Artikel-Schlagworte: „Sport Mental Training“
“Ich habe mir den Sieg so gewünscht!” Möglicherweise würde man diese Aussage öffentlich eher weniger äußern – doch Hand aufs Herz – “gedacht” haben sich diesen Satz doch sicherlich schon viele… Doch was ist motivierender: ein Wunsch oder ein Ziel?
Um hier weiter nachdenken zu können, sollten wir vorab die Begrifflichkeiten klären und fragen hierzu und unser “unser schlaues Wikipedia-Lexikon”, auch wenn dies keine “wissenschaftliche Aussagekraft” hat:
Was ist ein Wunsch?
http://de.wikipedia.org/wiki/Wunsch
“… Der Wunsch ist ein Begehren oder Verlangen nach einer Sache oder einer Fähigkeit, ein Streben oder zumindest die Hoffnung auf eine Veränderung der Realität oder das Erreichen eines Zieles für sich selbst oder für einen anderen. Zu den Wünschen gehören sowohl die Glückwünsche als auch negativ besetzte Verlangen…”
Was ist ein Ziel?
http://de.wikipedia.org/wiki/Ziel
“… Ein Ziel (griechisch τέλος [telos], lateinisch finis, englisch objective, goal) ist ein in der Zukunft liegender, gegenüber dem Gegenwärtigen im Allgemeinen veränderter, erstrebenswerter und angestrebter Zustand (Zielvorgabe). Ein Ziel ist somit ein definierter und angestrebter Zustand innerhalb einer Ereignisfolge, meist einer menschlichen Handlung zu einem Zweck. “Ziel” benennt häufig den Erfolg eines Projekts bzw. einer mehr oder weniger aufwendigen Arbeit…”
Folglich kann man durch einen Wunsch noch kein Ziel erreichen! Man kann jedoch durch einen Wunsch ein Ziel forcieren… Beispiele gibt es hierfür genügend, so z.B. Magdalena Neuner, die bereits den Wunsch im Kindesalter hatte, Olympia-Siegerin zu werden oder den 1. FC Bayern München mit einem Champions League Sieg.
Der Wunsch alleine hätte nicht ausgereicht, d.h. der Wunsch wurde zum Ziel! Und wie wir alle wissen, dahinter steckt viel Vertrauen in sich selbst, Disziplin und Training…
Doch wie muss überhaupt ein Ziel aussehen?!
ZIELE sollten…
realistisch sein
Hat man die Voraussetzung, das Talent, den Willen, sein Ziel zu erreichen?
positiv formuliert sein
z.B. “Ich qualifiziere mich für die Bayerische Meisterschaft!”
konkret formuliert sein
z.B. “Ich verbessere meine Schlagtechnik und qualifiziere mich für die Bayerische Meisterschaft!”
KEINE Vergleiche mit anderen Personen beinhalten
z.B. “Ich bin im nächsten Wettkampf besser als…!”
konkrete Zeitangaben vorgeben
z.B. “Ich verbessere meine Schlagtechnik bis März 2014 und qualifiziere mich für die Bayerische Meisterschaft!”
sinnvoll sein (mit allen Sinnen mein Ziel erreichen/sehen-fühlen-hören-riechen-schmecken)
z.B. “Ich sehe ein Bild, wie ich auf dem Siegertreppchen stehe und damit mein Ticket zur Bayerischen Meisterschaft gelöst habe!”
nachprüfbar sein
z.B. “Wenn ich mich für die Bayerische Meisterschaft qualifiziert habe, dann habe ich mein Ziel erreicht!”
Wer sich mit seinem Ziel auseinandersetzt und es im wahrsten Sinne “vor Augen” (Dein Ziel <-anklicken und ausdrucken) hat, der legt den Grundstein für sein eigenes Handeln bewusst und unbewusst. Das bedeutet weniger jede Minute daran zu denken, sondern sich im Training und zu bestimmten mentalen Zeiten erinnern zu werden und sich konkret mit dem Erreichen seines Zieles zu beschäftigen.
