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Wir sind Helden

Welches Bild trägst du in deinem Herzen? Was hier klingt wie der Anfang eines Kitschromans könnte dennoch eine wichtige Frage sein. Ich persönlich finde diese Frage sehr spannend, denn sie eröffnet einem möglicherweise eine neue Sichtweise auf die eigene Einstellung z.B. vor einem Wettkampf.

Als Kinder waren wir Helden und hüpfen über imaginäre Lavafelder, Schluchten und tiefe Gewässer, um dann sicher auf dem Sofa zu landen. Oder wir kämpfen siegesgewiss gegen Drachen und Ungeheuer und zogen letztendlich immer als Sieger vom Feld.

Doch im Laufe der Jahre haben wir diese Denkweise leider verloren. Gut, in Sporthallen und auf Sportplätzen ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering auf Lava oder Drachen zu treffen. Dennoch müssen wir uns Herausforderungen stellen, die wir manchmal mehr, manchmal weniger lösen können.

Selten ist es das mangelnde Training, meistens ist es die Einstellung und die eigene Strategie mit Herausforderungen umzugehen, die über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Wenn ich so an meine Abenteuer in der Kindheit zurückdenke, hatten wir keine Angst und wussten immer was zu tun ist.

Auch bildeten wir keinen Arbeitskreis, um eine Strategie auszuarbeiten, sondern wir spielten einfach darauf los. Logischerweise ist diese Herangehensweise auf Dauer eher unproduktiv und doch kann der Blick auf unsere Kindheit hilfreich sein. Wieso?

Weil wir im Moment des Spiels ein Bild verbunden mit einem Gefühl in uns hatten, dass uns „unverwundbar“ gemacht hat. Wir gaben uns selbst die Sicherheit und waren somit unabhängig vom Rest der Welt. Mit dieser Sicherheit konnten wir es mit Drachen, Dämonen und Monstern aufnehmen. Kindisch? Ja, aber sehr effektiv!

Positive Erinnerungen unbegrenzt nutzen

Nur einmal angenommen… Wir gehen mit einem Bruchteil dieses positiven Gefühls in einen Wettkampf, wie würde sich unser Verhalten verändern? Positive Erinnerungen sind in uns abgespeichert, egal ob mit Bildern, Gefühlen, Gerüchen oder vermischt. Wir können diese unbegrenzt nutzen und das jederzeit.

Folglich wäre es spannend einmal auszuprobieren, genau mit dieser positiven Erinnerung an den Start zu gehen. Und wenn es einmal weniger gut läuft, genau diese Erinnerung hervorzurufen, um sich selbst ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Das funktioniert möglicherweise nicht sofort und darf gerne öfters angewandt werden. Denn das Sofa über die Lavafelder haben wir auch nicht immer beim ersten Mal erreicht. 😉

Mit welchem Bild, Gefühl & Erinnerung gehst du in den nächsten Wettkampf?