Artikel-Schlagworte: „Körperhaltung“

Kennen wir dass nicht auch?! Es läuft mal wieder nicht so richtig … Der Blick senkt sich zu Boden, die Körperhaltung wirkt “sackähnlich” und der Dialog mit sich selbst gleicht einem Streit zweier streitender Freunde!
- “Du Dödel, war doch klar, dass ich den Schlag versemmel …”
- “Ich bin zu doof, gerade auszulaufen …”
- “Nicht schon wieder diese Schieris …”
- “Ich kann keine 11m schießen!”
- “aus dem Bunker spielen, konnte ich noch nie!”
- und und und…
Kommen Dir diese Sprüche bekannt vor?!
Wir lernen überall, ob Schule und im Beruf, sei “kommunikativ und offen” für deine Mitmenschen! Für gewöhnlich sind wir dies auch. Jedoch wie gehen wir selbst mit uns um? Reden wir eher negativ oder positiv mit uns selbst?
Interessanterweise können wir unserer Umgebung, sprich Freunde, Mitspieler, etc. eher einen Fehler verzeihen als uns selbst. Und würden wir andere Mitmenschen dementsprechend bei einem Fehler “beschimpfen” oder würden wir eher aufmunternd und motivieren?
Wieso fällt es uns dann so schwer freundlich mit uns selbst umzugehen? Und was heißt überhaupt einen freundlichen Dialog mit uns selbst führen? Wichtig dabei ist: Abstand von der schwierigen Situation bekommen! Tief durchatmen und dann fangen wir nochmals einen neuen positiven Dialog mit uns selbst an.
- Sprich freundlich zu dir selbst, d.h. mit sich selbst mit einer klaren und ruhigen Stimme sprechen
- Erinnere dich an dein ZIEL und formuliere es nochmals POSITIV
- Verwende Wörter/Sätze für die Gegenwart/Zukunft und vermeide die Vergangenheit
- Nörgelt dein “2tes ICH” immer noch, dann nehme dies ernst und suche nach positiven Möglichkeiten
- Vermeide Sätze, mit “Komma ABER”, diese Sätze rechtfertigen den negativen Status, tragen jedoch nur wenig zu einer POSITIVEN Lösung bei
Sicherlich ist dies leichter gedacht, als umgesetzt und gesprochen! Jedoch schon allein, das Bewußte zuhören seines “inneren Dialoges”, ist eine neue Chance – seine Art mit sich selbst zu kommunizieren – zu verändern.
- “Au Mann, der Schlag war aber von der Technik weniger gut! Egal, ich konzentriere mich beim nächsten Schlag auf meine Technik und korrigiere meine Fußstellung!”
- “Da war wohl eine Wurzel in der Halle gelegen! GRINS Da habe ich einfach nicht aufgepaßt, kann jedem Mal passieren …!”
- “Ahja, meine Lieblings-Schiedsrichter, aber schnurzpiepegal, wenn ich mich auf mein Spiel konzentriere, dann können die Pfeifen was sie wollen!”
- und und und …
Dies klingt und fühlt sich doch wesentlich freundlicher an als die oberen Sätze, oder? Hier hat man immer die Chance zu agieren und lösungsorientiert zu handeln. Und wer hat verboten, dass man auch einmal über sich “schmunzeln” darf? Denn nichts ist entspannender als Humor und Lachen…
Daher sei FREUNDLICH und POSITIV zu Dir selbst!
Was motiviert einen zu tun, was man tut? Welche Motivation benötigt man, um erfolgreich zu sein?
Wenn ein Wunsch, ein Ziel, ein Glaube uns täglich gedanklich beschäftigt, so begleitet uns dieser immer wieder in unseren Gedanken und auf Dauer unser Unterbewusstsein. Das bedeutet, dass wir alles dafür tun diesen “Gedanken” irgendwann wahr werden zu lassen, bewusst und/oder unbewusst. Unser “Ziel-Gedanke” ist unsere Motivation alles dafür zu unternehmen und dabei weniger wichtige Dinge beiseite zu schieben.
Es gibt jedoch eine Vielzahl von Motiven und somit von unterschiedlichen “Motivationen”… Für die einen ist die Begeisterung über die eigenen Fähigkeiten eine persönliche Motivation, für andere ist die Freude über den gemeinsamen Sieg motivierend, wiederum für andere ist das Messen mit anderen das Hauptmotiv.
