Artikel-Schlagworte: „Unterbewusstsein“

Bild commov.de * Angstgegner was ist das?Als Sportjournalist hat man es schon irgendwie schwer … Die Menschen wollen amüsant und geistreich unterhalten werden, ohne dass man immer wieder das Gleiche erzählt. Das ist häufig nicht einfach, wenn Sportler sich im Kampf mehr oder weniger abmühen, anstatt glanzvolle Leistungen abzuliefern.

Gerne wird dann in diesen Momenten das sogenannte Phrasenschwein bemüht, wie

  • Ein Tor würde dem Spiel jetzt gut tun
  • Die Spieler müssen über dem Kampf zu Spiel finden
  • Das Spiel beginnt – wie immer – bei Null
  • Sicher aus der Abwehr heraus
  • Der Gefoulte sollte nie selbst werfen
  • Er hat noch nie gegen diesen Spieler gewonnen, das ist sein Angstgegner
  • Und, und, und …

Und da ist es wieder das Schreckensgespenst! Was wurde nicht alles über den “berühmten Angstgegner” geschrieben und geplaudert? Häufig wird das Verlieren mit Zahlen, Daten und Statistiken gerne noch untermauert. Doch wem hilfst? Keinem, denn umso mehr der Fokus auf “Angstgegner” gerichtet ist, umso wahrscheinlicher ist die Niederlage.

Also wie ist nun der Plan gegen solch´ einen Angstgegner, einer Angst-Mannschaft oder einer Angst-Strecke? Vorab “Angst frisst Seele auf!” Angst ist auch ein emotionaler Zustand, der in der Evolutionsgeschichte durchaus seine Berechtigung hatte, denn Angst war früher der Schutz vor dem “Gefressen werden”.

Heutzutage wird keiner mehr gefressen und zerlegt, eher verbal durch die Medien und Mitmenschen. Wie dem auch sei, wichtig ist es die Angst genau zu lokalisieren. Meistens wird die Angst pauschalisiert und damit “SEHR GROß” gemacht! Pauschalurteile sind jedoch schwieriger zu neutralisieren als einzelne “Angstpunkte”.

Daher kann es sehr hilfreich sein, Schritt für Schritt seine Emotionen zu testen. Die Frage ist: Ab wann schlägt die Emotionen in Angst um oder ab wann kann ich vor lauter negativer Emotion nicht mehr lösungs- und zielorientiert handeln? In vielen Fällen sind das einzelne Auslöser, wie

  • Erster Wurf am Pfosten
  • Zwei, drei Asse vom Gegner
  • Selbstbewusstes Auftreten vom Gegner
  • Schlechter eigener Start ins eigene Spiel
  • Zahlreiche vergebene Chancen
  • Ein unangenehmer Flight-Partner im Turnier
  • Und, und, und …

Weil viele Spieler in diesen Momenten nicht ihre negativen Auslöser kennen und auch Probleme haben mit ihren negativen Gefühlen lösungsorientiert umzugehen, wird die ganze Situation in den “Gedanken-Topf” geschmissen und pauschalisiert. Wer sich jedoch bewusst mit den wiederkehrten Themen auseinandersetzt, hat auf Dauer eine Chance diese Angst-Dämonen zu besiegen.

Daher ist es so eminent wichtig der Angst im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge zu sehen. Wer im Keller Geräusche hört und nie der Sache auf dem Grund geht und das Licht anmacht, um nachzuschauen, wird nie in den Keller gehen. Ähnlich ist es mit negativen Situationen im Sport. Wer Emotionen auf Dauer pauschalisiert und hinnimmt, wird seine Situation nie ändern und erfolgreich werden!

Welche “Angst-Punkte” hast Du?
Wie möchtest Du Deine persönlichen Angst-Dämonen erledigen?

Die Aussage “Leiden ist leichter als lösen” von Bert Hellinger kommt mir die letzten Tage immer wieder in den Sinn und beschäftigt mich im “Geiste”. Meistens haben solche Gedanken mit meinem Umfeld zu tun oder mit welcher Thematik ich mich gerade “konfrontiert” fühle …

Häufig sind solche Gedanken nur der Auslöser für eine Kette an neuen Überlegungen und Betrachtungsweisen, die letztendlich ganz andere Sichtweisen auf altbekannte Themen offenbaren. Manchmal sind es dann nicht nur Themen, sondern auch Menschen, die einer kritischen Zensur “unterworfen” werden.

