Artikel-Schlagworte: „Trainer“

Bild aus Kindertagen * Artikel Steuern Bewertungen unser Leben?Die letzten Tage kommt mir immer wieder meine Schulzeit in den Sinn… Was mir hier immer wieder durch schlechte Noten vermittelt wurde, ist heutzutage eher einer meiner Stärken. Bewertungen – egal in welcher Art und Weise – können Begabungen und allen voran Freude an einer Sache rigoros zunichtemachen.

Wenn ich damals in der Realschule auf meine Deutschlehrerin gehört hätte, dann dürfte ich heute nicht auf commov.de schreiben, denn die Noten vier und fünf sind hier weniger vielsprechend als “Schreiberling” gelesen zu werden. Gut, ich bin keine Journalistin geworden und verdiene mein Geld damit, doch habe ich Spaß daran mit Worten und Sätzen mein “Unwesen” zu treiben und meine Meinung “kundzutun”.

Rückblickend, hatte ich damals schon das Gefühl, das die Note sich eher auf meinem Schreibstil bezog, als auf den sachlichen Inhalt, sprich mit meinen Schreibstil konnte diese Lehrerin einfach nix anfangen. Ich wurschtelte mich als durch die mittlere Reife und hatte dann das große Glück in der Fachoberschule einen Lehrer zu haben, dem mein Schreibstiel gefiel und ich schließlich die Note zwei bekam.

Zwei unterschiedliche Lehrer mit zwei unterschiedlichen Bewertungen! Sicherlich lernt man im Laufe der Jahre dazu und doch hatte ich das Glück, das ich mich davon nicht beirren ließ. Manchmal kann es für einen selbst hilfreich sein, Menschen unsympathisch zu finden und deren Urteil einfach nicht ernst zu nehmen, egal ob als Kind oder als Erwachsener.

Möglicherweise hat mich dieses Beispiel gelehrt, Bewertungen anderer für mich genau zu überprüfen und dementsprechend zu handeln. Wenn jetzt Kinder und selbst Erwachsene bei mir im Handball-Training sagen: “Kann ich nicht!”, dann gibt es immer die gleiche Antwort darauf: “Dann lernst du es, denn dafür bist du hier!” Ich finde es schlimm, wenn Menschen – egal ob Groß oder Klein – sich im Kopf selbst denunzieren.

Allein der Glaube daran, etwas nicht zu können, lässt viele Menschen in eine Schockstarre verfallen und neidvoll auf andere blicken, die erfolgreich sind. Es ist völlig egal, ob meine Lehrer meinen Schreibstil gut oder schlecht finden, ich allein muss Spaß am Schreiben haben und solange kein anderer zu Schaden kommt, ist doch alles in Ordnung, oder?

OK, ich verdiene momentan kein Geld damit und mein Blog ist reines Hobby, an dem ich Spaß und Freude habe… Doch diese Sichtweise ist meine persönliche Entscheidung, denn vielleicht könnte ich sogar Geld damit verdienen, nur habe ich es bis jetzt noch nicht daran gedacht geschweige es versucht.

Folglich die Bewertung findet in meiner Gedankenwelt statt und dementsprechend handle ich! Es liegt einzig und allein an mir selbst, inwieweit ich mich von meiner Umwelt beeinflussen lasse oder nicht. Und das bezieht sich auf jede Situation in unserem Leben, insbesondere im Sport.

Und wer steuert Dein Leben? Du oder andere?

Bild talentschmiede.info * Artikel Nach der Saison ist vor der Saison!Für viele Sportarten ging und geht jetzt die Saison zur Neige und jetzt ist die “große Zeit” der Wechsel, der neuen Chancen und für so manchen Sportler der Moment seine aktive Laufbahn zu beenden…

Wer über Jahre hinweg erfolgreich Leistungssport “betreibt”, der steht immer wieder vor der großen Herausforderung sich für die neue Saison zu begeistern, egal ob Einzel- oder Mannschaftssportler. In jungen Jahren ist man noch voller Euphorie und Neugier dabei, später wenn man etwas älter wird, weiß man welche “Qualen” auf einen in der Vorbereitung zukommen.

