Artikel-Schlagworte: „Selbstvertrauen“

Bild commov.de * Angstgegner was ist das?Als Sportjournalist hat man es schon irgendwie schwer … Die Menschen wollen amüsant und geistreich unterhalten werden, ohne dass man immer wieder das Gleiche erzählt. Das ist häufig nicht einfach, wenn Sportler sich im Kampf mehr oder weniger abmühen, anstatt glanzvolle Leistungen abzuliefern.

Gerne wird dann in diesen Momenten das sogenannte Phrasenschwein bemüht, wie

  • Ein Tor würde dem Spiel jetzt gut tun
  • Die Spieler müssen über dem Kampf zu Spiel finden
  • Das Spiel beginnt – wie immer – bei Null
  • Sicher aus der Abwehr heraus
  • Der Gefoulte sollte nie selbst werfen
  • Er hat noch nie gegen diesen Spieler gewonnen, das ist sein Angstgegner
  • Und, und, und …

Und da ist es wieder das Schreckensgespenst! Was wurde nicht alles über den “berühmten Angstgegner” geschrieben und geplaudert? Häufig wird das Verlieren mit Zahlen, Daten und Statistiken gerne noch untermauert. Doch wem hilfst? Keinem, denn umso mehr der Fokus auf “Angstgegner” gerichtet ist, umso wahrscheinlicher ist die Niederlage.

Also wie ist nun der Plan gegen solch´ einen Angstgegner, einer Angst-Mannschaft oder einer Angst-Strecke? Vorab “Angst frisst Seele auf!” Angst ist auch ein emotionaler Zustand, der in der Evolutionsgeschichte durchaus seine Berechtigung hatte, denn Angst war früher der Schutz vor dem “Gefressen werden”.

Heutzutage wird keiner mehr gefressen und zerlegt, eher verbal durch die Medien und Mitmenschen. Wie dem auch sei, wichtig ist es die Angst genau zu lokalisieren. Meistens wird die Angst pauschalisiert und damit “SEHR GROß” gemacht! Pauschalurteile sind jedoch schwieriger zu neutralisieren als einzelne “Angstpunkte”.

Daher kann es sehr hilfreich sein, Schritt für Schritt seine Emotionen zu testen. Die Frage ist: Ab wann schlägt die Emotionen in Angst um oder ab wann kann ich vor lauter negativer Emotion nicht mehr lösungs- und zielorientiert handeln? In vielen Fällen sind das einzelne Auslöser, wie

  • Erster Wurf am Pfosten
  • Zwei, drei Asse vom Gegner
  • Selbstbewusstes Auftreten vom Gegner
  • Schlechter eigener Start ins eigene Spiel
  • Zahlreiche vergebene Chancen
  • Ein unangenehmer Flight-Partner im Turnier
  • Und, und, und …

Weil viele Spieler in diesen Momenten nicht ihre negativen Auslöser kennen und auch Probleme haben mit ihren negativen Gefühlen lösungsorientiert umzugehen, wird die ganze Situation in den “Gedanken-Topf” geschmissen und pauschalisiert. Wer sich jedoch bewusst mit den wiederkehrten Themen auseinandersetzt, hat auf Dauer eine Chance diese Angst-Dämonen zu besiegen.

Daher ist es so eminent wichtig der Angst im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge zu sehen. Wer im Keller Geräusche hört und nie der Sache auf dem Grund geht und das Licht anmacht, um nachzuschauen, wird nie in den Keller gehen. Ähnlich ist es mit negativen Situationen im Sport. Wer Emotionen auf Dauer pauschalisiert und hinnimmt, wird seine Situation nie ändern und erfolgreich werden!

Welche “Angst-Punkte” hast Du?
Wie möchtest Du Deine persönlichen Angst-Dämonen erledigen?