In meiner Jugend hatte ich immer den Wunsch einmal in meinem Leben einen Marathon zu laufen. Dieser Gedanke begleitete mich jahrelang, mal mehr mal weniger. Am Ende des Jahres 2000 war es dann soweit, ausgelöst durch eine persönliche Krise wurde dieser Wunsch so stark, dass ich mir diesen unbedingt erfüllen wollte.
Sinnigerweise habe ich zu dieser Zeit viele Menschen kennengelernt (unbewusster Fokus), so dass ich mich durch ein “Personal Coaching” unterstützen ließ. Mein erster Marathon in der Fränkischen Schweiz war für mich mit einer ca. 5h Laufzeit inkl. Infusionen im Krankenzelt, zeitmäßig ein Fiasko.
Dennoch war ich stolz, dass ich durchgehalten habe. Ein Jahr später mit vielen Entbehrungen und sehr vielen Trainingseinheiten mehr, bin ich dann den Marathon in Berlin gelaufen. In meiner Wunschzeit – unter 4h – und der Erkenntnis “wo ein Wille ist, ist ein Weg und der Erfolg!”.
Als Marathonläufer verbunden mit dem “hohen” Trainingsaufwand kämpft man häufig mit einer “Trainings-Unlust” und auch mit so manchen “körperlichen Verletzungen”. Daher ist es immer wieder eine Kunst, sich zu motivieren und mit Spaß und Freude das Training zu absolvieren. Mein damaliges Motivationsbild war der “bildliche” Zieleinlauf in Berlin, so dass ein Scheitern in meinen Gedanken keinen Platz hatte und das Ergebnis gab mir Recht.
Eine ganz andere Erfahrung habe ich als Torwart in einer Handball-Mannschaft gemacht. Vor Jahren konnten sich dort die Spielerinnen überhaupt nicht vorstellen, in eine höhere Liga aufzusteigen. Heute spielt der Verein Landesliga zwischenzeitlich sogar Bayernliga. Zurückblickend – mit meinem heutigen Wissen – muss ich schmunzelnd feststellen, dass sich der Erfolg dieser damaligen Mannschaft auf einem “Feier-Motiv” basiert, d.h. die Mannschaft feierte gerne und ausgelassen, also musste man jedes Spiel gewinnen.
Eigentlich kurios! Man muss dazu wissen, dass wir in unserem “Dorf” die einzige Mannschaft waren, die am Dorfweiher zweimal ein Zelt aufstellen durften, um die Aufstiege zu feiern. Und unsere Feiern waren immer legendär … Ergo waren die Siege immer fest verbunden mit “Party-Feiern” und folglich die Motivation für solche sportlichen Erfolge.
Als leistungsorientierter Trainer würde man wohl bei so einer Mannschaft verzweifeln. Demzufolge ist es wichtig zu wissen, welches Motiv hat jeder einzelne Spieler in einem Team und welches gemeinschaftliche Motiv folgt daraus. Stimmen daher meine Ziele mit den Motiven in der Mannschaft überein oder über-/unterfordere ich das Team? Das schwierige daran ist, dass man in einer Mannschaftsbesprechung selten das Hauptmotiv jedes Einzelnen erfährt.
Wer gibt schon gerne zu, dass einem z.B. das Feiern wichtiger als der Aufstieg ist oder das man Angst hat, bei Erfolg nur noch auf der Bank zu sitzen, weil die Leistung vermeintlich nicht ausreicht? Vor allem wie geht man als Trainer mit seiner eigenen Motivation gegenüber der Mannschaft um und nicht zu vergessen, möglicherweise mit den Erwartungen der Abteilung, des Vorstandes, des Vereines.
Hierzu macht es Sinn die wichtige Thematik der Motive/Motivation immer wieder zu hinterfragen, um diese mit sich und dem Umfeld hinsichtlich dessen abzugleichen, denn möglicherweise wird die Motivation und somit der mögliche Erfolg durch Blockaden und Glaubenssätze gedämpft und verhindert. egal ob als Einzelsportler oder als Sportler in einer Mannschaft.
Was ist DEIN Motiv?
Wo “holst” du dir DEINE Motivation?
Irgendwie ist die Werbung eines Süßwaren-Herstellers schon etwas gemein … Dieser Test basiert nämlich auf den “Marshmallow-Test von Walter Mischel” in der Zeit von 1968 bis 1974.