Um nun gut vorbereitet in die Saison zu starten, ist bekanntlich eine gute körperliche Verfassung nötig. Was jedoch viele Sportler immer wieder gerne vergessen, ist die Tatsache, dass auch “mentales Training” dazu gehört. Dieses mentale Training – in welcher Form auch immer – gewinnt die letzten Jahre immer mehr an Bedeutung. So werden sogenannte Teambuildings-Maßnahmen gerne als Sport Mental Training “verkauft”.

Doch “Mental Training” ist weitaus mehr… Und beginnt immer beim Sportler selbst, auch in einer Mannschaft-Sportart. Wer sich demnach auf eine neue Saison auch mental vorbereiten möchte, der sollte sich vorher über verschiedene Fragen “klar” werden…

  • Welche Ziele habe ich in der neuen Saison?
  • Wie motiviere ich mich für das Training und/oder für den Wettkampf?
  • Bin ich bereit “ALLES” für dieses zu tun?
  • An welchen “Hürden” scheitere ich immer wieder?
  • Bei welchem Gegner habe ich heute schon Versagensängste?
  • Habe ich ein Umfeld (Verein/Trainer/Betreuer/medizinische Abteilung, Freundeskreis, Familie, usw.), das mich optimal unterstützt?
  • Was würde sich ändern, wenn ich Erfolg hätte?
  • Wie gehe ich mit Niederlagen und Rückschlägen um?
  • Habe ich einen “mentalen Notfallkoffer” für Wettkämpfe, wo es mal nicht so läuft?
  • Mit welcher Strategie gehe ich in einen Wettkampf?
  • Was möchte/muss sich für mich in der neuen Saison ändern? Was kann ich dafür SELBST tun?

und und und…

Jeder Sportler, der sich diese Fragen stellt, weiß natürlich sofort eine Antwort darauf. Die Frage ist nur, ist diese Antwort auch wirklich synchron mit dem eigenen Unterbewusstsein, mit dem Umfeld, oder haben sich die Antworten “halt so im Laufe des Sportlers-Leben” ergeben?

Wer erfolgreiche Sportler über ihren Erfolg befragt, der wird feststellen, dass sie nichts aber auch gar nichts dem Zufall überlassen haben. Und wenn es trotzdem mal schief gelaufen ist, immer einen Notfallplan in der Sporttasche hatten mit dieser negativen Situation umzugehen.

Und wie bereitest Du Dich für die neue Saison vor?

Bild talentschmiede.info * Artikel Faules Ei oder TeamplayerWer Mannschaftssport betreibt kann so manches Mal sein “blaues Wunder” erleben… Es ist daher immer wieder spannend Mannschaften zu beobachten, egal in welcher Liga diese spielen. Noch spannender ist es, dem Spielgeschehen abseits des Wettkampfes zuzusehen.

Eine absolut intakte Mannschaft gibt es nicht, das mag den Anschein haben, insbesondere wenn man erfolgreich um eine Meisterschaft mitspielt. Doch auch hier gibt es immer “verletzte Sportlerseelen”, die sich eher um ihr eigenes Schicksal kümmern, als um das ihrer Mannschaft.

Wer ein Gefühl für eine Mannschaft bekommen möchte, der sieht sich daher weniger das Wettkampfgeschehen an, sondern das Verhalten jedes einzelnen Spielers im Kollektiv. Gerade in schwierigen Phasen eines Matches zeigt sich der sogenannte “Charakter” eines Teams.

Motivieren die Spieler auf der Bank die Spieler auf dem Feld? Oder ziehen diese sich zurück, frei nach dem Motto: “Das hätte ich besser gemacht!” Noch interessanter wird es, wenn der Erfolg fast schon Routine ist… Wie ist hier das Verhalten auf der Ersatzbank? Feuert man sein Team weiter an oder sitzen einige Spieler beleidigt am Spielrand, weil sie nicht spielen dürfen oder sind alle entspannt?