Die Aussage “Leiden ist leichter als lösen” von Bert Hellinger kommt mir die letzten Tage immer wieder in den Sinn und beschäftigt mich im “Geiste”. Meistens haben solche Gedanken mit meinem Umfeld zu tun oder mit welcher Thematik ich mich gerade “konfrontiert” fühle …

Häufig sind solche Gedanken nur der Auslöser für eine Kette an neuen Überlegungen und Betrachtungsweisen, die letztendlich ganz andere Sichtweisen auf altbekannte Themen offenbaren. Manchmal sind es dann nicht nur Themen, sondern auch Menschen, die einer kritischen Zensur “unterworfen” werden.

Wer sich auf Dauer selbstkritisch mit seiner eigenen Persönlichkeit auseinandersetzt und konsequent weiter entwickelt, wird möglicherweise feststellen müssen, dass das Umfeld nicht immer positiv auf Veränderung reagiert. Und das betrifft alle Bereiche des Lebens, egal ob in Beziehung, Freundschaft, Sport oder Beruf!

Spätestens hier trennt sich die “Spreu vom Weizen”, d.h. der Erfolgreiche vom weniger Erfolgreichem. Wer einen Lebens-Traum und ein Ziel hat, muss diesen auch zielstrebig und beharrlich verfolgen. Egal welche Widerstände sich einem Entgegenstellen …

Und das ist wohl einer der größten Herausforderungen im Leben! Das Gefühl zu entwickeln, wer ist einem wohlgesonnen und wer tut nur so. Sicherlich hat jeder seine Gründe für sein Verhalten, doch so mancher Zeitgenosse argumentiert gerne unter dem Deckmäntelchen “Ich meine es doch nur gut für DICH!”

Können wir wirklich entscheiden, was für andere gut oder schlecht ist? Oder anders gefragt, kann mein Umfeld für mich entscheiden? NEIN und doch bewerten wir tagtäglich Entscheidungen anderer und / oder lassen uns von anderen beeinflussen und so manches Mal von unserem Lebens-Ziel abbringen.

So mancher rechtfertigt sich noch dafür, doch im Laufe der Zeit passt man sich dem allgemeinem Strom der Bequemlichkeit an und hört auf für sich selbst zu kämpfen. Eines Tages wacht man dann plötzlich mit den Gedanken auf “Ich wollte doch schon immer mal!” Frei nach dem Motto: “Heute beginnt der Rest deines Lebens!”

Video von youtube
Heute beginnt der Rest deines Lebens von Udo Jürgens (1998)


Und was wolltest DU schon immer tun?
Fang jetzt damit an!

Bild Glückskinder von Hermann Scherer | campus Verlag * Artikel commov-Tipp: Glückskinder von Hermann SchererWie soll man bitte ein Buch beschreiben, dass mit so vielen Wahrheiten “gespickt” ist und wovon jede Wahrheit wiederum im Auge des Betrachters liegt? Abgesehen von dem tollen Layout, inspiriert das Buch über seine eigene Chancen-Verwertung im Leben nachzudenken.

Und gerade im Sport kann die Chancen-Verwertung entscheidend über Sieg oder Niederlage sein. Wie oft hat man in Interviews gelesen oder gehört … “Wir waren zwar die bessere Mannschaft, haben jedoch unsere Chancen nicht genutzt und deswegen haben wir verloren!”

Gut, manchmal gibt es solche Tage, wo das Tor wie vernagelt erscheint. Doch die Frage ist, wie nutzen wir dauerhaft unsere Chancen, sei es im Sport oder sogar im Leben? Lernen wir daraus und wollen tagtäglich besser werden oder ergeben wir uns unserem vermeintlichen Schicksal und geben auf?!

Hermann Scherer greift genau dieses Thema in dem Buch “Glückskinder” lebendig und authentisch auf. Wir sind meistens mehr damit beschäftigt Situationen zu vermeiden, als unsere Chancen zu nutzen. Dieses teilweise jahrelange “Vermeiden” hat sich so in uns eingebrannt, dass wir den sogenannten Wald voller Möglichkeiten gar nicht mehr wahrnehmen.