In diesem Experiment ging es um vierjährige Kinder, die in Einzelsitzungen jeweils ein Marshmallow mit dem Hinweis bekamen, wenn sie das Marshmallow liegen lassen, dann bekommen sie zwei davon. Wenn sie jedoch die Glocke betätigen, dann bekommen sie sofort nur das eine Marshmallow. Benutzt aber das Kind die Glocke nicht, so kam der Versuchsleiter nach 15 Minuten und das Kind bekam zwei Marshmallows.
Dieses Experiment ist heute die Basis der Entwicklungs- und Bildungsforschung, denn man hatte herausgefunden, dass Kinder, die länger warten konnten auch später im Leben meist “erfolgreicher” waren. Was hat das nun mit Sport zu tun?
Ungeduld ist beim Erlernen einer Sportart eher kontraproduktiv, d.h. man muss das “Lernen” lernen und die damit verbundenen Niederlagen “aushalten” können, ähnlich wie beim Warten in dem Marshmallow-Experiment. Wer bei jedem Problem schnell reagiert und die “Flinte ins Korn wirft”, wird dauerhaft nur mäßigen Erfolg in seinem Tun haben.
Bei Kindern heißt dies üben, üben, üben und vor allem das Lernen, wie man positiv mit Misserfolge umgeht. Im Erwachsenenalter wird es dagegen schon etwas schwieriger, da man ja über Jahre hinweg “nicht gewolltes Verhalten” trainiert hat. Häufig fällt es einem selber schon gar nicht mehr auf, wenn man in einen negativen State verfällt.
Es fehlt die Stopp-Taste und die Reset-Taste gedanklich im Kopf, damit man wieder positiv denkt und vor allem danach handelt. Das Warten auf Veränderung “versüßt” man sich mit negativen Dialogen, sogenanntem Gedankenmüll. Und dieser Gedankenmüll ist so süß, dass einem danach schlecht ist und man sich darüber ärgert.
Was tun?! Den “süßen” negativen Dialogen ein STOPP zuzurufen und sich BEWUSST körperlich positiv verändern. Haltung einnehmen und aufrichten, sich gedanklich auf Erfolge konzentrieren. Nein, das funktioniert nicht beim ersten Mal, auch nicht beim zweiten Mal, das muss man leider schon öfters machen und dann ist es möglicherweise nur ein Anfang!
Aber jeder Anfang lohnt sich!
Denn nur wer sich verändert, kann sich auch verbessern!
Daher STOPP dem Gedankenmüll…
Wer kennt das nicht …?! Talentierte Spieler, deren sportlichen Anlagen jeden Trainer und Mitspieler begeistern, doch so manches Mal auch zur Verzweiflung bringen. Ganz zu schweigen von dem Umgang mit solchen Spielern, der häufig einem Lauf mit einem rohen Ei über glühenden Kohlen gleicht.
Talentierte Spieler gibt es viele … doch nur wenige schaffen den Durchbruch, d.h. ihr Können gezielt im Wettkampf gewinnbringend ein- und umzusetzen. Folglich Talent reicht auf Dauer nicht aus! Um wirklich ein guter und erfolgreicher Sportler zu werden, benötigt man mehr, wie Fleiß, Disziplin, Durchhaltevermögen, Eigenmotivation, Kritikfähigkeit und vieles mehr …
Viele Talente scheitern jedoch beim “Scheitern”! Denn wenn es mal nicht so läuft, zerbrechen diese an ihren eignen Zweifeln und an der vermeintlichen Kritik der Umgebung, sei es durch Mitspieler, Trainer, Betreuer, Zuschauer, usw. Diese Spieler sind schnell an ihrer Körpersprache zu erkennen, introvertiert und den Blick auf dem Boden gesenkt.
“Wer gewinnen will, muss die Sterne am Himmel suchen, weniger die Pilze am Boden!” lautet daher meine Devise. Vielen Sportlern ist ihr Verhalten bewusst, doch nur wenige wollen wirklich etwas an dieser Situation ändern. Noch schwieriger wird es für den Trainer, der mit solchen Sportlern dementsprechend umgehen muss.
Kein einfaches Unterfangen, weil auch jeder Trainer seine persönliche Geschichte hat und daraus ergibt sich der Umgang mit den Sportlern im Training und Wettkampf. Die Frage was tun? Wer als Sportler als Basis ein mangelndes Selbstwertgefühl hat und viele Vorschläge jeweils als Kritik ansieht, wird nur schwer “mental” zu erreichen sein.
