Artikel-Schlagworte: „Kommunikation“
Die Aussage “Leiden ist leichter als lösen” von Bert Hellinger kommt mir die letzten Tage immer wieder in den Sinn und beschäftigt mich im “Geiste”. Meistens haben solche Gedanken mit meinem Umfeld zu tun oder mit welcher Thematik ich mich gerade “konfrontiert” fühle …
Häufig sind solche Gedanken nur der Auslöser für eine Kette an neuen Überlegungen und Betrachtungsweisen, die letztendlich ganz andere Sichtweisen auf altbekannte Themen offenbaren. Manchmal sind es dann nicht nur Themen, sondern auch Menschen, die einer kritischen Zensur “unterworfen” werden.
Wer sich auf Dauer selbstkritisch mit seiner eigenen Persönlichkeit auseinandersetzt und konsequent weiter entwickelt, wird möglicherweise feststellen müssen, dass das Umfeld nicht immer positiv auf Veränderung reagiert. Und das betrifft alle Bereiche des Lebens, egal ob in Beziehung, Freundschaft, Sport oder Beruf!
Spätestens hier trennt sich die “Spreu vom Weizen”, d.h. der Erfolgreiche vom weniger Erfolgreichem. Wer einen Lebens-Traum und ein Ziel hat, muss diesen auch zielstrebig und beharrlich verfolgen. Egal welche Widerstände sich einem Entgegenstellen …
Und das ist wohl einer der größten Herausforderungen im Leben! Das Gefühl zu entwickeln, wer ist einem wohlgesonnen und wer tut nur so. Sicherlich hat jeder seine Gründe für sein Verhalten, doch so mancher Zeitgenosse argumentiert gerne unter dem Deckmäntelchen “Ich meine es doch nur gut für DICH!”
Können wir wirklich entscheiden, was für andere gut oder schlecht ist? Oder anders gefragt, kann mein Umfeld für mich entscheiden? NEIN und doch bewerten wir tagtäglich Entscheidungen anderer und / oder lassen uns von anderen beeinflussen und so manches Mal von unserem Lebens-Ziel abbringen.
So mancher rechtfertigt sich noch dafür, doch im Laufe der Zeit passt man sich dem allgemeinem Strom der Bequemlichkeit an und hört auf für sich selbst zu kämpfen. Eines Tages wacht man dann plötzlich mit den Gedanken auf “Ich wollte doch schon immer mal!” Frei nach dem Motto: “Heute beginnt der Rest deines Lebens!”
Video von youtube
Heute beginnt der Rest deines Lebens von Udo Jürgens (1998)
Und was wolltest DU schon immer tun?
Fang jetzt damit an!
25 Jahre Berufserfahrung und über 30 Jahre Sport, da kommt im Laufe eines Lebens ganz schon viel Wissen und Erfahrung zusammen. Hinzu kommen einige unschöne Erlebnisse, wie Mobbing, Burnout, Abstiege im Sport, Verletzungen, Unfälle, Lebenskrisen und was das Leben für einen noch so parat hält.
Ergänzt und gewürzt wird dies mit vielen Gesprächen und Geschichten anderer Menschen, die einem im Leben begegnen und begleiten, sei es in Familie, im Beruf oder im Sport. Das hat mein Leben bereichert und folglich auch geprägt! Und rückblickend, muss ich feststellen: “Ich hatte schon immer einen Faible für die Lebensgeschichten anderer Menschen!”
Wahrscheinlich war das meine persönliche “Strategie” als Kind und Jugendliche einigermaßen vernünftig durchs Leben zu kommen. Ich war nicht hübsch, viel zu schüchtern, aber sportlich. Was macht man in solchen Fällen? Man bleibt in der Ecke sitzen oder macht sich zum Kasper für andere.
Ich habe damals den Kasper in Kombination mit dem “Leistungssport” gewählt, doch irgendwann geht der Kasper den anderen auf die Nerven, sprich ich musste meine Strategie ändern. Der Sport ist geblieben, doch aus dem Kasper wurde ein Zuhörer und Beobachter.