Das frustriert auf Dauer ungemein und macht häufig krank. Wer raus aus dieser “Fokus-Falle” möchte, sollte unbedingt “Glückskinder” lesen. Sicherlich wird in dem einen oder anderem Punkt übertrieben, doch dieses “Übertreiben” scheucht uns aus unserer Denk-Bequemlichkeit.

Wer seinem Leben eine glücklichere Richtung geben möchte, der sollte dieses Buch lesen, aber Vorsicht … Glück kann süchtig machen!

Glückskinder
Warum manche lebenslang Chancen suchen – und andere sie täglich nutzen
von Hermann Scherer
Verlag: Campus Verlag
ISBN: 978-3-593-39349-0
Preis: 19,99 €

PS: Vielen Dank für die freundliche Genehmigung von Hermann Scherer. :-)

Detailinformationen von SEKO Fachbuchversand:
Der Fisch springt nicht an den Haken, der Fisch springt nicht an den Haken und das Reh läuft nicht vor die Flinte. Genauso will auch die Chance gejagt sein. Glückskinder wissen das. Statt darauf zu warten, dass ihnen alles Gute einfach in den Schoß fällt, setzen sie ihre Chancenintelligenz ein: die Fähigkeit, Chancen zu erkennen und zu nutzen und zwar die richtigen! Klingt banal? Warum sind wir dann nicht längst alle Glückskinder? Hermann Scherer erzählt viele Geschichten von Menschen, die Chancen in scheinbar unbedeutenden oder gar ausweglosen Situationen gesehen und ergriffen haben. Zum Beispiel von Stefan Raab, der es vom Metzgerei-Lehrling zum medialen Multitalent gebracht hat. Oder von Cliff Young, der im Alter von 61 Jahren den 875 km langen Ultra-Marathon in Overall und Gummistiefeln lief und gewann. Und Scherer macht klar, was man über Chancen wissen muss: Sie liegen nie in der Zukunft, sie pfeifen auf Regeln und sie sind so alltäglich wie das Leben!

“Die Sorte Glück, die ich meine, wenn ich von Glückskindern spreche, ist der Zustand des Glücklichseins, der nicht durch einen zufälligen Glückstreffer hervorgerufen wird, sondern durch eine Art zu leben, die einem ermöglicht, dauerhaft Chancen zu entdecken und zu nutzen. Um diese Glückskinder und ihren besonderen Chancenblick geht es in diesem Buch.”
Hermann Scherer

Tolle Bücher und noch mehr von www.seko-online.de

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Es gibt viele tolle Kalender für die unterschiedlichsten Sportarten, dazu kommen auch interessante Motivationskalender …

Doch gibt es einen Kalender über Mentalpower im Sport? Jetzt ja!

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 “Über Nacht Erfolg zu haben, braucht es jahreslanges Training.”

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Die Kraft der Gedanken * Bild commov.deKönnen wir wirklich durch unsere Gedanken Materie bewegen oder sogar die Welt verändern? Es gibt sicherlich eine Vielzahl von Vorführungen, die das angeblich beweisen, doch leider ist dies wissenschaftlich noch nicht belegt. Gibt es überhaupt die “Kraft der Gedanken”?

Irgendwie ja und nein. Möglicherweise gibt es Menschen, die es wirklich schaffen mit Gedanken Materie zu bewegen, die kenne ich jedoch leider nicht. Dagegen kenne ich Menschen, die mit ihren positiven Gedanken sich selbst und ihre Umwelt positiv stimmen.

Doch hier gibt es einen entscheidenden Unterschied. Menschen, die dies aus äußerster Überzeugung tun oder Menschen, die sich das immer wieder einreden. Was ist der Unterschied? Der Mensch aus Überzeugung ist glaubwürdiger …

Wir können viel mit einem positiven Spirit bewegen, hierfür benötigt man jedoch eine vertrauensvolle und offene zwischenmenschliche Basis mit einem gemeinsamen erstrebenswerten Ziel. Im Mannschaftssport mit sich und den anderen und als Einzelsportler mit sich selbst.