Wer ist nun “schuld”, wenn es in einer Mannschaft “kracht”! Der Trainer, der für ein entsprechendes gutes Betriebsklima zu sorgen hat oder der Spieler, der seine Leistung realistisch einschätzen sollte. Wie immer gehören zu einer Situation beide Seiten… Ein Trainer, der seinen Spielern ein motivierendes Feedback über deren Leistung gibt und ein Spieler, der eine realistische Einschätzung seiner eigenen Möglichkeiten hat.

Und genau das ist das Problem! Was ist eine “realistische Einschätzung”? Wer über Wochen hinweg verletzt ist, braucht nicht zu erwarten, dass er sofort 100%ig eingesetzt wird. Wer immer wieder klare Chance vor dem Tor vergibt, bekommt selten in spielentscheidenden Momenten seine Chance. Wer ständig mault und meckert, braucht sich auch nicht wundern, wenn andere bevorzugt werden.

Demnach was ist der Einzelne bereit für sein Team zu tun? Dazu gehört auch, wenn es einmal für einen selber schlecht läuft, die anderen zu motivieren und zu unterstützen. Wer alles dafür tut, selber besser zu werden und andere noch anfeuert, ist wahrlich ein Teamplayer.

Und doch braucht eine Mannschaft auch “Miesepeter-Spieler”. Weniger als Hetzbuckel im Hintergrund, sondern als Erinnerung, dass man auch an diesen Sportlern lernen kann. Zum einen, das negative Vorbild, das man möglicherweise nicht so werden will wie diese und zum anderen, der konstruktive Umgang mit frustrierten Mitspieler.

Erkennen – Ansprechen – Lösen, heißt hier die Devise!

Wer ein Teamplayer ist, wird hier Lösungen für sich finden. Wer damit Probleme hat, muss mit den Konsequenzen rechnen. Die Entscheidung liegt letztendlich bei jedem selbst! Denn JEDER ist für sich selbst VERANTWORTLICH!

Bist du ein TEAMPLAYER?

Bild commov.de * Artikel Der Kampf mit dem GlaubenszwergWer vorne spielt gewinnt knappe Spiele und wer hinten in der Tabelle steht verliert diese … Wir alle kennen diese Weisheiten, es werden klare Chance als möglicher Abstiegskandidat regelrecht “versemmelt” und bei einem vorderen Tabellenplatz knappe Spiele mit “Dusel” gewonnen. Denken wir an die berühmt berüchtigten Pokalspiele, in denen so genannte “Underdogs” höherklassige Teams ärgern und manchmal sogar gewinnen, frei nach dem Motto: “Nur nicht verlieren!”

Bei Einzelsportlern ist der “ritualisierte Glaube” noch stärker verankert. Da trägt man nur die “einen Socken”, isst immer nur Nudeln vor dem Wettkampf, schaut am Vorabend den Film “ROCKY” an, benutzt nur bestimmte Unterwäsche, hat immer sein Maskottchen dabei und und und … Jeder kennt seinen persönlichen “Aberglauben” vor dem Wettkampf. Jedoch von welchem Glaubenssatz wird der Sportler letztendlich im entscheidenden Moment beherrscht und entscheidet demzufolge über Sieg oder Niederlage? “Das schaffe ich nie!” oder “Klar, das schaffe ich!”

Ein Glaubenssatz ist ein gedanklicher Stock, ein Geländer, an dem man sich festhält und nach dem man bewusst oder unbewusst handelt. “Beim letzten Wettkampf hat es doch funktioniert, also funktioniert es auch heute!” Wer sich auf dieses “Gedankenspiel” einlässt hat auf Dauer verloren, denn z.B. besondere Socken können die notwendige Taktikumstellung auf dem Spielfeld wenig beeinflussen, vielleicht kann ich damit schneller laufen, weil ich mich wohler fühle, mehr jedoch leider nicht. Oder kennt jemand Taktiksocken?

