Artikel-Schlagworte: „negative Gedanken“
Als Sportjournalist hat man es schon irgendwie schwer … Die Menschen wollen amüsant und geistreich unterhalten werden, ohne dass man immer wieder das Gleiche erzählt. Das ist häufig nicht einfach, wenn Sportler sich im Kampf mehr oder weniger abmühen, anstatt glanzvolle Leistungen abzuliefern.
Gerne wird dann in diesen Momenten das sogenannte Phrasenschwein bemüht, wie
- Ein Tor würde dem Spiel jetzt gut tun
- Die Spieler müssen über dem Kampf zu Spiel finden
- Das Spiel beginnt – wie immer – bei Null
- Sicher aus der Abwehr heraus
- Der Gefoulte sollte nie selbst werfen
- Er hat noch nie gegen diesen Spieler gewonnen, das ist sein Angstgegner
- Und, und, und …
Und da ist es wieder das Schreckensgespenst! Was wurde nicht alles über den “berühmten Angstgegner” geschrieben und geplaudert? Häufig wird das Verlieren mit Zahlen, Daten und Statistiken gerne noch untermauert. Doch wem hilfst? Keinem, denn umso mehr der Fokus auf “Angstgegner” gerichtet ist, umso wahrscheinlicher ist die Niederlage.
Also wie ist nun der Plan gegen solch´ einen Angstgegner, einer Angst-Mannschaft oder einer Angst-Strecke? Vorab “Angst frisst Seele auf!” Angst ist auch ein emotionaler Zustand, der in der Evolutionsgeschichte durchaus seine Berechtigung hatte, denn Angst war früher der Schutz vor dem “Gefressen werden”.
Heutzutage wird keiner mehr gefressen und zerlegt, eher verbal durch die Medien und Mitmenschen. Wie dem auch sei, wichtig ist es die Angst genau zu lokalisieren. Meistens wird die Angst pauschalisiert und damit “SEHR GROß” gemacht! Pauschalurteile sind jedoch schwieriger zu neutralisieren als einzelne “Angstpunkte”.
Daher kann es sehr hilfreich sein, Schritt für Schritt seine Emotionen zu testen. Die Frage ist: Ab wann schlägt die Emotionen in Angst um oder ab wann kann ich vor lauter negativer Emotion nicht mehr lösungs- und zielorientiert handeln? In vielen Fällen sind das einzelne Auslöser, wie
- Erster Wurf am Pfosten
- Zwei, drei Asse vom Gegner
- Selbstbewusstes Auftreten vom Gegner
- Schlechter eigener Start ins eigene Spiel
- Zahlreiche vergebene Chancen
- Ein unangenehmer Flight-Partner im Turnier
- Und, und, und …
Weil viele Spieler in diesen Momenten nicht ihre negativen Auslöser kennen und auch Probleme haben mit ihren negativen Gefühlen lösungsorientiert umzugehen, wird die ganze Situation in den “Gedanken-Topf” geschmissen und pauschalisiert. Wer sich jedoch bewusst mit den wiederkehrten Themen auseinandersetzt, hat auf Dauer eine Chance diese Angst-Dämonen zu besiegen.
Daher ist es so eminent wichtig der Angst im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge zu sehen. Wer im Keller Geräusche hört und nie der Sache auf dem Grund geht und das Licht anmacht, um nachzuschauen, wird nie in den Keller gehen. Ähnlich ist es mit negativen Situationen im Sport. Wer Emotionen auf Dauer pauschalisiert und hinnimmt, wird seine Situation nie ändern und erfolgreich werden!
Welche “Angst-Punkte” hast Du?
Wie möchtest Du Deine persönlichen Angst-Dämonen erledigen?
Kurz vor Jahresende kommt nochmals Hektik auf, da angeblich wichtige sportliche Entscheidungen anstehen. In einigen Sportarten geht es um die sogenannte Herbst-Meisterschaft, die ja eigentlich eine Winter-Meisterschaft ist. Da ja Meisterschaften immer gut sind … werden Analysen und Prognosen erstellt, auf deren Basis dann Entscheidungen getroffen werden.
