Artikel-Schlagworte: „Ziel“
Ich bin immer wieder erstaunt, welche Erwartungen die Menschen an einem stellen?! Ein treffendes Beispiel hierfür war erst vor kurzem die Diskussion um “Joachim Gauck” als neuer Bundespräsident. Frei nach dem Motto: “Sei treu, edel und gut!”
Interessant war hier zu beobachten, dass durch die langanhaltende Kritik an seinem Vorgänger, sich somit auch die Erwartungen an den neuen Bundespräsidenten immens nach oben schraubten. Man konnte fast glauben, dass man auf der Suche nach dem perfekten Bundespräsidenten gewesen war.
Doch was ist schon perfekt? Haben wir nicht alle auch ein Leben neben unserem Beruf, möglicherweise der Berufung und “Brüche” in unserem Leben? Die hohen Erwartungen haben mich verschreckt, jedoch auch dazu animiert über meine eigene Rolle als Coach nachzudenken …
Nein, ich bin definitiv nicht perfekt und sicherlich ein Leben lang in “Ausbildung”. Und ja, ich habe ein Leben neben meiner Berufung als “Sport Mental Coach”. Denn so nebenbei bin ich Handballer, Mountain-Biker, Golfer, Skifahrer, Torwart- und Koordinationstrainer und viele andere Dinge und Tätigkeiten mehr.
Folglich gehe ich z.B. in die Halle, um als Torwarttrainer den Torhütern Technik beizubringen, ebenso mache ich das auch im Koordinationstraining bei den Kids. Natürlich hilft mir mein “mentales Wissen” anders auf die Sportler zuzugehen, doch ohne konkreten Auftrag des Sportlers mache ich KEIN “Sport Mental Coaching”.
Wenn ich daher privat über den Golfplatz gehe, will ich mein persönliches Golfspiel verbessern und weniger die Golf-Welt mental verändern. Ich trenne daher ganz klar zwischen “Ich als Sport Mental Coach” und meine persönliche Sportler-Welt. D.h. ich als Sportler, kämpfe genauso – wie jeder andere – mit allen Widrigkeiten, die der Sport so für einen persönlich bereithält …
Daher bin ich ein Sportler, wie Du und ebenso ein Mensch mit all seinen Emotionen und Dämonen. Jedoch in der Rolle als “Sport Mental Coach” habe ich eine andere Aufgabe! Dann geht es um den Sportler, der mir einen klaren sportlich mentalen Auftrag erteilt hat, wie auch immer dieser aussehen mag.
Das Wohl und das Erreichen des Ziels des Sportlers stehen im Fokus und weniger meine eigenen sportlichen Befindlichkeiten. Hilfreich hierfür sind sicherlich meine vielen selbst erlebten sportlichen Erfahrungen in unterschiedlichen Sportarten. Und die Feststellung: “Mental … Gibt es nix, was es nicht gibt!”
Denn das Leben ist und bleibt ein lebenslanges Lernen! Dafür sind immer wieder neue Erfahrungen, Ideen, Distanz und Perspektivenwechsel wichtig, sei es als “Sport Mental Coach” oder als Sport-Mensch. Wer also denkt, dass ich Tag und Nacht “Coach” bin, den muss ich “ENT-TÄUSCHEN”!
Ich kann und vor allem will ich diese hohe Erwartung NICHT erfüllen! Aus einem einfachen Grund … “Es gibt keinen perfekten Coach!” Wenn ich jedoch einen Auftrag als Coach habe, gebe ich immer mein Bestes nach besten Wissen und Gewissen, um Dich als Sportler beim Erreichen deines Zieles zu unterstützen!
Demnach … Welche Erwartung hast du an deine Mitmenschen und/oder an deinen Coach?!
10:30 Uhr am Karfreitag, ca. 5 Grad in Hilzhofen, kein Sonnenschein und negative Erinnerungen ans letzte Golfspiel … Eigentlich Grund genug im Bett zu bleiben! Eigentlich … Doch Gottseidank gibt es Verabredungen, die man gerne einhält und sich frohen Mutes auf den Weg macht.