Viel wichtiger ist der Fokus auf die persönliche Gesamteinstellung und Gedankenabläufe vor und im Wettkampf. Häufig scheitern Sportler nicht an ihrer Technik oder Trainingsvorbereitung, sondern an ihrem eigenen Glauben, wie der Wettkampf verlaufen wird. Wer kennt nicht die Aussagen, “heute bin ich mit dem linken Fuß aufgestanden, die Halle war zu dunkel, das Publikum zu laut, die Schiedsrichter zu schlecht, usw. Wichtig ist die Bereitschaft sich bereits im Vorfeld des Wettkampfes mit den möglichen Szenarien auseinanderzusetzen. Wer sich auf “alle möglichen” Eventualitäten mental vorbereitet, kann im Wettkampf souveräner und damit erfolgreicher umgehen.

Ein klassisches Beispiel sind zum Beispiel die alpinen Skiläufer. Jeder kennt die Bilder vor dem Start, in denen Skiläufer mit geschlossenen Augen die Strecke immer und immer wieder in Gedanken abfahren. Das nennt man mentales Training im Kopf! Wieso also nur Skiläufer? Handball-Torhüter können dies in Gedanken mit Wurfbildern von bestimmten gegnerischen Spielern machen, Golfer mit bestimmten schwierigen Abschlägen, selbst Marathonläufer können in Gedanken ihre Strecken “ablaufen”, um für sich eine Renntaktik zu trainieren.

Sicherlich beschäftigt sich jeder Sportler gedanklich mit seinem Wettkampf. Wieso scheitern dann so viele daran? Daher die Frage, welche Möglichkeiten hat der Sportler sich mental auf Wettkämpfe vorzubereiten und seinen persönlichen “Glaubenszwerg” zu bezwingen, um den Überblick zu behalten und souverän in jeder Wettkampfsituation zu handeln? Was macht uns überhaupt souverän? Und wie bekommt man das hin? Sicherlich weniger mit Socken, Bärchen oder Ritualen, denn diese machen abhängig von äußerlichen Einflüssen. Ein “Sportler-Glaube” kann Berge versetzen und demnach auch eigene Glaubenszwerge bezwingen!

Wichtige Punkte hierzu sind persönliche Werte, sportliche Stärken, Motivation gemixt mit einer Portion Selbstvertrauen. Diese Basis sollte schrittweise und individuell aufgebaut werden, d.h. sich immer wieder kleine erreichbare Ziele stecken:

  • Wie lautet mein positives Ziel?
  • Wie sieht es aus und wie fühlt es sich an, wenn ich gut vorbereitet und voller Selbstvertrauen bin?
  • Welche Fähigkeiten habe ich?
  • Was habe ich bereits positives erreicht?
  • Wo scheitere ich immer wieder?
  • Welche Gedanken kommen mir in solchen Momenten immer wieder?
  • Was fehlt mir und was brauche ich, um meine positiven Ziele zu erreichen?
  • Darf ich überhaupt gewinnen oder ergeben sich daraus (positive?) Konsequenzen, die ich nicht will, z.B. mehr Trainingsaufwand, notwendiger Wechsel des Vereins/Trainers, weniger Zeit für Familie, Freunde, Hund?
  • Wie gehe ich mit Siegen und mit Niederlagen um?
  • Wie bewerte ich diese?
  • Sind die Ursachen abhängig von mir selbst oder suche ich die Gründe – positiv wie negativ – in meinem Umfeld?
  • Wie belohne ich mich für erreichte Ziele?

Jeder Sportler hat im Laufe seiner “Karriere” für sich eine Strategie entwickelt, um Wettkämpfe zu bestreiten. Wenn man Talent, Ehrgeiz und den Mut hat sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen, so ist man auf einem sehr guten Weg, ein erfolgreicher Sportler zu werden oder bereits zu sein.

Wichtig jedoch hierfür ist, sich selbst immer wieder distanziert zu betrachten, ob die Art und Weise mit seinen eigenen Glaubensätzen umzugehen, wirklich sinnvoll ist. Häufig kann eine kleine Äußerung eines “Außenstehenden” (Eltern, Trainer, Freundeskreis, Mitspieler) Berge versetzen oder den Glaubenszwerg “unbewusst aktivieren”. Das Interessante daran ist, dass man selber die Ursache seines mehr oder weniger erfolgreichen Tuns schlecht einschätzen kann und häufig reicht schon ein “bewusster” Umgang mit dem negativen Glaubenssatz um seine Strategie in seinem Sport positiv zu verändern.