Logischerweise sind “gefühlt” diejenigen im Vorteil, die um eine Meisterschaft mitspielen, doch auch dieses Gefühl kann sich sehr schnell zu einer negativen Belastung verändern. Insbesondere dann, wenn der Erfolg zu einem “Muss” wird und man die sogenannte spielerische Leichtigkeit verliert.
Alles in allem ist der Umgang mit der jeweiligen Situation ausschlaggebend für den Verlauf. Und hier trennt sich in meinen Augen auf Dauer “die Spreu vom Weizen”. Je nachdem wie Sportler, Trainer und Umfeld mit der jeweiligen – positiv wie negativ – Situation umgehen, kommt man ins Handeln oder eben nicht.
Doch viele Menschen agieren hier eher wunsch- als zielorientiert! Wir möchten “Meister” werden oder den Wettkampf gewinnen … Äh, wer möchte das nicht?! Doch was tust du dafür? Na, trainieren! Ja OK! Aber was trainierst du genau? Bist du oder die Mannschaft optimal vorbereitet?
Im Profi-Bereich erübrigt sich die Frage … Doch bereits einige Spielklassen darunter triftet der Anspruch zwischen Wunsch und Wirklichkeit ganz schön auseinander. Professionelles “Arbeiten” kann da häufig schon das vorhanden sein eines Physiotherapeuten bedeuten.
Hier ist immer die Frage welchen Anspruch hat der Sportler, die Mannschaft, der Trainer, das Umfeld. Können sich alle Beteiligten mit dem Ziel identifizieren und welche Bereitschaft hat jeder sich für dieses Ziel weiterzuentwickeln. Viele Ziele scheitern weniger am Ziel selbst, sondern an der Bereitschaft das Handeln an dem Ziel immer wieder neu anzupassen.
Da wird dann gerne das eigene Tun und die persönliche Art als Manifest definiert, frei nach dem Motto: “Wir müssen den anderen unser Spiel aufdrängen! Was die anderen machen ist uns egal!” Das mag für eine bestimmte Spielstärke stimmig sein, doch auf Dauer ist dies wenig lernförderlich.
Die Vergangenheit hat gezeigt, dass gerade die geistig flexiblen Menschen dauerhaft erfolgreich sind. Hierzu gehört eine große Portion Neugier und die Bereitschaft immer wieder neu dazuzulernen. Und ggf. alte Meinungen und Kenntnisse über Bord zu werfen. Die Struktur ist der Rahmen und das Bild ist das jeweilige Können!
Dieses Bild kann man jederzeit verändern und dadurch “verschönern”. Hierzu benötigt man jedoch eine wertfreie Analyse auf sein eigenes Handeln. Dadurch denkt man in Lösungen und wird flexibler im Handeln. Aussagen wie “du denkst auch nur negativ” sollten daher genau betrachtet werden. Ist dies ein möglicher Hinweis für ein Problem oder was fehlt, um die Situation positiver zu gestalten.
Denke und gestalte Dir Dein eigenes Bild!
Manchmal frage ich mich schon, wo die Zeit hingekommen ist! Nach kurzem Überlegen fällt es mir dann wieder ein und macht mir bewusst, dass die Golf-Saison 2011 sich langsam dem Ende neigt … Umso gravierender ist die Tatsache: Ich war seit einem Monat nicht mehr golfen!
Gründe hierfür gibt es viele … Die Handball-Saison hat wieder begonnen und meine Wehwehchen sind anstatt weniger mehr geworden. Doch das Wetter ist zum Golfen momentan einfach zu schön, um sich durch diese “diversen Kleinigkeiten” abhalten zu lassen. Dachte ich mir und fuhr trotzdem vorsichtshalber zur Driving Range nach Altdorf, um meinen “Golfschwung” zu testen.