Sicherlich kann man als Trainer solche Spieler immer wieder “aufbauen” und “gut zureden”, doch hat dies selten dauerhaften Erfolg und noch gravierender ist die Tatsache, das ist verdammt anstrengend und schwächt den Rest der Mannschaft, zumindest im Mannschaftssport.
Notorische Zweifler fühlen sich oft vom Misserfolg bestätigt und verbinden ihr Können eher mit Glück und Zufall, als mit Talent und Training. Dies ist eine psychische Denkweise, die mit “wohlwollendem” Zureden selten minimiert werden kann, weil dahinter ganz andere Erfahrungen und Strategien stecken können.
Als Trainer kann man demzufolge solche Sportler selten “psychisch” erreichen, was also tun? Vorrangig eine Umgebung aufzubauen, wo sich alle Spieler “mental gut aufgehoben” fühlen. Dies ist folglich verbunden mit klaren Ansagen und konstruktiver Kritik an jeden einzelnen Spieler.
Wir alle kennen Lehrer aus unserer Schulzeit, die streng aber – wie heißt es so schön – gerecht waren. Bei diesen Lehren haben wir im nach hinein “am meisten” gelernt. Selten stellte dieser unsere Persönlichkeit in Frage, sondern immer das jeweilige Verhalten auch vor der Klasse. Dies war auch die Anregung unser eigenes Verhalten immer wieder zu Hinterfragen und ggf. zu korrigieren.
Wer als Trainer “klare und deutliche Worte” oberhalb der Gürtellinie spricht, macht sich sicherlich nicht nur Freunde, doch die Hierarchie und der Respekt ist einem damit sicher. Trainer müssen “Führen”! Und dieses Führen ist immer auch gekoppelt mit dem eigenen Anspruch und dem Ziel der Mannschaft oder des Sportlers.
Wenn die Mehrzahl einer Mannschaft zielorientiert vorne in der Tabelle mitspielen möchte, der Trainer jedoch zu viel Zeit in “zweifelnde talentierte Sportler” investiert, dann können daraus negative Konsequenzen resultieren. Wie immer und überall die Mischung macht den Geschmack!
Jeder hinterlässt Spuren und jeder kann selbst entscheiden ob er anderen Spuren folgt. Aber die Entscheidung dafür oder dagegen muss jeder selbst treffen, mit und ohne Talent! Daher ist es wichtig, egal ob als Trainer oder Sportler …
Welche Sterne möchtest Du vom Himmel holen!
Nun ist es also wieder soweit! Nach endlosen Dialogen mit mir selbst und die Suche nach einer passenden Motivation, bin ich nach zähem Kampf endlich wieder joggen gewesen. Und ja, es hat gedauert bis ich endlich losgelaufen bin! Was da einem alles einfällt, was man noch unbedingt tun muss …
Gut, einen klitzekleinen Vorteil habe ich gegenüber anderen: „”ch muss sowieso mit dem Hund raus!” Also Hund an die Leine und erst einmal losgegangen. Wer nach langer Zeit wieder seine Joggingschuhe schnürt, weiß was ihn erwartet und diese Erwartungshaltung lässt einen häufig im Nichtstun “verharren”.
Wieso bin ich trotzdem losgelaufen? Die Erkenntnis, dass ich momentan nicht in der Lage bin einen Ski-Hang unbeschadet hinunterzufahren! Das hat mich wieder motiviert endlich laufen zu gehen. Hinzukommt, dass wenn ich jetzt noch im Herbst anfange, habe ich weniger Probleme in die “kalte Jahreszeit” hineinzulaufen, sprich die Atemswege werden es einem danken.
Nachdem es an meinem Wohnort immer irgendwie rauf und runter geht, bin ich die ersten Steigungen schnell gegangen und sobald es flach wurde, bin ich langsam weitergejoggt. Wahrscheinlich hätte mich jeder Wanderer überholt, doch das ist mir mittlerweile egal.
Denn durch mein Marathon-Training vor einigen Jahren habe ich viel gelernt! Unter anderem Geduld und den Fokus auf sich zu richten, denn mein Gefühl und mein Laufstil ist maßgeblich für mein Wohlbefinden. Es hilft einem wenig, wenn man schnell unterwegs ist, aber danach eine Stunde zur Regeneration benötigt und dadurch die Lust am Laufen verliert.