Wer sich auf Dauer selbstkritisch mit seiner eigenen Persönlichkeit auseinandersetzt und konsequent weiter entwickelt, wird möglicherweise feststellen müssen, dass das Umfeld nicht immer positiv auf Veränderung reagiert. Und das betrifft alle Bereiche des Lebens, egal ob in Beziehung, Freundschaft, Sport oder Beruf!

Spätestens hier trennt sich die “Spreu vom Weizen”, d.h. der Erfolgreiche vom weniger Erfolgreichem. Wer einen Lebens-Traum und ein Ziel hat, muss diesen auch zielstrebig und beharrlich verfolgen. Egal welche Widerstände sich einem Entgegenstellen …

Und das ist wohl einer der größten Herausforderungen im Leben! Das Gefühl zu entwickeln, wer ist einem wohlgesonnen und wer tut nur so. Sicherlich hat jeder seine Gründe für sein Verhalten, doch so mancher Zeitgenosse argumentiert gerne unter dem Deckmäntelchen “Ich meine es doch nur gut für DICH!”

Können wir wirklich entscheiden, was für andere gut oder schlecht ist? Oder anders gefragt, kann mein Umfeld für mich entscheiden? NEIN und doch bewerten wir tagtäglich Entscheidungen anderer und / oder lassen uns von anderen beeinflussen und so manches Mal von unserem Lebens-Ziel abbringen.

So mancher rechtfertigt sich noch dafür, doch im Laufe der Zeit passt man sich dem allgemeinem Strom der Bequemlichkeit an und hört auf für sich selbst zu kämpfen. Eines Tages wacht man dann plötzlich mit den Gedanken auf “Ich wollte doch schon immer mal!” Frei nach dem Motto: “Heute beginnt der Rest deines Lebens!”

Video von youtube
Heute beginnt der Rest deines Lebens von Udo Jürgens (1998)


Und was wolltest DU schon immer tun?
Fang jetzt damit an!

Die Kraft der Gedanken * Bild commov.deKönnen wir wirklich durch unsere Gedanken Materie bewegen oder sogar die Welt verändern? Es gibt sicherlich eine Vielzahl von Vorführungen, die das angeblich beweisen, doch leider ist dies wissenschaftlich noch nicht belegt. Gibt es überhaupt die “Kraft der Gedanken”?

Irgendwie ja und nein. Möglicherweise gibt es Menschen, die es wirklich schaffen mit Gedanken Materie zu bewegen, die kenne ich jedoch leider nicht. Dagegen kenne ich Menschen, die mit ihren positiven Gedanken sich selbst und ihre Umwelt positiv stimmen.

Doch hier gibt es einen entscheidenden Unterschied. Menschen, die dies aus äußerster Überzeugung tun oder Menschen, die sich das immer wieder einreden. Was ist der Unterschied? Der Mensch aus Überzeugung ist glaubwürdiger …

Wir können viel mit einem positiven Spirit bewegen, hierfür benötigt man jedoch eine vertrauensvolle und offene zwischenmenschliche Basis mit einem gemeinsamen erstrebenswerten Ziel. Im Mannschaftssport mit sich und den anderen und als Einzelsportler mit sich selbst.

Wenn der Sportler sich seines Könnens bewusst ist, kann er mit seinen Möglichkeiten “sportliche Berge” versetzen. Doch Vorsicht! Kleinste Zweifel nagen und zerren am eigenem Selbstbewusstsein. Daher ist es wichtig zu wissen, zu was man fähig ist, um darüber hinaus zu wachsen …

Ja, der Glaube an sich und ans Team kann Berge versetzen,
aber leider noch keine Tore schießen …
Das musst Du trotzdem noch selbst erledigen … ;-)

Hierzu ein interessanter Beitrag von ZDF youtube channel
Die Kraft der Gedanken | Leschs Kosmos
von Harald Lesch

Bild 3d man pushing a ball up hill © DigitalGenetics - Fotolia.com Mentales Coaching im Sport wie soll das gehen? Geht! Und doch stellt sich natürlich  hier die Frage, WIE? Vergesst die Couch (passt nicht in mein Auto) … Sondern seht mentales Coaching eher als Begleitung eines Weges und diesen Weg bestimmt einzig und allein DU!