Wie lautet Dein Ziel und was tust Du dafür?!
Für viele Sportarten ging und geht jetzt die Saison zur Neige und jetzt ist die “große Zeit” der Wechsel, der neuen Chancen und für so manchen Sportler der Moment seine aktive Laufbahn zu beenden…
Wer über Jahre hinweg erfolgreich Leistungssport “betreibt”, der steht immer wieder vor der großen Herausforderung sich für die neue Saison zu begeistern, egal ob Einzel- oder Mannschaftssportler. In jungen Jahren ist man noch voller Euphorie und Neugier dabei, später wenn man etwas älter wird, weiß man welche “Qualen” auf einen in der Vorbereitung zukommen.
Um nun gut vorbereitet in die Saison zu starten, ist bekanntlich eine gute körperliche Verfassung nötig. Was jedoch viele Sportler immer wieder gerne vergessen, ist die Tatsache, dass auch “mentales Training” dazu gehört. Dieses mentale Training – in welcher Form auch immer – gewinnt die letzten Jahre immer mehr an Bedeutung. So werden sogenannte Teambuildings-Maßnahmen gerne als Sport Mental Training “verkauft”.
Doch “Mental Training” ist weitaus mehr… Und beginnt immer beim Sportler selbst, auch in einer Mannschaft-Sportart. Wer sich demnach auf eine neue Saison auch mental vorbereiten möchte, der sollte sich vorher über verschiedene Fragen “klar” werden…
- Welche Ziele habe ich in der neuen Saison?
- Wie motiviere ich mich für das Training und/oder für den Wettkampf?
- Bin ich bereit “ALLES” für dieses zu tun?
- An welchen “Hürden” scheitere ich immer wieder?
- Bei welchem Gegner habe ich heute schon Versagensängste?
- Habe ich ein Umfeld (Verein/Trainer/Betreuer/medizinische Abteilung, Freundeskreis, Familie, usw.), das mich optimal unterstützt?
- Was würde sich ändern, wenn ich Erfolg hätte?
- Wie gehe ich mit Niederlagen und Rückschlägen um?
- Habe ich einen “mentalen Notfallkoffer” für Wettkämpfe, wo es mal nicht so läuft?
- Mit welcher Strategie gehe ich in einen Wettkampf?
- Was möchte/muss sich für mich in der neuen Saison ändern? Was kann ich dafür SELBST tun?
und und und…
Jeder Sportler, der sich diese Fragen stellt, weiß natürlich sofort eine Antwort darauf. Die Frage ist nur, ist diese Antwort auch wirklich synchron mit dem eigenen Unterbewusstsein, mit dem Umfeld, oder haben sich die Antworten “halt so im Laufe des Sportlers-Leben” ergeben?
Wer erfolgreiche Sportler über ihren Erfolg befragt, der wird feststellen, dass sie nichts aber auch gar nichts dem Zufall überlassen haben. Und wenn es trotzdem mal schief gelaufen ist, immer einen Notfallplan in der Sporttasche hatten mit dieser negativen Situation umzugehen.
Und wie bereitest Du Dich für die neue Saison vor?
“Ich habe nie behauptet, dass ich nett bin…”
Dieser Spruch ist mittlerweile ein Motto von mir geworden! Wer viel im Sport unterwegs ist, stößt immer wieder an eigene und auch an Grenzen anderer Mitmenschen. Im Laufe meines Engagement habe ich sooft gehört: “Das geht nicht! Das haben wir noch nie gemacht! Das können wir so nicht machen! Und auch ein schöner Satz… Wenn wir was ändern, wissen wir ja nicht, was danach kommt, es könnte doch auch schlechter werden!”