Ja, ich weiß, aller Anfang ist schwer … Aber keiner behauptet, dass der Anfang einfach ist! Nur wird es immer leichter, wenn man langsam anfängt und danach sich steigert. Komischerweise wissen das auch alle, nur halten sich die wenigsten daran. Ich bin also mit dem Hund an der Seite los gelaufen und habe mein Tempo an meinem persönlichen Empfinden angepasst.
Und siehe da, es ging besser als erwartet. Übrigens am Anfang, habe ich nie eine Pulsuhr dabei. Der Blick darauf kann zuweilen ziemlich frustrieren und ich bin dann mehr mit den Werten beschäftigt, als dass ich mich auf mein Gefühl verlasse. Doch diese Entscheidung muss jeder für sich selbst treffen.
Ich kann daher auch nicht einmal sagen, wie lange ich unterwegs war. Und ja, zum Schluss konnte ich nicht mehr und bin schnellen Schrittes nach Hause gegangen. Daheim angekommen war ich erschöpft, aber auch stolz, dass ich ins “Handeln” gekommen bin. Als “Mental Coach” tue ich mich sicherlich etwas leichter als andere, doch “mentale Blockaden” gibt es auch bei mir … Nur weiß ich damit umzugehen!
Heute einen Tag danach, zwickt es an diversen Muskeln, aber der große Muskelkater bleibt aus, zurückbleibt ein positives Körpergefühl und die Lust nach mehr Bewegung! Wer also vor dem Winter und den “Lebkuchen und Plätzchen-Orgien” fit werden möchte, der sollte JETZT in “Bewegung” kommen, egal mit welchem Sport.
Und wer Probleme mit seiner Motivation hat, der sollte sich aktiv auf die mentale Suche nach einem Motiv machen. Bei mir war es der Skischwung auf verschneiten Pisten und herrlichen Sonnenschein …
Let´s go and swing!
PS: Nach dem Sport immer viel Trinken, da bietet sich jetzt der leckere FIT FOR FUN Tee von Tee Gschwender an.
Die letzten Tage war es um den commov-Blog etwas ruhiger. Es gab und gibt immer noch viel zu tun für mich, Urlaub hatte ich auch noch ein bisschen, so dass ich meine Aufgaben organisieren und Entscheidungen treffen musste. Wie heißt es dann so schön in schlauen Ratgebern? “Treffen Sie Entscheidungen!”
Jawohl, das habe ich getan, sprich meine Artikel für den commov-Blog mussten etwas warten. Doch wobei, wer sagt mir eigentlich, dass ich jeden dritten, vierten, fünften Tag einen Beitrag für den Blog schreiben muss? Gut, wenn man den Internet-Profis und den Suchmaschinen Glauben schenken möchte, dann sollte man am besten jeden Tag etwas “Geistreiches” veröffentlichen.
Doch wem muss ich gerecht werden? Es wäre schön, wenn viele Menschen meinen Blog lesen würden und ja, ich könnte mich sicherlich noch viel besser und mehr vermarkten, doch will ich das überhaupt? Ich selber bin schon genervt, wenn ich tagtäglich viele Informationen von immer den gleichen Firmen oder Personen erhalte.
Ich bin “Sport Mental Coach” aus Berufung, aber mache dies nicht als Beruf. Meine Existenz hängt von anderen Dingen ab, daher kann ich mich auch völlig entspannt dem Thema “Sport Mental Training & Coaching” widmen. Ich muss keinem Rechenschaft ablegen und kann viele spannende Themen von unterschiedlichen Seiten betrachten und darüber schreiben.
Und genau um dieses Schreiben geht es mir … Mir fällt eine Idee zu einem Thema ein, formuliere es im Kopf, fange an zu schreiben, um dann festzustellen, dass sich das Thema beim Schreiben verändert. Die Auseinandersetzung mit dem Thema verändert die Wahrnehmung, erweitert das eigene Wissen und befördert unterbewusste Fragen zu Tage.
Ich trainiere sozusagen mein Stellungsspiel bzw. Positionsspiel, d.h. ein Sachverhalt wird von unterschiedlichen Positionen betrachtet, mal als Spieler, dann als Trainer, als Zuschauer oder auch als Funktionär. Jede Position ist vorab erst einmal “richtig” und hat je nach eigener Befindlichkeit auch seine Daseins-Berechtigung.