Frohen Mutes und mit bangen Herzen, stand ich also auf der Driving Range und ließ mich von den ersten Schlägen – wie üblich – überraschen. Überrascht war ich dann, nämlich von den neuen Abschlagmatten auf der Golf Akademie in Hilzhofen und meinem guten Golfschwung.
Langsam aber sicher ergeben meine Bewegungspuzzles einen Golfschwung, d.h. ich konnte bisher nur Teile des Schwunges gut ausführen. War z.B. der Ausholschwung gut, dann war mein Griff schlecht oder die Ausholbewegung super, aber mein Schlag zum Ball eher ein Prügelschlag, usw.
Mittlerweile kann ich für mich meinen Golfschwung gedanklich in Einzelteile zerlegen und dadurch besser korrigieren. Hinzukommt, dass ich immer mehr die Langsamkeit der Bewegung “erkenne” und dadurch mehr Ruhe und Treffsicherheit ins Spiel bekomme.
Aber die Technik des Golfschwungs ist eine Seite und der Kopf eine andere, insbesondere der erste Abschlag. Nix neues und doch so spannend! Letztes Jahr konnte ich mich auf meinen ersten Abschlag verlassen. Heuer war dieser bis heute ein Fiasko!
Wer die Akademie in Hilzhofen kennt, der weiß um dessen “Besonderheit” mit Wasser und gefühlten tausend Leute im Nacken beim ersten Abschlag. Dieses Jahr liegt bereits ein Ball von mir im Wasser und die anderen konnte ich gerade so retten. Der gleiche Abschlag, die gleiche Situation, aber es kam eine mir – bis heute – unbekannte “mentale Einstellung” hinzu.
Das meine Technik Anfang der Golf-Saison nicht wirklich gut ist, kann ich noch verschmerzen, doch als “Mental Trainerin” dreimal eine so schlechte Abschlags-Performance hinzulegen, verärgerte mich – gelinde gesagt – doch sehr. Dennoch bin ich weit davon entfernt Schläger zu schmeißen und mich stundenlang darüber aufzuregen. Es hilft ja nix!
Auch heute war der Start holprig und meinem Golfpartner erging es ähnlich, somit war geteiltes Leid halbes Leid. Dennoch war es heute anders … Mit jedem Schlag bekam ich wieder mehr Selbstvertrauen in meine Golf-Technik und bei der zweiten Runde traf ich beim Abschlag mit dem ersten Schlag aufs Grün.
Was war also anders oder besser gesagt, was hat sich mental bei mir verändert? In der Analyse im nach hinein sicherlich ein klareres Bild von meiner Golf-Technik und vor allem das Selbstvertrauen, dies auch umsetzen zu können. Und die Erkenntnis, dass ich Ruhe und Gelassenheit am Anfang brauche, um gut ins Spiel zu kommen …
Die Golf-Saison hat erst begonnen und es ist einfacher bei 15 Grad als bei 7 Grad eine Runde Golf zu spielen. Für meine Technik und meine mentale Einstellung bin einzig und allein ICH zuständig, für das Wetter der “liebe Gott”! Seit heute bin ich wieder um Erfahrungen reicher, die mich motivieren an mir zu “arbeiten” anstatt zu verzweifeln.
Wer seinen eigenen Golf-Dämonen aus dem Weg geht, der überlässt seinen negativen Gedanken das Feld und somit verliert man die Freude an einem wunderbaren Sport. In diesem Sinn …”Auf in den Kampf!”
Let´s train and swing!
PS: Danke an Wolfgang für die spannenden und motivierenden Runden …
Nun ist es also wieder einmal soweit! Der Winter ist vorüber und ich falle jeden Tag über meine Joggingschuhe. Ich muss endlich etwas für meine Fitness tun, doch wie heißt es so schön? “Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach!”