Wie kann so ein mentales Coaching aussehen?

  1. Bestandsaufnahme  => Wo brennt´s?
  2. Ziel => Wie hättest Du es gerne?
  3. Weg => Wie kommst Du zum Ziel?
  4. Ziel-Check => Ziel erreicht oder fehlt noch was?

Eigentlich ganz einfach, oder? Anstatt ein “Haupt-Thema” zu definieren und das konsequent zu “bearbeiten”, verzetteln sich viele Sportler in der Masse der Probleme. Doch damit dies nicht passiert, gibt es z.B. den Mental Coach. Bei einer guten und erfolgreichen Zusammenarbeit sorgt er dafür, dass Du am “Ball bleibst”.

Die Basis hierfür ist vorab immer eine neutrale Bestandsaufnahme, um die wirklich wichtigen Themen herauszufiltern. Es hilft wenig fünf Dinge auf einmal verändern zu wollen, d.h. das “Brenn-Thema” herausfinden und konsequent mit kleinen Schritten zum Positiven verändern.

Wie Veränderungsschritte aussehen? Die sind so vielfältig wie die Sportler und die Möglichkeiten im Coaching. Wichtig ist, es muss für den Sportler passen und sofort umsetzbar sein. Interessant dabei ist, dass kleine Veränderungen häufig auch andere Änderungen nach sich ziehen. Der Stein kommt sozusagen ins Rollen …

Wer für sich selbst schon einmal anfangen möchte, der macht hierzu eine Wahrnehmungsübung, d.h. sich selbst bewusst im Training beobachten:

  • Wann werde ich nervös?
  • Wann genau bin ich frustriert?
  • Was klappt bereits automatisch gut im Training?
  • Wie gehe ich mit Frustration um?
  • Wann genau mache ich Fehler?
  • Und, und, und …

Hier geht es weniger um eine Bewertung, sondern ausschließlich darum, zu erkennen, wann und wo es anfängt “schwierig” für einen selber zu werden. Wichtig dabei ist, “wahrzunehmen ohne selbst zu kommentieren”. Vielen Sportler wird nach so einer Übung erst einmal bewusst mit welchen mentalen Themen sie sich im Unterbewusstsein “rum ärgern”.

Dieses neue Bewusstsein kann der Start in eine erfolgreiche Veränderung des eigenen Denkens werden. Denn nur wer sich selbst über sein eigenes TUN bewusst ist, kann anfangen ungeliebte Verhaltensweisen zu verändern.

Daher immer locker am Ball bleiben … :-)

Sei achtsam mit Dir * Bild commov.deDie letzten Tage und Wochen waren ziemlich zeitintensiv, so dass ich selten daheim war. Meine Vorräte wurden immer weniger und deshalb ging ich einkaufen. Diesmal ohne Einkaufsliste, aber mit dem Bewusstsein: Weniger ist mehr! Der Einkaufskorb war trotzdem voll und ich etwas irritiert. Brauche und esse ich das wirklich alles?

Daheim angekommen, räumte ich die Lebensmittel auf und bin erschrocken, wie viele “alte” Lebensmittel ich weggeworfen habe. Abgesehen davon, dass man sicherlich viele Lebensmittel trotz Verfalldatum noch hätte “verbrauchen” können, finde ich diesen sorglosen Umgang damit mittlerweile “beschämend”.

Meine Großmutter hätte mit diesen alten Lebensmitteln jedenfalls noch was Leckeres zaubern können. Doch mir fehlen hierzu ehrlicherweise die Lust und auch das Koch-Gen. Und wenn ich so darüber nachdenke, nicht nur mir. Durch den Überfluss an Ware können wir uns es leisten in einer Wegwerf-Gesellschaft zu leben …

Die Krönung hierfür erlebte ich bei einem Tierarztbesuch mit meinem Hund. Einer Mutter waren die Kosten für den Hamster zu teuer und meinte zu ihrem Sohn, “Wenn das so weiter geht, kommt der weg und wir kaufen einen neuen Hamster!” Ich und die anderen Tierbesitzer im Wartezimmer waren sprachlos …

Wir gehen mit einer Selbstverständlichkeit mit Dingen um, die für manche Menschen eine tägliche Herausforderung darstellen. Und das können schon warme Kleidung, etwas zu Essen und ein Dach über den Kopf sein. Was hat das aber alles mit dem Sport zu tun?