Nichts ist auf Dauer frustrierender als Menschen, die in ihrem jahrelangen Denken verharren und dadurch Veränderung und Fortschritt verhindern. Wer demnach erfolgreich sein möchte, egal ob im Verein oder Beruf, um andere für seine Belange zu gewinnen, benötigt eine Vielzahl von Eigenschaften.
Allen voran strategisches Denken, Diplomatie, Kompromissbereitschaft, Durchhaltevermögen und lösungsorientiertes Handeln. Eigentlich ganz normale Eigenschaften, die in jedem “erfolgreichen Team” erlebt und gelebt werden. Doch ERFOLG definiert bekanntlich jeder anders…
Während einige Erfolg mit dem Gewinn einer Meisterschaft in Verbindung bringen, ist für andere schon Erfolg, wenn der Zustand so bleibt wie er ist und nicht schlechter wird. Wie alles im Leben… Ist es eine Frage der Betrachtung! So wird in vielen Vereinen, Verbänden, Firmen lieber auf “Nummer sicher” gegangen und das “Leiden” als selbstverständlich angesehen, als das man sich wirklich um eine Lösung bemüht.
Veränderung ist anstrengend, insbesondere wenn man mit seiner Meinung und Lösung alleine “dasteht” und für seine Belange im Fokus der Kritiker und Lösungsverhinderer steht und dafür zuweilen auch persönlich angegriffen wird. Will und kann man dies für sein Ziel “ertragen und auch aushalten”?
Wer – im übertragenen Sinn – die Welt erobern möchte, muss Gegenwind in Kauf nehmen! Denn wer nur “mitsegelt” kann nie die Richtung bestimmen und muss immer nur das machen, was der da “Vorne” vorgibt! Demnach entscheidet jeder für sich selbst, jeden Tag aufs Neue, ob man seine Meinung vertritt und für sich SELBST und sein Ziel kämpft oder ob man kapituliert und sich anderen unterordnet.
Ein Beispiel von vielen sind Meetings und Sitzungen… Schon allein das Wort “Sitzung” könnte die Situation treffend beschreiben. Es werden Probleme “ausgesessen”! Wir alle haben schon solche Momente erlebt, wo über Themen heiß diskutiert wird, doch wenn es dann öffentlich zur Sprache kommt, haben plötzlich viele wieder ihre Meinung vergessen…
Wer seine Meinung vertritt und Haltung annimmt, ist immer angreifbar und letztendlich entscheidet jeder für sich selbst, wie er sein Leben gestalten möchte. Doch bis jetzt habe ich “noch” keinen Menschen kennengelernt, der mit “destruktiven Handeln” sich und sein Umfeld VERÄNDERT hat?!
Und wie nett bist DU?!
Worte und Sätze, die einen ein ganzes Leben lang begleiten… Wer kennt sie nicht?! Die letzten Tage kommt mir solch ein Satz immer in den Sinn, der da lautet: “Was wollen wir denn in der Bezirksoberliga?!”
Dieser Satz fiel auf einer Geburtstagsfeier meiner damaligen Handball-Mannschaft Ende der Neunziger (lang lang ist es her) zu später Stunde und sorgte für hitzige Diskussionen. Damals hatten wir gute Chance vorne um den Aufstieg in die Bezirksoberliga mitzuspielen.
Als ehrgeizige Sportlerin konnte ich diese Aussage in keinster Weise nachvollziehen und war fassungslos. Gottseidank hatte ich damals einige Mitstreiterinnen, die ähnlicher Meinung waren wie ich. Wir stiegen dann tatsächlich in die höhere Spielklasse auf und das “Schicksal” nahm seinen Lauf, so dass wir mit einem veränderten Team im Jahr 2005 sogar den Aufstieg in die Bayernliga schafften.
Rückblickend hat mich dieser Satz all die Jahre meiner aktiven sportlichen Laufbahn begleitet. Weniger inhaltlich, sondern als Motivation für mein Ziel alles erdenklich zu tun und vor allem “GROß zu denken”. Es gab viele Situationen, wo ich gedanklich am “Abgrund” stand und viele Menschen in meinem Umfeld, meine Ideen und Visionen “klein” geredet haben. Doch der Erfolg gab und gibt mir immer wieder Recht!