Diese Zuhörer- und Beobachterrolle ist mir geblieben und wohl einer der Bausteine, wie ich Menschen wahrnehme. Ich habe in meinen Leben viele “menschliche Geschichten” erlebt und gehört, so dass man mich nur noch selten überraschen kann. Demzufolge hat jeder Mensch seine individuellen Erfahrungen auf denen er seine (Über-)Lebensstrategie aufbaut.
Kennt man die Geschichte eines Menschen, das dazugehörige Umfeld, seine Ziele und Wünsche, so lassen sich davon mögliche Verhaltensweisen ableiten. Das ist kein Hellsehen, sondern aufmerksames Wahrnehmen und Beobachten seines Gegenübers.
Ernst gemeintes Interesse an einer Person ist sehr oft der Türöffner für spannende, offene Gespräche. Doch dieser Gedankenaustausch benötigt Zeit und die Bereitschaft auch andere Denkweisen zuzulassen. Trotz vieler Kommunikationsmöglichkeiten bleibt die eigentliche Kommunikation auf der Strecke!
Es ist etwas anderes ob ich über Smartphone mit jemanden kommuniziere oder persönlich von Angesicht zu Angesicht. Denn gerade die nonverbale Kommunikation kann ein “Empfinden” bestätigen oder entkräften. Alles andere sind häufig Spekulationen basierend auf gefährlichem Halbwissen.
Wir wissen alle selber, dass Worte nicht immer wirklich unsere Gefühle ausdrücken, oder? Und gerade im Sport brauchen wir positive Emotionen, die insbesondere durch Körpersprache ausgedrückt werden. Wer demnach wissen möchte, wie es seinem Spielerkollegen geht, der sollte dessen Körperhaltung “einnehmen” und den damit empfundenen Empfindungen “nachspüren”.
Sicherlich bedarf es hierzu ein bisschen Übung, doch die Entdeckungen können spannend und hilfreich für ein erfolgreiches Miteinander sein. Wir spekulieren viel zu viel über andere und fragen zu wenig nach! Und wenn, dann nehmen wir uns für das Gespräch häufig zuwenig Zeit!
Nehmen wir uns wieder mehr Zeit für Gespräche!
Let´s talk …
Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst,
Ein Mädchen kann das nicht.
Schau mir in die Augen, und dann schau in mein Gesicht!
Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst,
Du hast ein leichtes Spiel.
Doch ich weiß, was ich will. Drum lach nur über mich,
Denn am Ende lache ich über dich!
gesungen von Juliane Werding / geschrieben von Gunther Gabriel | 1975
Dieses Lied war in den 70igern ein Klassiker und verfolgt mich in manchen Situationen immer noch … Weniger vom tatsächlichen Inhalt, sondern mehr vom Refrain
“Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst …”
Wir denken zwischen 60.000 – 80.000 Gedanken am Tag, manchmal mehr manchmal auch weniger. Häufiger denken wir auch gleich für die Menschen in unserem Umfeld mit und interpretieren Dinge hinein, die richtig sind, aber auch völlig falsch sein können.
Dieses Interpretieren ist in vielen Situationen wichtig und wird im Sport gerne als Talent mit “antizipieren” bezeichnet. Antizipation ist demnach die “Vorwegnahme oder Erwartung eines zukünftigen Verhaltens”, siehe Wikipedia. Im Sport ist daher “Antizipation” eine wichtige Eigenschaft.
Doch wo interpretieren wir Dinge, die sich im nach hinein als völlig falsch darstellen? Wir meinen zu wissen, was der Gegenüber mit seinen Aussagen und seinem Verhalten beabsichtigt hat, ohne es wirklich zu wissen. Häufig lassen wir diese Bewertung stehen, ohne uns zu vergewissern, ob diese stimmt …
Doch genau diese persönliche Bewertung über das Tun des anderen – sei es positiv wie negativ – kann unser Handeln entscheidend beeinflussen. Deshalb sollte man nicht nur denken, sondern viel öfters nachfragen, ob das Denken auch wirklich stimmt!
