Artikel-Schlagworte: „Handicap“
Wiiiie du spielst Golf? Das ist doch was für alte Leute… Wir oft musste ich mir diesen Satz anhören?! Am Anfang habe ich versucht mich irgendwie zu rechtfertigen und schwärmte von der ewigen Aufgabe und dem Erlebnis in der Natur. Doch mittlerweile lächle ich “milde” und meine: “Jedem das Seine!”
Anscheinend vermittelt Golfen bei vielen Leuten immer noch den Anschein, dass man dafür reich und elitär sein muss. Und was immer so war, muss folglich auch immer so bleiben! Sicherlich mag es Golfclubs geben, die diesem Klischee gerecht werden, doch ebenso gibt es auch andere Möglichkeiten entspannt Golf zu spielen.
Sei es in einem sportlich ambitioniertem Golfclub (z.B. Jura Golf Golf e.V. Hilzhofen) oder man tritt dem VcG (Vereinigung clubfreier Golfspieler im DGV e. V.) bei. Wer Golf spielen möchte hat viele Möglichkeiten dies auch in seinem Budgetrahmen zu tun. Abgesehen vom Klischee ist jedoch die Frage: “Wieso überhaupt Golf?”
Ich habe einige Golfer (natürlich auch Golferinnen) kennenlernen dürfen, die in ihrem Sportler-Leben schon einiges erlebt und gemacht haben. Handballer, Fußballer, Tennisspieler, Skifahrer, Volleyballer usw. Für all diese Sportler ist es viel wichtiger, wie treffe ich den Ball am besten und wie verbessere ich mein Handicap, als welches teure Auto vor dem Clubhaus steht. Es ist die Aufgabe, was reizt!
Wer seinen Sport aus der Sicht von Klischees ausübt, der wird auf Dauer wenig glücklich damit werden. Denn selbst mit teuren Schläger kann man schlecht Golf spielen, und teure Laufschuhe laufen einen Marathon auch nicht von alleine. Einzig und allein Talent und die eigene Motivation ist ein Ausschlusskriterium für einen Sport.
Und das ist ganz einfach! Gefällt mir oder gefällt mir eben nicht. Wer seine Vorurteile mit Klischees begründet ohne es selbst jemals ausprobiert hat, bleibt letztendlich am eigenen Horizont hängen und vermeidet dadurch neue interessante Erfahrungen und Erlebnisse. Egal ob man schwimmt, golft, Fahrrad fährt, man tut etwas und muss sich immer wieder neuen Situationen stellen.
Diese Herausforderungen und die damit nötige geistige Flexibilität sorgen dafür, dass wir “jung” im Kopf bleiben. Und brauchen wir diese Frische nicht tagtäglich um im Alltagskampf überleben zu können? Was gibt es daher schöneres als ein Hobby zu haben, das einem Spaß und Freude bereitet, egal was es ist?
Golfen verbindet daher viele positive Eigenschaften, so z.B. soziales Miteinander, immer wieder veränderte Situationen und die Möglichkeit bis ins “hohe Alter” spielen zu können. Übrigens ich kenne Golfer und Golferinnen über 70 Jahre, da kann so manch “Junger” einpacken. Wer also Klischees bedient, sollte vielleicht erst einmal über sich selbst nachdenken, bevor er andere für ihren Sport “verurteilt”.
Und welche Klischee bedienst DU?
Das hat man nun davon, wenn man sich für ein Golf-Turnier anmelden will und dann zu einem Golf-Marathon überredet wird … So erging es mir vor zwei Wochen! Nun gut, ich gebe zu, dass Marathon schon immer eine gewisse Anziehungskraft auf mich hat, denn sonst wäre ich vor Jahren keinen gelaufen.
