Artikel-Schlagworte: „mentale Stärke“

Bild Glückskinder von Hermann Scherer | campus Verlag * Artikel commov-Tipp: Glückskinder von Hermann SchererWie soll man bitte ein Buch beschreiben, dass mit so vielen Wahrheiten “gespickt” ist und wovon jede Wahrheit wiederum im Auge des Betrachters liegt? Abgesehen von dem tollen Layout, inspiriert das Buch über seine eigene Chancen-Verwertung im Leben nachzudenken.

Und gerade im Sport kann die Chancen-Verwertung entscheidend über Sieg oder Niederlage sein. Wie oft hat man in Interviews gelesen oder gehört … “Wir waren zwar die bessere Mannschaft, haben jedoch unsere Chancen nicht genutzt und deswegen haben wir verloren!”

Gut, manchmal gibt es solche Tage, wo das Tor wie vernagelt erscheint. Doch die Frage ist, wie nutzen wir dauerhaft unsere Chancen, sei es im Sport oder sogar im Leben? Lernen wir daraus und wollen tagtäglich besser werden oder ergeben wir uns unserem vermeintlichen Schicksal und geben auf?!

Hermann Scherer greift genau dieses Thema in dem Buch “Glückskinder” lebendig und authentisch auf. Wir sind meistens mehr damit beschäftigt Situationen zu vermeiden, als unsere Chancen zu nutzen. Dieses teilweise jahrelange “Vermeiden” hat sich so in uns eingebrannt, dass wir den sogenannten Wald voller Möglichkeiten gar nicht mehr wahrnehmen.

Das frustriert auf Dauer ungemein und macht häufig krank. Wer raus aus dieser “Fokus-Falle” möchte, sollte unbedingt “Glückskinder” lesen. Sicherlich wird in dem einen oder anderem Punkt übertrieben, doch dieses “Übertreiben” scheucht uns aus unserer Denk-Bequemlichkeit.

Wer seinem Leben eine glücklichere Richtung geben möchte, der sollte dieses Buch lesen, aber Vorsicht … Glück kann süchtig machen!

Glückskinder
Warum manche lebenslang Chancen suchen – und andere sie täglich nutzen
von Hermann Scherer
Verlag: Campus Verlag
ISBN: 978-3-593-39349-0
Preis: 19,99 €

PS: Vielen Dank für die freundliche Genehmigung von Hermann Scherer. :-)

Detailinformationen von SEKO Fachbuchversand:
Der Fisch springt nicht an den Haken, der Fisch springt nicht an den Haken und das Reh läuft nicht vor die Flinte. Genauso will auch die Chance gejagt sein. Glückskinder wissen das. Statt darauf zu warten, dass ihnen alles Gute einfach in den Schoß fällt, setzen sie ihre Chancenintelligenz ein: die Fähigkeit, Chancen zu erkennen und zu nutzen und zwar die richtigen! Klingt banal? Warum sind wir dann nicht längst alle Glückskinder? Hermann Scherer erzählt viele Geschichten von Menschen, die Chancen in scheinbar unbedeutenden oder gar ausweglosen Situationen gesehen und ergriffen haben. Zum Beispiel von Stefan Raab, der es vom Metzgerei-Lehrling zum medialen Multitalent gebracht hat. Oder von Cliff Young, der im Alter von 61 Jahren den 875 km langen Ultra-Marathon in Overall und Gummistiefeln lief und gewann. Und Scherer macht klar, was man über Chancen wissen muss: Sie liegen nie in der Zukunft, sie pfeifen auf Regeln und sie sind so alltäglich wie das Leben!

“Die Sorte Glück, die ich meine, wenn ich von Glückskindern spreche, ist der Zustand des Glücklichseins, der nicht durch einen zufälligen Glückstreffer hervorgerufen wird, sondern durch eine Art zu leben, die einem ermöglicht, dauerhaft Chancen zu entdecken und zu nutzen. Um diese Glückskinder und ihren besonderen Chancenblick geht es in diesem Buch.”
Hermann Scherer

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Mental FIT im Kopf * Bild commov.deWer die 2. Fußball-Bundesliga verfolgt, hat sicherlich auch die Niederlage von der SpVgg Greuther Fürth gegen Düsseldorf mitbekommen. Gut, die Düsseldorfer sind seit einer gefühlten Ewigkeit ungeschlagen, doch jede Serie kann einmal reißen … Es ist daher mehr die Frage, wie Fürth verloren hat.