Heute nur gedacht oder auch nachgefragt?!
Video von youtube.com | ZDF Theater
Juliane Werding – Wenn du denkst du denkst dann denkst du nur du denkst
Heutzutage haben wir eine Vielzahl von Kommunikationsmöglichkeiten, doch kommunizieren wir auch wirklich mehr miteinander? Ich habe mittlerweile das Gefühl das zwar mehr Informationen ausgetauscht werden, doch das “bessere Miteinander” auf der Strecke geblieben ist.
Was sind mögliche Gründe hierfür?
- Unterschiedliche Hardware-Ausrüstung (nicht jeder hat ein Smartphone)
- Mangelnde Aufgeschlossenheit und Interesse gegenüber neuen Medien
- Persönliche Kenntnisse über die Möglichkeiten von z.B. Facebook, Twitter, XING, usw.
- Unterschiedliches Online-Verhalten (nicht jeder ist dauernd online)
- Festhalten an alten Strukturen (haben wir schon immer so gemacht)
- Eigeninitiative sich zu informieren
- Vereinssitzungen, Abteilungssitzungen werden nicht besucht
- Und, und, und …
Schon allein die oben genannten Punkte reichen aus, um in einem Verein/Abteilung einen unterschiedlichen Kenntnisstand der einzelnen Mitglieder zu haben. Und selbst wenn alle Informationen auf der vereinseigenen Homepage und in Facebook stehen, heißt es noch lange nicht, dass sich die Sportler auch selbständig informieren.
Die Folge ist “gefährliches Halbwissen” verbunden mit den eigenen Befindlichkeiten und das bedeutet häufig “Ratsch und Tratsch”. Wie kann man nun dieser Problematik positiv begegnen?
- Klare festgelegte Kommunikationsstrukturen
- “Aufklärungsarbeit” durch Kommunikatoren
- Informationsveranstaltungen
- Hinweis: Sportler, Trainer, Betreuer haben auch eine “Hol-Schuld”
- Und, und, und …
Dennoch sind ALLE Mitglieder eines Vereins Teil des Ganzen und haben deshalb ihren Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten. “Habe ich nicht gewusst” darf deshalb allenfalls als Hinweis für ein Informationsdefizit gelten, jedoch nicht als Ausrede!
Holst DU schon oder redest DU nur?!
Was ist schon normal? Wer ist normal? Und wer legt dafür den Maßstab für diese Normalität fest? Ist es mit Tomaten reden normal? Wahrscheinlich nicht, oder?! Und doch werde ich nicht gleich ins Bezirkskrankenhaus eingeliefert, wenn ich das tue … Nein, es trägt eher zur allgemeinen Belustigung der Anwesenden bei.
Nun gut, jeder hat mehr oder weniger seinen eigenen Spleen und nicht jeder kann diesen gewinnbringend “verkaufen”. Und doch können gerade diese Spleene einen Menschen liebens- oder verachtenswert machen. Wie immer ist dies eine Frage der Betrachtung und vor allem der eigenen Erfahrungswerte.
Genau diese WERTE sorgen dafür in welche Schubladen wir unsere Erlebnisse stecken und wie wir in Zukunft handeln. Erlebnisse, die wir nur schwer zuordnen können oder auch nicht in unser Wertesystem passen, werden häufig als “unnormal” bewertet.
Höchstwahrscheinlich kann dies in gefährlichen Situationen hilfreich sein, doch im täglichen Leben können wir möglicherweise interessante und spannende Chancen verpassen. Vielleicht lohnt es sich daher, ab und zu sein Wertesystem zu überdenken und sich auch mit Menschen “abzugeben”, die man langweilig und doof findet.
