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Golf-Tagebuch: Schwung und Abschlag

10:30 Uhr am Karfreitag, ca. 5 Grad in Hilzhofen, kein Sonnenschein und negative Erinnerungen ans letzte Golfspiel. Eigentlich Grund genug im Bett zu bleiben! Eigentlich… Doch Gottseidank gibt es Verabredungen, die man gerne einhält und sich frohen Mutes auf den Weg macht.

Frohen Mutes und mit bangen Herzen, stand ich also auf der Driving Range und ließ mich von den ersten Schlägen – wie üblich – überraschen. Überrascht war ich dann, nämlich von den neuen Abschlagmatten auf der Golf Akademie in Hilzhofen und meinem guten Golfschwung.

Langsam aber sicher ergeben meine Bewegungspuzzles einen Golfschwung, d.h. ich konnte bisher nur Teile des Schwunges gut ausführen. War z.B. der Ausholschwung gut, dann war mein Griff schlecht oder die Ausholbewegung super, aber mein Schlag zum Ball eher ein Prügelschlag, usw.

Mittlerweile kann ich für mich meinen Golfschwung gedanklich in Einzelteile zerlegen und dadurch besser korrigieren. Hinzukommt, dass ich immer mehr die Langsamkeit der Bewegung „erkenne“ und dadurch mehr Ruhe und Treffsicherheit ins Spiel bekomme.

Aber die Technik des Golfschwungs ist eine Seite und der Kopf eine andere, insbesondere der erste Abschlag. Nix neues und doch so spannend! Letztes Jahr konnte ich mich auf meinen ersten Abschlag verlassen. Heuer war dieser bis heute ein Fiasko!

Wer die Akademie in Hilzhofen kennt, der weiß um dessen „Besonderheit“ mit Wasser und gefühlten tausend Leute im Nacken beim ersten Abschlag. Dieses Jahr liegt bereits ein Ball von mir im Wasser und die anderen konnte ich gerade so retten. Der gleiche Abschlag, die gleiche Situation, aber es kam eine mir – bis heute – unbekannte „mentale Einstellung“ hinzu.

Das meine Technik Anfang der Golf-Saison nicht wirklich gut ist, kann ich noch verschmerzen, doch als „Mental Trainerin“ dreimal eine so schlechte Abschlags-Performance hinzulegen, verärgerte mich – gelinde gesagt – doch sehr. Dennoch bin ich weit davon entfernt Schläger zu schmeißen und mich stundenlang darüber aufzuregen. Es hilft ja nix!

Auch heute war der Start holprig und meinem Golfpartner erging es ähnlich, somit war geteiltes Leid halbes Leid. Dennoch war es heute anders … Mit jedem Schlag bekam ich wieder mehr Selbstvertrauen in meine Golf-Technik und bei der zweiten Runde traf ich beim Abschlag mit dem ersten Schlag aufs Grün.

Was war also anders oder besser gesagt, was hat sich mental bei mir verändert? In der Analyse im nach hinein sicherlich ein klareres Bild von meiner Golf-Technik und vor allem das Selbstvertrauen, dies auch umsetzen zu können. Und die Erkenntnis, dass ich Ruhe und Gelassenheit am Anfang brauche, um gut ins Spiel zu kommen …

Die Golf-Saison hat erst begonnen und es ist einfacher bei 15 Grad als bei 7 Grad eine Runde Golf zu spielen. Für meine Technik und meine mentale Einstellung bin einzig und allein ICH zuständig, für das Wetter der „liebe Gott“! Seit heute bin ich wieder um Erfahrungen reicher, die mich motivieren an mir zu „arbeiten“ anstatt zu verzweifeln.

Wer seinen eigenen Golf-Dämonen aus dem Weg geht, der überlässt seinen negativen Gedanken das Feld und somit verliert man die Freude an einem wunderbaren Sport. In diesem Sinn…“Auf in den Kampf!“

Let´s train and swing!

PS: Danke an Wolfgang für die spannenden und motivierenden Runden. 🙂

Bild mit freundlicher Genehmigung von www.barbara-kraske.de 🙂