Wenn man gut gespielt und gekämpft, jedoch trotzdem verloren hat, dann hat man sein Bestes gegeben und die anderen waren einfach besser. Gute und bessere Leistung muss man anerkennen, nur so kann man sich auf Dauer weiter entwickeln. Was hat demnach bei diesem Spiel gefehlt?

Häufig wird Sportlern mangelnde Einstellung vorgeworfen, dies ist die einfachste Variante! Denn Sportler wollen immer gewinnen, nur wenn es weniger gut läuft, fehlen sehr oft sportliche und mentale Fähigkeiten. Der Trainer von der SpVgg Fürth, Mike Büskens hat in dem Zeitungsartikel der Nürnberger Nachrichten | Kurt Heidingsfelder | vom 29.11.2011 “Zweifel an der mentalen Stärke” geäußert.

Diese Aussage ist an sich nichts neues, doch dass der Sportler für seine eigene Charakterschulung als Berufssportler verantwortlich ist, finde ich bemerkenswert. Es reicht also nicht mehr aus, sportlich besser zu sein als andere, sondern man muss auch mental fit im Kopf sein …

Wer also Spiele gewinnen will, muss sich seinen eigenen sportlichen und mentalen Schwächen stellen, um daraus zu lernen und besser zu werden. Ein weiterer Satz aus diesem Artikel finde ich sehr treffend … “Du musst so ein Spiel gedanklich annehmen …”, d.h. egal ob Aufstiegs- oder Abstiegskampf, die Situation ist so wie sie ist!

Doch dieses “Annehmen” ist der Knackpunkt bei vielen Sportlern. Was passiert? Der Fokus ist plötzlich nicht mehr auf das “wichtige” Spiel gerichtet, sondern auf die Konsequenzen. Dann heißt es immer so schön, die spielerische Leichtigkeit ist abhandengekommen. Und eine häufige Konsequenz ist Angst. Und diese Angst frisst Seele oder die Leichtigkeit auf …

Mal ehrlich …

  • Setzt du dich mit deinen sportlichen Ängsten auseinander?
  • Wie locker bist vor einem wichtigen Spiel?
  • Freust du dich auf dem Wettkampf, oder machst du dir vor Angst in die Hose?
  • Welche mentalen Strategien hast du für dich entwickelt, die dir in schwierigen Situationen weiterhelfen?
  • Und, und, und …

Ich kenne viele Sportler, die ihrer Angst lieber aus dem Weg gehen, als dass sie sich den eigenen Dämonen stellen. Die Folge davon ist, dass häufig die vorhandene Leistung nicht abgerufen werden kann. Schade, oder?

Wie mental FIT im Kopf bist DU?

Hier klicken: Artikel von Kurt Heidingsfelder aus den Nürnberger Nachrichten vom 29.11.2011
Fürth verliert in Düsseldorf mehr als drei Punkte
Büskens äußert Zweifel an der mentalen Stärke — Neue Spieler in der Winterpause?

Bild 3d man pushing a ball up hill © DigitalGenetics - Fotolia.com Mentales Coaching im Sport wie soll das gehen? Geht! Und doch stellt sich natürlich  hier die Frage, WIE? Vergesst die Couch (passt nicht in mein Auto) … Sondern seht mentales Coaching eher als Begleitung eines Weges und diesen Weg bestimmt einzig und allein DU!

Wie kann so ein mentales Coaching aussehen?

  1. Bestandsaufnahme  => Wo brennt´s?
  2. Ziel => Wie hättest Du es gerne?
  3. Weg => Wie kommst Du zum Ziel?
  4. Ziel-Check => Ziel erreicht oder fehlt noch was?

Eigentlich ganz einfach, oder? Anstatt ein “Haupt-Thema” zu definieren und das konsequent zu “bearbeiten”, verzetteln sich viele Sportler in der Masse der Probleme. Doch damit dies nicht passiert, gibt es z.B. den Mental Coach. Bei einer guten und erfolgreichen Zusammenarbeit sorgt er dafür, dass Du am “Ball bleibst”.

Die Basis hierfür ist vorab immer eine neutrale Bestandsaufnahme, um die wirklich wichtigen Themen herauszufiltern. Es hilft wenig fünf Dinge auf einmal verändern zu wollen, d.h. das “Brenn-Thema” herausfinden und konsequent mit kleinen Schritten zum Positiven verändern.