So manches Mal wird man dadurch positiv überrascht und der eigene Horizont erweitert sich um eine weitere Schublade. Und damit die Welt ein bisschen offener und für uns selbst lebenswerter wird, benötigen wir viele, viele positive Schubladen. Wir reden so oft über Geld, vergessen jedoch häufig unsere eigenen Wertigkeiten.
Diese persönliche Wertigkeit ist gegen alles Geld der Welt NICHT aufzuwiegen! Wenn wir uns selbst viele Wert-Schubladen zutrauen und erlauben, können wir gegenüber anderen toleranter und entspannter umgehen. Doch den WERT legen wir tagtäglich selbst fest.
Wie NORMAL bist Du?
Video von youtube
Vera F. Birkenbihl – Gute Laune
Was waren das früher für Zeiten … Da nahm man noch den Telefon-Hörer in die Hand, um die Spieler zu erreichen. Heutzutage im Zeichen der Smartphones kommuniziert man am besten über Facebook. Am Anfang – ich gebe es zu –weigerte ich mich ebenfalls, mich diesem “Trend” anzuschließen. Doch durch die Anschaffung eines Smartphones wurde auch ich von den Möglichkeiten überzeugt.
Dennoch brauchte ich einige Zeit, um mich in dieser neuen Welt mit Facebook, Twitter, Xing & Co. zurechtzufinden. Mit sich schnell mal anmelden ist es leider nicht getan, denn die Voraussetzung “einigermaßen sicher” damit umzugehen, muss man definitiv selbst schaffen. Daher sollte man genau überlegen, was man mit diesen Medien “bewirken” möchte …
Für Firmen und mittlerweile auch für Vereine ist der professionelle Einsatz von Facebook fast schon Pflicht, doch muss ich mir das als Privatperson antun? Es ist alles eine Frage der Betrachtung und die Bereitschaft sich neuen Möglichkeiten zu öffnen. Doch haben wir diese Herausforderung nicht tagtäglich auch im Sport?
Um “am Ball zu bleiben” und professionell zu arbeiten, reicht es heutzutage nicht mehr aus, dass Training vor 10 Jahren zu wiederholen. Es hat sich vieles verändert, siehe nur die Spielweise der Fußballer oder Handballer an. Alles ist athletischer und schneller geworden, dass wiederum erfordert eine andere Art des Trainings als noch vor einigen Jahren.
Ebenso hat sich auch das Umfeld verändert und damit auch die Kommunikation untereinander. Man informiert sich im Internet über die Vereine, postet Neuigkeiten in Facebook oder gründet Gruppen auf Facebook, um innerhalb einer Mannschaft zu diskutieren und zu kommunizieren.
Sicherlich, letztendlich entscheidet immer das Umfeld bzw. die Mannschaft, wie man miteinander kommuniziert. Es gibt auch immer noch viele Menschen, die weder ein Smartphone besitzen noch in Facebook angemeldet sind und das wird auch noch einige Zeit so bleiben.
Eines sollten wir jedoch wissen, für die heutige Jugend ist dies Standard! Daher sollte die ältere Generation offen sein für diese Kommunikationsmöglichkeiten und sich auch damit auseinandersetzen. Man braucht nicht jeden Trend mitzumachen und mit jedem auf Facebook “befreundet” sein, doch sollte man wissen, über was geredet wird.
Bei einem sollte man sich ebenfalls im Klaren sein … Wer sein Leben so schon nicht im Griff hat, sprich Schwächen in der eigenen Organisation hat, der wird mit “social media” sicherlich auch nicht besser werden! Dies ist immer ein Mittel zum Zweck und wenn ich vorher schon keine Entscheidungen treffe, so werde ich das z.B. in Facebook auch nicht tun.
Und?! “Social media” ersetzt definitiv NICHT das Gespräch zwischen den Menschen. Es ist immer noch besser persönlich zu kommunizieren, als hunderte von Emails hin- und herzuschreiben. Gerade als Trainer ist Kommunikation immer ein Balanceakt, das Fingerspitzengefühl erfordert …
Daher sollte Persönliches auch immer persönlich besprochen werden und für Organisatorisches kann man gerne das “www” nutzen
Let´s talk!