Doch einen Golf-Marathon? Einen Tag vor dem Jura Golf Park Marathon (45 Löcher) habe ich erst einmal die Ausschreibung gelesen und war ganz überrascht, dass das Turnier mit Partner und als Chapman-Vierer gespielt wird. Man sollte sich also rechtzeitig informieren, wenn man neue Dinge tut …
Um 5:15 Uhr klingelte mein Wecker und ich kroch aus den warmen Federn. Das Wetter sollte gut werden, daher entschied ich mich für eine etwas kürzere Hose. Doch auf der Fahrt zum Akademie-Platz (9 Löcher) nach Hilzhofen beunruhigte mich dann das Thermometer schon etwas, denn 8.5 Grad waren ein bisschen frisch.
Dort angekommen sah man, dank des Nebels, erst mal nur wenig. Ich schlug mich ein und war eigentlich viel zu früh dran, denn unsere Startzeit war 7:30 Uhr, der letzte Flight des Turnieres. Und dann ging´s los mit einem absolut netten Flight, der mich durch den ganzen Golf-Marathon begleitete.
Auf der ersten Par 3 Bahn der Akademie sah man wegen dem Nebels gar nichts. Es war sozusagen ein Stochern im Nebel, besonders wenn man die Golf-Bälle nicht fliegen sieht. Wirklich eine Herausforderung und nicht die letzte an diesem Tag …
Ebenso die Wettspielform Chapman-Vierer, d.h. in einem Flight spielen zwei Golfer im Team zusammen. Alle schlagen ab und der zweite Schlag wird jeweils über Kreuz weiter gespielt, danach entscheidet man im 2er-Team mit welchem Ball zu Ende gespielt wird.
Bei den Abschlägen kann man immer noch auf den Teampartner hoffen, doch wenn nur noch ein Ball weitergespielt wird, sind die Schläge entscheidend. Der Akademieplatz ist daher spannend zu spielen, denn die meisten Bahnen sind relativ kurz und es wird von Matten abgeschlagen.
Wir haben trotz Nebel und nach anfänglichen Schwierigkeiten den Platz gut gemeistert und sind dann sofort auf den nächsten Platz nach Hilzhofen gefahren, um dort um 9:10 Uhr die nächsten 18 Löcher zu spielen. Da zeigte es sich wieder, wer gut golfen und vor allem konstant spielen kann.
Mir fehlt leider noch die Konstanz in den Schlägen und ich hatte vor allem erhebliche Probleme mit meinen Annäherungsschlägen. Aber sich darüber dauernd zu ärgern? Dies wäre wohl bei 45 Löchern die denkbar schlechteste Variante! Also jeden Schlag für sich sehen und schlechte Schläge einfach abhaken. Auch wenn es schwerfällt, weil am Ende das Team-Ergebnis zählt.
Wir schlugen uns in Hilzhofen von Bahn zu Bahn, hofften auf besseres Wetter und wurden dann um ca. 14:00 Uhr mit einem leckeren Essen im Clubhaus Hilzhofen auf der sonnigen Terrasse belohnt. 27 Löcher waren also geschafft. Doch nach kurzer Verschnaufpause und einigen km in den Beinen, ging es zum Golfplatz nach Habsberg weiter.
Bei schönem Wetter und gut gestärkt, standen wir pünktlich um 15:10 Uhr wieder am Abschlag für die nächsten 18 Löcher. Bunker, Brücken, Doglegs … Habsberg ist spannend und anspruchsvoll. Hinzukommt, dass man langsam müde wird und die Konzentration nachlässt.
Dank unserer guten Stimmung im Flight und immer wieder persönlichen Erfolgserlebnissen, spielten wir Bahn um Bahn und kamen fix und fertig, aber glücklich um 20:00 Uhr im Clubhaus Habsberg an. Unser Flight war weniger erfolgreich, aber war das wirklich wichtig?