Da kann man noch so oft über seine Joggingschuhe stolpern, von alleine ziehen sie sich leider nicht an. Auch die Suche nach der Motivation oder dem Ziel kann zuweilen recht anstrengend sein. Wieso soll ich zum Laufen gehen, wenn ich danach Schmerzen, Muskelkater und ähnliches habe?
Mir geht’s doch auch so gut und das bisschen Zwickizwacki kann man doch gerne auf das Alter schieben, denn auch ich bin ja nicht mehr die Jüngste, zumal ich das Glück habe, das ich keine Gewichtsprobleme habe. Und doch stecke ich in einem Dilemma …
Auf der einen Seite bewege ich mich immer noch etwas, auf der anderen Seite fühle ich mich nicht mehr fit wie früher. Woher auch! Früher habe ich 3-5 Mal die Woche selber trainiert, heute stehe ich mir die Füße in den Bauch und trainiere andere. Ein wichtiger Aspekt ist daher das eigene “Schwitzen” für Geist und Körper …
Ich kenne meine Motivation, meine Ziele, meine Beweggründe, wieso ich Sport treiben sollte … Ich kenne jedoch auch den Schmerz, die Überwindung, die Zweifel und vieles mehr! Ich weiß, dass ich die ersten Male, Stunden brauche um los zu laufen.
Denn ich finde keine passende Kleidung, der Pulsmesser funktioniert nicht, die Schuhe reiben oder mir geht’s gerade nicht gut. Und doch kommt der Punkt, wo ich aufhöre auf sämtliche Argumente zu hören daheim zu bleiben und laufe los. Die ersten Meter sind schlimm, ja wirklich schlimm …
Angefangen mit der vermeintlich falschen Kleidung, dem zu festen Schuh und dem Schmerz im Oberschenkel. Im weiteren Verlauf kommen all die Denkmuster zum Vorschein, die so mancher trainierter Marathonläufer erst ab Kilometer 32 hat. Das Gute jedoch daran ist, das die Psyche sich nicht nur an negatives erinnern kann, sondern auch an die positiven Gründe, wieso man überhaupt Sport treibt.
Wenn man es schafft, dass man seine “Lauf-Verhinderer” annimmt und diese “neutral geistig parkt”, hat man gute Chancen auf Dauer wieder in einen regelmäßige “Lauf-Rhythmus” hineinzukommen. Hilfreich hierfür kann ein wöchentlicher Lauf-Plan bzw. Sportplan im Terminkalender sein …
Eine Struktur ist am Anfang immer die Basis für TUN, d.h. man tut sich leichter, wenn in dem Kalender steht “sporteln”. Der Kopf hat sich schon damit mental auseinander gesetzt und sich Zeit dafür eingeplant. Der Rest ist dann “nur” die Überwindung anzufangen. Und wir wissen alle, die ersten Wochen kosten viel Überwindung, doch nach einer gewissen Zeit freut man sich schon richtig darauf, seinen Körper zu bewegen.
Mein Lauf war anstrengend, ich war danach fix und alle und wahrscheinlich hätte mich jeder Fußgänger überholt. Dennoch bin froh, dass ich es “geschafft” habe und jetzt zufrieden daheim sitzen und darüber schreiben kann. Vor allem das ich Lust darauf habe, morgen trotz möglichen Muskelkaters wieder eine Runde zu drehen …
Und wann fängst DU an?
Welcher Sport-Termin steht bei dir diese Woche auf dem Programm?
Wie viel Frustration erträgt man auf Dauer? Wie lange kann man Niederlagen wegstecken? Wie oft kommen einem immer wieder dieselben Erinnerungen in den Sinn? Wie richtet man sein angeknackstes Selbstbewusstsein wieder auf? Wer hilft einem, die richtigen Entscheidungen zu treffen?