Da stand ich wieder einmal mit dem Schläger vor dem Ball und fühlte mich wie ein Anfänger! Doch wie oft habe ich genau diese Situation schon erlebt? Mehrmals und alle diese Momente habe ich “überlebt”! Dennoch war es spannend zu beobachten, mit welchen Gedanken und Erwartungen ich an diesen “ersten Ball” ging.
Ich schmunzelnde in mich hinein, denn wenn ich meinen Gedanken so “zuhöre”, hätte man meinen können, es geht um die “Deutsche Meisterschaft”, anstatt nur um den ersten Ball nach einer längeren Pause. Der erste Ball gelang wie immer, denn eigentlich ist und bleibt meine Problematik Konstanz ins Spiel zu bekommen.
Egal, ob nach einer Woche oder mehreren Wochen Pause. Es zeigt sich jedoch gerade an meinem persönlichem Thema, dass mein Fokus klar auf die Pause und auf meinem damit verbundener Glaubenssatz gerichtet ist: “Ich kann nicht gut spielen, wenn ich nicht trainiere.”
Kurios oder? Denn genau das Gegenteil ist bei mir der Fall. Ich spiele zwar nicht besser nach einer Pause, aber ich konzentriere mich mehr beim Golfschwung und habe dadurch weniger Fehlschläge. Doch diese Konzentration macht den Unterschied zwischen einem gutem und einem weniger guten Golfer aus.
Gerade als Anfänger ist es daher wichtig Geduld zu bewahren und wirklich jeden Golfschlag bewusst durchzuführen. Denn wenn ich nicht weiß, was ich tue, kann ich es auch nicht positiv verändern. Insbesondere bei technisch anspruchsvollen Bewegungen bzw. Sportarten.
Hinzukommt, dass man permanent seinem eigenem Kopf-Kino oder Kopf-Radio ausgeliefert ist. Ruhig dastehen sich auf den Schlag konzentrieren, dabei die Gedanken auszuschalten und sich ganz und gar fokussieren … Ist – ungeübt – verdammt anstrengend und kann zuweilen ziemlich frustrierend sein.
Ich für meinen Teil, habe wieder einmal feststellen müssen, wie viele unnötige Zweifel, Gedanken und Glaubenssätze in mir hängen, die mich von einem entspannten positiven Golfen abhalten. Und doch bin ich heute einen großen Schritt weiter gekommen …
Vier Wochen Pause sind kein “Golfuntergang”, Zweifel kann man “abschütteln” und Glaubenssätze zum “Positiven” verändern. Der Beginn ist relativ einfach: Annehmen der Situation und suchen nach passenden Veränderungen! Dies kann die Basis für die Leichtigkeit des Schwungs auf Dauer sein …
Have fun and swing!
Noch nie war es mir bewusst, so wie heute … Es gibt sie, die “gemeine Kettenreaktion”!
Ich habe es ja gewusst, doch leider bin ich wieder gnadenlos daran erinnert worden, dass ich ein “Ketten-Defizit” habe. Was ist passiert?
Ich bekam heute früh eine schlechte Nachricht und fuhr mit diesem negativen Gefühl auf dem Golfplatz. Das Wetter war gut, meinem Ischias-Nerv ging es auch wieder besser und es waren eigentlich hervorragende Bedingungen zum Golf spielen. Eigentlich! Ich hatte Zeit und wollte mich in Ruhe meinem Schlag mit dem 3er Holz widmen.
Immer noch unter dem negativen Einfluss meiner Gedanken, traf ich zwar meine Bälle mit dem Eisen doch nicht mit dem Holz. Genervt von mir selbst, da ich gestern in der Golfstunde getroffen habe, musste ich mich erst einmal selbst wieder “positiveren” und beruhigen.
Also tief durchatmen und eine Struktur in den Schlag bekommen. Und siehe da, mein strukturierter Plan funktionierte …
- Aufteen
- Sauber anlegen
- Schläger richtig in die Hand nehmen
- Stand korrigieren
- Probeschwung
- Abschlag
Das habe ich mindestens 40 Mal immer mit dem gleichem Ablauf getan. Sicherlich habe ich nicht alle Bälle getroffen, aber es ist eine Struktur an die ich mich halten kann und wo ich Ruhe reinbringe. Apropos Ruhe?! Sobald ich Ruhe in Schlag und Schwung bekam, traf ich auch die Bälle, insbesondere beim 3er Holz.
