Und immer wieder Motiv und Motivation

commov-kopfsache-motiv-motivationWas motiviert einen zu tun, was man tut? Welche Motivation benötigt man, um erfolgreich zu sein?

Wenn ein Wunsch, ein Ziel, ein Glaube uns täglich gedanklich beschäftigt, so begleitet uns dieser immer wieder in unseren Gedanken und auf Dauer unser Unterbewusstsein. Das bedeutet, dass wir alles dafür tun diesen „Gedanken“ irgendwann wahr werden zu lassen, bewusst und/oder unbewusst. Unser „Ziel-Gedanke“ ist unsere Motivation alles dafür zu unternehmen und dabei weniger wichtige Dinge beiseite zu schieben.

Es gibt jedoch eine Vielzahl von Motiven und somit von unterschiedlichen „Motivationen“… Für die einen ist die Begeisterung über die eigenen Fähigkeiten eine persönliche Motivation, für andere ist die Freude über den gemeinsamen Sieg motivierend, wiederum für andere ist das Messen mit anderen das Hauptmotiv.

In meiner Jugend hatte ich immer den Wunsch einmal in meinem Leben einen Marathon zu laufen. Dieser Gedanke begleitete mich jahrelang, mal mehr mal weniger. Am Ende des Jahres 2000 war es dann soweit, ausgelöst durch eine persönliche Krise wurde dieser Wunsch so stark, dass ich mir diesen unbedingt erfüllen wollte.

Sinnigerweise habe ich zu dieser Zeit viele Menschen kennengelernt (unbewusster Fokus), so dass ich mich durch ein „Personal Coaching“ unterstützen ließ. Mein erster Marathon in der Fränkischen Schweiz war für mich mit einer ca. 5h Laufzeit inkl. Infusionen im Krankenzelt, zeitmäßig ein Fiasko.

Dennoch war ich stolz, dass ich durchgehalten habe. Ein Jahr später mit vielen Entbehrungen und sehr vielen Trainingseinheiten mehr, bin ich dann den Marathon in Berlin gelaufen. In meiner Wunschzeit – unter 4h – und der Erkenntnis „wo ein Wille ist, ist ein Weg und der Erfolg!“.

Als Marathonläufer verbunden mit dem „hohen“ Trainingsaufwand kämpft man häufig mit einer „Trainings-Unlust“ und auch mit so manchen „körperlichen Verletzungen“. Daher ist es immer wieder eine Kunst, sich zu motivieren und mit Spaß und Freude das Training zu absolvieren. Mein damaliges Motivationsbild war der „bildliche“ Zieleinlauf in Berlin, so dass ein Scheitern in meinen Gedanken keinen Platz hatte und das Ergebnis gab mir Recht.

Eine ganz andere Erfahrung habe ich als Torwart in einer Handball-Mannschaft gemacht. Vor Jahren konnten sich dort die Spielerinnen überhaupt nicht vorstellen, in eine höhere Liga aufzusteigen. Heute spielt der Verein Landesliga zwischenzeitlich sogar Bayernliga. Zurückblickend – mit meinem heutigen Wissen – muss ich schmunzelnd feststellen, dass sich der Erfolg dieser damaligen Mannschaft auf einem „Feier-Motiv“ basiert, d.h. die Mannschaft feierte gerne und ausgelassen, also musste man jedes Spiel gewinnen.

Eigentlich kurios! Man muss dazu wissen, dass wir in unserem „Dorf“ die einzige Mannschaft waren, die am Dorfweiher zweimal ein Zelt aufstellen durften, um die Aufstiege zu feiern. Und unsere Feiern waren immer legendär … Ergo waren die Siege immer fest verbunden mit „Party-Feiern“ und folglich die Motivation für solche sportlichen Erfolge.

Als leistungsorientierter Trainer würde man wohl bei so einer Mannschaft verzweifeln. Demzufolge ist es wichtig zu wissen, welches Motiv hat jeder einzelne Spieler in einem Team und welches gemeinschaftliche Motiv folgt daraus. Stimmen daher meine Ziele mit den Motiven in der Mannschaft überein oder über-/unterfordere ich das Team? Das schwierige daran ist, dass man in einer Mannschaftsbesprechung selten das Hauptmotiv jedes Einzelnen erfährt.

Wer gibt schon gerne zu, dass einem z.B. das Feiern wichtiger als der Aufstieg ist oder das man Angst hat, bei Erfolg nur noch auf der Bank zu sitzen, weil die Leistung vermeintlich nicht ausreicht? Vor allem wie geht man als Trainer mit seiner eigenen Motivation gegenüber der Mannschaft um und nicht zu vergessen, möglicherweise mit den Erwartungen der Abteilung, des Vorstandes, des Vereines.

Hierzu macht es Sinn die wichtige Thematik der Motive/Motivation immer wieder zu hinterfragen, um diese mit sich und dem Umfeld hinsichtlich dessen abzugleichen, denn möglicherweise wird die Motivation und somit der mögliche Erfolg durch Blockaden und Glaubenssätze gedämpft und verhindert. egal ob als Einzelsportler oder als Sportler in einer Mannschaft.

Was ist DEIN Motiv?
Wo „holst“ du dir DEINE Motivation?