Am Anfang steht immer eine Idee, ein Gedanke, ein Wunsch, ein Ziel… Wenn hierfür die Motivation groß genug ist alles dafür zu tun, dann steht dem Erfolg wenig entgegen. Doch eines sollte man haben! Zeit, Geduld, ein bisschen Talent und die Gelassenheit “loszulassen”.
Ziele sollte man daher in einer Schatzkiste aufbewahren, die man gedanklich immer bei sich trägt. Und wenn sich eine Chance ergibt, seinem Ziel ein bisschen näher zu kommen, muss man diese auch konsequent nutzen. Das kann zuweilen Jahre dauern, denn nicht jeder Wunsch von heute, kann sofort erfüllt werden.
Und Wünsche und Ziele ändern sich im Laufe der Zeit und manchmal muss man sich auch von ihnen verabschieden. Doch wenn man selbst an sich und an sein Ziel glaubt ist alles machbar, egal was andere über einen denken und sagen. Wer daher glaubt “nur” Bezirksliga anstatt Bayernliga spielen zu können, wird das auch mit großer Wahrscheinlichkeit tun.
Grenzen erleben wir tagtäglich in unserem Umfeld und jeder kämpft mit seinen Ängsten und Blockaden, daher brauchen wir “grenzenlose Denken” im Kopf. Damit können wir zu neuen Ufern aufbrechen und uns persönlich immer weiterentwickeln.
Und wie grenzenlos denkst DU?
Ich bekam das Buch vor einiger Zeit geschenkt… “Ein Schelm, wer nun Böses denkt!”
Als Arbeitnehmer ist man dieser Situation möglicherweise tagtäglich ausgesetzt und die Erzählungen mancher Bekannten und Freunde verbessern leider nicht das Bild vieler Firmen. Wer sich noch ehrenamtlich in seiner Freizeit in einem Verein engagiert, der kann sicherlich auch viele Anekdoten erzählen, denn so mancher Verein ist einem “Irrenhaus” gleichzusetzen.
Ist uns die Führungsqualität abhandengekommen? Ja und nein! Der Anspruch der Gesellschaft hat sich verändert und somit auch die Art und Weise von “Führung”. Hinzukommt, dass viele Menschen in Führungspositionen logischerweise auch Verantwortung in hiesigen Vereinen übernehmen. Folglich ist der Stil ähnlich, sprich Firma und Verein wird “gleichgesetzt”.
Doch wer will heutzutage, wenn er schon etwas freiwillig tut, auch noch so behandelt werden, wie möglicherweise in seiner Firma? Viele Vereine haben mittlerweile erhebliche Schwierigkeiten die Ehrenämter zu besetzen. Meistens sind deshalb Führungspositionen auf Jahre “vergeben” und häufig findet man keine Nachfolger mehr. Denn wer will sich das schon antun?!
Deshalb müssen wir in den Vereinen umdenken! Es ist TEAMWORK angesagt, doch auch das will gelernt sein. Wer sich deshalb neu ausrichten muss und möchte, dem sei dieses Buch wärmstens zu empfehlen! Ein “Ratgeber” wie man viele Fehler vermeiden kann und vor allem der Hinweis für sich selbst: “In welchem Irrenhaus befinde ich mich gerade selbst!”.
Ich arbeite in einem Irrenhaus
Vom ganz normalen Büroalltag
von Martin Wehrle
Verlag: Econ (2011)
ISBN: 978-3-430-20097-4
Preis: 14,99 €
PS: Vielen Dank für die freundliche Genehmigung von Martin Wehrle.