Diese Erkenntnis ist sicherlich wenig neu, doch für mich macht dies einen erheblichen Unterschied, denn gewusst hatte ich das, aber bewusst konnte ich dies bis jetzt noch nicht steuern. Denn zwischen Wissen und Umsetzung können “tausend Mauern” stehen.
Voller begeisterter Erkenntnisse ging ich gehetzt zum Abschlag auf die 9-Loch-Akademie, weil ich unbedingt vor den vielen Kindern abschlagen wollte, um auf den Platz zu kommen. So und jetzt ist mir das passiert, was ich Kettenreaktion nenne:
- Gehetzt
- Viele Kinder
- Schneller Abschlag
- 2 Bälle ins Wasser
- und danach durchatmen Konzentration und Ball auf das Green geschlagen
Ich habe mich erst einmal tierisch über mich selbst geärgert und dann ging es weiter … Selbsterfüllende negative Gedanken, Bestätigung der Gedanken, Rückfall ins alte Fahrwasser, und, und, und … Und ein schlechter Gedanke kommt selten allein! Situationen, die ich dachte, schon längst hinter mir gelassen zu haben, sind gnadenlos als Kettenreaktion wieder aufgetaucht.
Wäre ich allein am Abschlag gestanden, hätte ich locker getroffen, doch so war die “Summe der Situationen” einfach zu viel für mich in diesem Augenblick! Im nach hinein, habe ich trotzdem eine vernünftige konstante Runde gespielt, doch die Schläge einzeln gesehen, war dies ein Tag, wo ich einfach besser hätte spielen können.
Es ist doch nur Golf und nur ein Spiel?! Ja ist es … Dennoch wurde mir nochmals klar, um besser zu werden, muss man sich solchen Situationen auch bewusst stellen und lernen oder üben damit souverän umzugehen. Ich kann auf der Driving Range die schönsten und weitesten Bälle abschlagen. Es hilft mir wenig, wenn ich das auf dem Golfplatz nicht umsetzen kann!
Doch dafür brauche ich eine klare Struktur, Plan, Ritual, o.ä. den ich – egal was kommt – vor meinem Golfschlag durchführe. Sobald der Ball fliegt, kann ich nichts mehr ändern, d.h. wieder der gleiche strukturierte Ablauf. Diesen Ablauf muss man für sich passend machen und üben, üben, üben.
Möglicherweise hat dies auch etwas meditatives, aber egal wie es jeder für sich benennt … Ein strukturierter Ablauf hilft sicherlich in diesem Moment vor dem Golfschlag immer sein Bestes zu geben und externe Kettenreaktionen zu vermeiden bzw. zu stoppen.
Let´s swing!
Möglicherweise hat sich der eine oder andere Leser von commov.de schon gewundert, dass der neue Artikel so lange auf sich warten lässt … Doch genau heute seit zwei Wochen bin ich ehrlicherweise am Rotieren! Denn eine teure Abmahnung hat mich gezwungen meine kompletten Artikel zu überarbeiten.
Ich war am “mental” am Boden zerstört, denn ich habe im guten Glauben gehandelt und nicht einmal die Chance einer Korrektur erhalten. Es fühlt sich ungefähr so an, als ob man zur Weltmeisterschaft nominiert wurde und sich dann kurz vorher eine schwere Verletzung zuzog und nicht mitfahren darf.
All das gute Zureden und positive Denken hat nur noch mehr Spuren der Frustration hinterlassen und mir wurde nochmals bewusst: Ich kann zwar negative Stimmungen schnell positiv verändern, doch Situationen, die einem im tiefsten Kern treffen, kann man definitiv nicht “schön reden”!