Viel … wie gehen wir miteinander und mit Dingen anderer um?

  • Achtsamer Umgang untereinander
  • Gemeinsam die Sportgeräte aufräumen
  • Rechtzeitiges Abmelden vom Training/Spiel
  • Getränke mitbringen und vor allem wieder mit nach Hause nehmen
  • Mit dem Eigentum anderer achtsam umgehen (Sporthalle, Sportplatz, Sportgeräte etc.)
  • Und, und, und …

Jetzt könnte man wieder über den sogenannten Verfall der Werte diskutieren, doch mit dieser Diskussion ist momentan keinem geholfen. Wichtig ist, dass jeder von uns selbst wieder einmal inne hält und achtsam mit seinen Gefühlen und Empfindungen umgeht. Sich vielleicht das nächste Mal überlegt, ob man das wirklich braucht und wenn ja für was …

Und wer weiß, vielleicht entdeckt man neue Seiten oder Leidenschaften an sich?! Wie wäre es mit Plätzchen backen, statt kaufen oder auch nur andere darauf hinweisen, dass sie gerade sehr unachtsam sind … Möglichkeiten gibt es viele!

Sei 8SAM mit Dir!

Motiv oder Ausrede * Bild commov.deDie Bundesliga-Saison sortiert sicher gerade und es ist eine Tendenz der jeweiligen Mannschaften erkennbar. Der FC Bayern hat sich an der Tabellenspitze gefestigt und die anderen Mannschaften mehr oder weniger dahinter erfolgreich einsortiert. Es gibt Überraschungsteams wie Borussia Mönchengladbach und mögliche Absteiger, wie der 1. FC Augsburg.

Letztendlich ist alles eine Frage des Budgets und vor allem der personellen Möglichkeiten. Und doch, Geld und Können reichen heutzutage nicht mehr aus, um erfolgreich sein Ziel umzusetzen. Egal in welcher Sportart und egal in welcher Liga mit oder ohne finanziellen Mitteln.

Hinzukommt häufig die unterschiedliche Zieldefinierung, wie

  • Nicht absteigen => wir kennen das doch mit dem nicht nicht, oder?
  • Vorne mitspielen => was ist bitte vorne?
  • Wir wollen 40 Punkte erreichen, ok was passiert wenn nicht und wenn ja, dann?
  • Und, und, und …

Jeder Sportler hat seine persönliche Art und Weise Ziele zu definieren, um daraus auch seine Motivation abzuleiten. Für den einen sind Punkt-Vorgaben zu abstrakt für den anderen das Maß aller Dinge. Daher ist es so wichtig ein gemeinsames Ziel zu definieren, aber noch wichtiger ist es, die passende Sprache und das passende Bild für JEDEN einzelnen Spieler zu finden.

Viele denken es ist damit abgetan ein Ziel zu definieren, wie z.B. “Aufstieg”, für manchen Sportler bedeutet dies Druck für Andere Ansporn. Bei Punktevorgaben kann dies ebenso differenzierte Empfindungen auslösen. Daher sollte man sich genau überlegen, welches Ziel man wie vor der Saison ausgibt.

Im Übrigen … Sicherlich können Ziele während einer Saison – sei es positiv oder negativ – korrigiert werden, doch sind wir ehrlich! Es muss realistisch bleiben, oder? Keiner würde z.B. bei Bayern München auf die Idee kommen, das Ziel mit “zu Null” Meister zu werden, selbst mit so einem großen kompetenten Kader.

Damit wir uns hier richtig verstehen! Es geht hier weniger um Ausreden, sondern eher um eine lösungsorientierte zeitnahe Blickrichtung, d.h. der Fokus liegt auf dem nächsten Wettkampf. Gerade für weniger erfolgreiche Mannschaften ist häufig das Ziel am Anfang einer Saison so weit weg, dass eine Identifikation nur schwer gelingt.