Wenn der Sportler sich seines Könnens bewusst ist, kann er mit seinen Möglichkeiten “sportliche Berge” versetzen. Doch Vorsicht! Kleinste Zweifel nagen und zerren am eigenem Selbstbewusstsein. Daher ist es wichtig zu wissen, zu was man fähig ist, um darüber hinaus zu wachsen …

Ja, der Glaube an sich und ans Team kann Berge versetzen,
aber leider noch keine Tore schießen …
Das musst Du trotzdem noch selbst erledigen … ;-)

Hierzu ein interessanter Beitrag von ZDF youtube channel
Die Kraft der Gedanken | Leschs Kosmos
von Harald Lesch

Bild 3d man pushing a ball up hill © DigitalGenetics - Fotolia.com Mentales Coaching im Sport wie soll das gehen? Geht! Und doch stellt sich natürlich  hier die Frage, WIE? Vergesst die Couch (passt nicht in mein Auto) … Sondern seht mentales Coaching eher als Begleitung eines Weges und diesen Weg bestimmt einzig und allein DU!

Wie kann so ein mentales Coaching aussehen?

  1. Bestandsaufnahme  => Wo brennt´s?
  2. Ziel => Wie hättest Du es gerne?
  3. Weg => Wie kommst Du zum Ziel?
  4. Ziel-Check => Ziel erreicht oder fehlt noch was?

Eigentlich ganz einfach, oder? Anstatt ein “Haupt-Thema” zu definieren und das konsequent zu “bearbeiten”, verzetteln sich viele Sportler in der Masse der Probleme. Doch damit dies nicht passiert, gibt es z.B. den Mental Coach. Bei einer guten und erfolgreichen Zusammenarbeit sorgt er dafür, dass Du am “Ball bleibst”.

Die Basis hierfür ist vorab immer eine neutrale Bestandsaufnahme, um die wirklich wichtigen Themen herauszufiltern. Es hilft wenig fünf Dinge auf einmal verändern zu wollen, d.h. das “Brenn-Thema” herausfinden und konsequent mit kleinen Schritten zum Positiven verändern.

Wie Veränderungsschritte aussehen? Die sind so vielfältig wie die Sportler und die Möglichkeiten im Coaching. Wichtig ist, es muss für den Sportler passen und sofort umsetzbar sein. Interessant dabei ist, dass kleine Veränderungen häufig auch andere Änderungen nach sich ziehen. Der Stein kommt sozusagen ins Rollen …

Wer für sich selbst schon einmal anfangen möchte, der macht hierzu eine Wahrnehmungsübung, d.h. sich selbst bewusst im Training beobachten:

  • Wann werde ich nervös?
  • Wann genau bin ich frustriert?
  • Was klappt bereits automatisch gut im Training?
  • Wie gehe ich mit Frustration um?
  • Wann genau mache ich Fehler?
  • Und, und, und …

Hier geht es weniger um eine Bewertung, sondern ausschließlich darum, zu erkennen, wann und wo es anfängt “schwierig” für einen selber zu werden. Wichtig dabei ist, “wahrzunehmen ohne selbst zu kommentieren”. Vielen Sportler wird nach so einer Übung erst einmal bewusst mit welchen mentalen Themen sie sich im Unterbewusstsein “rum ärgern”.

Dieses neue Bewusstsein kann der Start in eine erfolgreiche Veränderung des eigenen Denkens werden. Denn nur wer sich selbst über sein eigenes TUN bewusst ist, kann anfangen ungeliebte Verhaltensweisen zu verändern.

Daher immer locker am Ball bleiben … :-)

Glückspunkt: Sieben * Bld commov.deNach einem Gespräch mit einem guten Freund “stolperte” ich wieder einmal über die Numerologie und die Zahl 7 … Zahlen haben und hatten schon immer ihre Bedeutung und begleiten uns mehr oder weniger ein ganzes Leben lang. Und wer kennt sie nicht die Sprüche über die SIEBEN?