Viele Vereine haben im Laufe der letzten Jahre ihre Jugendarbeit gewollt oder ungewollt vernachlässigt. Denn mittlerweile wird es immer schwieriger, Kinder, Jugendliche und Erwachsene für eine Sache längerfristig zu begeistern und ehrenamtliche Trainer und “Helfer” zu finden.
Die Folge davon ist, dass viele Vereine einen Mitgliederschwund haben und es schwierig ist eine gute Jugendarbeit auf Dauer zu leisten. Einige Vereine haben dies bereits vor Jahren erkannt und konnten mit “bindenden Maßnahmen” (Aktionstage, Turniere, Veranstaltungen, usw.) positiv entgegensteuern.
Des Weiteren haben sich “intelligente Vereine”, besonders in den ländlichen Gegenden, zu Spielgemeinschaften zusammengeschlossen, so dass auch hier, die geringe Zahl an begeisterten Kids und fehlenden Hallenzeiten, kompensiert werden konnte. Doch genau diese Spielgemeinschaften scheitern häufig an der Organisation und der immer noch vorherrschenden eigenen “Vereinsbrille”.
Schade! Anstatt die Synergie-Effekte und Kompetenzen der verschiedenartigen Vereine sinnvoll zu nutzen, verzettelt man sich im “täglichen Kleinkrieg” zu Lasten der Kinder und Jugendlichen. Die Zeiten haben sich geändert! Heutzutage haben die Kids Nachmittagsunterricht, kommen danach nach Hause, müssen noch Hausaufgaben machen und sollen dann noch zum Training in die Halle …
Um diese Uhrzeit ist es dann schwierig verträgliche Hallenzeiten für die Kids zu bekommen, geschweige kompetente Trainer, weil diese häufig noch beruflich unterwegs sind. In vielen Vereinen fallen daher ganze Jahrgänge aus, d.h. die Kinder und Jugendlichen, wechseln die Sportart, gehen zu einem anderen Verein oder hören – und das häufig – komplett mit dem Sport auf.
Ganz zu schweigen von den engagierten Eltern, Trainer, Funktionären, die meistens immer dieselben sind und auf Dauer auch keine Lust mehr haben sich zu engagieren. Sicherlich der Lebensrhythmus hat sich im Laufe der letzten Jahre erheblich verändert, doch viele Vereine haben hier den Anschluss verpasst!
Heutzutage will sich keiner mehr für ein Amt über mehrere Jahre verpflichten, jedoch sind viele bereit bei einem “Projekt” mitzumachen. Das hat zur Folge, dass die Struktur eines Vereins möglicherweise aufgabenbezogen gestaltet werden muss. Außerdem gibt es immer weniger Menschen, die eine Abteilung gänzlich komplett alleine “führen” wollen, da einfach Zeitaufwand und Verantwortung zu groß sind. Hier ist TEAM-Arbeit gefragt.
Dennoch braucht man für die Umgestaltung einer Abteilung kompetente engagierte Menschen, denen das bewusst ist und die sich den neuen Herausforderungen stellen. Und die sich notfalls auch über alte verfahrene Denkweisen und Strukturen hinwegsetzen, um eine zeitgerechte Modernisierung im Verein voranzutreiben.
Allen voran mit Kommunikation, die häufig im Vereinsalltag – trotz Email, Homepage und Facebook – auf der Strecke bleibt. Denn gerade diese Medien dürfen allenfalls als Unterstützung angesehen werden, jedoch nicht als alleiniges Kommunikationsmittel. Wir brauchen endlich wieder Menschen, die bereit sind Verantwortung für eine gute Sache zu übernehmen, ohne immer nachzufragen, was habe ich davon!