Was das heißt? Einfach gesagt! Ein lang gehegter Urlaubswunsch ist vorerst vom Tisch und muss auf nächstes Jahr verschoben werden. Meine positive Erwartung wurde durch einen dummen Fehler meinerseits von Fremden zerstört. Klingt dramatisch? Ist es auch! Denn es war der Auftakt eine Serie …
Angefangen von Wasser in meinem Auto, einem ausgebrochenen Zahn bis zur Milchüberschwemmung in meiner Küche, etc. alles Kleinigkeiten, die mittlerweile wieder geregelt sind, doch als Paket wahnsinnig viel Kraft gekostet haben. Sicherlich hätte ich nun den Fokus nur auf das Negative richten können, doch mein Galgenhumor, die Konfrontation mit dieser Situation und insbesondere meine Freunde haben dem Schatten wieder Licht gegeben.
Auch wenn ich meinen eigenen Spruch gerade ziemlich nervig finde: “Wer weiß, für was das gut war!” So gab es die letzten Wochen auch viele positive Dinge, insbesondere die vielen freundlichen Kontakte und Emails, die durch das Einholen von Genehmigungen entstanden sind.
Trotz eines kurzen Momentes, wo ich alles hinschmeißen wollte, bin ich immer noch überzeugt, dass man seiner Leidenschaft und Berufung nachgehen sollte. Rückschläge gehören zum Leben und im Sport dazu, um immer wieder sich bewusst zu machen, wie kann ich besser werden!
Dieses “besser werden” und die Auseinandersetzung mit dieser unangenehmen Situation zwingt mich über neue Wege nachzudenken und nach anderen Möglichkeiten zu suchen. Wer besser werden will, muss sich auf den Weg machen …Egal bei was, ob im Beruf, Beziehung, Sport!
Let´s GO!
PS: Und man kann das ruhig glauben! Ich verdiene mit commov.de momentan absolut kein Geld, eher muss ich noch eines mitbringen!
Es ist immer wieder spannend, wie unser Gehirn Situationen bewertet, die relativ gleich sind. Gerade im Golf – jetzt mal abgesehen von den Witterungsverhältnissen – ist der Abschlag bei jedem neuen Spiel gleich. Das bedeutet, Schläger, Ball, Tee, Grasboden und je nach Tag unterscheidet sich die Abschlagsmarke am Abschlag, aber das Feld bleibt gleich …
Und dennoch reagiert das Unterbewusstsein unterschiedlich auf diese Gegebenheiten, denn es gibt Abschläge, die ich mag und Abschläge die mir weniger liegen. Doch allein meine daraus gewonnene Erfahrung, bewertet diese Situation und lässt mich danach handeln. Doch genau diese Bewertung macht es zuweilen so schwierig damit umzugehen.
Ist die Bewertung positiv, habe ich gewöhnlich kein Problem mit der Situation. Habe ich jedoch eine Erfahrung “negativ” gespeichert, wird es schon schwieriger sich der Situation neutral zu stellen und dementsprechend locker abzuschlagen. Das fängt bereits beim 1. Abschlag an, wenn andere Golfer hinter einem stehen, das geht mit langen Bahnen weiter und gipfelt in Panik bei Abschlägen mit Wasser in der Nähe.
Die Bahnen auf dem Golfplatz ändern sich selten, doch immer unsere Erfahrung damit! Häufig bestätigen wir uns selbst und leider meistens negativ, frei nach dem Motto: “Das habe ich gleich im Schwung gemerkt, dass das daneben geht!” Oder der Vordermann trifft den Ball nicht richtig und die anderem im Flight passen sich mit einem schlechten Schlag an …
Dabei wäre es doch so einfach … Nämlich sich ausschließlich auf seine eigenen guten Schläge zu orientieren, weniger gute Schwünge zur Kenntnis zu nehmen und schlechte Schläge einfach zu ignorieren
Doch leider ist unser Denken über Jahre hinweg vorwiegend auf das Negative programmiert, so dass wir viele positive Schläge und Verbesserungen schlichtweg übersehen. Daraus entsteht auf Dauer ein Teufelskreis, denn auf was sich unser eigener Fokus konzentriert, das wird auch in unserem Denken häufiger wiederholt.