  • Das verflixte siebte Jahr
  • Seine sieben Sachen packen
  • Die sieben Todsünden
  • Sieben Tage hat eine Woche
  • Ein Buch mit sieben Siegeln
  • Sieben fette Jahre oder sieben magere Jahre
  • Die sieben Zwerge hinter den sieben Bergen
  • Die sieben Weltwunder
  • Und, und, und …

In den Tarot-Karten ist die Zahl sieben das Zeichen für den Wagen und somit für Veränderung und Wandel. Ebenso steht die Sieben als Symbolik für die Summe von Geist/Seele (drei) und Körper (vier). Ist die Sieben eine Schicksalszahl? Nicht mehr oder weniger als andere Zahlen …

Und doch stellt sich für mich die Frage „Leben wir in Zyklen und wenn ja sind es dann wirklich jeweils sieben gute und sieben schlechte Jahre?“ Um das letztendlich beantworten zu können, benötigt man ein Tagebuch oder Jahreszahlen, an dem wir dies messen können.

Möglicherweise benötigt man auch einfach sieben Jahre um etwas aufzubauen und von dort ab Bilanz zu ziehen: “Hat es sich gelohnt? Macht mir das wirklich Spaß, was ich gerade tue?” Veränderung ist ein stetiger Begleiter unserer Zeit geworden! Das Einzige was immer bleiben wird, sind wir selbst.

Deshalb sind wir verpflichtet, uns selbst immer wieder zu verändern, dabei uns jedoch treu und wohlgesonnen zu bleiben. Nur wer stetig an und mit seinen Wünschen, Träumen und Zielen “arbeitet”, erlebt das Leben als LEBENS-WERT!

Gib mir die SIEBEN …! ;-)

Wie wertvoll bist DU für Dich SELBST? * Bild commov.deWie viel bist Du Dir selbst WERT? Welchen SELBSTWERT empfindest Du für Dich? Was ist überhaupt mit Selbstwert gemeint? Einfach ausgedrückt … Empfindest du dich als einen “wertvollen” Menschen bzw. Sportler?

SELBSTWERT ist demnach der persönliche Eindruck oder eine Bewertung, die man von sich selbst hat. Je negativer diese persönliche Beurteilung ausfällt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass daraus “Selbstwertprobleme” auftreten, wie z.B.

“Psychische Auswirkungen”

  • Ängste
  • Panikattacken
  • Niedergeschlagenheit
  • Depressionen
  • Ärger
  • Wut

“Physische Auswirkungen”

  • Erschöpfungszustände
  • Burn-out
  • Migräne
  • Hauterkrankungen
  • Asthma
  • Schlaf- und Essstörungen

Gerade im Sport ist ein positives Selbstwertgefühl die Basis für eine gute Leistung. Wenn dieses positive Gefühl nicht für einen selbst präsent ist, wird es auf Dauer schwierig sich auf die Aufgabe zu konzentrieren und somit auch seine Leistung abrufen zu können. Ein gutes Selbstwertgefühl kann sich unterschiedlich zusammensetzen ….

  • SelbstWERT
  • SelbstVERTRAUEN
  • SelbstBILD
  • SelbstwertMAßSTAB
  • SelbstwertBESTIMMUNG
  • SelbstSICHERHEIT

Alle diese Kriterien beeinflussen unsere Persönlichkeit und formen das Bild unserer eigenen Wertigkeit. Umso negativer die Erfahrungen hier sind, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Gefühl aufkommt, “Ich bin nichts wert!”, “Ich schaffe das sowieso nicht!” oder “Ich kann das einfach nicht!” …

Wenn ich jedoch viele positive Erfahrungen sammeln durfte und gelernt habe aus Fehlern zu lernen, ist die Wahrscheinlich weitaus größer, dass nicht jede Niederlage als persönlicher Untergang gesehen wird. Es lohnt sich also darüber einmal nachzudenken …

Wie wertvoll bist DU für Dich SELBST?