  • “Ich schlage immer schlecht am ersten Abschlag!”
    -> Wie oft ist dies passiert? Einmal, zweimal, dreimal … Ist es denn mittlerweile eine selbst erfüllende Prophezeiung?
  • “Gegen diese Mannschaft haben wir die letzten Jahre nie gewonnen!”
    (z.B. Fußballmannschaft Leverkusen in Bielefeld – 9 Jahre lang)
    -> Spielt die Mannschaft um zu gewinnen oder um nicht zu verlieren?!
  • “Meine Mannschaft die Auswärts-Schlaffis!”
    -> Sind wir wirklich so schlecht oder haben alle schon aufgegeben, inkl. Trainer?
  • “Ich bin einfach nicht gut genug!
    -> Ist es wirklich so oder nur die Einstellung dazu? Wer sagt das? (Du, deine Eltern, der Nachbar …)
  • “Bei den Schiris kann man nicht gewinnen!”
    -> Liegt es an den Schiedsrichtern oder daran, dass man sich mehr damit befasst, als sich auf den Wettkampf zu konzentrieren?

Und natürlich viele, viele andere Beispiele …
Welcher Glaubenszwerg sitzt in deinem Kopf und klopft an deinem Hirn?

PS: Überarbeiteter Revival-Artikel vom 14.02.2010 als Wiederholung und zur Erinnerung :-)

Bild commov.de * Artikel Mach DEIN Ding!Die letzten Tage war es um den commov-Blog etwas ruhiger. Es gab und gibt immer noch viel zu tun für mich, Urlaub hatte ich auch noch ein bisschen, so dass ich meine Aufgaben organisieren und Entscheidungen treffen musste. Wie heißt es dann so schön in schlauen Ratgebern? “Treffen Sie Entscheidungen!”

Jawohl, das habe ich getan, sprich meine Artikel für den commov-Blog mussten etwas warten. Doch wobei, wer sagt mir eigentlich, dass ich jeden dritten, vierten, fünften Tag einen Beitrag für den Blog schreiben muss? Gut, wenn man den Internet-Profis und den Suchmaschinen Glauben schenken möchte, dann sollte man am besten jeden Tag etwas “Geistreiches” veröffentlichen.

Doch wem muss ich gerecht werden? Es wäre schön, wenn viele Menschen meinen Blog lesen würden und ja, ich könnte mich sicherlich noch viel besser und mehr vermarkten, doch will ich das überhaupt? Ich selber bin schon genervt, wenn ich tagtäglich viele Informationen von immer den gleichen Firmen oder Personen erhalte.

Ich bin “Sport Mental Coach” aus Berufung, aber mache dies nicht als Beruf. Meine Existenz hängt von anderen Dingen ab, daher kann ich mich auch völlig entspannt dem Thema “Sport Mental Training & Coaching” widmen. Ich muss keinem Rechenschaft ablegen und kann viele spannende Themen von unterschiedlichen Seiten betrachten und darüber schreiben.

Und genau um dieses Schreiben geht es mir … Mir fällt eine Idee zu einem Thema ein, formuliere es im Kopf, fange an zu schreiben, um dann festzustellen, dass sich das Thema beim Schreiben verändert. Die Auseinandersetzung mit dem Thema verändert die Wahrnehmung, erweitert das eigene Wissen und befördert unterbewusste Fragen zu Tage.

Ich trainiere sozusagen mein Stellungsspiel bzw. Positionsspiel, d.h. ein Sachverhalt wird von unterschiedlichen Positionen betrachtet, mal als Spieler, dann als Trainer, als Zuschauer oder auch als Funktionär. Jede Position ist vorab erst einmal “richtig” und hat je nach eigener Befindlichkeit auch seine Daseins-Berechtigung.