An der Golf Akademie in Hilzhofen ist das 9. Loch von einem Wasser umgeben und die Bahn ca. 100m lang. Ich habe dieses Green letztes Jahr nur selten getroffen, denn zu viele Faktoren beeinflussten mein Spiel. Doch dieses Jahr fühle ich mich im Schwung wesentlich sicherer und ging positiv an Sache ran.
Es war jetzt nur die Frage welches Eisen. Wenn ich gut treffe, dann ist das 5er zu lang, wenn ich schlecht treffe, das 7er zu kurz. Aber wie heißt es so schön? No risk -no fun! Also 7er Eisen und drauf! Und siehe da, der Ball flog aufs Green und ich konnte ein “Par” spielen. Doch einmal ist keinmal …
Eine Woche später – mit einem positiven Gefühl – das gleiche nochmal. Der Ball flog, fast schon zu weit und ich puttete völlig überraschend zu einem “Birdie” ein. Wieder ein positives Erlebnis! Hätte ich mich durch die negativen Erlebnisse vom letzten Jahr beeinflussen lassen, hätten allein meine Gedanken den Schwung und somit das Ergebnis sicherlich negativ beeinflusst.
Im übertragenen Sinne ist unser Gehirn ein Muskel, d.h. auch diesen muss ich immer wieder trainieren! Insbesondere, wenn dieser mit zu vielen negativen Gedanken beschäftigt ist!
Let´s brain and schwing!
Gedanken-Doping … was für ein schönes Wort und so passend für den Sport! Jetzt hat ja Doping eher einen negativen Touch, doch im Hinblick auf positive Ergebnisse kann dieses “Wortspiel” eine Bereicherung für jeden Sportler sein …
Gedanken-Doping! Tagtäglich denken wir über 60.000 Gedanken, gefüllt mit
- Überlegungen
- Beschimpfungen
- Motivation
- Aufgaben
- Ideen
- Wut
- Frust
- Freude
- Und, und, und …
Diese Gedanken fallen je nach persönlicher Erfahrung und Umgang, sowie erlernten Strategien unterschiedlich aus. Positiv und / oder negativ! Die Gedanken sind völlig unabhängig von Äußerlichkeiten, wir allein ENTSCHEIDEN, was wir denken und fühlen.
So z.B. kann ich einen absolut schlechten Wettkampf haben, wenn ich einen Tag zuvor die “Liebe meines Lebens” kennengelernt habe, dann ist der Hauptfokus sicherlich auf etwas anderes gerichtet, als auf den Wettkampf.
Nun ziehen diese Gedanken – wie Wolken – durch unseren Tag, manche bleiben davon hängen und viele ziehen kommentarlos weiter … Die hängengebliebenen Überlegungen bleiben deswegen hängen, weil wir sie bewerten und in unsere persönlichen “Schubladen” einsortieren. Das tun wir zum Teil bewusst, weil wir uns erinnern und unbewusst, weil wir es schon kennen …
Diese Schubladen lassen wir dann entweder den ganzen Tag offen und sortieren weiter hinein und / oder schließen diese, weil es momentan erledigt ist. Doch die Entscheidung treffen wir einzig und allein SELBST.
Im Lauf der Jahre regeln wir den Umgang mit unseren Gedanken, basierend auf unsere Erfahrungen und Erlebnisse, weitgehend automatisch. Doch genau dieser Automatismus kann auf Dauer hinderlich sein … Insbesondere wenn der vorwiegende Teil der Gedanken eher negativ ist.
Daher sollte man immer ein kleines positives “Gedanken-Doping” in der Tasche bzw. im Kopf haben! Sozusagen der Traubenzucker für die Seele …
Was ist dein Gedanken-Doping?
Heute schon “gedanklich gedopt”?