Gerade diese Art zu denken hat bei den Jüngeren (16 – 30 Jahre) überhandgenommen. Wo früher das Engagement als selbstverständlich angesehen wurde, wird heute das eigene Handeln vorrangig nach dem persönlichen Nutzen ausgerichtet. Und wir Älteren haben unseren Beitrag auch noch dazu geleistet. Nämlich durch …
- mangelndes Vertrauen in die Fähigkeit der Jüngeren,
- in die fehlende “Pflichtnahme” bei Aufgaben,
- und insbesondere der fehlenden Kommunikation mit- und untereinander.
Wie bei allen braucht es zum nötigen Erfolg eine gute Balance aller Beteiligten inklusive Akzeptanz derer unterschiedlichen Bedürfnisse. Ein schier unmögliches Unterfangen, oder? Doch gerade das UNMÖGLICHE ist zum Erfolg “verdammt”. Gerade die Vereine mit den Menschen, die sich dieser Herausforderung bewusst stellen und die Geduld haben, werden auf Dauer mit ERFOLG belohnt!
Positive Beispiele solcher Vereine gibt es möglicherweise nicht so viele, aber sportlich gesehen … Wer misst sich schon mit dem schlechten, oder!
Packen wir es an, auch im Sinne der Verantwortung, für unsere Kinder!
Und zwar JETZT!
Ganz zu schweigen von den engagierten Eltern, Trainer, Funktionären, die meistens immer dieselben sind und auf Dauer dann auch keine Lust mehr haben sich zu engagieren. Sicherlich der Lebensrhythmus hat sich im Laufe der letzten Jahre erheblich verändert, doch viele Vereine haben hier den Anschluss verpasst!
Heutzutage will sich keiner mehr für ein Amt über mehrere Jahre verpflichten, jedoch sind viele bereit bei einem „Projekt“ mitzumachen. Da hat zu Folge, dass die Struktur eines Vereins möglicherweise aufgabenbezogen gestaltet werden muss. Außerdem gibt es immer weniger Menschen, die eine Abteilung gänzlich komplett alleine „führen“ wollen, da einfach Zeitaufwand und Verantwortung zu groß sind. Hier ist TEAM-Arbeit gefragt.
Dennoch braucht man für die Umgestaltung einer Abteilung kompetente engagierte Menschen, denen dies bewusst ist und die sich den neuen Herausforderungen stellen. Und die sich notfalls auch über alte verfahrene Denkweisen und Strukturen hinwegsetzen, um eine zeitgerechte Modernisierung voranzutreiben.
Allen voran mit Kommunikation, die häufig im Vereinsalltag – trotz Email, Homepage und Facebook – auf der Strecke bleibt. Denn gerade diese Medien dürfen allenfalls als Unterstützung angesehen werden, jedoch nicht als Kommunikationsmittel. Und wir brauchen endlich wieder Menschen, die bereits sind Verantwortung für eine gute Sache zu übernehmen ohne immer nachzufragen, was habe ich davon!
Gerade diese Art zu denken hat bei den Jungerwachsenen (16 – 25 Jahre) überhand genommen. Wo früher das Engagement als selbstverständlich angesehen wurde, wird heute das eigene Handeln vorrangig nach dem persönlichen Nutzen ausgerichtet. Und wir Älteren haben unseren Beitrag auch noch dazu geleistet. Nämlich durch …
* mangelndes Vertrauen in die Fähigkeit der Jugend
* in die fehlende „Pflichtnahme“ von anderen Beteiligten
* und insbesondere der fehlenden Kommunikation untereinander
Und wie bei allen braucht es zum nötigen Erfolg eine gute Balance aller Beteiligten inklusive derer unterschiedlichen Bedürfnisse. Ein schier unmögliches Unterfangen, oder? Doch gerade das Unmögliche ist zum Erfolg „verdammt“! Denn gerade die Menschen in den Vereinen, die sich dieser Herausforderung bewusst gestellt haben, sind mit viel, viel Geduld, belohnt worden.
