Zielsetzungen von Einzelsportlern und Teams dienen der Orientierung und sind somit Antreiber bzw. Motivator für jeden Einzelnen, sie unterstützen die Sinnhaftigkeit des Tuns.
Damit die Zielsetzung auch eine anziehende Wirkung entfaltet, sollten die Grundsätze der Zielsetzung beachtet werden:
S selbsterreichend
M motivierend
A attraktiv
R realistisch
T terminierend
Die Formulierung des Ziels sollte sehr genau und positiv erfolgen, dabei ist vorher möglichst eine Stärken- und Schwächenanalyse sowie Werteanalyse durchzuführen, weiter sind etwaige Unwegbarkeiten und Widerstände zu berücksichtigen und einzuarbeiten.
Es werden Prozess- und Ergebnisziele unterschieden; neben dem Ergebnisziel für ein Team sollte ein Prozessziel mit jedem einzelnen Spieler erarbeitet werden:
Ergebnisziel: “Wir werden am Ende der Saison unter den ersten 3 der Liga stehen.”
Prozessziel: “Ich werde an meinem Abwehrverhalten arbeiten.”
=> zu ungenau formuliert
Verhalten: Was genau wirst Du tun? ”
=> Ich werde zupacken, den Gegner festmachen, lockerer stehen …, ich werde aktiver sein ….”
Die mentale Unterstützung der Zielrealisierung liegt jetzt darin, das Zielerreichen zu erleben, dass heißt, sich die Zielerreichung vorzustellen und nachzufühlen, dieses Erleben stärkt die Anziehungskraft, wirkt motivierend und anziehend.
Übung:
Einen Punkt / Linie für den Start (heute) und für das Ziel (z.B. Saisonende)
Markieren, anschließend mit dem Team auf das Ziel zugehen sowie in das Ziel Hineingehen, es vorab erleben.
Hierbei können Erkenntnisse auftauchen, wie z.B. was zur Zielverwirklichung noch zu beachten ist oder welche unterstützenden Maßnahmen auf dem Weg in das Ziel noch erforderlich sind.
Durch die Übung, soll bewirkt werden, dass sich beim Sportler ein Zielbild oder auch ein Zielsatz im Kopf entwickelt, der zukünftig als Antreiber und Motivator fungiert.
Vielleicht bewirkt die Übung aber auch, dass das Team eine gemeinsame Zielformulierung entwickelt und wie unsere Handball-Weltmeister sich vorab ein T-Shirt für die Trainingseinheiten bedrucken lässt mit dem Zielsatz: “Projekt Gold 2007″.
Die Zielsetzung sollte in bestimmten Abständen überprüft und analysiert werden um evtl. auch Zwischenziele zu entwickeln oder aber bereits erreichte “Meilensteine” auf dem Weg in das Ziel zu verdeutlichen und als weitere Motivation zu nutzen.
Eine Zielsetzung soll als sogenannte Leitlinie für das Handeln dienen, sie ist jederzeit veränderbar, um flexibel auf die Umstände reagieren zu können, anstatt das Ziel mit der Brechstange zu verfehlen und De-Motivation zu erreichen.
Eine weitere Übung für die Auseinandersetzung mit Zielen ist auch die sogenannte “Reporter-Übung”. Hier lässt der Trainer den Spieler vor Saisonbeginn einen Bericht über den Saisonverlauf und seine Leistungen, die er in der Saison erbringen will, schreiben. Dieser Bericht kann für ein evtl. zu führendes Zielgespräch sehr hilfreich sein.
“Ein Ziel ist die schönste Art neue Wege auf seiner persönlichen Landkarte zu zeichnen!”
