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Update deiner Erfahrungen

In einem Wettkampf müssen wir in kürzester Zeit viele Entscheidungen treffen. Diese Entscheidungen basieren auf Erfahrungen der Vergangenheit und viel, viel Training und erlernte Automatismen.

Doch wie entstehen Erfahrungen und vor allem ein positiver Transfer in die Gegenwart? Denn letztendlich ist unser heutiges Handeln immer ein Produkt unserer Erfahrungen der Vergangenheit, positiv wie negativ. Das hat zur Folge, dass viele Mechanismen sich im Laufe der Zeit durch Training und Wettkampf in unser Hirn regelrecht „eingebrannt“ haben.

Bestätigung und Speicherplatte
Hierzu gehört natürlich auch die Bestätigung durch wichtige Personen in unserem Umfeld, sei es Familie, Trainer, Funktionäre sowie auch das Publikum. Unser Gehirn speichert permanent Eindrücke, Empfindungen, Erfolge und Niederlagen auf unsere interne Festplatte ab.

In der Nacht bzw. im Schlaf werden diese Eindrücke dann – vereinfacht ausgedrückt – „verarbeitet“. Je nachdem welche Strategien wir für die Verarbeitung unserer Gedanken erlernt haben, werden diese negativ wie positiv bewusst und unterbewusst verarbeitet, abgespeichert und vor allem bewertet.

Auf welcher Basis trifft man Entscheidungen
Und auch hier gilt: „Steter Tropfen höhlt den Stein!“ Wer in einer Situation nur schlechte Erfahrungen gemacht hat, wird dies auf Dauer verinnerlichen und immer Probleme mit dieser einen Situation haben. Dies gilt natürlich auch in positiver Hinsicht. Folglich ist es wichtig von Zeit zu Zeit sich mit den negativen und belastenden Situationen auseinanderzusetzen.

Sind meine vermeintlichen Schwächen tatsächlich noch „up to date“ oder einfach nur ein Relikt der Vergangenheit? Viele Sportler machen sich überhaupt nicht bewusst, welchen Einfluss negative Erfahrungen der Vergangenheit auf das heutige Handeln hat. Häufig hilft schon der Blick auf die jeweilige Situation als Abgleich…

  • Was konnte ich in der Vergangenheit in dieser Situation?
  • Was habe ich mittlerweile bis heute dazugelernt?
  • Sind Stand „HEUTE“ Können und Erfahrung deckungsgleich?

Gerade wenn man sein Können mit damals und heute vergleicht, erscheint einem so manche negative Reaktion als hinfällig. Wieso, weil diese einfach nicht mehr zeitgemäß ist! In der Zwischenzeit sind wir älter geworden, haben eine Vielzahl von Erfahrungen gewonnen und unser Können trainiert.

Moment mal…
Wenn wir es schaffen, unser TUN immer als Momentaufnahme zu sehen und die gewonnenen Erlebnisse und Erfahrungen weitgehend objektiv im Sinne der Sache zu bewerten, dann handeln wir aufgrund unseres Könnens und weniger unserer mit Emotionen verbundenen Erfahrungen.

Das heißt Vertrauen ins eigene TUN erlangen und somit seine Emotionen positiv zu verstärken. Das klingt auf den ersten Blick sehr distanziert, ist es auch, aber es entlastet einen und lenkt den Fokus auf die Ausführung des Sports. Damit hat man eine reelle Chance sich im wahrsten Sinne des Wortes „upzudaten“.

Heute schon deine Gedanken und Grübelspiralen upgedatet?