Spannend ist es daher, ob das “richtig” in das Kollektiv passt? Und die Frage: Passe ich selbst überhaupt in das Kollektiv? Basis hierfür ist immer der Einzelne und der Mut zur Entscheidung für die eigenen Bedürfnisse. Mein Bedürfnis ist es, “Sport Mental Training & Coaching” den Sportlern näher zu bringen …

Ob ich jeden Tag oder nur jede Woche darüber einen Artikel schreibe, sei mir selbst überlassen, oder? Vermeintlich kluge Ratschläge von “außen” sind sicherlich in vielen Fällen interessant und hilfreich, können jedoch zuweilen auch ziemlich stressen. Und dieser Stress ist gerade beim Schreiben kontraproduktiv.

Wir lassen uns daher viel zu oft von unwichtigen Dingen ablenken und verlieren so unser Ziel – und noch schlimmer unsere eigenen Bedürfnisse – aus dem Auge. Was will ich mit diesem einem Leben – meinem Leben – TUN? Diese Frage kann nur jeder selbst für sich beantworten und danach Entscheidungen treffen …

Mach DEIN Ding!

Bild commov.de * Artikel Olympia - Mit mentaler Stärke auf dem TreppchenDie Zeiten ändern sich auch für Olympia … Noch bei den letzten olympischen Spielen war “Mentales Training & Coaching” mehr oder weniger eine Randbemerkung wert, heutzutage fragen viele Journalisten kritisch nach, wieso der Sportler der psychischen Belastung nicht Stand gehalten hat.

Negative Beispiele gibt es viele, Sportler, die …

  • immer wieder den letzten Schuss verschießen,
  • nach verheilter Verletzung bereits im Vorkampf ausscheiden
  • sich im entscheidenden Moment immer wieder verletzen
  • ihre Leistung im entscheidenden Moment nicht abrufen können
  • und, und, und …

Sportler, trainieren vier Jahre auf das Ziel “Olympia-Treppchen”, um dann im vermeintlich wichtigsten Wettkampf ihres Lebens zu versagen?! Sicherlich die Welt geht deswegen nicht unter, doch wie muss man sich fühlen, alles gegeben zu haben, um doch “mental zu scheitern”?!

Mittlerweile wird nun dieses “mentale Scheitern” auch von den Medien mehr oder weniger wahrgenommen. Die Mehrzahl der Journalisten honorieren gute Leistungen der Sportler, die von Besseren übertroffen wurden. “Da war halt nicht mehr drin!” Kritischer dagegen wird die Berichterstattung über Sportler, die immer wieder im entscheidenden Moment ihre Leistung nicht abrufen können und den Wettkampf verlieren und das zu Recht.

Interessanterweise sind es immer wieder die gleichen Sportler und auch Mannschaften, denen man schon “körperlich” die Angst vor dem Versagen ansieht. Derweil ist es ja kein Geheimnis mehr, dass erfolgreiche Sportler sich auch mit der eigenen “mentalen Stärke” auseinandersetzen. Auch hierfür gibt es viele positive Beispiele bei Olympia!

Die Frage ist, lernen wir ALLE, d.h. Sportler, Trainer, Funktionäre, Verbände daraus oder machen wir weiter wie bisher und hoffen, dass wir in Brasilien 2016 irgendwie wieder zu Medaillen kommen. Abgesehen von den veralteten Verbandsstrukturen, die wir in Deutschland haben, brauchen wir “Mentales Training & Coaching” bereits im Kinder- und Jugendtraining.

Das bedeutet: Bereits junge Sportler müssen lernen mit Blockaden, Niederlagen, Verletzungen, Stress, Erwartungsdruck, etc. umzugehen. Sicherlich lernt man das im Laufe der Zeit durch Erfahrung, doch was hindert uns daran, talentierte Sportler bereits in der Jugend zu begleiten, anstatt erst zu reagieren, wenn es zu spät ist?!

Glaube versetzt Berge! Doch auch ein “Glaube” braucht ein positives Fundament, das über einen längeren Zeitraum bestätigt werden muss. Alles anderen ist unprofessionell und Glückssache. Wer wirklich bei Olympia auf dem Treppchen stehen möchte, braucht zum sportlichen Training auch einen starken mentalen Geist!