Und welche Frage beschäftigt dich?! Welches Thema zermürbt dich und raubt dir schlimmstenfalls den Schlaf? Wie oft drehen sich deine Gedanken um immer den gleichen Kreis und du weißt keinen Ausweg? Unser Denken braucht Weite und Freiheit sich zu entfalten …
Gute sportliche Leistungen basieren immer auf gutes Training und einer ausgeglichenen Psyche. Doch sobald hier “Störungen” auftreten, beeinflusst uns dies in unserem Handeln. Erst unbewusst und je nach Schwere der “Krise” immer bewusster und massiver!
Wer ist nun wirklich bereit dafür bzw. dagegen zu handeln? Was genau tust du, um aus deiner “Leidens-Bequem-Zone” herauszukommen? Oder leidest du weiterhin, anstatt das Problem lösungsorientiert in Angriff zu nehmen? Und inwieweit beeinflusst dich dieses Thema negativ im Alltag …
Letztendlich hat jeder sein “Päckchen” zu tragen, doch der eine trägt es sein Leben mit sich herum, andere dagegen legen es bei nächster Gelegenheit ab. Die Entscheidung trifft jeder für sich selbst! Und wenn das Problem noch so schwerwiegend erscheint, es gibt immer einen Weg und eine Lösung!
Aber … dieses ABER höre ich oft und ist letztendlich nur eine Ausrede für die “Leidens-Bequem-Zone”. Wer immer wieder seinen Zustand verteidigt oder rechtfertigt, der trägt weiterhin seinen “Problem-Rucksack” durch die Gegend. Sicherlich sind Veränderungen schwierig, doch wer hat behauptet, dass das Leben einfach ist?
Schwierige Themen müssen benannt werden, um einen klaren Blick auf Veränderungsmöglichkeiten zu bekommen. Unterschwellige Probleme beschäftigen einen ungewollt, unbewusst und summieren sich auf Dauer auf Kosten von positiver Lebensenergie und Leistung.
Nur wer sich gedankliche Freiräume schafft, kann neue Aufgaben oder Herausforderungen zielgerichtet in Angriff nehmen. Angefangen von neuen Bewegungsabläufen, Techniken, Wettkämpfen, Verletzungen und vieles mehr …
Welchen gedanklich negativen Rucksack trägst du und was genau tust du, diesen los zu werden?
In vielen Gesprächen höre ich immer wieder …
- Ich bin abends noch zu müde was zu tun …
- Ich habe kein Geld meine Ideen umzusetzen …
- Ich weiß gar nicht, ob Laufen das Richtige für mich ist …
- Und wie lautet deine Ausrede?
Möglicherweise haben viele dieser Aussagen ihre Berechtigung, doch der Fokus ist auf ein Ziel gerichtet ohne die Zwischenschritte zu berücksichtigen. Wenn mein Ziel auf 42.195m bei einem Marathon gerichtet ist und ich habe noch nie dafür trainiert, dann wäre ich auch müde und bleibe lieber auf dem Sofa liegen.
Viele Menschen scheitern bereits am ersten Schritt, weil dieser ausschließlich mit dem Endziel gekoppelt ist. Doch genau dieser Fokus auf das Ergebnis erschwert den Start zum Ziel. Wieso soll ich etwas Neues anfangen, wenn dies mit Anstrengung verbunden ist? Wer will schon aus seiner Bequemlichkeit heraus und sich mit schwierigen Dingen beschäftigen?
Denn neue Ziele sind immer auch mit neuen Aufgaben und Herausforderungen verbunden, manches Mal sogar mit Frustration, Niederlagen und Erkenntnissen garniert.
- Wie sieht daher die erste Hürde aus?
- Wie groß ist die Hürde überhaupt?
- Welche Fähigkeiten, Netzwerke, Voraussetzungen brauche ich, um die erste Hürde zu überspringen?
Das Ziel ist klar! Motivation “eigentlich” auch, doch eine klare Definition der Zwischenschritte zum Ziel fehlen. Menschen scheitern weniger an ihren tollen Visionen, sondern am ersten Schritt und der kontinuierlichen “Arbeit” für das Ziel.