Detailinformationen von SEKO Fachbuchversand:
In deutschen Betrieben herrschen haarsträubende Zustände – ob in mittelständischen Unternehmen oder großen Konzernen, die zunehmend zu geschlossenen Anstalten mutieren. Tyrannische Chefs pflegen ihre Marotten. Statt über Sachfragen zu diskutieren, werden in endlosen Meetings Machtkämpfe ausgefochten. Absurde Arbeitsabläufe sind fast schon die Regel.
Der renommierte Karrierecoach Martin Wehrle liefert einen schonungslosen Bericht aus dem Katastrophengebiet Büro. Anhand eines Tests kann der Leser herausfinden, wie sehr der Wahnsinn in seiner Firma das Zepter schwingt. Wehrle gibt zudem anschauliche Tipps, wie Sie den Bürowahnsinn überleben und irren Arbeitgebern durch ein Frühwarnsystem aus dem Weg gehen. Ein Buch für alle, die Tag für Tag wahnwitzige Arbeitsbedingungen zu ertragen haben.
Hier gleich bei www.seko-online.de das Buch “Ich arbeite in einem Irrenhaus” (einfach auf Satz oder SEKO-Logo klicken) bestellen.
Wiiiie du spielst Golf? Das ist doch was für alte Leute… Wir oft musste ich mir diesen Satz anhören?! Am Anfang habe ich versucht mich irgendwie zu rechtfertigen und schwärmte von der ewigen Aufgabe und dem Erlebnis in der Natur. Doch mittlerweile lächle ich “milde” und meine: “Jedem das Seine!”
Anscheinend vermittelt Golfen bei vielen Leuten immer noch den Anschein, dass man dafür reich und elitär sein muss. Und was immer so war, muss folglich auch immer so bleiben! Sicherlich mag es Golfclubs geben, die diesem Klischee gerecht werden, doch ebenso gibt es auch andere Möglichkeiten entspannt Golf zu spielen.
Sei es in einem sportlich ambitioniertem Golfclub (z.B. Jura Golf Golf e.V. Hilzhofen) oder man tritt dem VcG (Vereinigung clubfreier Golfspieler im DGV e. V.) bei. Wer Golf spielen möchte hat viele Möglichkeiten dies auch in seinem Budgetrahmen zu tun. Abgesehen vom Klischee ist jedoch die Frage: “Wieso überhaupt Golf?”
Ich habe einige Golfer (natürlich auch Golferinnen) kennenlernen dürfen, die in ihrem Sportler-Leben schon einiges erlebt und gemacht haben. Handballer, Fußballer, Tennisspieler, Skifahrer, Volleyballer usw. Für all diese Sportler ist es viel wichtiger, wie treffe ich den Ball am besten und wie verbessere ich mein Handicap, als welches teure Auto vor dem Clubhaus steht. Es ist die Aufgabe, was reizt!
Wer seinen Sport aus der Sicht von Klischees ausübt, der wird auf Dauer wenig glücklich damit werden. Denn selbst mit teuren Schläger kann man schlecht Golf spielen, und teure Laufschuhe laufen einen Marathon auch nicht von alleine. Einzig und allein Talent und die eigene Motivation ist ein Ausschlusskriterium für einen Sport.
Und das ist ganz einfach! Gefällt mir oder gefällt mir eben nicht. Wer seine Vorurteile mit Klischees begründet ohne es selbst jemals ausprobiert hat, bleibt letztendlich am eigenen Horizont hängen und vermeidet dadurch neue interessante Erfahrungen und Erlebnisse. Egal ob man schwimmt, golft, Fahrrad fährt, man tut etwas und muss sich immer wieder neuen Situationen stellen.
Diese Herausforderungen und die damit nötige geistige Flexibilität sorgen dafür, dass wir “jung” im Kopf bleiben. Und brauchen wir diese Frische nicht tagtäglich um im Alltagskampf überleben zu können? Was gibt es daher schöneres als ein Hobby zu haben, das einem Spaß und Freude bereitet, egal was es ist?