Für mich nicht, wobei ich mir sicherlich ein besseres Spiel bzw. Ergebnis für meine Golf-Partnerin gewünscht hätte. Wir haben alle unser Bestes gegeben, hatten viel Spaß und einfach einen tollen Tag. Außerdem, gibt es nicht viele Möglichkeiten, wo man drei tolle Golfplätze an einem Tag spielen kann.
Und Handicap hin oder her … Wer Golf “nur” wegen eines guten Handicaps spielt, der wird wohl den Sport nie begreifen, geschweige genießen können. Daher macht es auch einfach Spaß einmal eine andere “Wettkampfform” zu spielen. Mir hat der Tag sehr viel Spaß gemacht und ich habe wieder viel gelernt!
Ich bin nächstes Jahr wieder mit dabei!
Let´s play golf!
PS: Und wer mehr über diesen tollen Golf-Marathon im “Jura Golf Park” wissen möchte, der klickt hier … “Ausschreibung Jura Golf Park Marathon 02.06.2012 …”
Nein, ich bin kein Autodidakt und nein, ich lese keine Bücher und schaue DVDs über Golf an. Und wenn ich so darüber nachdenke, stelle ich fest, dass ich überhaupt keine Bücher über Golf habe. Woher kommt´s?
Möglicherweise liegt es daran, dass ich eine ziemlich genaue Vorstellung habe, wie ich lerne. Für mich bedeutet das:
Zuschauen – selber machen – immer wieder korrigieren
Ergänzt wird dies dadurch, dass ich z.B. beim Golfschlag ein Bewegungsbild inkl. Bewegungsgefühl benötige. Wie heißt es daher so schön: “Der Bewegungsablauf muss stimmig sein.” Dazu kommt noch mein Glaubenssatz, dass ich erst einmal alles falsch machen muss, um mich an den “richtigen” Schwung anzupirschen …
Das klingt ziemlich aufwendig! Ist es auch … Doch es kommt immer darauf an, welchen Anspruch man an sich selbst hat. Will man ein bisschen Golf spielen und legt wenig Wert auf sein Handicap, dann braucht man keine Trainerstunden. Will man dagegen einen guten Golfschwung und sich stetig verbessern, sollte man trainieren und ab und zu sich einen Golflehrer gönnen.
Das habe ich letzten Samstag getan … Abgesehen davon, dass ich die Bälle mittlerweile ganz gut treffe, hadere ich immer noch mit meinem 3er Holz. Welch verschwendete Länge, oder? Und den Schläger muss ich ja auch noch durch die Gegend tragen! Also da muss ich jetzt durch! Und siehe da, mit der richtigen Technik und dem 3er Holz treffe ich, als gäbe es kein Morgen mehr.
Was ist passiert? Mir wurde der Bewegungsablauf des Golfschwunges nochmals klarer, d.h. durch die Analyse meines Golflehrers (Steve Anders www.gogolfen.de) wurde mir der Golfschwung bildlich “be-wusst”. Durch dieses klare Bild bekomme ich wiederum ein Bewegungsgefühl, dass ich durch wiederholtes Training bestätigen muss.
Das bedeutet Bälle schlagen und sich hierzu immer wieder den Bewegungsablauf bewusst machen. Diesen Ablauf so lange wiederholen bis der Schwung in “Fleisch und Blut” übergegangen ist, d.h. eines Tages einfach zum Abschlag gehen, Ball aufteen, sicher den Ball treffen und weit abschlagen …
Dazu braucht man auch den Mut auf den Platz zu gehen und wirklich den Driver auszupacken und abzuschlagen. Das habe ich dann gleich nach der Golfstunde und Wolkenbruch getan. Diese Golfrunde war einer meiner besten Runden auf dem Platz inkl. Abschläge mit dem 3er Holz.
Und ich muss zugeben, nach dem Treffgeräusch eines guten Schlages kann man – ohne Nebenwirkungen – süchtig werden. Doch genau diese positive Sucht sollte man nach allen Regeln der Kunst unterstützen. Was hilft es mir, wenn ich mich über jeden schlechten Schlag aufrege, wenn ich die Ursache dafür nicht kenne?