Wenn ich 4/6 Punkte auf dem Konto habe und noch 36 Punkte vor mir habe, dann kann das ggf. im Unterbewusstsein Stress oder Unsicherheit auslösen. Dies betrifft insbesondere Mannschaften die abgestiegen sind und sofort wieder aufsteigen wollen. Wenn dann noch negative Erfahrungen in Form von Niederlagen hinzukommen, können plötzlich Ziele wie Seifenblasen zerplatzen …

Daher ist es vor einer Saison wichtig ein Ziel mit Zwischenzielen genau zu definieren. Die Basis hierfür ist das individuelle persönliche Motiv eines jeden Sportlers in Verbindung mit dem gemeinsamen Mannschaftsziel. Nur wenn jeder einzelne Sportler sich seiner Eigen-Motivation bewusst ist, kann er seinen Teil zum Mannschaftserfolg beitragen.

Häufig wird jedoch der andere Weg gewählt, d.h. es wird ein Ziel von “oben herab” festgelegt und alle anderen müssen motiviert sein. Dies ist in keinerlei Weise verpflichtend für den Sportler, sondern eher die Basis für Ausreden.

Hast du ein Motiv oder eine Ausrede!

Situation im Blick und Lösung im Kopf * Bild commov.de“A star is born …”! Schreiben die Medien über das sogenannte Jahrhundert-Talent “Mario Götze”. Jeder Fußball-Fachmann ist voll des Lobes und ich gebe zu, auch ich bin beeindruckt über die Spielweise, doch vor allem über seinen Umgang mit seinem eigenen Talent.

Wer viel mit dem Sport zu tun hat, hat logischerweise auch viele Talente erlebt, leider schaffen es nur wenige davon an die Spitze. Was macht also so ein Jahrhundert-Talent aus? Sicherlich gehören Kondition, Koordination, Ballgefühl, Ballbehandlung, usw. zu jeden guten Fußballer dazu, es sind die Feinheiten, die den Unterschied ausmachen.

Bei Mario Götze wird häufig seine Orientierungs- und Antizipationsfähigkeit hervorgehoben, d.h. immer den Überblick in der jeweiligen Situation zu behalten, vorauszuahnen was der Gegner machen könnte und dafür immer Lösungen parat zu haben. Ein Gabe, die in dieser Kompaktheit selten (?) im Sport vorkommt.

Vielleicht müssen uns solche Talente wie Mario Götze erst wieder daran erinnern, dass dies “eigentlich” ureigene Instinkte sind, die wir Menschen früher (also damals :-) ) bei der Jagd zum Überleben gebraucht haben. Orientieren müssen wir uns zwar heute noch, aber dafür nehmen wir ja unser Navi und zu wissen was mein Gegenüber tut … “Er wird es mir schon sagen!”.

Im Laufe der letzten Jahrzehnte sind unsere Fähigkeiten verkümmert und wir verlassen uns zu sehr auf die Technik, die wir nur selten beherrschen. Es ist toll, wenn ich einen genialen Ball habe, aber dafür benötige ich immer noch Spieler, die damit spielen. Wir Staunen lieber, als dass wir es selbst ausprobieren.

Und vor allem trauen wir uns selbst zu wenig zu! Anstatt an unsere Fähigkeiten zu glauben, “verstecken” wir uns hinter den Fähigkeiten der anderen …

  • Der ist viel besser als ich
  • Das schaffe ich nie
  • So viel Talent habe ich nicht
  • Und, und, und …

Talent ist eine Sache, Disziplin und Wille aus Fehlern zu lernen eine andere! Ich habe viele Sportler mit Talent scheitern sehen und erfolgreiche Sportler, mit vermeintlich weniger Talent, kennengelernt. Die Einstellung zu seinem Talent entscheidet letztendlich über den Erfolg.

Hierzu gehört auch, gedanklich einen Schritt schneller als der Gegner zu sein! Dafür benötigt man die “Orientierung in der Situation”, d.h. ich beherrsche meine Technik, bin mir dessen sicher (Können ist im Unterbewusstsein abgespeichert), so dass ich mich auf meine Umgebung / Situation konzentrieren und dementsprechend agieren kann.

Viele Sportler sind jedoch zu sehr mit sich selbst beschäftigt, so dass das Handeln eher konfus als zielgerichtet zu bezeichnen ist. Wir bestaunen daher immer gerne andere Sportler, die diese Eigenschaften haben, anstatt bei uns selbst nach der Leichtigkeit des Könnens zu streben.

Die Situation im Blick und die Lösung im Kopf!

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