Golfen verbindet daher viele positive Eigenschaften, so z.B. soziales Miteinander, immer wieder veränderte Situationen und die Möglichkeit bis ins “hohe Alter” spielen zu können. Übrigens ich kenne Golfer und Golferinnen über 70 Jahre, da kann so manch “Junger” einpacken. Wer also Klischees bedient, sollte vielleicht erst einmal über sich selbst nachdenken, bevor er andere für ihren Sport “verurteilt”.
Und welche Klischee bedienst DU?
Wer Mannschaftssport betreibt kann so manches Mal sein “blaues Wunder” erleben… Es ist daher immer wieder spannend Mannschaften zu beobachten, egal in welcher Liga diese spielen. Noch spannender ist es, dem Spielgeschehen abseits des Wettkampfes zuzusehen.
Eine absolut intakte Mannschaft gibt es nicht, das mag den Anschein haben, insbesondere wenn man erfolgreich um eine Meisterschaft mitspielt. Doch auch hier gibt es immer “verletzte Sportlerseelen”, die sich eher um ihr eigenes Schicksal kümmern, als um das ihrer Mannschaft.
Wer ein Gefühl für eine Mannschaft bekommen möchte, der sieht sich daher weniger das Wettkampfgeschehen an, sondern das Verhalten jedes einzelnen Spielers im Kollektiv. Gerade in schwierigen Phasen eines Matches zeigt sich der sogenannte “Charakter” eines Teams.
Motivieren die Spieler auf der Bank die Spieler auf dem Feld? Oder ziehen diese sich zurück, frei nach dem Motto: “Das hätte ich besser gemacht!” Noch interessanter wird es, wenn der Erfolg fast schon Routine ist… Wie ist hier das Verhalten auf der Ersatzbank? Feuert man sein Team weiter an oder sitzen einige Spieler beleidigt am Spielrand, weil sie nicht spielen dürfen oder sind alle entspannt?
Wer ist nun “schuld”, wenn es in einer Mannschaft “kracht”! Der Trainer, der für ein entsprechendes gutes Betriebsklima zu sorgen hat oder der Spieler, der seine Leistung realistisch einschätzen sollte. Wie immer gehören zu einer Situation beide Seiten… Ein Trainer, der seinen Spielern ein motivierendes Feedback über deren Leistung gibt und ein Spieler, der eine realistische Einschätzung seiner eigenen Möglichkeiten hat.
Und genau das ist das Problem! Was ist eine “realistische Einschätzung”? Wer über Wochen hinweg verletzt ist, braucht nicht zu erwarten, dass er sofort 100%ig eingesetzt wird. Wer immer wieder klare Chance vor dem Tor vergibt, bekommt selten in spielentscheidenden Momenten seine Chance. Wer ständig mault und meckert, braucht sich auch nicht wundern, wenn andere bevorzugt werden.
Demnach was ist der Einzelne bereit für sein Team zu tun? Dazu gehört auch, wenn es einmal für einen selber schlecht läuft, die anderen zu motivieren und zu unterstützen. Wer alles dafür tut, selber besser zu werden und andere noch anfeuert, ist wahrlich ein Teamplayer.
Und doch braucht eine Mannschaft auch “Miesepeter-Spieler”. Weniger als Hetzbuckel im Hintergrund, sondern als Erinnerung, dass man auch an diesen Sportlern lernen kann. Zum einen, das negative Vorbild, das man möglicherweise nicht so werden will wie diese und zum anderen, der konstruktive Umgang mit frustrierten Mitspieler.
Erkennen – Ansprechen – Lösen, heißt hier die Devise!
Wer ein Teamplayer ist, wird hier Lösungen für sich finden. Wer damit Probleme hat, muss mit den Konsequenzen rechnen. Die Entscheidung liegt letztendlich bei jedem selbst! Denn JEDER ist für sich selbst VERANTWORTLICH!
Bist du ein TEAMPLAYER?