Held oder Loser * Bild Jochen Horn TSV WinkelhaidSeit Tagen beschäftigt mich nun schon die Aussage, dass Torhüter Helden sein wollen … Was ist ein Held und welches Motiv treibt einen ins Tor? Ein Torwart hat sicherlich eine andere Anforderung als ein Spieler, denn er muss mental absolut fit sein. Und nicht umsonst behauptet Andreas Thiel: Der Torwart sollte der konditionsstärkste Mann/Frau am Platz sein.

Viele verwechseln jedoch diese geistige Kondition mit der physischen Kondition. Aus dieser Erkenntnis heraus sollte ein Torwart anders als ein Spieler trainieren, denn die höchste Herausforderung ist es noch in den letzten Spielminuten den entscheidenden Ball halten zu können. Dafür muss man geistig fit sein!

Und doch gehört zu einem guten Torwart mehr dazu, egal in welcher Sportart. Als Torwart muss man Niederlagen aushalten können, denn du spielst zwar in einer Mannschaft, doch wenn der Ball aufs Tor kommt, stehst DU als Torwart jedes Mal im Fokus.

Hälst du den Ball bist du der Held, lässt du einen vermeintlich haltbaren Schuss ins Tor, bist du der Loser … Dazwischen hast du viel Zeit nachzudenken! Und sei es nur mehrere Sekunden, die eine Ewigkeit dauern können. Will man daher als Torwart wirklich der Held sein?

Sicherlich gibt es Ausnahme-Torhüter, die diese charakterlichen Tendenzen haben, verbunden mit einem ausgeprägten Selbstbewusstsein. Doch bin ich der Meinung, das Held = Selbstbewusstsein nicht alleine ausreicht, um auf Dauer im Tor seine Leistung abrufen zu können.

Was macht demnach einen guten Torhüter aus?

  • Kondition
  • Flexibilität
  • Lernbereitschaft
  • Balance zwischen Anspannung und Entspannung
  • Selbstvertrauen in das eigene Können
  • Positive Selbsteinschätzung
  • Gegneranalyse inkl. Umsetzung
  • Fokussierung auf die nächste Situation
  • Hohe Schmerzgrenze
  • Positives Zusammenspiel mit der Abwehr
  • Und, und, und …

Eigentlich nix neues, denn viele Punkte gelten auch für Spieler! Der Unterschied ist also einfach nur die Aufgabe. Demnach ist es schwierig Aufgaben an Charakteren fest zu machen. Es gibt hervorragende introvertierte und schlechte extrovertierte Torhüter und umgekehrt.

Für mich stellt sich einzig und allein die Frage, wie löst er die Aufgabe TORWART und was ist er bereit dafür zu investieren! Denn es ist schon allein eine mentale Herausforderung im Training im Tor zu stehen und zu warten, wenn der Ball irgendwann mal aufs Tor kommt. Wie viele Torhüter (besonders in den unteren Klassen) langweilen sich dabei?

Oder wieso landet man überhaupt im Tor? Ich war als Kind z.B. genervt, weil wir so eine schlechte Torhüterin im Tor hatten, da habe ich mich selbst rein gestellt. Ich wollte kein Held sein, sondern einfach nur gewinnen! Und rückblickend …

Sicherlich wird das Selbstvertrauen enorm, durch eine gute Leistung im Tor, gesteigert und die Aufmerksamkeit des Torhüters ist nochmals eine andere. Und doch vergessen viele die einsamen Minuten im Tor und vor allem die Auseinandersetzung mit den eigenen Fehlern, die bis zu Selbstzweifeln reichen können.

Wenn du als Torwart einen Fehler machst, hat das Konsequenzen, als Spieler kann das immer noch ausgeglichen werden. Ich glaube daher an andere Motive für das “Torwart-Sein”! Angefangen mit Talent und einer anderen Sicht des Mannschaftssports. Als Torwart denkst du einfach anders …

Du als Torwart willst das Tor verhindern! Als Spieler willst du Tore schießen oder werfen. Schon allein für diese einfache Tatsache braucht man unterschiedliche Charaktere, ob der eine dann noch Held sein will? Ist dann eher eine persönliche charakterliche Ausprägung …

Was treibt dich ins Tor?!