Als Coach weiß man ja für gewöhnlich, wie es besser zu machen wäre … Oder? Dennoch vermag es eine gehörige Portion Überzeugungskunst, damit der eine oder andere Sportler überhaupt anfängt über seine “mentale Stärke” oder Schwäche nachzudenken. In der Zusammenarbeit mit einem Einzelsportler ist dies ja kein Problem, denn entweder macht dieser mit oder eben nicht.
In einem Team dagegen ist es schon schwieriger. Die anfängliche Euphorie ist meistens hoch und “gepuscht” durch gemeinsame positive Erlebnisse, wie z.B. einem Trainingslager. Kehrt dagegen der sportliche Alltag wieder ein, so vergisst man sehr schnell und sehr gerne die Auseinandersetzung mit seiner eigenen mentalen Situation. Außerdem gibt es ja wichtigeres, wie Technik, Kondition und Taktik.
Stimmt, diese Bereiche sind nun mal die Grundlagen für den sportlichen Erfolg, jedoch der Kopf zwischen den Schultern gehört auch dazu. Wer in seinem Leben wirklich etwas verändern möchte, braucht Disziplin, Mut und die Offenheit etwas Neues auszuprobieren.
Das Leben ist in jeder Generation einfach oder schwierig, alles eine Frage der Betrachtung, doch was machen wir jeweils daraus? Keiner möchte den Krieg erleben, doch Millionen von Menschen erleben dies tagtäglich. Wir Menschen sind Naturkatastrophen, Hunger und Krankheit ausgesetzt und meistern die unterschiedlichsten Aufgaben mehr oder weniger und schaffen es irgendwie durch´s Leben zu kommen.
Im Gegensatz zu einer existenziellen Bedrohung sind unsere sportlich mentalen Probleme doch “nur” eine kleine Herausforderung und doch schaffen es nur wenige Sportler sich genau mit dieser Herausforderung “bewusst” auseinanderzusetzen und ein deutliches JA zur Veränderung und ein JA zu sich SELBST zu sagen.
Sicherlich ist es schwierig herauszufinden, welche “mentalen Tricks” passen zu einem und wie integriere ich mentales Training täglich in meinem Sportler Alltag. Hierzu gibt es keine 100 %igen Tipps, denn manchmal ist der Weg das Ziel. So wie sich Techniken und Materialen im Laufe der Zeit verändern, so verändern sich auch Gedanken und Situationen. Doch gerade darauf kommt es an!
Durch die Vielzahl von Möglichkeiten und Informationen sind wir mehr mit der Auswahl beschäftigt, anstatt mit dem TUN. Es könnte ja noch was Besseres kommen! Und das nächste Mal machen wir sowieso alles besser … JAWOHL! So vergeht die Zeit und wieder ist eine Saison vorbei. Eine Saison mit verpassten Möglichkeiten und vielleicht Chancen …
Doch gerade das Meistern von unterschiedlichen Situationen ist die “hohe mentale Kunst”. Ich als Sportler benötige eine Vorgehensweise, die es mir ermöglicht auf verschiedene Herausforderungen bewusst und nach meinen Möglichkeiten zu handeln. Dies kann gestern im Training anders sein als heute im Wettkampf, jedoch genau diese “Flexibilität im Denken” brauche ich um souverän mit meinen “Grübelspiralen” und negativen Gedanken umzugehen.
Dieser gelassene und positive Umgang hieß früher Erfahrung heutzutage nennt man das “mentale Stärke”. Und was stärkt unser Selbstvertrauen mehr, als eine Grübelspirale auf Dauer in eine Erfolgsspirale zu verwandeln?!
Geht DEINE Spirale nach oben oder unten?
Wenn man sich mit “mentalem Training” beschäftigt, dann stolpert man über kurz oder lang über die Thematik der “Kinesiologie”. Was ist jedoch überhaupt “Kinesiologie” und wie kann man diese Methodik im Sport anwenden?