Wer daher gutes Golf spielen will, braucht einen guten “Lehr-Meister” an seiner Seite. Denn die wenigsten unter uns sind Naturtalente. Allen anderen müssen sich die Antworten auf folgende Fragen stellen:
Welches Ziel habe ich im Golf?
- Einfach nur entspannt spielen
- Ambitionierter Hobby-Golfer
- Turnier-Golfer
- Profi
Was bin ich dafür bereit zu tun?
- Ich will nur Golf spielen
- Ich trainiere zusätzlich zum Spiel, z.B. auf er Driving Range
- Ich spiele viele Turniere
- Mein Leben ist Golf
Sicherlich gibt es hierzu noch viele Zwischenfragen und Antworten und letztendlich muss jeder für sich entscheiden, wie er sein Golf-Leben gestalten möchte. Doch nur ein bisschen Golf mit dem Anspruch eines niedrigen Handicaps wird wohl auf Dauer nur schwer zu erreichen sein.
Wer also entspannt auf Dauer golfen möchte, der sollte für sich klar definieren, wieso er überhaupt Golf spielt. Wer darüber hinaus mehr erreichen möchte, der sollte professionelle Golfstunden nehmen, denn schlechte Technik und mangelnde Weiten sind auf Dauer einfach frustrierend …
Angst und Frust frisst Seele auf! Und gerade im Golf, kann eine kleine Änderung der Technik schon Bälle fliegen lassen.
Let´s swing!
PS: Übrigens mit meinen Büchern über Sport Mental Training und viele andere Bücher könnte ich dagegen eine Bibliothek füllen …
Unverhofft kommt oft oder so ähnlich erging es mir letzten Samstag … Ich wurde kurzfristig zu einem netten Vierer-Flight auf dem Golfplatz in Hilzhofen “eingeladen”. Nach kurzer Überlegung und frei nach dem Motto: “no risk – no fun” sagte ich zu, um danach ein bisschen ins Grübeln zu kommen …
Wieso? Ich hatte seit Wochen keinen Golfschläger in der Hand gehabt und immer noch erhebliche Probleme mit meinem Schwungarm inkl. Kapselverletzung am Finger. Aber da musste ich jetzt durch! Außerdem war das Wetter einfach zu schön, um nein zu sagen. Also rausgefahren und mich auf der Driving Range mit Ball – Schläger – Schmerzen auseinander gesetzt.
Und?! Es lief überraschend gut! Jetzt stellte ich mir nur die Frage: Abschläge mit 3er-Holz oder doch wieder den Sicherheitsschlag mit 5er-Eisen. Leider lässt man sich ja von anderen immer beeinflussen, so dass ich kurz vor dem Abschlag immer noch gen 3er-Holz tendierte.
Doch siehe da … unser “Jüngster” schlug ebenfalls mit dem Eisen ab! Die Entscheidung war getroffen 5er-Eisen. Nachdem meine Vorgänger Probleme mit ihrem Abschlag hatten (die Bäume lassen grüßen – Grins), ging ich relativ ruhig an den ersten Abschlag und traf den Ball für mich absolut zufriedenstellend.
Für mich war diese Runde eine mentale Herausforderung, denn mit Flight-Partner mit einem Handicap unter 10 bzw. 18 spielen zu dürfen, kann zuweilen ganz schön stressig sein. Doch wieso verrückt machen? Es ist doch nur ein Spiel und deswegen geht die Welt definitiv nicht unter …
Für den Anfang war ich sehr zufrieden, merkte jedoch, dass ich im Laufe der Runde immer schlechter wurde. Auch wenn es viele nicht glauben wollen, Golf ist anstrengend und ein gutes Spiel kann auch von äußerlichen Faktoren beeinflusst werden, wie
- Kälte / Kleidung
- Hunger / Ernährung
- Flight-Partner / positive Stimmung
- und, und, und …
Durch die Kälte und Hunger ging mir die Konzentration verloren und somit der lockere Schwung. Golf wird immer noch was die Kondition anbelangt, völlig unterschätzt. Je nach Golfplatzlänge 8-10 km Laufen und bei jedem Schwung hochkonzentriert sein, bedarf einer guten Physis.