Einfach ausgedrückt … “Wer nicht trainiert, kann kein Meister werden!” Wer nur die Meisterschaft im Auge hat, vergisst gerne einmal das nächste Spiel. Oder wer plötzlich Angst vor seiner eigenen Courage bekommt, fängt auch nicht an, seinen Traum zu verwirklichen. Daher ist es so wichtig mit den Hürden und Herausforderungen zu wachsen.
Nur wer sich mit dem nächsten Schritt beschäftigt und alles dafür tut, diesen auch umzusetzen, hat auf Dauer eine Chance sein “großes Ziel” zu erreichen. Egal, ob im Sport, Beruf, Hobby o.ä. Hier gilt frei nach dem Motto: “Im Großen denken – im Kleinen handeln!”
Was ist dein nächster erster Schritt?
Wie heißt es so schön? “Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast …!” Und doch macht die wissenschaftliche Aussage von “Daniel Levitin” nachdenklich, dass man über 10.000 Stunden trainieren muss, um ein Experte auf seinem Gebiet zu werden.
Wenn man diese Zahl umrechnet, dann bedeutet dies ca. 10 Jahre lang, jeden Tag mindestens drei Stunden trainieren. Mit dieser Zahl tun sich “zeitliche Abgründe” auf, oder? Doch wenn man genauer hinsieht, dann ist das nachvollziehbar und vor allem Fakt.
Erfolgreiche Sportler fangen “klein” an und haben eine hohe Motivation tagtäglich zu trainieren. Durch dieses Trainieren wird nicht nur unser Körper trainiert, sondern vor allem auch unser Gehirn. Das körperliche Training allein reicht nicht aus, um auf Dauer sportliche Höchstleistungen zu erbringen.
Es ist die tägliche Auseinandersetzung mit der Sportart und die Frage “Wie kann ICH jeden Tag besser werden?”. Diese Konzentration auf die Stärken und Schwächen des Sportlers mit der damit verbundenen Lösungsstrategie formt den Profi-Sportler, egal ob Billard oder Biathlon.
Ok, nicht jeder will und kann Profi-Sportler werden, doch auch im Amateur-Bereich vergessen viele gerne … “Ohne Training fällt kein Meister vom Himmel!” Doch gerade hier werden sämtliche Schubladen für Ausreden gezogen, anstatt sachlich mit seiner Leistung ins Gericht zu gehen.
Hier triftet bei vielen Sportlern Fremd- und Selbstbild eklatant auseinander! Sicherlich reden wir hier weniger von der Spaßtruppe, die gemeinsam ein bisschen Fußball spielen will oder dem Golfer, der zur Entspannung über den Platz geht. Angesprochen sind alle Sportler, die Erfolg haben möchten.
Egal wie dieser Erfolg der einzelne für sich definiert?! Angefangen vom Aufstieg in die Bezirksliga oder Gewinn der nächsten Tennis-Vereins-Meisterschaft. Wer für sich kein klares Ziel definiert und keinen Trainingsplan erstellt, dessen Chancen verringern sich täglich zum Ziel.
Egal ob Einzel- oder Mannschaftssportler! Doch manche Mannschaftssportler verstecken sich gerne hier hinter ihrer Mannschaft …
- der macht doch noch mehr Fehler im Spiel als ich
- wieso darf der spielen, obwohl der nicht im Training war
- ich bin heute mit dem falschen Fuß aufgestanden, das wird sowieso nix
- und viele andere bekannte Aussagen …
Was erreicht man mit solchen Ausreden? Eine Rechtfertigung für seine schlechte Leistung, die abhängig von anderen ist. Wenn ich selber klar meine Leistung definiere und Lösungen für meine Schwächen suche, ist man im Lösungsmodus und die Wahrscheinlichkeit ist weitaus höher dadurch besser zu werden …
Und dies alles im Rahmen von Training, Wettkampf und darüber hinaus! Willst du besser werden, musst du investieren und willst du sehr gut werden, musst du noch mehr investieren …
Wann fängst du damit an?