Die Literatur über Gehirnforschung hat die letzten Jahre enorm zugenommen. Es gibt viele interessante Bücher über dieses Thema. Doch dieses Buch ist für mich mit Abstand das Beste! Denn es beschreibt sehr strukturiert und vor allem verständlich unsere Art und Weise wie wir denken und “ticken”. Nach dieser Lektüre wird einem dann so manches klarer … Und in so mancher Zeile findet man sich selbst wieder, so dass zu den vielen AHA-Erlebnissen auch viele “Schmunzel-Momente” hinzukommen.
Change! Bewegung im Kopf
Ihr Gehirn wird so, wie Sie es benutzen
von Constantin Sander
Verlag: 2010 BusinessVillage
ISBN-13: 978-3-86980-013-4
Preis: 24,80 €
Kurzbeschreibung
Barack Obamas Motto Change hat Menschen angespornt und elektrisiert. Aber wie geht eigentlich Veränderung? Reichen positives Denken, den inneren Schweinehund bekämpfen und ein Motivationstraining als Schlüssel zur Veränderung aus?
Wir laufen meist noch völlig untauglichen Vorstellungen von Wahrnehmung, Lernen und Motivation hinterher. Entscheidungsprozesse in unserem Kopf funktionieren anders, als wir denken. Der Bauch dominiert den Kopf – der rational gesteuerte Homo oeconomicus ist ein Mythos vergangener Zeiten.
Veränderung kann nur gelingen, wenn wir die Grundlagen unseres Verhaltens verstehen und als Ressource nutzen. Denn das Potential, über uns selbst hinaus zu wachsen und etwas zu verändern, ist uns angeboren wir müssen es nur nutzen.
Leicht verständlich und unterhaltsam belegt Dr. Constantin Sander anhand neuster wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Neuropsychologie und Biologie wie Veränderungsprozesse in der Praxis funktionieren.
Nähere Informationen zu Constantin Sander unter www.mind-steps.de
Hier gleich bei www.seko-online.de das Buch “CHANGE! Bewegung im Kopf” (einfach auf Satz oder SEKO-Logo klicken) bestellen:
Und wieder ist ein Wochenende da! Es gibt wieder viele Wettkämpfe mit Siege, Niederlagen und vielen Statements danach, was hätte man nicht alles wieder besser machen können …
Wieso reden wir eigentlich nicht schon vorher darüber, was wir alles gut machen?! Ja, ja ich weiß! Nicht schon wieder das Wort KOMMUNIKATION! Doch! Denn ohne Kommunikation kann man keinen Wettkampf bestreiten. Trainer kommunizieren in Teambesprechungen und am Spielfeldrand, Spieler auf dem Spielfeld und auf der Ersatzbank. Häufig werden die richtigen Worte und Tonlagen gefunden, doch so manches Mal liegt man völlig daneben.
Viele Male schweigt man, um Konflikte zu vermeiden und dadurch dann zu scheitern. “Hätte ich doch gesagt!” Und wer kennt das nicht, man sagt was in einer Teambesprechung, hat aber das Gefühl, das man nur wenige mit seinen Worten erreicht.
- Was ist das ZIEL der Kommunikation?
- Wen GENAU will man damit erreichen?
- Passen die Worte meiner Aussage zu meiner KÖRPERSPRACHE?
- HÖREN mir die angesprochenen Sportler überhaupt zu?
Alles Fragen, die im täglichen Sportler- und Traineralltag auf die Dauer verloren gehen. Spannend wird es nur dann wieder, wenn der Erfolg ausbleibt und man dadurch vor neuen Herausforderungen steht! Kommunikation ist gerade im Sportler-Alltag – ein kleines zartes Pflänzchen – dass immer wieder gehegt und gepflegt werden MUSS.