Sicherlich kann man das im Laufe der Jahre durch eine stabile Technik kompensieren, doch dafür braucht man Talent und vor allem Training. Das Gute am Golfspielen ist jedoch die Tatsache, dass man mit jedem Golfschlag eine neue Chance hat, sich zu verbessern.
Sicherlich waren bei mir Schläge dabei, die ich mir gerne erspart hätte, doch waren auch viele gute und vor allem – für mich – weite Schläge dabei. Außerdem hatte ich das Glück, dass ich viele hilfreiche Tipps von “Profis” bekommen habe, die ich zwar nicht gleich umsetzen konnte, mir jedoch gemerkt habe.
Hinzu kommt die wiederholte Erkenntnis: “Ich habe einen guten Golfschlag, einzig und allein fehlt die Konstanz und noch einige technischen Feinheiten in der Umsetzung.” Das ist Training! Doch viel wichtiger war für mich die mentale Erkenntnis, dass meine momentane “Ball-Ansprache” für die gewünschte Spiel-Konstanz zu schlecht ist.
Dies hat zur Folge, dass ich zu hektisch und zu schnell abschlage. Hier muss ich daran arbeiten, dass allein durch das Aufsetzen des Schlägers vor dem Ball Ruhe und Entspannung in meinem “Kopf” einzieht. Da brauche ich einfach mehr Übung und vor allem Geduld in der Umsetzung. Frei nach dem Motto: “Komm in den Flow!”
Es war eine tolle, humorvolle Golf-Runde mit interessanten Erfahrungen und Aussagen oder wie war das mit: “Bei manchen Golfplätzen habe ich eine gewisse Enge im Kopf!”
Ich freue mich jedenfalls auf die nächste spannende Runde …
Aller Anfang ist schwer, doch wenn man nicht anfängt, bleibt man da wo man ist … So ungefähr fühlte ich mich am Samstag. Wieder einmal aufstehen, denn ich hatte mich für den 1. SZENECUP Neumarkt in Hilzhofen überreden lassen.
Die letzten Wochen habe ich wenig gespielt, teils weil ich zeitlich anders eingebunden war und weil ich mit Schmerzen an meinem rechten Ellbogen kämpfe. Ich fuhr also mit gemischten Gefühlen nach Hilzhofen und das schlechte Wetter mit Regen und Kälte tat sein Übriges dazu. Beste Voraussetzungen also ein Golfturnier zu spielen …
Trotz dieser “Widrigkeiten” schlug ich gute Bälle auf der Driving Range ab. Jetzt ging es wieder um die Entscheidung, was ziehe ich an. Regenklamotten oder doch nicht, wie viele Pullover usw. Nach der Anmeldung überpünktlich zum Start und wieder einmal die Entscheidung 3er Holz oder doch 5er Eisen beim Abschlag
Ich entschied mich für die sichere Variante, d.h. 5er Eisen. Und los ging´s mit meinem netten Flight. Der Abschlag war OK und ich kam gut ins Turnier. Doch es wurde nasser und kälter und mir ging auf der Bahn mein Schwung verloren. Trotz optimaler Regenkleidung (Danke an den netten Berater vom Golfhouse Nürnberg) war es mir eindeutig zu kalt.
Und nachdem mir vor Nässe auch noch der Schläger beim Schlag aus der Hand rutschte war das Turnier für mich definitiv kein Spaß mehr … Aber egal, was sollte ich tun? Aufhören, rummotzen, Schläger schmeißen? Nööö, hilft ja nix und zieht einen nur selbst runter.