Wie Veränderungsschritte aussehen? Die sind so vielfältig wie die Sportler und die Möglichkeiten im Coaching. Wichtig ist, es muss für den Sportler passen und sofort umsetzbar sein. Interessant dabei ist, dass kleine Veränderungen häufig auch andere Änderungen nach sich ziehen. Der Stein kommt sozusagen ins Rollen …

Wer für sich selbst schon einmal anfangen möchte, der macht hierzu eine Wahrnehmungsübung, d.h. sich selbst bewusst im Training beobachten:

  • Wann werde ich nervös?
  • Wann genau bin ich frustriert?
  • Was klappt bereits automatisch gut im Training?
  • Wie gehe ich mit Frustration um?
  • Wann genau mache ich Fehler?
  • Und, und, und …

Hier geht es weniger um eine Bewertung, sondern ausschließlich darum, zu erkennen, wann und wo es anfängt “schwierig” für einen selber zu werden. Wichtig dabei ist, “wahrzunehmen ohne selbst zu kommentieren”. Vielen Sportler wird nach so einer Übung erst einmal bewusst mit welchen mentalen Themen sie sich im Unterbewusstsein “rum ärgern”.

Dieses neue Bewusstsein kann der Start in eine erfolgreiche Veränderung des eigenen Denkens werden. Denn nur wer sich selbst über sein eigenes TUN bewusst ist, kann anfangen ungeliebte Verhaltensweisen zu verändern.

Daher immer locker am Ball bleiben … :-)

commov-Tipp: my PocketCoach MentalAls Coach ist man immer auf der Suche nach neuen Ideen und Anregungen. Schließlich kann man das Rad auch nicht neu erfinden und letztendlich ist alles schon mal dagewesen. Es ist nur die Frage, ob man dann genau zu diesem Zeitpunkt das Buch, die CD, den Film wahrgenommen hat oder der Fokus auf andere Dinge gerichtet hatte. Daher ist es immer gut ein “Werkzeug” in die Hand zu bekommen, dass an einem ab und zu wieder an Themen erinnert oder wo man nachsehen kann … “Was schlagen andere zu diesem Thema” vor?!

Ich greife hier gerne auf “My PocketCoach Mental” zurück. Das sind 100 Karten zu vielen mentalen Themen im Sport, wie

  • Mentale Wettkampfvorbereitung
  • Motivation
  • Umgang mit Stressfaktoren
  • Visualisieren
  • Emotionen & Gedanken
  • Konzentration
  • Regeneration & Entspannung

Diese Karten haben ein Loch und können mit einem Band und einem Karabinerhaken durch die Lande z.B. in der Sporttasche transportiert werden.

Ich finde diese Karten insbesondere für Kinder und Jugendliche Klasse. Denn viele Kinder und Jugendliche wissen häufig nicht mit den unterschiedlichen “Stressfaktoren” umzugehen. Da würde es super gut helfen, die unterschiedlichen Themen anzusprechen und den Kids mit “My PocketCoach Mental” an die Hand zu geben. So lernen sie mit einem einfachen Werkzeug Lösungen für Ihre akuten Themen zu suchen.

Übrigen, dass gilt natürlich auch für uns Erwachsene …

My Pocket Coach Mental, Trainingskarten
von Nittinger, Nina;
100 Trainingskarten. Schlüsselband mit Karabinerhaken zum Umhängen der Karten. Tipps und Übungen zur Verbesserung der mentalen Stärke. Die richtigen Tipps zur richtigen Zeit. 100 Ktn. 16,5 cm 565g in einer Box

Verlag: Neuer Sportverlag / Neuer Kunstverlag
ISBN 978-3-938023-57-0
Preis: 29,90 €

Kurzbeschreibung
My-Pocket-Coach ist das ultimative Tool für Athleten und Trainer, um die mentale Stärke im Training und bei Wettkämpfen gezielt zu verbessern. Athleten treffen während ihrer Laufbahn auf viele schwierige Situationen und entscheidende Momente, mit denen sie richtig umgehen müssen. Mentale Stärke spielt eine enorm wichtige Rolle, um die sportliche Leistungsfähigkeit voll ausschöpfen bzw. sie aufrecht erhalten zu können. Mit My-Pocket-Coach Mental können Athleten sich schnell wichtige Kenntnisse aus dem mentalen Bereich aneignen. Praktische Übungen helfen, die mentale Stärke gezielt aufzubauen. Im Training oder unterwegs zu Wettkämpfen gibt My-Pocket-Coach immer die richtigen Tipps für entscheidende Momente. Einfach eine individuelle Auswahl an Trainingskarten zusammenstellen, an das Schlüsselband hängen und los geht´s!

