eine Vielzahl von negativen Erfahrungen. So z.B.
- Außenspieler übertritt immer wieder beim Wurf (Handball)
- Torwart hebt das Bein beim Außenspieler (Handball)
- hohe Nervosität beim ersten Abschlag (Golf)
- bestimmte Passagen werden sich nicht zugetraut (Mountain – Bike)
- immer wieder mentaler Einbruch bei KM 35 (Marathon)
- und, und, und …
Das “sogenannte” Problem trat immer wieder auf und wird als störend empfunden. So sehr, dass der Fokus regelrecht darauf gerichtet ist, d.h. das Problem bekam mehr Aufmerksamkeit als notwendig und wurde damit zu einer “neuronalen Autobahn” im Gehirn ausgebaut.
Sobald man nun nur in die Nähe dieser Problematik kam, sei es gedanklich oder auch durch die körperliche Ausführung, wird das Visier auf das Problem gerichtet und man entscheidet sich für seine persönliche Vermeidungsstrategie.
- War doch klar, dass ich wieder übertrete …
- Ich werde das wohl nie lernen, das Bein stehen zu lassen!
- Naja, auch der erste Abschlag geht vorbei!
- Dann schiebe ich halt das Bike durch die Trial-Passage, anstatt zu fahren!
- Auf KM 35 hat jeder Läufer Probleme, da muss ich durch!
- und, und, und …
Das Schlimme daran ist, wir könnten uns sofort ändern … doch wir vertrauen unserem “bewährten Denkmuster” mehr, als unseren eigenen neuen innovativen Gedanken. Sprich wir brettern lieber über unsere bekannte “Gedanken-Autobahn”, als das wir neue Wege ausprobieren, die uns möglicherweise schneller und entspannter zum Ziel führen.
Kompliziert wird die Sache noch dadurch, dass es wenig darauf ankommt, ob unser Denken und Handeln tatsächlich auf Erfahrungen in der Realität beruht oder ob wir das nur glauben bzw. immer wieder denken. Durch intensive Gedanken senden wir immer wieder neuronale Reize aus, die wir dann durch unser Verhalten noch intensivieren, sprich wir sorgen selber für den Ausbau der Trampelpfade in eine “negative” Gedanken-Autobahn.
Das Schöne daran ist, dass dies natürlich auch für positive Erlebnisse gilt! Unsere positiven Stärken basieren genauso auf diesen Lernmechanismus, nur beschäftigen wir uns so selten damit. Wenn man Sportler fragt, nenne deine Stärken und Schwächen, so zählen viele erst mal eine Vielzahl von Schwächen auf und überlegen dann längere Zeit über ihre Stärken.
Daher ist es bereits ein großer Schritt, wenn einem der eigene Denkmechanismus BEWUSST wird, um dann mit dem Problem umgehen zu können. Hier benötigt man Lösungen, die auch neue “ausbaufähige Trampelpfade” beinhalten. Unsere “alten neuronalen” Gedankenmuster werden dann Schritt für Schritt durch neue Wege, Lösungen und Gedanken ersetzt.
- Ich habe hart an meiner Technik gearbeitet, jetzt übertrete ich nur noch selten …
- Ich konzentriere mich auf das Stehenbleiben und mein Arm bildet ein Team mit meinem Bein und hält den Ball …
- Ich habe gelernt mich situationsbedingt zu entspannen und nehme mir selbst den Druck vom ersten Abschlag …
- Ich übe immer wieder die eine bestimmte Trial-Passage, bis ich es schaffe und steigere mich Schritt für Schritt …
- Was genau passiert bei mir auf KM 35, so dass ich gezielt Strategien und Lösungen ausarbeite …
- und, und, und …
Häufig ist man so sehr mit dem Problem beschäftigt, das man nicht mal auf die Idee einer Lösung kommt. Hier kann bereits eine gedankliche Veränderung des Fokus von Problem auf Lösung Wunder bewirken …
Let´s CHANGE!
Glaube kann Berge versetzen, oder doch nicht?
Diese Denkweise wird mir jedes Wochenende immer wieder bestätigt, wenn ich als Co-Trainer einer Handball-Mannschaft auf der Bank sitze. So auch letztes Wochenende …
Eine grottenschlechte erste Halbzeit mit vielen individuellen Fehlern und Abstimmungsproblemen, schlechter Wurfausbeute, negativer Körpersprache und vor allem mangelndem Selbstbewusstseins. Umso länger das Spiel dauerte, umso mehr beschäftigte sich jeder Spieler mit seiner persönlichen “Grübelspirale” und dem Halbzeit-Ergebnis eines 4 Tore Rückstands.
Als Trainer ist es schwer in dieser Situation die Ruhe zu bewahren und vor allem die richtigen Worte zu finden. Wichtig ist es, klare Anweisungen für Veränderungen zu geben und auf die eigenen Stärken hinzuweisen. Was viele in dieser Situation ebenfalls vergessen, ist die negative Ausstrahlung der Körpersprache. In solchen Momenten kann eine Veränderung “Wunder” bewirken.
Gerade die Körpersprache kann man schnell verändern und als Sportler hat man hierzu möglicherweise einen schnelleren Bezug, als zu Worte. Doch VORSICHT: Auch dies muss sich der Sportler erst bewusst werden, denn was will er verändern, wenn er überhaupt nicht weiß, ob er in einem positiven oder negativen “Status” ist?
Daher kann es sehr hilfreich sein, im Training immer wieder auf die jeweilige negative oder positive Körpersprache hinzuweisen, so dass der Sportler die Möglichkeit erhält, sofort positiv darauf zu reagieren. Wenn man dies eine Zeitlang übt, kann bereits der verbale Hinweis auf die negative Körpersprache eine Veränderung der Ausstrahlung bewirken.
Sicherlich ist dies nur ein Baustein in einem komplexen Gefüge, doch meines Erachtens, für jeden Sportler am schnellstens umzusetzen… Natürlich verändern auch positive Erlebnisse in einem Wettkampf die Körpersprache. Denn wenn scheinbar alles gelingt und man sich in einen Rausch spielt und den Wettkampf gewinnt, so ist die positive Ursache schnell gefunden.
Solche Siege sind emotional die Schönsten, aber häufig mit einem unnötigen Aufwand verbunden. Dabei ist die Vorbereitung schon die halbe Miete …
- Vorbereitung für Wettkampf
- Konzentration auf den Wettkampf
- Klare Aufgabenverteilung
- Taktische Vorgaben
- Gute Kondition
- Persönliche Dinge
Kennen wir alles, oder! Doch gerade im semiprofessionellen Bereich werden davon einige Punkte vernachlässigt. Wer jedoch erfolgreich sein möchte, der benötigt das “ganze Paket”!
“Wir packen unsere Sporttasche und nehmen mit …?”
PS: Das oben genannte Spiel haben wir dann mit 8 Toren gewonnen! Danach haben viele Zuschauer nach dem Rezept in der Pausenansprache gefragt. Dies bleibt natürlich unser Geheimnis …