Gottseidank gab´s nach dem 9 Loch eine nette Fairway Bar, wo man Energie und ähnliches
tanken konnte. Danach ging es besser! Es waren immer noch ärgerliche Bälle dabei, insbesondere wenn der Schlag gut war, doch man danach den Ball einfach nicht mehr gefunden hat und einen Strafschlag bekam.
Ich verlor an diesem Tag “gefühlte” 20 Bälle … letztendlich waren es dann doch nur 4-5. Für mich war es wichtig Ruhe zu bewahren und Ausreden für mein schlechtes Spiel zu vermeiden. Das ist mir weitgehend gelungen. Sicherlich war ich über viele meiner Golfschwünge “not amused”.
Aber ich weiß jetzt, voran ich weiter arbeiten muss. Jammern und Ausreden helfen mir da wenig und als guter Golfer muss ich auch bei schlechtem Wetter vernünftig spielen können, doch für mich war es wichtig einen Anfang gemacht zu haben und die Erkenntnis, dass man trotz verlorene Bälle seinen HCP spielen kann.
Wenn der Ball geschlagen ist, kannst du nichts mehr tun!
Manchmal gibt es Tage, wo einen die Überraschungen regelrecht überraschen und man dann erst einmal sein Glück sortieren muss.
So erging es mir mit einer Einladung am Wochenende auf den Golfplatz “Golfclub am Habsberg e.V.” nähe Neumarkt. Dieser Golfplatz gilt als einer der schönsten Golfplätze in Deutschland (und das zurecht!!!) und wurde von mir immer etwas mit “Ehrfurcht” betrachtet.
Ich überlegte daher ca. 5 Sekunden, ob ich mich auf diesen Golfplatz überhaupt traue und wenn ja, ob ich den Mut und die Nerven habe, die langen Bahnen entspannt spielen zu können. Doch gemäß meinem Motto: “no risk – no fun” sagte ich zu, um mich danach zu fragen, was mache ich jetzt schon wieder, denn bis dato war ich immer nur am Kurzplatz golfen …
Aber man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben und mentalen Herausforderungen! Also überlegen was ich alles mitnehmen muss, rausfahren und erst einmal auf der Driving Range Bälle zur Beruhigung abschlagen. Nachdem die ersten Schläge OK waren, ging ich mit einem guten Gefühl an Start.
Ebenso wichtig für einen guten Start sind auf jeden Fall die anderen Flight-Partner, denn es gibt nix schlimmeres als auf den Platz zu gehen und mit Golfern zusammenspielen zu müssen, die unterschiedliche Auffassungen vom Sport haben. Angefangen vom übertriebenem Ehrgeiz, Ungeduld, und/oder Geltungsdrang.
Dies macht jedoch das Golfen auch so spannend und interessant, denn ich weiß nie mit wem ich in einem “fremden Flight” auf dem Platz stehe. Und?! Ich persönlich habe nur gute Erfahrungen gemacht, so auch am Sonntag in Habsberg. Ich durfte also mir drei netten Herren an den Start gehen, die alle ein wesentlich niedrigeres Handicap hatten als ich.
Aber egal, da musste ich jetzt 18 Löcher lang durch! Wir alle wissen, dass der Beginn für das Spiel entscheidend sein kann, zumindest bilden sich das viele Golfer ein. Ich habe mich mit dieser Thematik die letzten Wochen intensiv und mit Erfolg auseinandergesetzt, so dass ich mittlerweile “entspannt” und mit nur ein bisschen “Anfangsnervosität” abschlagen kann.
Was mir jedoch echte Sorgenfalten auf die Stirn trieb, waren die “Hölzer” der Herren, denn mit diesem Schläger stehe ich noch auf Kriegsfuß, d.h. ich schlage sicherheitshalber mit einem “5er Eisen” ab. Doch Gottseidank hatte ich Andreas dabei, der mich beruhigte und mir mit vielen guten Tipps beiseite stand.