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commov-Tipp: CHANGE! Bewegung im KopfDie Literatur über Gehirnforschung hat die letzten Jahre enorm zugenommen. Es gibt viele interessante Bücher über dieses Thema. Doch dieses Buch ist für mich mit Abstand das Beste! Denn es beschreibt sehr strukturiert und vor allem verständlich unsere Art und Weise wie wir denken und “ticken”. Nach dieser Lektüre wird einem dann so manches klarer … Und in so mancher Zeile findet man sich selbst wieder, so dass zu den vielen AHA-Erlebnissen auch viele “Schmunzel-Momente” hinzukommen.

Change! Bewegung im Kopf
Ihr Gehirn wird so, wie Sie es benutzen
von Constantin Sander

Verlag: 2010   BusinessVillage
ISBN-13: 978-3-86980-013-4
Preis: 24,80 €

Kurzbeschreibung
Barack Obamas Motto Change hat Menschen angespornt und elektrisiert. Aber wie geht eigentlich Veränderung? Reichen positives Denken, den inneren Schweinehund bekämpfen und ein Motivationstraining als Schlüssel zur Veränderung aus?

Wir laufen meist noch völlig untauglichen Vorstellungen von Wahrnehmung, Lernen und Motivation hinterher. Entscheidungsprozesse in unserem Kopf funktionieren anders, als wir denken. Der Bauch dominiert den Kopf – der rational gesteuerte Homo oeconomicus ist ein Mythos vergangener Zeiten.
Veränderung kann nur gelingen, wenn wir die Grundlagen unseres Verhaltens verstehen und als Ressource nutzen. Denn das Potential, über uns selbst hinaus zu wachsen und etwas zu verändern, ist uns angeboren wir müssen es nur nutzen.

Leicht verständlich und unterhaltsam belegt Dr. Constantin Sander anhand neuster wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Neuropsychologie und Biologie wie Veränderungsprozesse in der Praxis funktionieren.

Nähere Informationen zu Constantin Sander unter www.mind-steps.de

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Bild schilderwald © Angie Lingnau - Fotolia.comAls Coach weiß man ja für gewöhnlich, wie es besser zu machen wäre … Oder? Dennoch vermag es eine gehörige Portion Überzeugungskunst, damit der eine oder andere Sportler überhaupt anfängt über seine “mentale Stärke” oder Schwäche nachzudenken. In der Zusammenarbeit mit einem Einzelsportler ist dies ja kein Problem, denn entweder macht dieser mit oder eben nicht.

In einem Team dagegen ist es schon schwieriger. Die anfängliche Euphorie ist meistens hoch und “gepuscht” durch gemeinsame positive Erlebnisse, wie z.B. einem Trainingslager. Kehrt dagegen der sportliche Alltag wieder ein, so vergisst man sehr schnell und sehr gerne die Auseinandersetzung mit seiner eigenen mentalen Situation. Außerdem gibt es ja wichtigeres, wie Technik, Kondition und Taktik.

Stimmt, diese Bereiche sind nun mal die Grundlagen für den sportlichen Erfolg, jedoch der Kopf zwischen den Schultern gehört auch dazu. Wer in seinem Leben wirklich etwas verändern möchte, braucht Disziplin, Mut und die Offenheit etwas Neues auszuprobieren.

Das Leben ist in jeder Generation einfach oder schwierig, alles eine Frage der Betrachtung, doch was machen wir jeweils daraus? Keiner möchte den Krieg erleben, doch Millionen von Menschen erleben dies tagtäglich. Wir Menschen sind Naturkatastrophen, Hunger und Krankheit ausgesetzt und meistern die unterschiedlichsten Aufgaben mehr oder weniger und schaffen es irgendwie durch´s Leben zu kommen.

Im Gegensatz zu einer existenziellen Bedrohung sind unsere sportlich mentalen Probleme doch “nur” eine kleine Herausforderung und doch schaffen es nur wenige Sportler sich genau mit dieser Herausforderung “bewusst” auseinanderzusetzen und ein deutliches JA zur Veränderung und ein JA zu sich SELBST zu sagen.

Sicherlich ist es schwierig herauszufinden, welche “mentalen Tricks” passen zu einem und wie integriere ich mentales Training täglich in meinem Sportler Alltag. Hierzu gibt es keine 100 %igen Tipps, denn manchmal ist der Weg das Ziel. So wie sich Techniken und Materialen im Laufe der Zeit verändern, so verändern sich auch Gedanken und Situationen. Doch gerade darauf kommt es an!