Spannend ist es daher, ob das “richtig” in das Kollektiv passt? Und die Frage: Passe ich selbst überhaupt in das Kollektiv? Basis hierfür ist immer der Einzelne und der Mut zur Entscheidung für die eigenen Bedürfnisse. Mein Bedürfnis ist es, “Sport Mental Training & Coaching” den Sportlern näher zu bringen …
Ob ich jeden Tag oder nur jede Woche darüber einen Artikel schreibe, sei mir selbst überlassen, oder? Vermeintlich kluge Ratschläge von “außen” sind sicherlich in vielen Fällen interessant und hilfreich, können jedoch zuweilen auch ziemlich stressen. Und dieser Stress ist gerade beim Schreiben kontraproduktiv.
Wir lassen uns daher viel zu oft von unwichtigen Dingen ablenken und verlieren so unser Ziel – und noch schlimmer unsere eigenen Bedürfnisse – aus dem Auge. Was will ich mit diesem einem Leben – meinem Leben – TUN? Diese Frage kann nur jeder selbst für sich beantworten und danach Entscheidungen treffen …
Mach DEIN Ding!
Zurzeit überschlagen sich wieder die Meldungen und Nachrichten über Burnout. Keine Woche vergeht, wo Prominente oder Sportler ihr Burnout-Comingout bekannt geben. Burnout ist bekannt und mehr oder weniger akzeptiert. Doch wieso fühlen sich so viele Menschen “ausgebrannt”?
Die Ursachen und Folgen sind unterschiedlich und häufig ein Sammelsurium an Ereignissen, Wahrnehmungen, Befindlichkeiten über einen längeren Zeitraum. Gerade im Leistungssport ist häufig von Druck und Fremdbestimmung die Rede oder wer über Jahre im Verein tätig ist, kann davon ein Lied singen.
Auf der einen Seite kann Vereinsleben bereichernd und erfüllend sein, auf der anderen Seite kann jedoch auch die dauernde Verbindlichkeit einem die Freiheit für andere interessante Dinge “rauben”. Meistens kommt dann noch das eigene Pflichtbewusstsein hinzu, dass die dringend notwendig Stopptaste verhindert.
Wie alles im Leben… Dinge und Situationen haben immer zwei Seiten! Wer mit Spaß und positiven Engagement sich seiner Sache widmet, egal ob Sport, Musik, Kunst, Literatur, usw. wird selten ein “Burnout” erleben. Muss man sich jedoch zu einer Sache – auf Dauer – immer wieder zwingen, sollte man darüber nachdenken, ob man das “Richtige” für sich selbst tut oder ob möglicherweise einfach einmal eine Pause ratsam wäre.
Jeder Mensch hat individuelle Bedürfnisse, die erfüllt werden sollten. Dazu sollte man seine eigenen Bedürfnisse wissen, um so Defizite rechtzeitig zu erkennen und dementsprechend dagegen zu wirken. Wer auf Dauer nur anderen gerecht wird bleibt selbst auf der Strecke, egal ob Familie, Arbeit oder Sport.
Das bedeutet, wenn man dauerhaft negative Gefühle empfindet, dann entsteht ein Mangel, der sich psychisch wie physisch äußert. Gründe gibt es viele …
- Mobbing von Trainer, Spielern, etc.
- Wenig bis keine Einsatzzeiten trotz guter Leistungen
- Unter- / Überforderung
- Verletzende Kommunikation
- Zu kurze Erholungszeiten
- Keine ausgleichenden anderen Interessen
- Wenig Rückhalt von Familie und Umfeld
- Und, und, und …
Allein diese negativen Erfahrungen reichen selten aus, um z.B. Burnout gefährdet zu sein. Meistens kommt es geballt und das komplette Leben mit Familie, Arbeit und Sport gerät aus den Fugen. Es ist ein Sammelsurium, das plötzlich für einen nur sehr schwer zu “ertragen” ist.
Daher ist es so eminent wichtig, tagtäglich seine Bedürfnisse zu überprüfen, um nicht in die Tretmühle des Alltags zu geraten. Pausen und innehalten für sich selbst ist daher wichtig! Möglicherweise irritiert man damit sein Umfeld, wenn man auf die Bremse tritt …
Letztendlich ist jedoch jeder für sich selbst verantwortlich und Top-Leistungen kann man nur vollbringen, wenn man mit sich selbst und seinen Bedürfnissen “gut Freund” ist!
Stopp, sei achtsam mit DIR!
PS: Wer das Gefühl hat, seine Bedürfnisse nicht mehr zu kennen oder fremdbestimmt zu sein, sollte schnellstens professionelle Hilfe in Anspruch nehmen!