Anfänglich habe ich mich daher erst mal selber sortiert und mich mit den langen Bahnen angefreundet, so dass ich das Spiel nicht unnötig verzögert habe. Eine Aufgabe, die man unbedingt positiv kombinieren sollte, sonst gerät man schnell in eine “Grübelspirale” und dann wird es möglicherweise schwierig wieder herauszukommen.
Hierfür sollte man immer einen persönlichen Notfallplan parat haben. Mein Plan ist das “persönliche Vertrauen”, d.h. ich weiß, dass ich jederzeit nach einem schlechten Schlag auch wieder einen guten Schlag “schlagen” kann. Denn auch gute Golfer – wie in meinem Flight – haben schlechte Schläge, es ist nur eine Frage wie man damit umgeht!
Und man sollte sein Können immer in der richtigen Relation sehen! Ich kann und darf nicht mein jetziges Handicap mit anderen Golfern, wie z.B. mit meinen Flight-Partnern, vergleichen. Das hätte mich bereits am Abschlag demotiviert! Das macht aber auch den Reiz aus, denn man spielt nicht gegen den anderen, sondern immer für sich und sein eigenes Handicap.
Auch wenn ich an diesem Sonntag nicht meinen besten Golftag hatte, so habe ich in Habsberg meine Angst vor große “Golfplätze” verloren. Denn es ist die Vorstellung in unserem Kopf und der Fokus darauf, die uns an so mancher “selbstgemachten Hürde” scheitern lässt.
Wir sollten daher immer einen Blick auf unser eigenes Bild und den Fokus “werfen”, um uns Hürden und Hindernisse zu ersparen oder lernen damit souveräner umzugehen. Meine Hürde war die Angst vor langen Bahnen! Ich habe immer noch Respekt davor, doch weiß ich jetzt, was ich dafür tun muss und wie ich damit umgehen kann. JEP!
Wer also immer wieder mit dem gleichen Schicksal hadert, wie z.B. Probleme beim Abschlag, den zweiten Schlag “immer” verschlägt
, Unkonzentriertheit ab einer bestimmten Bahn, sofort mit Gott und der Welt bei einem (!) schlechten Schlag hadert, und, und, und … Derjenige sollte sich NICHT damit abfinden, dass das so ist, sondern sich aktiv mit dem Thema auseinandersetzen. “Gefahr erkannt – Gefahr gebannt!”
Denn wir alle wollen Golf spielen und Spaß dabei haben, oder?
Let´s swing!
PS: Ein herzliches Dankeschön an Andreas, das ich mitspielen durfte und für die super Tipps inkl. Beruhigung auf den langen Bahnen … Dankeschön auch an Franz und Robert für den entspannten Flight!
Golf Club Am Habsberg
Zum Golfplatz 1
92355 Velburg-Unterwiesenacker
Tel. 09182 / 931 91-0
www.gc-amhabsberg.de
Bilder vom Golfen von www.barbara-kraske.de
Früh aufgestanden, gut gefrühstückt und dann mal los zu meinem ersten Golf-Turnier dieses Jahr. Meinen Golfschwung habe ich wieder gefunden, mein Ziel für dieses Turnier ist mit Handicap 36 auch festgelegt und eigentlich bin ich guten Mutes … Aber mit dem Mut ist das so eine Sache!
Da fährt man quietschfidel von zuhause weg und kommt voller Zweifel am Golfplatz an, weil einem auf dem Weg sämtliche geschlagenen schlechten Bälle plötzlich in den Sinn kommen. Von wegen Positives Denken! Ich finde es immer wieder ernüchternd, wie man sich selbst in eine negative Grübelspirale manövrieren kann …
Doch genau diese Grübelei hindert uns daran, gute Leistungen zu bringen. Man kommt also “irritiert” nach der Autofahrt am Golfplatz an und mit dieser Unsicherheit schlägt man seine Übungsbälle ab. Schlägt man die ersten Bälle gut, so ist der Anfang des Golfturniers mehr oder weniger gerettet.