Durch die Vielzahl von Möglichkeiten und Informationen sind wir mehr mit der Auswahl beschäftigt, anstatt mit dem TUN. Es könnte ja noch was Besseres kommen! Und das nächste Mal machen wir sowieso alles besser … JAWOHL! So vergeht die Zeit und wieder ist eine Saison vorbei. Eine Saison mit verpassten Möglichkeiten und vielleicht Chancen …

Doch gerade das Meistern von unterschiedlichen Situationen ist die “hohe mentale Kunst”. Ich als Sportler benötige eine Vorgehensweise, die es mir ermöglicht auf verschiedene Herausforderungen bewusst und nach meinen Möglichkeiten zu handeln. Dies kann gestern im Training anders sein als heute im Wettkampf, jedoch genau diese “Flexibilität im Denken” brauche ich um souverän mit meinen “Grübelspiralen” und negativen Gedanken umzugehen.

Dieser gelassene und positive Umgang hieß früher Erfahrung heutzutage nennt man das “mentale Stärke”. Und was stärkt unser Selbstvertrauen mehr, als eine Grübelspirale auf Dauer in eine Erfolgsspirale zu verwandeln?!

Geht DEINE Spirale nach oben oder unten?

Was für eine mentale Leistung!
Wer den Weitsprung-Wettbewerb bei der Europameisterschaft der Leichtathleten verfolgt hat, konnte eine Demonstration der “mentalen Stärke” erleben.

Christian Reif hatte einen schlechten Sprung und einen ungültigen Versuch, d.h. das er nur noch einen Versuch hatte, sich für den Endkampf zu qualifizieren. Der nächste Sprung entschied also über Weiterkommen oder nach Hause fahren. Welchen Druck musste nun Christian Reif “aushalten” und alle Welt schaut gebannt auf dem Bildschirm zu.

Er traf den Balken und sprang mit 8.27cm persönliche Bestleistung und auf Platz eins! Vorerst also Zwischenziel erreicht. Welche Gedanken ihm wohl vor dem Sprung durch den Kopf gingen?

Im Endkampf das gleiche Spiel nochmals … Vor dem dritten Versuch einen schlechten und einen ungültigen Versuch. Er MUSSTE also für das Finale im nächsten Sprung über 8m springen. “Hopp oder Topp” lautete daher die Devise. Das bedeutete wieder

  • Konzentration
  • Anlauf
  • Sprung

Und?! Sensationelle 8,47m! Wieder persönliche Bestleistung und der Europameister-Titel 2010!

Was für eine Energieleistung und wie der Moderator sagte: “Er hat Nerven aus Stahl!” Oder er ist einfach gut auf diese Situation vorbereitet. Wenn man die Interviews von Christian Reif liest oder hört, so war er auch auf diese Situation mental vorbereitet. Er hat sich von einem Sportpsychologen coachen lassen, so dass er für sich genau wusste, was er in dieser “brenzligen” Situation zu tun hatte:

  • für sich einen Tunnel aufbauen
  • die äußeren Umstände ausblenden
  • sich auf den nächsten Sprung konzentrieren
  • sich seiner Stärken bewusst sein
  • Abläufe visualisieren
  • Selbst-Vertrauen in sich haben
  • und los geht’s!

Gerade bei dieser Europameisterschaft in den technischen Disziplinen hat man das Visualisieren der Bewegungsabläufe von den Sportlern deutlich im Fernsehen gesehen. Eine Paradebeispiel waren z.B. die Hochspringerinnen, die vor Ihrem Sprung genau die Schritte nochmals im Kopf “durchgegangen” sind.

Ich weiß in diesem Augenblick genau was ich zu tun habe und mein Fokus ist einzig und allein auf meine nächste Aktion gerichtet … Nur dann kann ich meine Leistung abrufen, sprich “Gut sein, wenn´s drauf ankommt!”

Die letzten Monate haben gezeigt, dass gerade die Sportler erfolgreich waren, die sich mental auf ihren Wettkampf vorbereitet haben. Sicherlich gibt es Wettkämpfe, wo es weniger gut laufen kann, jedoch weiß man dann als Sportler sehr schnell, wo die Ursache war. Mit dieser Erkenntnis kann man sich immer wieder neu auf den nächsten Wettkampf und auf das Wesentliche fokussieren.

Also … Wann fängst DU an dich mental auf deinen nächsten Wettkampf vorzubereiten?

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