Bild Hände eines Torhüters im Einsatz © Smileus - Fotolia.comZurzeit ist die Diskussion über Fußball-Torhüter wieder im vollen Gange. Geht nun Manuel Neuer zu den Bayern oder schafft der junge Thomas Kraft den Sprung als Nummer 1 ins Tor des 1. FC Bayern? Bei Torhütern, egal welche Sportart, scheiden sich die Geister …

Torhüter sind die Individualisten im Team! Fehler werden – für gewöhnlich – sofort bestraft und bei einer guten Leistung kannst du zum Held eines Spieles werden. Doch gerade dieser “gedankliche Spagat” macht es so schwierig auf Dauer immer wieder gute Leistungen abzurufen.

Demnach sollten auch Torhüter anders als Feldspieler trainieren. Ist doch so, sagen jetzt bestimmt viele … Sicherlich ab bestimmten Ligen, doch gerade im Jugendbereich werden die Torhüter häufig vernachlässig, da es auch als einzelner Trainer schwierig ist, Feldspieler und Torhüter gleichzeitig zu trainieren.

Wer jedoch auf Dauer erfolgreich sein möchte, braucht einen Torwarttrainer, der auf die Bedürfnisse der einzelnen Torwarts eingeht. Übrigens die Zeiten, wo die dicksten und langsamsten ins Tor gehen, weil sie sich nicht bewegen, sind auch schon lange vorbei. Der ehemalige Weltklasse Handball-Torhüter Andreas Thiel hat schon vor Jahren gesagt: “Torhüter sollten die konditionsstärksten Spieler auf dem Feld sein”. Und aus eigener Erfahrung gebe ich ihm Recht!

Es gibt Spiele, da bist du von Anfang an gefordert und es gibt Spiele, die “dümpeln” so vor sich hin. Doch als Torwart musst du zu jeder Zeit im Spiel deine optimale Leistung abrufen können. Da hilft es wenig minutenlang (z.B. Handball) über das letzte Tor nachzudenken, wenn die gegnerische Mannschaft schon wieder im Angriff ist.

Die Folge ist häufig, dass der nächste Fehler kommt und man sich gnadenlos in eine gedankliche Negativ-Spirale manövriert. Wie so oft, sieht man Torhüter, die ihre Mitspieler anbrüllen und schlimmstenfalls beschimpfen oder das Tor schlimmstenfalls sich selbst “demolieren”. Viele begründen dies mit “Motivation”, doch näher betrachtet, verhindert genau dieses Verhalten eine konstruktive Veränderung der Situation.

Das soll nicht heißen, das man keine lautstarken Anweisungen an seine Mitspieler geben oder auch mal seinen Frust loswerden darf … Doch wie alles im Leben: “Die Mischung macht´s!” Im Rückblick auf meine Torwart-Laufbahn, waren die Spiele am besten, wo ich ruhig geblieben und klare Anweisungen gegeben habe. Ich hatte Selbstvertrauen in meine Abwehr und besonders in mein eigenes Können.

Dieses Selbstvertrauen zu vermitteln ist einer der Hauptaufgaben und Herausforderungen eines Torwarttrainers, denn gerade ein Torwart braucht eine hohe körperliche Präsenz auf dem Spielfeld. Oliver Kahn hat dies par exellance immer wieder in der Fußball-Bundesliga unter Beweis gestellt …

Als Torwart muss ich lernen, dass im Wettkampf immer der nächste Ball “der Wichtigste” ist! Hierfür braucht der Torwart eine solide technische und taktische Ausbildung inkl. einer guten Kondition. Auf dieser Basis baut man dann Stück für Stück das Selbstvertrauen auf. Denn Können gibt Sicherheit und Sicherheit vermittelt SELBST – VERTRAUEN.

Let´s keep!

PS: Wir unterstützen euch gerne dabei!  www.talenschmiede.info

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