Doch startet man gleich mit schlechten Bällen, so bestätigt man sein eigenes negatives Denken. Und dann geht man mit dieser Unsicherheit ins Turnier! Herzlichen Glückwunsch! Denn hier entscheidet der Kopf und nicht das Können über die eigene Leistung …
Und was noch erschreckender ist: Wie will ich meinen bestmöglichen Golfschlag abrufen, wenn mein Kopf sagt, “Das wird doch heute sowieso nix?!” Also weg von der Grübelei hin zur eigenen positiven Motivation. Doch wie genau vertreibe ich den “Drachen der Grübelei”?
Hier ist der Weg das Ziel und dieser Weg ist bei jedem Sportler anders. Sofern sich der Sportler nicht coachen lässt, hilft nur “TRY & ERROR”, d.h. man bringt sich selber bei, sich positiv zu beeinflussen. Wichtig dabei ist es, den Fokus auf positive Erlebnisse zu richten, sei es z.B. auf gelungene Abschläge, Putts, o.ä. in Verbindung mit einem “realistischen Blick” auf das eigene Können.
Dieser vermeintlich “realistische Blick” darf jedoch nicht mit einem Wunschgedanken verwechselt werden. Es hilft wenig, z.B. die Bälle gut abschlagen zu können, aber schlecht beim Putten zu sein. Da ist ein Handicap unter 20 eventuell schwierig zu erreichen.
Übrigens … es ist für einen selber wesentlich entspannter seine eigene Leistung richtig einschätzen zu können. Denn mit dieser Sicherheit, kann man sein Können jederzeit abrufen. Falls dies nicht gelingt, ist es dann einfacher Ursachenforschung zu betreiben, denn der Fokus richtet sich auf die Golftechnik und weniger auf die eigene Emotionalität (=persönliches Gedankengut).
Mit dieser Erkenntnis bin ich voller Erwartung am Golfplatz angekommen und habe mich in keinster Weise irritieren lassen, dass mein “Aufwärmprogramm” – bedingt durch die vielen Golfer – anders war als sonst. Ich gebe jedoch offen zu, dass ich nervös war, insbesondere als auch noch mein Golflehrer am Abschlag stand.
Doch was ändert das an der Situation, dass ich mit meinem Können abschlagen muss? Nichts! Mir war dies noch nie so bewusst wie bei diesem Turnier. Also ran, abschlagen und gut ist es … Es lief an der ersten Bahn hervorragend, dagegen an der zweiten Bahn schlecht.
Die Ursache war schnell erkannt, denn meine Euphorie ließ mich hektisch werden und das ist beim Golf ganz schlecht. Also tief Luft holen und runter kommen, danach fand ich schnell wieder zu meinem Schwung. Hinzukommt, dass ich aufgehört habe jeden schlechten Golfschlag negativ zu bewerten und dies als persönliche Niederlage zu empfinden.
Dieser Umgang mit mir selbst hat mir eine emotionale Erleichterung verschafft und definitiv mehr Spaß am Golf. Sicherlich sind schlechte Bälle ärgerlich, doch sie gehören zu der eigenen Golf-Entwicklung einfach dazu. Und Können kann sich am besten in einem positiven Umfeld entwickeln.
Realistisch gesehen, war mein erstes Turnier super gespielt, auch wenn ich mein Ziel nur knapp mit Handicap 37 verfehlt habe. Doch wenn ich ehrlich bin, habe ich mir die 36 “eingebildet”, weil auf Sylt (mein nächster Urlaub) angeblich alle Plätze erst ab Handicap 36 zu spielen sind. Wunschgedanke – Realismus – Motivation – Umsetzung – Ziel …
Let´s swing and have fun!