PS: These der 10.000 Stunden zur Meisterschaft aus dem Buch “Genie oder Spinner” von Jürgen Schaefer
Es gibt Momente im Leben, wo man sofort die “atmosphärische Störungen” in einem Raum spürt! Oder man beobachtet ein Spiel und erkennt sehr schnell, welche Mannschaft als Verlierer vom Platz geht. Woher wissen wir das?
Alle Lebewesen sind mit “Schwingungen” oder wie man es auch immer bezeichnen möchte, miteinander verbunden. Diese Empfindungen können positive bzw. negative Reaktionen in uns auslösen, anhand dessen wir darauf reagieren. Selten können wir im nach hinein dieses Gefühl beschreiben, wir haben einfach nur danach gehandelt …
- Ich wusste sofort den 7m halte ich …
- Ich hatte einfach eine große Standfestigkeit am Schießstand …
- Wie waren in der Mannschaft wie gelähmt …
- Bei dieser Aktion ist der Knoten geplatzt …
- Bereits beim Schwung wusste ich, dass der Ball weit fliegt …
Fragt man erfolgreiche Sportler, so handeln sie nach ihrer Intuition. Und diese Intuition hat auch noch Methode, nämlich “Trainieren, trainieren, trainieren!” Und das über ca. 10.000 Stunden, verteilt über einen langen Zeitraum (ca. 10 Jahre) und das alles verbunden mit persönlichen Talent und guten Trainern.
Dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die sportlichen Handlungen weitgehend automatisiert sind und man größtenteils aus dem Unterbewusstsein handelt. Wer diesen Status erreicht hat, braucht sich keine Gedanken um die Technik machen, sondern kümmert sich vorwiegend um die Lösung der jeweiligen Situation.
Hinzu kommt, dass man bei einem regelmäßigen und dauerhaften Training sich selber sehr gut kennenlernt. Wer z.B. für einen Marathon mit einem Pulsmesser trainiert, kann nach einer gewissen Trainingszeit ohne Pulsuhr relativ genau seinen Puls bestimmen. Oder man erkennt sofort einen schlechten Bewegungsablauf bei sich selbst bereits im Ansatz.
Dies gilt jedoch nicht nur für sich persönlich selbst, sondern auch für den Teamsport. Wer seine Antennen auf “sensitiv” stellt, erkennt sofort, ob eine Mannschaft gut drauf ist oder nicht. Das merkt man meistens bereits in der Kabine … Bei Mannschaftssportarten ist dies noch spannender, denn hier können einzelne Spieler, die Mannschaftleistung bewusst – häufig unbewusst – beeinflussen.
Gerade hier zeigen sich die “atmosphärische Störungen” zwischen den Beteiligten am schnellsten. Ein falsches Wort untereinander oder eine misslungene Aktion kann ein Spiel komplett zum Kippen bringen. Natürlich gilt dies ebenso im Positiven, wo aufmunternde Worte “Tore schießen” können.
In jeder Mannschaft gilt die 33% Regel …
- 33 % Spieler, die wollen
- 33 % Spieler, die nicht wissen, ob sich wollen oder können
- 33 % Spieler, die nicht wollen oder können
Je nach persönlicher Befindlichkeit ordnet sich jeder für seine Situation in diesen drei “Gruppen” ein und daraus ergibt sich dann eine “allgemeine Stimmungslage”. Sollten mehr als 50% ein gemeinsames Ziel verfolgen, ist die Erfolgschance höher als wenn 50% der Spieler nicht wissen, ob sie wollen oder es sich überhaupt zutrauen …
Sicherlich ist das sehr vereinfacht dargestellt, aber Menschen für ein gemeinsames Ziel zu begeistern, ist schon schwer genug! Es lohnt sich daher seine Antenne auszufahren und die Stimmungslage auch einmal auf der Emotionsebene zu erfassen, egal ob bei Einzelsportlern oder Teamplayern.
Let´s feel …