“Wikipedia” beschreibt “Kinesiologie” wie folgt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kinesiologie
“Die Angewandte Kinesiologie oder kurz Kinesiologie ist ein wissenschaftlich nicht anerkanntes alternativmedizinisches Diagnose- und Therapieverfahren. Die Kinesiologie beruht auf der Annahme, dass sich gesundheitliche Störungen als Schwäche bestimmter Muskelgruppen manifestieren …”
Mittlerweile wird dieser Test nicht nur bei gesundheitlichen Störungen angewendet, sondern auch im Coaching für “alltägliche Dinge” oder eben im Sport. Wer Handball-Spieler ist, hat sicherlich den Film “Projekt Gold” zur Weltmeisterschaft 2007 gesehen. Hier gibt es einen Filmausschnitt, wo “Jörg Löhr” sehr eindrucksvoll die Macht unserer positiven und negativen Gefühle und Gedanken anhand des “Kinesiologischen Armtest” demonstriert und so die WM-Mannschaft auf Ihre Aufgaben “einschwört”.
Der Test ist relativ einfach und sollte ohne Schmuck, Uhr und Handy durchgeführt werden. Als erstes macht man einen Grundtest, z.B. mit dem Namen. Dazu steht man schulterbreit entspannt auf dem Boden und sagt seinen Namen. Nun drückt z.B. der Trainer oder Betreuer den Arm des Spielers senkrecht nach unten. Nachdem dies der persönliche Name ist, sollte der Arm halten, d.h. sich nur unter sehr großem Kraftaufwand nach unten drücken lassen oder überhaupt nicht.
Als Gegenprobe gibt man nun einen fremden Namen vor, den der Spieler laut vorsagt. Nun wird wieder der Arm nach unten gedrückt. Nachdem dies ein fremder Name ist, wird sich der Arm relativ leicht nach unten drücken lassen. Übrigens Vorsicht! Je nach dem wie z.B. ein Spitzname belegt ist – sei es positiv oder negativ – kann auch hier der “Kinesiologische Test” dementsprechend ausfallen.
Nach dem Test soll nun der Sportler an eine negative Situation im Training oder Wettkampf denken und lässt sämtliche damit verbundenen negativen Gefühle zu. Je nach Wunsch hebt man nun den linken oder rechten Arm senkrecht nach oben, bleibt jedoch bei diesen negativen Gedanken. Nun erkennt man sehr schnell durch die Leichtigkeit das “nach unten drückens” des Armes wie “belastend” diese Situation ist.
Als Gegenprobe nimmt man nun ein positives Gefühl und testet wieder durch den “Kinesiologischen Test”. Mit diesem Test kann man dem Sportler deutlich machen, dass er es selbst in der Hand hat, anhand seiner Gedanken und Gefühle, welchen Verlauf ein Training oder insbesondere ein Wettkampf nehmen kann!
Eine weitere Möglichkeit ist es mit diesem Test einzelne Bereiche, wo Probleme vorhanden sind, zu testen:
so z.B. beim Golf-Abschlag (Schläger, Ausholbewegung, Umfeld, Mitspieler, Platz, usw.) , beim 11m (Abstand Torwart, Abstand Mitspieler, Schiedsrichter, Platzverhältnisse, Ball, usw.) oder beim Angstgegner (Trikots, Auftreten der Mannschaft, gegnerischer Trainer, Publikum, Statistik, usw.), oder oder oder …
Nachdem man nun mögliche Ursachen durch den Armtest oder auch O-Ring-Test “eingekreist” hat, ist es leichter Lösungen für das Problem zu finden. Aus Erfahrung ist die Ursache häufig eine Kleinigkeit, jedoch die Auswirkung ein für den Sportler “momentan unüberwindlicher Berg”.
Wie man sich nun gemeinsam mit dem Sportler der Lösung annähert, hängt von der Art und Weise des Problems ab. Ein schnelles und sehr effektives Coaching ist z.B. mit wingwave® möglich. Es gibt – wie überall – jedoch viele Wege zum Ziel!
Und diesen Weg im Coaching gestaltet der Sportler gemeinsam mit seinem Coach!
Daher mit TUN zum SIEG!