Dabei sein ist alles???
Dabei sein und oben stehen!!! :-)

Bild commov.de * Artikel Sportler oder Sportlerin – Wer ist mehr wert?Nach der Saison ist vor der Saison … Jetzt ist wieder die Zeit “Verein wechsle dich!” und der Moment, wo man über Transfersummen als Normal-Sterblicher nur noch den Kopf schütteln kann. Was muss ein Fußballer-Spieler können, der 90 Millionen Euro kostet und wer legt überhaupt diesen Wert fest?

Gut, für gewöhnlich regelt die Nachfrage den Preis, aber spätestens beim Benzinpreis wird diese Aussage absurdum geführt. Sicherlich sind 90 Millionen eher die Ausnahme, doch das System ist gleich, ob in der Bundesliga oder in der Bezirksliga. Der Verein, der höherklassig spielen will muss für seine Spieler zahlen, in welcher Form auch immer!

Nur wenige Vereine können sich dem durch konsequente, erfolgreiche Nachwuchsarbeit und andere Anreize widersetzen, so dass der Verein und dessen Umfeld an sich schon die “Bezahlung” ist. Noch krasser geht die Schere zwischen Frauen und Männer im Sport auf.

Frauen bekommen einen Bruchteil von dem was Männer verdienen! Das kennen wir ja bereits aus dem Berufsleben. Im Sport ist dies noch gravierender … Wo Männer ohne Geld schon gar nicht antreten, spielen Frauen “fröhlich” einfach wegen dem Spaß und der guten Kameradschaft und engagieren sich im Verein weitaus mehr, als ihre männlichen Kollegen, zumindest an der Basis.

Wie viele Vereine gibt es, die von einer Frau geführt werden? Ich kenne leider nur wenige Vereine und das wird wohl auch noch so eine Zeitlang bleiben. Doch genau damit bleibt das Missverhältnis zwischen Männer- und Frauensport weiterhin bestehen bzw. geht noch weiter auseinander.

Nur mal angenommen, Fußball-Bundesligavereine haben Frauen als Vorstände, was für mögliche Konsequenzen dies hätte … Ebenso bei den sogenannten Amateurvereinen, wo ¾ des Geldes in die I. Herren-Mannschaft fließt und der Rest dann in den Jugend und Frauenbereich verteilt wird.

Wer denkt, dass ist heute nicht mehr so … Dem sei gesagt: Stimmt, es ist nicht mehr so schlimm wie früher, aber immer noch schlimm genug! Die meisten Vereine werden immer noch von Männern geführt, so dass sich der Fokus hauptsächlich auf die I. Herren-Mannschaft und deren Erfolg richtet.

Haben Frauen-Mannschaften trotz dieser Widrigkeiten Erfolg, dann werden sie gerne als Aushängeschild benutzt. Übrigens Trainer von Frauen-Mannschaften bekommen auch weniger Trainerhonorar, obwohl diese sehr oft sehr gut ausgebildet und häufig besseres Training, als ihre Kollegen, anbieten.

Übrigens hier geht es weniger um die Unterschiedlichkeit von Männer und Frauen, die trotz vieler wissenschaftlicher Studien kleiner sind als man denkt (siehe GEO Magazin Nr. 07/12), sondern über Jahre, Jahrzehnte, Jahrhunderte aufgebaute Rollenverteilungen zwischen Mann und Frau. Wieso bekommt ein Sportler für den gleichen Aufwand mehr Geld als eine Sportlerin?

Daher “Hut ab” für …

  • jeden Sponsor, der sich ausschließlich im Kinder- und Frauenbereich engagiert!
  • jeden Trainer, der Frauen-Mannschaften trainiert!
  • Funktionäre, die über den Männer-Tellerrand hinaus blicken!
  • jede Frau, die sich trotz vieler Frustrationen, weiterhin im Verein engagiert!
  • Frauen-Mannschaften, die sich mit Spaß und Freude finanzieren!
  • und, und, und …

Mit meinen Aussagen geht es mir weniger darum, dass jetzt überall Frauen an die Macht müssen, sondern manchmal reicht es schon einen anderen Blick auf diese Situation zu werfen, um neue Denkprozesse anzustoßen …

Wir brauchen eine gleiche Wertigkeit des Sports, jedoch keine unterschiedliche Bewertung der Geschlechter!

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