Lohnt sich dieser “Aufwand”? Ja, denn Mißverständnisse, Probleme, Disharmonie können bereits im Anfangsstadium erkannt und positiv diskutiert werden. Zusätzlich ist man bei einer positiven “Kommunikationskultur” bei Schwierigkeiten schneller handlungsfähig, denn persönlichen Befindlichkeiten stehen dann nicht mehr im Vordergrund, sondern die Suche nach der Lösung für den gemeinschaftlichen Erfolg!
KOMM(unikation) LASS UNS SPIELEN!
Hör mir doch mal zu von GorditaMaria auf www.youtube.com
Was mich ja immer wieder fasziniert ist die Tatsache, dass die Menschen sich soviel mit “Maulen und Jammern” beschäftigen können. Schon vor dem Training wird gejammert und “lustvoll” darüber gesprochen, das man eigentlich keine Lust auf Training oder schlimmstenfalls Wettkampf hat.
Hallo?! Wieso kommen diese armen Sportler dann regelmäßig ins Training? Man könnte doch einfach daheim auf dem Sofa bleiben! Aber nein, da rafft man sich schon mal auf, motzt und jammert dann stundenlang vor und im Training weiter, das Alles und die Welt so schlimm ist.
Für gewöhnlich gibt es dann nette Menschen, die aus lauter Mitleid mit auf diesen “Maul-Jammer-Zug” aufspringen und somit für ein kollektives “Gruppen-Erlebnis” sorgen. Frei nach dem Motto: “Schuld sind immer die anderen!” und “Leiden ist leichter als lösen!”
Woher kommt nur diese Leidensfähigkeit unserer Gesellschaft? Wir leben in keiner Diktatur und zum Sport wird in Deutschland keiner gezwungen. Jeder kann selbstständig entscheiden, ob er Breiten- oder Leistungssport machen will, sofern er Talent hat.
Sicherlich gibt es Tage, wo man einfach keine Lust hat, weil es einem weniger gut geht oder man durch Niederlagen einfach demotiviert ist. Wir wissen jedoch alle, “nach Regen folgt stets Sonnenschein”, d.h. zum Erfolg gehört die Niederlage dazu. Denn gerade durch die Niederlage kann ich am Erfolg arbeiten.
Doch dieser Erfolg muss “erarbeitet” werden und dazu gehört nun mal das Training dazu! Also für was ist dann das “Gemaule und Gejammere” nützlich? Das ich Mitstreiter finde und im Kollektiv mich gegenseitig bemitleide? Ich habe noch kein Training im Leistungssport erlebt, wo Spieler beschlossen haben, trotz schlechter Laune nicht zu trainieren …
Viel schlimmer! Durch die negative Einstellung und die dadurch bedingte Unkonzentriertheit und Disziplinlosigkeit werden andere Mitspieler in den Strudel der “Unmotiviertheit” mit hinein gezogen. Die Konsequenz daraus ist meistens ein “schlechtes Training” und weiterhin “miese Laune”.
WOW! Herzlichen Glückwunsch! Das nenne ich Effektivität im negativen Sinn …Wie bereits erwähnt, gibt es persönlich schlechte Tage. Es stellt sich jedoch die Frage, wie gehe ich als Sportler damit um. Wichtig ist hier die klare Trennung zwischen persönlichen Problemen und der eigenen Befindlichkeit.
Bei persönlichen Problemen wäre ein möglicher nächster Schritt, die Kommunikation zwischen Sportler und Trainer ggf. auch Mannschaft. Bei Unmotiviertheit wird es dagegen schon schwieriger, denn wem kann man heutzutage schon das Reden verbieten? Und die Zeiten der Trainer-Diktatoren sind – Gottseidank – vorbei!
Häufig hilft es den Leuten die Konsequenz aufzuzeigen, was so ein “Gemaule und Gejammere” nach sich zieht. Die verschärfte Variante wäre dann … “Halt einfach die Klappe!”
Denn “Maulen kommt von Maul und Handeln von Hand!”
PS: Übrigens Sportler verstehen eine klare Ansprache und dies ist z.B. im Wettkampf dringend nötig!

